Valentin-Karlstadt-Musäum





Kontakt
Tal 50
80331 München

089/223266

info@valentin-musaeum.de
http://www.valentin-musaeum.de

Öffnungszeiten Mo., Di., Do. 11.01-17.29, Fr. u. Sa. 11.01-17.59, So. 10.01-17.59; 1. Fr. im Monat Programm und Abendöffnung bis 21.59



Allgemeine Informationen
Nein, das ist kein „normales“ Museum, das ist ein „Musäum“, ebenso einzigartig und vielschichtig wie die Persönlichkeiten, denen es gewidmet ist: Karl Valentin und seine kongeniale Partnerin Liesl Karlstadt. Eine Mischung aus kuriosen Details, Überraschungen und Informationen gibt Einblick in das Leben und Wirken der beiden Künstler. Und so finden sich neben persönlichen Gegenständen, Originaldokumenten oder Film- und Tonaufnahmen auch dem Valentinschen Panoptikum nachempfundene Objekte wie der legendäre „Winterzahnstocher“ oder die „geschmolzene Schneeplastik“. Die Volkssängerausstellung des Museums zeigt die Entwicklung der ersten „Popkultur“ Münchens zu Beginn des 20. Jh. Im „Turmstüberl“ gibt es jeden ersten Freitag im Monat Musik, Lesungen oder Kabarett. Somit wird der Idee einer Trias von Museum, Bühne und Kneipe Rechnung getragen, die schon Karl Valentin in seinem Panoptikum und in der Ritterspelunke verwirklichte.


Ausstellungen
Anna McCarthy - Die Hölle

2017-07-27 - 2017-10-24

Die in München lebende britische Künstlerin Anna McCarthy ist mit dem Valentin-Karlstadt Musäum schon seit einigen Jahren auf unterschiedlichste Weisen eng verbunden: Ihre Stimme spricht die englische Version der Audioführung durch die Dauerausstellung, außerdem arbeitete sie als Turmstüberl-Kellnerin im Südturm, und gestaltete und bemalte sie die Damentoilettendecke des Musäums - so liebevoll und zeitintensiv, dass Turmstüberl-Wirtin Bernadette Obergrußberger davon als "Ännas Sixtinischer Kapelle" spricht. Und nicht zuletzt steht Anna McCarthy auch ganz generell mit ihrer künstlerischen Praxis - geprägt durch großes Interesse an aktuellen gesellschaftlichen Themen, den Glauben an teils tiefschwarzen Humor als Mittel zur Kritik und die erfindungsreiche Lust an multimedialer und interdisziplinärer Ausführung ihrer Kunst - in nicht abzustreitender Tradition vom Medienpionier Karl Valentin und seiner kongenialen Mitstreiterin Liesl Karlstadt. In ihren Zeichnungen, Malereien, Installationen, Videos, Performances, Künstlerbüchern und in ihrer Musik entwickelt Anna McCarthy eine sehr eigene und raffinierte künstlerische Sprache. In gleichzeitig ungehemmtem Spiel, intuitiver Forschung und fantastischem Journalismus verwebt sie persönliche und fiktive Geschichten mit aktuellen politischen, kulturellen, ökologischen und sozialen Veränderungen unserer Zeit zu einem neuen Bezugssystem und setzt sich und ihre Umwelt in Relation zu globalen Situationen. In der Ausstellung "Die Hölle" im Nordturm des Valentin-Karlstadt-Musäums nimmt Anna McCarthy Bezug auf Karl Valentins berühmtes Panoptikum und - wie der Ausstellungstitel bereits verkündet - die panoptikumsinterne Kneipe "Die Hölle". McCarthys Hölle verknüpft Persönliches sowie Valentin-Karlstadt-Spezifisches mit aktuell Politischem zu einer großen multimedialen Gesamtcollage in Form eines Gruselkabinetts in dem der Besucher das Grauen unserer Zeit mit Hilfe von Galgenhumor neu kennenlernt.