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Staatliche Münzsammlung München

Zugang zum Museum durch den Kapellenhof der Residenz

Bayerische Geschichtstaler

Geschnittene Steine von der Antike bis zur Neuzeit

Medaille auf Herzog Albrecht V., den Begründer der Münzsammlung, von Hans Aesslinger, 1558

Athen, Tetradrachme, um 420 v. Chr.

Nasriden von Granada, Sultan Yusuf I. (1333–1354), 2 Dinar

Medaille auf Stefan George, von Hans Schwegerle, 1930

Die größte numismatische Bibliothek Deutschlands steht Ihnen zur Verfügung

  • Kunst
  • Kultur

Kontakt

Residenzstraße 1
80333 München

089/227221
http://www.staatliche-muenzsammlung.de
info@staatliche-muenzsammlung.de

Öffnungszeiten

Di.-So. 10.00-17.00; Das Museum ist am 15.06.17, sowie vom 26.06.-04.07.17 wegen Umbauarbeiten geschlossen.
nicht zugänglich

Die Staatliche Münzsammlung bietet einen Überblick über die Geschichte des Geldes aller Epochen und Länder und präsentiert Münzen, Medaillen, frühes Papiergeld, kostbare Gemmen und Kameen sowie alte Münzmöbel. Die ältesten Münzen stammen aus Kleinasien und sind rund 2.600 Jahre alt. Wertvolle Bestände der Antike kommen aus dem griechischen Sizilien und dem römischen Reich. Bei den Mittelaltermünzen liegen die Akzente bei den deutschen Brakteaten und den italienischen Münzen, doch sind auch weitere Länder vertreten. So ist die wechselvolle Geschichte der iberischen Halbinsel anhand der frühen islamischen Münzen und der späteren Gepräge der christlichen Könige zu verfolgen. In der Neuzeit bilden die Münzen Bayerns, Frankens und der süddeutschen Reichsstädte wie des Erzbistums Salzburg die Schwerpunkte. Medaillen, die seit dem 15. Jahrhundert in Italien und nach 1500 auch in Deutschland hergestellt wurden, ist ein eigener Raum gewidmet. Meister wie Pisanello und Dürer haben sich auf diesem für Künstler wie gelehrte Bilderfinder gleichermaßen anregenden Gebiet betätigt.
Die Sonderausstellungen der Staatlichen Münzsammlung widmen sich wechselnden Themen. Das Spektrum reicht von der Kultur der Persis über die der Kelten, Kaiser Konstantin dem Großen bis hin zur Medaillenkunst der Gegenwart.

Die Staatliche Münzsammlung München zählt zu den ältesten und bedeutendsten Sammlungen ihrer Art in Europa. Ihre Anfänge reichen in die Zeit der Renaissance bis zu Herzog Albrecht V. von Bayern zurück. Der an Münzen interessierte Herzog Albrecht sammelte die Münzen in dem von ihm seit 1563 errichteten Kunstkammergebäude nahe der Stadtresidenz. Dort ließ er die umfangreichen Bestände von Kundigen ordnen und erforschen.
Im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Münzen in die Residenz überführt. Ungemein kostbare Schränke aus Elfenbein und japanischem Lack wurden zur repräsentativen Inszenierung der Münzen und Medaillen verwendet. Diese dienten der höfischen Gesellschaft und den Gelehrten als authentische Quelle zur Entwicklung eines umfassenden Geschichts- und Kulturverständnisses. Im späteren 18. Jahrhundert wurde der numismatische Besitz im ehemaligen Akademiegebäude nahe der Michaelskirche untergebracht. Durch das Erbe der pfälzischen Kabinette, die Säkularisation, die Erwerbung von Bodenfunden und die Ankäufe bedeutender Antikensammlungen wuchsen die Bestände zu universaler Größe heran.
Seit 1963 befindet sich das Museum wieder in der Münchner Residenz. Man erreicht es von der Residenzstraße über das südliche Löwenportal und den Kapellenhof. Die Ausstellung befindet sich im ersten Stock. Im Erdgeschoss steht den Interessierten die im Einsäulensaal untergebrachte öffentliche Bibliothek zur Verfügung.

Staatliche Münzsammlung München
Luther imagines 17
05.07.2017 - 01.04.2018

Thema der Ausstellung "Luther imagines 17" sind die verschiedenen Luther-Bilder, wie sie vor allem im Spiegel der Kunstmedaille zum Ausdruck kommen. Im Laufe der letzten 500 Jahre hat sich ein "Kanon" von Luther-Festen herausgebildet, an dessen Spitze die Erinnerung an Luthers Geburt im Jahr 1483 und den Thesenanschlag von 1517 steht. Wie die Medaillen deutlich machen, bringt jedes Zeitalter sein eigenes Luther-Bild hervor: Ist der Reformator im 16. Jahrhundert der gefeierte Propheta Germaniae und "dritte Elias", im 17. und 18. Jahrhundert "Lichtbringer" und "Wiederhersteller der reinen Lehre", so lädt sich seine Gestalt im 19. Jahrhundert nationalistisch auf und wird gleichzeitig zum Vorbild für das Bürgertum, das ihm in vielen Städten Denkmale setzt. Die Feiern im Kriegsjahr 1917 heroisieren Luther als deutschesten der Deutschen. 1983 gedenkt auch die DDR seines 500. Geburtstags. Schließlich bestätigt die Feier des Reformationsjubiläums am 31. Oktober 2017 ein Wort Goethes: Die "produktive" Wirkung Luthers hält auch nach 500 Jahren noch an.

Veranstaltungskalender

< August - 2017 >
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