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Ausstellungen

Migration bewegt die Stadt – Projekteinblicke
23.06.2017 - 31.12.2018

Das Münchner Stadtmuseum und das Stadtarchiv München forschen gemeinsam seit 2015 über die Geschichte und Gegenwart der Münchner Migration. Das Ziel ist, die Geschichte und Gegenwart der Migration in München dauerhaft zu erforschen, zu bewahren und sichtbar zu machen. Mit dem vierjährigen Projekt „Migration bewegt die Stadt“ führen die beiden Häuser erste Konzepte und Maßnahmen durch, um das Thema Migration in der Stadtgeschichte zu verankern. Zur Halbzeit präsentieren die Kooperationspartner einige Projektergebnisse in einem Ausstellungsbereich des Münchner Stadtmuseums. Bis Ende 2018 gibt das Projektteam immer wieder Einblicke in Forschungsergebnisse über die Münchner Migration und präsentiert dort im Wechsel neue Objekte und Inhalte.

Der andere Laufsteg
11.01.2018 - 26.01.2018

"Der andere Laufsteg" ist eine Kooperation von Hans M. Bachmayer und Susanne Wiebe aus dem Jahre 1996 und wurde im Stadtmuseum, München, inszeniert, ausgestellt und ist eines der ersten wichtigen gemeinsamen Projekte. Gezeigt wird ein Grenzgang zwischen Kunst und Mode: expressive, großformatige Bildwände, Skulpturen, Photographien und Schaufensterpuppen mit ihren künstlerisch gestalteten Kleidern. Auch das Thema der Maske wird verschiedentlich thematisiert, bei den 4 Monumentalen, dem Unikat "Tönen", als auch eine solche (und nicht die Einzige im oeuvre von Bachmayer) vor dem Gesicht der Dame auf dem Cover dieser Publikation zu sehen ist. Susanne Wiebe und Hans Matthäus Bachmayer haben aufgrund ihrer zahlreichen Reisen und Begegnungen in der Südsee eine starke Inspiration durch die dortigen Kulturen erfahren. Das waren - neben afrikanischen Einflüssen - in Sonderheit die Fülle der Tätowierungen der Maori in Neuseeland. Diese Indikatoren gesellschaftlichen Status sind von beiden in Malerei, Skulptur, Kleider, Bewegung und Masken transformiert worden im Sinne des "Körpers als ein Feld der Zeichen". Es sind die Körper, malerisch versehen mit einer zweiten Haut durch phantasievoll gesetzte Farben, Ornamente und eine modern - künstlerische Umsetzung in Bewegung und Rhythmus, die das Erbe dieser Kulturen weitertragen. Die Performance wird getragen von Models in Wiebe-Plissée und Kleidern, auf denen die abstrakten Motive aus den Gemälden auf den Stoff umgesetzt sind - dadurch scheinen Welten von Farbe, Bewegung und Mode auf. Es sind nicht zuletzt auch die fünf Tänzerinnen in künstlerischer Körperbemalung mit ebenjenen Motiven der "Body Codes", die dieses künstlerisch verarbeitete Erbe lebendig aufblühen lassen. In dieser Fülle ihrer künstlerischen Geheimnisse scheint die gegenseitige kreative Grenzüberschreitung der beiden vielfältig konstruktiv gebrochen bei der Realisierung ihrer künstlerischen Unternehmungen.

Die Pinakotheken zu Gast im Infopoint
21.11.2017 - 27.01.2018

Die drei Pinakotheken bilden zusammen mit der Sammlung Schack und dem Museum Brandhorst einen einzigartigen Museumskomplex mit Werken vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Mit über 30.000 Gemälden gehören sie zu den größten Museumssammlungen der Welt. Bildbanner, Kataloge und Filme laden im Infopoint nun dazu ein, einen ersten Eindruck hiervon zu gewinnen. In der Alten Pinakothek reiht sich ein Hauptwerk an das andere. Das ikonische Selbstbildnis Dürers, das einzige Leonardo-Werk in Deutschland und eine der umfangreichsten Rubens-Sammlungen ziehen jährlich hunderttausende Besucher an. In der Neuen Pinakothek, dem ersten Museum für zeitgenössische Kunst in Europa, sind heute Hauptwerke des Klassizismus der Romantik, des Jugendstils, des Impressionismus und der Nazarener ebenso vertreten wie die großen Wegbereiter der Moderne Manet, Cezanne und van Gogh. Die Pinakothek der Moderne ist eines der weltweit größten Häuser für Kunst, Graphik, Architektur und Design des 20. & 21. Jahrhunderts. Die dort ansässige Sammlung Moderne Kunst zeigt die europaweit bedeutendste Beckmann-Sammlung, dazu herausragende Werke von Kirchner, Klee, Beuys, Baselitz, Polke, Flavin, Rauch, Shore, Eggleston und Wall. Franz Lenbachs „Hirtenknabe“, „Rübezahl“ und „Des Knaben Wunderhorn“ von Moritz von Schwind – jeder hat schon einmal Abbildungen dieser Gemälde gesehen, aber wo findet man die Originale? In der Sammlung Schack, einem Juwel unter den Museen Münchens. Bilder von Sagen und Märchen erzählen Geschichten von fernen Ländern und vergangenen Zeiten. Aktuelle Informationen zu den Ausstellungen, Eintrittspreisen und Öffnungszeiten sowie das gesamte Programm der Pinakotheken finden Sie auf der Website unter www.pinakothek.de. Die Online-Sammlung www.sammlung.pinakothek.de macht erstmals den gesamten Bestand der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen zugänglich: 25.000 Kunstwerke in Bayern, Deutschland und Europa auf einer Plattform! Ganz unabhängig davon, ob die Gemälde im Depot, in München oder andernorts ausgestellt sind wie z.B. in den Staatsgalerien Ansbach, Aschaffenburg, Augsburg, Bamberg, Bayreuth, Burghausen, Füssen, Neuburg, Ottobeuren, Schleißheim, Tegernsee oder Würzburg.

Aus dem Land des Schneelöwen. Kostbarkeiten aus Tibet 15.–20. Jahrhundert. Die Sammlung Justyna und Michael Buddeberg
09.12.2016 - 28.01.2018

1994 erwarben Justyna und Michael Buddeberg bei ihrem ersten Besuch in Lhasa einen kleinen Sitzteppich. Damit war die Begeisterung für Tibet und seine Kultur geweckt – und der Grundstein für eine große Sammlung gelegt. Tibetische Teppiche und Textilien, die das Paar auf insgesamt 16 Reisen ins zentralasiatische Hochland zusammentrugen, bilden den Schwerpunkt der nun erstmals ausgestellten Sammlung. Ergänzt wurde sie durch gezielte Ankäufe in Europa, Asien und den USA.Teppiche zum Sitzen und Schlafen oder als Ausstattung für Reitpferde spielten in der traditionellen Kultur Tibets eine zentrale Rolle. Sie faszinieren durch die Vielfalt an Formen und Motiven und die Perfektion ihrer Technik. Besonders bezaubern die takyab genannten Knüpfteppiche zum Schmuck der Pferdestirnen. Nicht ohne Grund werden diese Kleinode der Knüpftechnik auch als "Pferdejuwelen" bezeichnet. Die Sammlung Buddeberg umfasst darüber hinaus tibetischen Schmuck, Amulettbehälter sowie bemalte Möbel aus Klöstern und adeligen Haushalten. Bisher von der Forschung weitgehend unbeachtet sind die prachtvoll verzierten Endkappen von Thangka-Stangen. Sie dienten als Griffe, um die bekannten Rollbilder, die Thangkas, auf- oder abzurollen und stellen Meisterwerke tibetischer Metallbearbeitungskunst aus fünf Jahrhunderten dar. Ergänzt wird die Präsentation durch ausgewählte Teppiche aus der Sammlung Karl Steiner, dem Reisebegleiter und Sammlerkollegen von Justyna und Michael Buddeberg.

Gut. Wahr. Schön.
22.09.2017 - 28.01.2018

Im 19. Jahrhundert war der jährliche Pariser Salon die bedeutendste Ausstellung des internationalen Kunstbetriebs. Eine dem klassischen Schönheitsideal verpflichtete Jury bestimmte, welche Künstler teilnehmen durften. Ihre Werke sollten das Gute und Wahre in der Schönheit der Form zum Ausdruck bringen. Anhand von ca. 120 Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und kunsthandwerklichen Objekten zeigt die Ausstellung die französische Salonkunst im Spannungsfeld zwischen antikem Ideal und modernem Leben.

Efrat Natan/Nahum Tevet
26.10.2017 - 28.01.2018

Das Museum Villa Stuck zeigt als erste Institution die Künstler Efrat Natan und Nahum Tevet in einer Gegenüberstellung. Beide begannen ihre Karriere in den 1970er Jahren und sind heute wichtige Figuren in der Kunstlandschaft Israels. Sie verbindet eine lange künstlerische Freundschaft. In differenzierten Werken vereinen sie Ansätze der Konzeptkunst mit einer neuen, einfachen Materialästhetik. Während Efrat Natan ihre feministische Haltung zu einer poetischen Formensprache verdichtet, entwickelt Nahum Tevet monumentale Rauminstallationen, die Erfahrungen von Raum, Begrenzung, Farbe und Form untersuchen. In der Ausstellung werden Frühwerke und Dokumente von gemeinsamen frühen Aktionen zusammen mit späteren Werken präsentiert. Efrat Natan (geb. 1947, lebt in Tel Aviv) setzt sich in ihrem gesamten Schaffen mit ihrer Kindheit im Kibbuz auseinander. Das Aufwachsen in der Gemeinschaft, in der kollektives Eigentum und Gleichheit vermittelt und gelebt werden, übersetzt Natan in verdichtete Zeichen, die Erfahrungen und Werte symbolisieren. Sie eignet sich Materialien oft durch eine starke Körperlichkeit an; sie dreht, reißt und zerrt an Stoffen bis sie unkenntlich werden. Ihre Werke zeichnet eine elementare, fast archetypische Formensprache aus, die eine poetisch-konzeptuelle und emotionale Qualität besitzt. Das Verhältnis vom Objekt zum Raum ist Gegenstand zahlreicher Werke von Nahum Tevet (geb. 1946, lebt in Tel Aviv). Seine Installationen stehen in der Tradition der Konzeptkunst und der Minimal Art. Tevet verwendet einfache, alltägliche Materialien wie Sperrholz oder Klebestreifen, um die Grenze zwischen Kunst und realem Leben zu hinterfragen. In den 1970er Jahren setzte er dieses Anliegen in seinen Works on Glass (1972–1975) um. Das Glas des Rahmens, welches das Kunstobjekt schützen soll, wird zum Objekt der Betrachtung transformiert – eine radikale Geste, die den Einfluss von Marcel Duchamps und Robert Rauschenberg belegt. Seine Rauminstallationen eröffnen verschiedene Wahrnehmungs- und Begehungsmöglichkeiten, etwa im Hauptwerk Seven Walks (1997–2010). Farbe und Form verbinden sich zu einem Ensemble, zu skulpturalen Installationen, die durch den Betrachter aktiviert werden und dadurch die Position des Betrachters im Raum auch im übertragenen Sinn hinterfragen. So unterschiedlich die ästhetische Erscheinung der Werke der beiden Künstler ist, findet man eine formelle Übereinstimmung, da Natan wie Tevet Elemente und Materialien des Alltagslebens einbeziehen. Natans persönliche Mythologien und Tevets Untersuchungen vom Verhältnis des Individuums zum Raum öffnen die Auseinandersetzung hin zu Fragen nach gesellschaftlichen Werten.

Cyanobakterium Rothpletzella gotlandica
01.01.2018 - 31.01.2018

Das Fossil des Monats ist mikroskopisch klein. Es handelt sich um Röhren und perlschnurartig aufgereihte Zellen, die verkalkte Cyanobakterien darstellen. Die Insel Gotland in der Ostsee gilt als ein paläontologisches "Dorado", da sie eine Vielfalt von fossilreichen Sedimenten aufweist mit denen sich das Leben in den Meeren der Silur-Zeit (vor 444-419 Millionen Jahren) rekonstruieren lässt. Zur Zeit des Silurs war das heutige Schweden Teil des Urkontinents Baltica, gelegen im Äquatorialbereich. . Der Name Rothpletzella bezieht sich auf den Geologen Friedrich August Rothpletz, von 1904 bis 1918 Altertümliche Korallen und Meeresschwämme bildeten große Riffkomplexe, deren Wachstum auch von bakteriellen Kalkkrusten geprägt war. In diesen Krusten findet man die mikroskopisch kleinen Röhren- und Zellgeflechte von Rothpletzella gotlandicaerster Conservator der Geologisch-Paläontologischen Sammlung des Staates und Professor für Paläontologie und Geologie an der Universität München.

FORUM 044: Jenny Schäfer – Liste: Neues Wasser
08.12.2017 - 04.02.2018

Wasser wird vom Bedürfnis zum Begehren. Es wird gestaltet und verkauft. Über die Ambivalenz von Wasser geht es in der künstlerischen Recherche von Jenny Schäfer. Der Zusammenhang zwischen einer Ästhetik des Wassers im kapitalistischen System und der dem Wasser inhärenten Romantik, Kraft und Faszination wird durch Fotografien, Zeichnungen und Objekte formuliert.

...nur Stühle? Kinderstühle der Sammlung Neuwald
07.12.2017 - 04.02.2018

Die Geschichte des Kinderstuhls nimmt in der Designgeschichte eine besondere Rolle ein. Erst im 18. Jahrhundert lassen sich speziell für Kinder angefertigte Möbelentwürfe nachweisen, die allerdings Adel und Bürgertum vorbehalten waren. Seit dem 19. Jahrhundert etablierte sich der Kinderstuhl im Zuge der Industrialisierung als eigenständige Gattung des Designs, anhand derer sich die Entwicklungen neuer Konstruktionsmethoden ebenso exemplarisch ablesen lassen wie der Umgang mit modernen Materialien. In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Raumkunst und Lichtgestaltung der Architekturfakultät der TU München zeigt Die Neue Sammlung ausgewählte Kinderstühle aus der Sammlung der Münchnerin Gisela Neuwald, die seit den 1970er-Jahren mehr als 290 Objekte aus aller Welt zusammengetragen hat.

Falconette - Beizjagd & Kunst
12.09.2017 - 06.02.2018

Die Kunst der Falknerei und Falknerei als Kunst sind die zentralen Themen von Hara Walther. Trophäen ihrer Beizjagd, Federn und Materialien der Jagd, gestaltet sie zu Kunstobjekten, die auch eine Einladung an den Betrachter sind, sich für die Beizjagd zu begeistern. Eine Kunst, die den Greifvogel - den König der Flieger - dazu bringt, über seine angeborenen Fähigkeiten hinauszuwachsen und dem Falkner selbst in der Partnerschaft mit seinem fliegenden Gefährten neue Impulse zuführt, die einem ausschließlich erdgebundenen Menschen verschlossen sind. Die Objekte, die dabei entstehen betitelt Hara Walther "Trophäen", Siegeszeichen. Sie sind vieldeutig: Jagdtrophäen der Falknerin und zugleich Artefakte, die die Künstlerin neu interpretiert und in ihren Werken verarbeitet. In der Ausstellung im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum zeigt Walther neue Objektkästen und präsentiert ihr zentrales Werk FALCONETTE: Eine Schule für Kunst und Falknerei, in der auch Kinder spielend in den Umgang mit diesen faszinierenden, fliegenden Wesen eingeführt werden. Die Ausstellung bietet einen spannenden Einblick in die Falknerei und den Umgang mit den faszinierenden Greifen. Neben den rein künstlerischen Werken von Hara Walther werden auch Filmausschnitte aus ihrer Falkenschule gezeigt.

Die zwei Leben des Pergamonaltars
11.10.2017 - 09.02.2018

Seit seiner Entdeckung zieht der Pergamonaltar Archäologen und Künstler in seinen Bann. Die Ausstellung vereint beide Formen der Annäherung an die Antike: Die Archäologie möchte die Antike verstehen, die Kunst sie in ihrer Ganzheit erfahrbar machen. Gemeinsam tragen beide zum Fortleben des Pergamonaltars bei. Nach dem Puschkin-Museum in Moskau sind die Arbeiten des russischen Pantomimen und Fotokünstlers Andrey Alexander nun erstmals in Deutschland zu sehen. In einer Fotoinstallation rekonstruierte er alle Figuren des über 30 Meter langen Ostfrieses in Originalgröße. Doch wer ließ den Altar erbauen? Und was bedeutete der Götter-Giganten Fries des Pergamenern? Ergänzt durch zahlreiche Gipsabgüsse von Stücken aus Pergamon erzählt die Ausstellung, was Archäologen über den großen Altar herausgefunden haben.

Kanban
24.01.2018 - 17.02.2018

Die städtischen Kunstarkaden werden mit der Gruppenausstellung "Kanban" zum philosophisch-theoretischen Kunstprojekt von Ilan Bachl, Philipp Benkert, Max Fesl und Anna Pascó Boltà. Eingetaucht in verschiedenfarbiges künstliches Sonnenlicht werden die mit echtem Rasen ausgelegten Raumnischen mit Installationen, Fotografien und Videoarbeiten bespielt. Die gezeigten Arbeiten reflektieren den geschichtlichen Kontext des Kunstraumes und seine ehemalige industrielle Nutzung. "Kanban" bezeichnet die Steuerung und Regulierung von Produktionsprozessen, durch die eine Optimierung von Herstellungsverfahren und Kapitalgewinnung erreicht wird. Die vier jungen Kunststudierenden arbeiten seit einem Jahr zusammen.

Liesl Karlstadt - Schwere Jahre 1935 - 1945
12.12.2017 - 20.02.2018

Am 6. April 1935 versuchte Liesl Karlstadt sich das Leben zu nehmen. Es folgten schwere Jahre, geprägt von langen Aufenthalten in Kliniken und Rehabilitation, von Gehversuchen und Rückschlägen. Ihre Verzweiflung spiegelt sich in Briefen aus der Zeit. Anlässlich des 125. Geburtstages von Liesl Karlstadt am 12. Dezember richtet das Valentin-Karlstadt-Musäum den Blick auf ihre schweren Jahre von 1935 bis 1945. Mit vielen Bildern, Dokumenten und bisher unveröffentlichten Briefen wird diese schwierige Zeit im Leben und Wirken von Liesl Karlstadt beleuchtet.

Bayerische Kunstförderpreisträger Bildende Kunst 2017
24.01.2018 - 23.02.2018

Alljährlich zeichnet das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst junge begabte Künstler mit dem mit je 6.000 € dotierten Bayerischen Kunstförderpreis aus. Die Qualitätsvorgaben fordern eine außergewöhnliche Begabung. Der Preis wurde bereits im November anlässlich einer Feierstunde in der Hochschule für Film und Fernsehen durch den Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle an Florentin Berner, Andreas Chwatal, Michael Seidner, Johannes Tassilo Walter und Christoph Weißhaar überreicht. Nun werden die Werke der ausgezeichneten KünstlerInnen in der Galerie Der Künstler zu sehen sein.

Don’t forget to sing! Aboriginal Art aus den Western APY Lands
19.01.2018 - 25.02.2018

Die APY Lands liegen in Südaustralien nahe der Grenze zum Northern Territory. "APY" steht für "Anangu Pitjantjatjara Yankunytjatjara", d.h."die Menschen der Sprachgruppen Pitjantjatjara und Yankunytjatjara." Malen, Singen und Tanzen haben im Leben der Aborigines der australischen Wüste eine tiefe Bedeutung. Das alles ist nach ihrem Glauben dazu geeignet, Schöpfungsgeschichten zu erzählen und damit Zusammenhänge in der Entstehung der Welt aufzuzeigen. Durch Malen, Tanzen und Singen hält ein Anangu-Künstler Kultur und traditionelle Gesetze seines Landes am Leben und ehrt gleichzeitig die Schöpferahnen. Durch die starke Verbindung zwischen spirituellem Dasein und der Erschaffung von Kunstwerken strahlen diese Integrität, Schönheit und eine spürbare Kraft aus. Mit der Kunst australischer Aborigines aus den APY Lands gastiert die Galerie ARTKELCH aus Freiburg erneut im Museum Fünf Kontinente. Vorgestellt werden Gemälde aus den Kunstzentren Tjala Arts aus Amata und Tjungu Palya aus Nyapari. Die Kunstwerke können als Unterstützung für die Aboriginal-Künstler erworben werden. Großformatige Gemeinschaftsarbeiten bilden das Herzstück der Ausstellung. Sie tragen zum Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen bei, ermöglichen die Weitergabe des Wissens um die Tjukurpa und dienen gleichzeitig der Nachwuchsförderung. Treibende Kraft für das generationsübergreifende gemeinschaftliche Arbeiten in den Kunstzentren ist der Wunsch der Künstler, ihre Geschicke selbst in die Hand zu nehmen und Karrierechancen für die Jugend zu entwickeln. Lebendige, selbstbestimmte Gemeinschaften zu bilden, ist erklärtes Ziel.

Der Geheimcode der Sterne. 200 Jahre Fraunhoferlinien
22.11.2017 - 28.02.2018

Als Joseph Fraunhofer vor genau 200 Jahren sein von hunderten schwarzen Linien durchzogenes Sonnenspektrum in München veröffentlichte, ahnte er selbst noch nicht die Tragweite seiner Entdeckung. Erst die Spektralanalysen von Kirchhoff und Bunsen zeigten gut 40 Jahre später, dass Fraunhofer den Schlüssel für den Geheimcode der Sterne geliefert hatte. Das Deutsche Museum feiert das Jubiläum der Fraunhofer-Linien mit einer Vortragsreihe und einer kleinen Sonderausstellung, bei der erstmals zwei farbige Originaldrucke des Spektrums in der Akademiesammlung gezeigt werden.

ArtLivingRoom
01.03.2018 - 03.03.2018

"Herzenswünsche – In welcher Welt wollen wir leben?" Ein Schulprojekt der 5. - 9. Jgst der Pädagogischen Aktion/ SPIELkultur e.V. Mit künstlerischen und medialen Ausdrucksformen setzten sich die SchülerInnen mit ihrem ganz eigenen Blick auf die Chancen und Herausforderungen für ein gemeinsames Zusammenleben auseinander. Experimentiert und gestaltet wurde mit Upcyclingmaterial, Malerei, Graffiti und Collage, Sound, Fotografie, Video, Stop Motion und Lightpainting.

Araki. Tokyo
27.10.2017 - 04.03.2018

Der Japaner Nobuyoshi Araki (*1940) zählt zu den wohl produktivsten aber auch provokativsten Fotografen unserer Zeit. Araki eignet sich die ihn umgebende Welt seit den 1960er Jahren tagtäglich und obsessiv mit Hilfe des Mediums Fotografie an, eine Aneignung, die mittlerweile in fast 400 Büchern Niederschlag gefunden hat. Sein künstlerisches Werk umspannt ein vielfältiges Spektrum an Themen, von hocherotischen Frauendarstellungen, die international großes Aufsehen erregten, über artifizielle Stillleben, Pflanzenfotografien, reportagehaft anmutende Alltagsdarstellungen und Architekturaufnahmen bis hin zu sehr persönlichen, fast tagebuchartigen Fotografien von sich und seiner früh verstorbene Frau Yoko. Die aus 28 Diptychen bestehende Arbeit Tokyo (1969-1973) bildete die Originalvorlage für eines der ersten Buchprojekte Arakis, das in kleiner Auflage 1973 erschien und am Beginn seiner intensiven, bis heute andauernden Auseinandersetzung mit dem Lebens- und Stadtraum von Tokyo steht. In dieser frühen, noch konzeptuell ausgerichteten Arbeit kombiniert Araki Momentaufnahmen namenloser Passanten, die er an belebten Straßenkreuzungen beobachtete, mit den erotischen Selbstinszenierungen einer jungen Frau, die in anspielungsreichen Posen in Szene gesetzt ist. Die Kombination aus Straßenfotografien und den Aufnahmen eines nackten Frauenkörpers bedeuten für Araki bis heute die adäquate Form, seine Heimatstadt zu beschreiben, eine Verbindung, die sein gesamtes fotografisches Werk kennzeichnet. Die Gegensätze zwischen anonym und vertraut, bekleidet und nackt wie Innen- und Außenwelt fungieren als subtile Verweise auf die Trennung zwischen öffentlicher und privater Lebenswelt, zwischen Traum und Wirklichkeit. Die Passanten erscheinen wie der Betrachter in der Rolle der anonymen Zuschauer und spiegeln den voyeuristischen Blick auf den nackten Körper der Frau.

Der Herr der Krippen
16.11.2017 - 04.03.2018

Der Münchner Bankier Max Schmederer (1854–1917) war einer der bedeutendsten Sammler historischer Krippen. Mit sicherem Kennerblick erwarb er dafür die besten Figuren vorwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert aus Bayern und dem Alpenraum. Auf wiederholten Reisen nach Süditalien sicherte er sich darüber hinaus Meisterwerke des neapolitanischen und sizilianischen Barock, wo immer sie verfügbar waren. In seinem herrschaftlichen Haus in der Neuhauser Straße, später in der Brienner Straße, schuf er für jedes Ensemble eine kongeniale Szenerie. Über 6000 Besucher folgten jährlich seiner Einladung, die in den Privaträumen ausgestellten Krippen zu bestaunen. Seine Sammlung umfasste 1893 weit über 2000 Figuren, Tiere, Zubehörteile und Bauwerke. Um ihren Fortbestand dauerhaft zu sichern, bot er sie als Schenkung dem Bayerischen Nationalmuseum an. Unter der Regie Max Schmederers wurden im Jahr 1900 die bis ins kleinste technische Detail geplanten Szenerien eingerichtet. Sein künstlerisches Konzept prägt bis heute die Krippensammlung, die zu den Hauptattraktionen des Museums zählt. Zwölf Stationen, die in die Krippenabteilung integriert sind, skizzieren das Wirken des Sammlers, Stifters und Visionärs Max Schmederer: Beeindruckende Relikte von Architekturkulissen, die seit Jahrzehnten im Depot schlummerten, aber auch eigenhändige Zeichnungen und Baustellenfotos. Einige verlorene oder verloren geglaubte Krippen werden so wieder erlebbar; wie jenes, das Schmederer der letzten deutschen Kaiserin Auguste Viktoria schenkte. Auf vielfältige Weise engagierte sich Schmederer für das kulturelle Leben Münchens um 1900. Diese Rolle wird ebenso thematisiert wie sein beharrlicher Sammlereifer und sein Talent als Regisseur. Einblicke in die Arbeit der Restaurierungsabteilung lässt die Verantwortung ahnen, die das Museum für die wertvolle Sammlung trägt.

Tropische Schmetterlinge
22.12.2017 - 11.03.2018

Das Leben tropischer Schmetterlinge ist natürlicherweise auf wenige Wochen begrenzt. Deswegen ist die schon traditionelle Schmetterlingsausstellung im Botanischen Garten München-Nymphenburg auf regelmäßigen Nachschub angewiesen. Die Nachzucht der Schmetterlinge übernehmen Schmetterlingsfarmen in Costa Rica, Surinam und Malaysia, mit denen der Botanische Garten schon seit über 10 Jahren zusammenarbeitet. Besonders attraktive Arten werden von den spezialisierten Farmen gezüchtet und als Puppen verschickt. Im Ausstellungsgewächshaus schlüpfen die Falter dann meist binnen weniger Tage. Ort: Haus 4 der Schaugewächshäuser (Wasserpflanzenhaus)

Der Komfort-Kuppel-Komplex
17.01.2018 - 17.03.2018

Dies ist eine Themenausstellung! Aus aktuellem Anlass gehen wir nicht der Frage nach, wie sich ein "Aufbäumen Europas" ausnehmen würde und was nach diesem hochenergetischen Akt geschehen soll, sondern wir bauen mit Hilfe des Philosophen Slavoj Žižek eine Versuchsanordnung: Er entwarf vor einiger Zeit das Bild einer "Kuppel", in deren Inneren die Gewinner der Globalisierung agieren. Damit folgt er einer Idee seines Kollegen Peter Sloterdijk, der Idee vom "Weltinnenraum des Kapitals". Sloterdijk hat verschiedene, recht konkrete Vorstellungen der architektonischen Ausformung dieses Innenraums. Er spricht zum Beispiel von "Kristallpalästen", einem "Treibhaus ohne fester Außenhaut", einem "Weltpalast", einem "Geflecht aus Korridoren des Komforts". Žižek konzentriert sich auf das Bild der Kuppel. Es mag einem dabei der transparente "Dome over Manhattan" (ca. 1960) des Visionärs Buckminster Fuller in den Sinn kommen. Jedoch müsste man sich das Gebilde ins Immense vergrößert vorstellen, wie es gläsern die gesamte westliche Welt überspannt. Unter dieser Haube treiben zum Teil skurrile, zumeist beängstigende Gewächse aus. Heute gerade mal für ein, zwei Generationen Selbstverständliches, hart Erarbeitetes wird einfach so in Frage gestellt, und Themen des linksliberalen Kampfes frech gekapert und gegen die eigentlichen Urheber gewendet. Wie reagieren? Was tun? Sich seiner Geschichten bewusst werden, erstmal: Wer sind wir? Wo ist das Licht? Wo die Luft und der Boden? Bleiben wir unter Glas, oder hat jemand den Schlüssel? Die assoziative Ausstellung will den Versuch machen, den Komfort-Kuppel-Komplex ein wenig zu beschreiben und zeigt anhand von historischen Artefakten und Exponaten aus Kunst, Film und Design unterschiedlichste Facetten unserer Glaskuppelexistenz.

Veranstaltungskalender

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