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Ausstellungen

Phantastisch! Alfred Kubin und der »Blaue Reiter«
09.10.2018 - 17.02.2019

Häufig wird der österreichische Zeichner Alfred Kubin (1877–1959) als ein Gründungsmitglied des »Blauen Reiter« genannt, seine konkreten Beziehungen zu diesem Künstlerkreis sind jedoch so gut wie unbekannt. Die Ausstellung zeichnet erstmals mit einer Fülle von Werken, Dokumenten und Fotografien die komplexen persönlichen und künstlerischen Verflechtungen nach: Es ist fast völlig in Vergessenheit geraten, dass Kubins erste Ausstellung in München und sein berühmtes, aufsehenerregendes Frühwerk mit den drastischen Visionen von Trieb- und Zwangsvorstellungen, die Einblicke »in die Dunkelkammer der modernen Seele« erlaubten, 1904 von Wassily Kandinsky in der Künstlervereinigung »Phalanx« präsentiert wurden.

Weltempfäner. Georgiana Houghton – Hilma af Klint – Emma Kunz
06.11.2018 - 10.03.2019

Die Ausstellung »Weltempfänger. Georgiana Houghton – Hilma af Klint – Emma Kunz« gibt Einblick in eine außergewöhnliche und weitgehend unbekannte Episode der Moderne: Völlig unabhängig voneinander entwickelten Georgiana Houghton (1814–1884) in England, Hilma af Klint (1862–1944) in Schweden und Emma Kunz (1892–1963) in der Schweiz eine jeweils eigene abstrakte, mit Bedeutung hochaufgeladene Bildsprache. Mit großer Ausdauer und Durchsetzungsvermögen folgten sie ihren Überzeugungen; gemeinsam war ihnen der Wunsch, Naturgesetze, Geistiges und Übersinnliches sichtbar zu machen. Zum ersten Mal werden wir ihre äußerst selten gezeigten Werke gemeinsam im Kunstbau des Lenbachhauses präsentieren.

Paläontologie und Geologie im Wandel der Zeit
20.07.2017 - 31.03.2019

Das Paläontologische Museum zeigt in einer neuen Sonderausstellung die wechselvolle Geschichte der Münchner Paläontologie und Geologie, die eng mit den geowissenschaftlichen Sammlungen und der LMU verknüpft ist. Anlass ist das bevorstehende 175. Jubiläumsjahr der Gründung der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie in 2018. Die Ausstellung bietet diverse Fossilien, Gesteine und Minerale nebst zeitgenössischen Handschriften und Zeichnungen. So können Besucher z.B. als früheste Dokumente einen 1762 in Niederbayern aufgefundenen miozän-zeitlichen Elefantenzahn bestaunen, der vom damaligen Sekretär der Bayerischen Akademie der Wissenschaften – Ildephons (Thomas) Kennedy – als Wasserschwein beschrieben worden ist. Aber auch reiches Expeditionsmaterial des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts ist zu sehen. Einblicke in die aktuelle Forschung an der Staatssammlung und am Lehrstuhl für Paläontologie und Geobiologie runden das Gesamtbild ab.

Power of Design - Design of Power. Eine Ausstellung mit 12 Interventionen
01.05.2018 - 01.05.2019

In Zusammenarbeit mit dem Designtheoretiker Friedrich von Borries entsteht unter dem Titel "Power of Design - Design of Power" eine Ausstellung in Form von 12 aufeinanderfolgenden, sich verdichtenden Interventionen, die das ambivalente Verhältnis von Design und Macht thematisieren. Design und Macht waren und sind eng miteinander verknüpft. Zum einen hilft Design, Machtstrukturen zu etablieren, zu repräsentieren und materiell umzusetzen – zum anderen kann Design aber Werkzeuge zur Verfügung stellen, die bestehende Machtstrukturen unterlaufen und aufbrechen. Das komplexe Thema Design und Macht soll nicht in einer klassischen Ausstellung behandelt werden, sondern sich als Matrix über den Bestand legen. Ausgangspunkt ist deshalb keine normative inhaltliche Setzung, bei der das Thema Design und Macht systematisch durchdekliniert wird, sondern die Sammlung des Museums selbst. Zwei zunächst nicht miteinander verknüpfte Themenfelder – die Logik der Sammlung sowie der Diskurs von Design und Macht – treffen aufeinander und bilden ein neues Narrativ, das für die Besucher überraschend, spannend, informativ und inspirierend ist. Objekte werden zu Spiegeln und Indizien für Machtverhältnisse.

Judaica aus Unterfranken (AT)
07.11.2018 - 12.05.2019

Im Museum für Franken in Würzburg wurden im Rahmen von Inventarisierungsarbeiten unlängst jüdische Ritualgegenstände gesichtet, die während des Novemberpogroms 1938 in mehreren Synagogen Unterfrankens beschlagnahmt worden waren. Bei den rund 200 Objekten, zu denen Tora-Schmuck, Chanukka- und Synagogen-Leuchter zählen, handelt es sich um den größten in den letzten Jahrzehnten in Deutschland wiederentdeckten Bestand an Judaica. Ein Kooperationsprojekt zwischen dem Museum für Franken, der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und dem Jüdischen Museum München konnte seither die Herkunft zahlreicher Objekte klären, die zum überwiegenden Teil aus den Synagogen von Arnstein, Ebelsbach, Gochsheim, Heidingsfeld, Schweinfurt und Würzburg stammen. Während des Novemberpogroms 1938 wurden sie von den NSBehörden konfisziert und an das damalige Mainfränkische Museum übergeben. Die in der unmittelbaren Nachkriegszeit aus dem Bombenschutt geborgenen Objekte wurden in Depots der Festung Marienberg eingelagert und blieben über Jahrzehnte weitgehend unbeachtet. Das Projekt mündet in eine Ausstellung, die zum 80. Jahrestag des Novemberpogroms ab November 2018 im Jüdischen Museum München und im Sommer 2019 im Museum für Franken in Würzburg zu sehen sein wird.

Soundlab.1 - Museum wird hörbar
13.07.2012 - 31.12.2019

Einen besonderen Meilenstein bedeutet die Eröffnung des 2012 neu gestalteten Eingangsbereiches mit dem Beginn der stufenweisen Einrichtung eines Soundlab. Geeignet für jedes Alter, will das "Klang-Labor" mit den zum Teil eigens entwickelten Versuchsstationen zum Experiment mit Klang und Akustik verführen. Anfassen und mitmachen ist ausdrücklich erwünscht! Als "roter Faden" durch die Sammlung Musik dienen die orangefarbenen Tafeln. Sie markieren die Soundlab-Stationen, erklären, wie die Klangstationen zu bedienen sind und regen das Spiel an. Jede Soundlab-Station enthält Wissenswertes zu Herkunft und Spielweise von Instrumenten, oft ergänzt durch Hör- und Filmbeispiele. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Die Objekte behandeln grundlegende Mittel und akustische Effekte der Klangerzeugung quer durch die Kulturen und Traditionen. Durch das eigene Erleben der akustischen Phänomene werden somit auch die ausgestellten Instrumente "hörbar" und lebendig.

Literarisches München zur Zeit von Thomas Mann - Von der Boheme zum Exil
08.12.2016 - 06.12.2026

Thomas Manns Münchner Jahre zwischen 1894 und 1933 bildet den zeitlichen Rahmen für die Ausstellung. Ausgehend von den literarischen Nachlässe der Monacensia spürt sie der Frage nach: Was macht das literarische München zwischen Schwabinger Bohème und Hitlers "Hauptstadt der Bewegung" aus? Manuskripte, Briefe, Fotografien und seltene Erinnerungsstücke werfen Schlaglichter auf das höchst ambivalente literarische Leben der Stadt zwischen dem Aufbruch in die Moderne und der Vertreibung der Dichter und Schriftsteller ins Exil. Thematisiert werden die Brüche und Umbrüche während des Ersten Weltkriegs ebenso wie die Wechselwirkung von bürgerlicher Hochkultur und urwüchsigem Volksvergnügen in der Weimarer Republik. Die Original-Dichterschreibtische von Frank Wedekind und Oskar Maria Graf symbolisieren den Spannungsbogen von der Münchner Bohème bis zum amerikanischen Exil. Wie für viele Autoren sind sie weit mehr als ein Arbeitsplatz: Sie sind "Schreibheimat" und Ausdruck eines Lebensgefühls.

Veranstaltungskalender

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