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Der Öffentlichkeit - von den Freunden Haus der Kunst: Sarah Sze
15.09.2017 - 12.08.2017

Für die fünfte Ausgabe der Serie Der Öffentlichkeit — Von den Freunden Haus der Kunst schafft die amerikanische Künstlerin Sarah Sze die ortsspezifische Installation Centrifuge, die die Art und Weise, wie Besucher die Mittelhalle (früher Ehrenhalle) des Museums wahrnehmen und erleben, radikal verändern wird. Szes vielfältige künstlerische Arbeit umkreist eine Reihe von analytischen und räumlichen Anliegen: Neu hergestellte und fertig gekaufte Objekte werden sorgfältig zu skulpturalen Gruppen organisiert, die etablierte perzeptuelle und kognitive Kategorien durchkreuzen. Szes filigrane Konstellationen von Objekten, Bildern und Skizzen sträuben sich bewusst gegen eine definitive Interpretation. Die räumlichen Ballungen der Installation bringen das Wahrnehmungsfeld der Mittelhalle zum Explodieren. Centrifuge beginnt an einem Fixpunkt und verformt sich dynamisch nach außen in den umliegenden Raum. Während sich die verschiedenen Komponenten entwirren, verschieben sich Maßstab und Dichte. Die Verläufe, die durch die nach außen drängenden Materialkonzentrationen im Raum entstehen, schaffen ein intimes, fesselndes Feld, worin sich Schwerkraft, Maßstab und Zeit zu verwandeln scheinen. Die verschiedenen Objekte, die den Kern der Installation in der Mitte umgeben, erinnern an subatomare Teilchen, die sich in einem Quantenfeld verwandeln und entwickeln - eine angedeutete Kinese, die durch die Gesamtform der Skulptur ausgeglichen wird – und deuten zugleich auf eine Unbestimmtheit hin, die wiederum an die Umbildung von Zellen und Organismen in biologischen Strukturen erinnert. In den Worten der Künstlerin: "Die innere Skulptur von Centrifuge scheint in einem unbestimmbaren Zustand zwischen Wachstum und Zerfall gefangen. Wenn sich der Betrachter nähert, fühlt er sich im Inneren in eine Mikrodimension versetzt, während die Skulptur, die sich in den größeren Raum der Halle ausdehnt, gleichzeitig eine Makrodimension eröffnet. Sie fungiert als Schauplatz von Aktivität und ist zugleich ein Projektor, der die Decke beleuchtet und dem Raum die Offenheit eines Palazzos oder städtischen Platzes verleiht." Die Arbeit betont das Potenzial der Mittelhalle als Ort öffentlicher Interaktion und Begegnung. Sie öffnet das Gebäude und zieht Betrachter verschiedener Vektoren wie ein Magnet an. Indem sie sich mittels Lichtprojektion spiralförmig in den Raum vorarbeitet, aktiviert sie die umliegende Architektur mit flackernder Bewegung.

Department for Public Appearances / Department für öffentliche Erscheinungen: "werkschau"
19.05.2018 - 23.06.2018

Das Department für Öffentliche Erscheinungen - Peter Boerboom, Gabriele Obermeier, Carola Vogt und Silke Witzsch† - konzipiert und realisiert seit 1995 gemeinsam Kunstprojekte und Interventionen im Öffentlichen Raum. In partizipativen Projekten erschafft das Department temporäre, soziale Skulpturen im Stadtraum. An den Aktionsorten entstehen kommunikative Zentren und Orte der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe. Die Rathausgalerie Kunsthalle zeigt eine umfangreiche Werkschau. Für die Ausstellung sind die Materialien aus den unterschiedlichen Aktionen neu gefasst und konzeptionell umgeformt. Die architektonischen Gegebenheiten der Kunsthalle sind dabei ebenso wichtig wie die Würdigung der Beiträge aus den partizipativen Aktionen. Begleitet wird die Ausstellung von einer Aktion am Marienplatz. Mit der Frage "Wer sind Sie im Öffentlichen Raum?" wendet sich das Department an ein großes Publikum.

X=change
06.06.2018 - 24.06.2018

X=change Birthe Blauth, Tatjana Busch, Motoko Dobashi, Isabelle Dyckerhoff, Annegret Hoch, Nina Annabelle Märkl, Sybille Rath, Susanne Thiemann, Anne Wodtcke. Kuratiert von Dina Renninger Neun Künstler mit einer gemeinsamen Erfahrung: Alle waren zu unterschiedlichen Zeiten für jeweils mehrere Monate als Stipendiaten am ISCP, dem International Studio & Curatorial Program, in Brooklyn/New York. Die Ausstellung zeigt, welchen Einfluss Residencies langfristig auf die künstlerische Arbeit haben und wie fruchtbar internationaler Austausch in der Kunst ist. Alle Künstler zeigen Arbeiten, die ohne den Einfluss des New York Aufenthaltes nicht hätten entstehen können. Anhand dieser Arbeiten kann der Besucher nicht nur einzelne Künstler entdecken, sondern auch die Bedeutung kulturellen Austauschs für das künstlerische Werk Eröffnung: Dienstag, 5. Juni 2018, 19 Uhr bis 22 Uhr Ausstellung: 6. Juni – 24. Juni 2018

Josef Giggenbach - Eine Werkschau
20.04.2018 - 26.06.2018

Zum 99. Geburtstag von Josef Giggenbach präsentiert das Valentin-Karlstadt-Musäum eine Retrospektive des 1919 in Peißenberg geborenen Münchner Malers . Das Werk zeichnet sich aus durch eine extreme Präzision und den Witz der vollkommenen Täuschung. Mit tiefem Ernst hinterfragt Giggenbach in der Darstellung stets das Geheimnis, das alles um uns herum letzten Endes bedeutet. Den Hintergrund seiner Werke bildet ein sattes Schwarz, das die Illusion des Raumes nicht mehr in der gewohnten Weise aufkommen lässt. So schwebt der dennoch räumlich täuschend genau gemalte Gegenstand, losgelöst von jeder Umgebung, als Gegenstand an sich im Raum und ist gerade dadurch mehr als nur eine perfekte Täuschung. Kuratiert wird diese Werkschau vom Sohn des Malers, dem Regisseur und Schauspieler Robert Giggenbach, bekannt als "Efendi" in der Kultserie "Irgendwie und Sowieso".

Gastspiel
22.06.2018 - 27.06.2018

Die Ausstellung GASTSPIEL zeigt Leihwerke aus der Artothek und Arbeiten von Jugendlichen aus dem Wohnprojekt Berg am Laim im spannungsreichen Dialog. Eine Veranstaltung im Rahmen der Stadtteilwoche Berg am Laim in Kooperation mit dem Wohnprojekt Berg am Laim-Straße.

Pop Pictures People
30.06.2017 - 30.06.2018

Andy Warhol (1928-1987) ist zurück im Museum Brandhorst. Parallel zu den Einzelausstellungen von Kerstin Brätsch und Seth Price sind in den Kabinetten im Untergeschoss die Warhol-Highlights der Sammlung Brandhorst zu sehen. Die Ausstellung eröffnet vertiefende Einblicke in das Erbe der Pop-Art-Ikone. Die Gegenüberstellungen von Werken Andy Warhols mit Zeitgenossen und Nachfolgern wie Alex Katz (*1927), Louise Lawler (*1947), Keith Haring (1958-1990), Cady Noland (*1956) oder Jeff Koons (1955) zeigen die Relevanz und das Nachwirken seines Œuvres. Die wortwörtliche Oberflächlichkeit der Starkult-Bildwelten, die exzentrischen Identitätsbilder der LGBT-Community in Warhols "Factory", aber auch die Gewalt von und in medial verbreiteten Bildern waren seit den frühen 1960er-Jahren Themen in Andy Warhols Arbeiten. Die Präsentation umfasst rund 60 Werke Warhols von den 1960er- bis 1980er-Jahren, sowie Neuerwerbungen der Sammlung Brandhorst, die, wie Elaine Sturtevants berühmte Kopie nach Warhol "Warhol Black Marilyn" (2004), noch nie im Museum gezeigt wurden.

Generations Part 1
22.02.2018 - 30.06.2018

Die Werke von Frauen haben in der Sammlung Goetz seit Beginn einen besonderen Stellenwert. Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens zeigt die Sammlung Goetz nun eine dreiteilige Ausstellung mit Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien, Filmen und umfangreichen Installationen von Künstlerinnen aus den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart in einem generationsübergreifenden Dialog. Zu sehen sind minimalistisch anmutende Bilder aus Strickstoffen von Rosemarie Trockel, Collagen aus gewebter Baumwolle von Pae White, Installationen mit bemalten Gummihandschuhen von Yayoi Kusama, großformatige Gemälde aus der Spritzpistole von Katharina Grosse sowie Sprüche und Aphorismen auf LED-Leuchttafeln von Jenny Holzer. Neben diesen weltweit bekannten künstlerischen Positionen werden aber auch einige Neu- bzw. Wiederentdeckungen präsentiert, wie die junge Malerin Lucy Dodd, die mit ungewöhnlichen Materialien wie Blütenessenzen, Pilzen und Flechten arbeitet, oder die amerikanische Nonne Sister Mary Corita Kent, die zugleich auch eine der innovativsten Pop-Art-Künstlerinnen der 1960er-Jahre war.

Töchter des Lebens. Daughters of Life. Fotografien von Angèle Etoundi Essamba
23.03.2018 - 01.07.2018

Essambas Arbeiten sind eine Rückbesinnung auf Afrika, genauer gesagt auf die Frauen Afrikas. Inszenierte, aber auch alltägliche Situationen verwendet die Fotografin, Filmemacherin und Poetin für ihre Darstellung von Frauen, die eine besondere Art von Identität ausstrahlen und mithilfe eindrücklicher Ästhetik eine Vision des zeitgenössischen Afrika transportieren. Essamba verknüpft ihre Werke mit Weltbildern und Philosophien, sensibilisiert die Betrachter für menschliche Grundfragen. Sie reduziert das Themenspektrum ihrer Fotoarbeiten bewusst auf drei Begriffe: Stolz, Stärke und Selbstbewusstsein. Masken, Schleier oder Körperverhüllungen tauchen bei den von ihr porträtierten Frauen immer wieder auf. Doch Masken und Stoffe verbergen ihre Trägerinnen nicht, sondern lassen sie vielmehr betont sichtbar werden. Sie wirken wie Akzente auf einem Körper oder einem Gesicht und unterstützen die vom Betrachter wahrnehmbare Ausstrahlung des dargestellten Menschen. Masken sind Sinnbild für das, was man vor der Welt verbergen und was man offenbaren möchte. Kalebassen hingegen sind in vielen afrikanischen Mythologien das wichtigste Geschenk der Schöpfergottheit an die Menschen. Man kann aus ihnen essen und trinken, sie kommen bei der Reinigung zum Einsatz, als Transportbehälter, Vorratsspeicher – ja sogar als Musikinstrument.

Rund um die rote Rose - ein Farbenwettstreit.
29.06.2018 - 02.07.2018

Eine Rosenschau. Die Ausstellung in der Winterhalle mit Marktständen im Freiland, unterstützt von der Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens München e.V. Täglich 9-18:30 Uhr, am Freitag bis 20:30 Uhr geöffnet.

raster-noton: white circle
10.05.2018 - 08.07.2018

Die Licht- und Sound-Installation white circle entstand 2016 anlässlich der zwanzigjährigen Zusammenarbeit des Labels für elektronische Musik raster-noton. Sie ist vom 10. Mai bis 8. Juli 2018 im Kunstbau des Lenbachhauses zu sehen. white circle besteht aus im Kreis aufgestellten Leuchtstoffröhren, die auf musikalische Impulse reagieren und den Raum illuminieren. Fünf eigens entstandene Kompositionen von alva noto, byetone, Frank Bretschneider und Kangding Ray laufen über ca. 45 Minuten im Loop und definieren auf unterschiedliche Weise das Verhältnis von Sound, Licht und Architektur. Jede Komposition stellt ein unabhängiges, in sich geschlossenes Konzept des jeweiligen Künstlers vor. Die Installation beinhaltet starke Stroboskop-Effekte. Aus Sicherheitsgründen ist in den Ausstellungsräumen und im Blitz Club nur eine begrenzte Besucherzahl zulässig. Eventuelle Wartezeiten beim Einlass bitten wir deshalb zu entschuldigen. Kuratiert von Eva Huttenlauch

L wie Land und Leute
17.01.2018 - 09.07.2018

Die Ausstellung folgt vorangegangenen Projekten in der Studiengalerie der Neuen Pinakothek, zieht ein Register aus dem Depot auf, greift ordnend hinein und stellt eine thematische Auswahl vor. "L wie Land und Leute …" zeigt Künstler des 19. Jahrhunderts, die Bekanntes und Unbekanntes in Nah und Fern (neu) entdecken und in ihren Gemälden darstellen. Mit 40 bis 50 Werken aus der eigenen Sammlung lässt sich dabei auch beobachten, wie leicht aus der Verfertigung von Bildern die Verfestigung von Ansichten wird und ursprüngliche Neugier zu Klischees gerinnt. Neben den Klassikern Italien und Holland zeigt die Ausstellung zeitgenössische Erwerbungen zu Spanien, Österreich und anderen Ländern.

"Der andere Wind". Thomas Silberhorn.
08.06.2018 - 14.07.2018

In seinen kinetischen Objekten Installationen und Videos versucht der Künstler Thomas Silberhorn die Forschung voranzutreiben und künstlerisch-wissenschaftliche Fragestellungen zu beantworten. Er untersucht unter anderem die Vermenschlichung von Maschinen und arbeitet dabei mit Deplatzierung, Zweckentfremdung und der Animation von Objekten. In der Ausstellung "Der andere Wind" stehen Drehkreuze im Fokus. Das Drehkreuz wird als Anlage zur Personenvereinzelung bezeichnet. Anstelle die Bewegung einer großen Anzahl von Menschen zu regulieren und damit für Sicherheit zu sorgen, steuern die von Thomas Silberhorn entworfenen Drehkreuze ins kontrollierte Chaos.

Horchposten 1941
05.07.2018 - 15.07.2018

Dieses deutsch-russische Dialogprojekt besteht aus einem zweiteiligen Hörspiel und einer interaktiven Klanginstallation. Thematisiert wird der deutsche Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Im Zentrum der vielstimmigen Collage steht die Blockade Leningrads durch die Wehrmacht, in der in 900 Tagen ab September 1941 über eine Millionen Menschen durch Hunger, Kälte und Granaten starben. Der Horchposten öffnet sich aber auch thematisch dem weiteren Kriegsgeschehen und beschreibt das Leben, Kämpfen, Töten und Sterben der Menschen, Opfern wie Tätern, Soldaten wie Zivilisten. Das akustische Material bilden Tagebücher und Briefe sowie Zeitdokumente aus der politischen und militärischen Administrative beider Länder. Die Klanginstallation wird am 4. Juli um 19 Uhr im NS-Dokumentationszentrum eröffnet. Es sprechen Jochen Langner und Andreas Westphalen (Dialogprojekt Horchposten), Jörg Ganzenmüller (Friedrich-Schiller-Universität Jena) und weitere Gäste.

Tacker
07.07.2018 - 15.07.2018

Tacker Vorauswahl für die Ausstellungreihen Debutanten und Die ersten Jahre der Professionalität Der BBK zeigt die eingereichten Arbeiten für die Jury der beiden Nachwuchsreihen "Debutanten" und "Die ersten Jahre der Professionalität" öffentlich. Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler: Ilan Bachl, Sandra Bejarano Gil, Jan Erbelding, Stephan Janitzky, Fridolin Kleie, Christian Landspersky,, Boris Maximowitz, Michael Mieskes, Judith Neunhäuserer, Irina Ojovan, Catalin Pislaru, Janina Roider, Sophie Schmidt, Adrian Sölch, Anina Stolz, Neringa Vasiliauskaité, Max Weisthoff, Andrea Zabric.

Der Turm der Blauen Pferde. Postkarten von Franz Marc an Else Lasker-Schüler in der Sofie und Emanuel Fohn-Schenkung
07.06.2016 - 17.07.2018

Das legendäre Gemälde des Expressionismus "Der Turm der blauen Pferde" von Franz Marc gilt seit Ende des Zweiten Weltkriegs als verschollen, nachdem es von den Nationalsozialisten 1937 als "entartet" beschlagnahmt wurde. Erhalten hat sich aber der einzige farbige Entwurf des Gemäldes auf einer Postkarte, die Franz Marc Neujahr 1913 an die befreundete Dichterin Else Lasker-Schüler sandte. Als Teil der neuen Sammlungspräsentation und anlässlich des 100. Todesjahrs von Franz Marc ist der "Der Turm der blauen Pferde" mit weiteren 21 bemalten Postkarten Franz Marcs aus der Fohn-Schenkung in Saal 10 der Pinakothek der Moderne ausgestellt, ergänzt um die Vorstudie zu Franz Marcs Hauptwerk "Tierschicksale", 1913: "Die Bäume zeigten ihre Ringe, die Tiere ihre Adern".

Artothek & Bildersaal - der Kunstverleih der Stadt München zu Gast im Infopoint
29.05.2018 - 21.07.2018

In der Artothek, dem Kunstverleih der Stadt München, gibt es Kunst zum Mitnehmen. Hier können gegen eine geringe Gebühr originale Kunstwerke von Münchner Künstlerinnen und Künstlern für Privatwohnungen und Büros ausgeliehen werden. Der Verleih der 1986/1987 gegründeten Institution wurde analog zum Verleih von Büchern in Bibliotheken konzipiert. Durch den Ankauf von Kunstwerken fördert die Artothek die zeitgenössische Kunstlandschaft Münchens, die durch mehr als 2.000 Kunstwerke im Bestand präsent ist. Ein zusätzliches Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in der Artothek und an anderen Orten der Stadt ermöglicht Einblicke in das aktuelle Münchner Kunstschaffen. Die Artothek ist mit Bildfahnen und einem Film zu Gast im Infopoint und auch im Alten Hof wird das Prinzip "Kunst zur Untermiete" praktiziert: hier dürfen sich die Besucher auf "tierisch" gute Objekte von David Bielander und Chaya Nouriani freuen! Zum Münchner Stadtgründungsfest (Sa./So., 16./17. Juni 2018) findet begleitend zum Kinderfest-Programm im Alten Hof (je 11.00-18.00) die Mitmachwerkstatt "Artothek mobil" für die ganze Familie im Infopoint statt (11.00-16.00). Mit einer Handvoll Originalen aus dem Verleih im Gepäck stehen Kunst zum Anfassen und Mitmachen auf dem Programm.

Dan Perjovschi - Drawing the Line
01.05.2018 - 27.07.2018

Dan Perjovschi (lebt in Bukarest, Rumänien) ist Künstler, Cartoonist und Journalist. Mit seinen bissigen, witzigen Strichzeichnungen kommentiert er das aktuelle Zeitgeschehen und greift dafür auf eine Technik zurück, wie sie Kindern verboten ist: das Malen im öffentlichen Raum, auf Wände oder Schaufensterscheiben. "Die Kunst sollte sich mit der Wirklichkeit befassen, mit dem Leben und der Welt und allem, was darin schief läuft", sagt der Rumäne, der unter anderem im Kasseler Fridericanum, im Kölner Museum Ludwig und im Museum of Modern Art in New York ausgestellt hat. Zusammen mit dem Publikum sollen die Live-Paintings zur Diskussion stellen, wo wir heute stehen: in Bezug auf uns selbst, auf zeitgenössische Kunst und public art, in München, in Europa.

Du bist Faust. Goethes Drama in der Kunst
23.02.2018 - 29.07.2018

Das weltweit bekannteste Werk der deutschen Literatur hat seit seiner Veröffentlichung im frühen 19. Jahrhundert unzählige Künstler fasziniert und zu eigenen Schöpfungen herausgefordert. Die Ausstellung präsentiert mehr als 150 Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Fotografien, Vertonungen und Filme von Künstlern aus Europa und den USA wie Eugène Delacroix (1798–1863), Charles Gounod (1818–1893), Max Beckmann (1884–1950), Martin Scorsese (*1942), Anselm Kiefer (*1945) und Robert Mapplethorpe (1946–1989). Die innovativ inszenierte Schau nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch das Drama und macht sie zu Weggefährten Fausts auf seiner rastlosen Suche nach Sinn und Ziel des modernen Lebens. Fausts Pakt mit dem Teufel, die Verführung Margaretes, der verhängnisvolle Treuebruch und die Selbstbetäubung im hemmungslosen Treiben der Walpurgisnacht, Margaretes soziale Ächtung, ihr verzweifelter Kindsmord und das tragische Ende im Wahnsinn – all diese Szenen haben die europäische Kunst geprägt und im Laufe der Jahrhunderte zu sehr unterschiedlichen Formen der Auseinandersetzung inspiriert. Vor allem die drei Hauptfiguren haben es zu größter Popularität gebracht: der schillernde Charakter Mephistos, zugleich diabolischer Verführer und geistreicher Schalk, der Gelehrte Faust, der sich – desillusioniert von seiner vergeblichen Suche nach höchster Erkenntnis – in eine Welt des Rausches entführen lässt, und Margarete, die unschuldig-fromme Bürgerstochter, die von Faust ins Verderben gerissen wird. Der Ausstellungsparcours führt entlang herausragender Kunstwerke durch die Handlung des Dramas. Dabei halten Goethes Figuren den Besuchern einen Spiegel vor, denn Themen wie Jugendwahn, Egoismus, Manipulation, Verführbarkeit und ein unersättlicher Erlebnisdrang bestimmen auch unser gegenwärtiges Leben. Die Ausstellung konfrontiert das Publikum mit den noch immer drängenden Fragen des Dramas – "Faust" ist bis heute von größter Aktualität. Offizielle Hashtags zur Ausstellung: #DuBistFaust #KunsthalleMuc

Bewegte Zeiten. Der Bildhauer Erasmus Grasser (um 1450 bis 1518)
19.04.2018 - 29.07.2018

Wie kein anderer Künstler hat Erasmus Grasser die spätgotische Kunst in München mit seinen extravaganten und raumgreifenden, zugleich einfühlsamen und charaktervollen Skulpturen geprägt. Anlässlich seines 500. Todestages werden nun zum ersten Mal wesentliche Werke seines Schaffens in einer umfangreichen Ausstellung präsentiert. Um das Jahr 1480 war es ein erster öffentlicher Auftrag, der dem jungen Bildhauer zum Durchbruch verhalf: Bis heute ist Erasmus Grasser durch seine geschnitzten Moriskentänzer berühmt, die einst den Tanzsaal des Alten Rathauses in München schmückten. Die meisten Werke Grassers befinden sich allerdings in kirchlichem Besitz. Durch die Kooperation mit dem Diözesanmuseum Freising können für die Ausstellung auch zahlreiche dieser sakralen Werke entliehen werden. Zu den bedeutendsten Stücken zählen 36 Büsten vom Chorgestühl der Frauenkirche sowie der Heilig-Kreuz-Altar der Wallfahrtskirche in München-Ramersdorf. Einen weiteren Höhepunkt stellt die Rekonstruktion des Hochaltars aus der Münchner Peterskirche dar. Die erhaltenen Gemälde werden wieder mit der monumentalen Petrusfigur vereint. Zeitgenössische Gemälde, Grafiken, Musikalien und Kostüme ergänzen Grassers epochale Werke und stellen diese in den Kontext der Lebens- und Glaubenswelt um 1500. Eine Kooperation zwischen dem Bayerischen Nationalmuseum München und dem Diözesanmuseum Freising

Goethe und die Naturwissenschaften. Faust-Festival München
23.02.2018 - 29.07.2018

Johann Wolfgang von Goethe hat einen nicht unbeträchtlichen Teil seiner Lebenszeit mit naturwissenschaftlichen Betrachtungen und Forschungen sowie deren Anwendungen verbracht. Er befasste sich mit Botanik und Zoologie, mit Mineralogie und Geologie, mit Meteorologie und auch Anatomie. Dabei war es besonders seine ganzheitliche Herangehensweise, die seine naturwissenschaftlichen Arbeiten auszeichnet. Mit seinen Untersuchungen in Botanik, Zoologie und Anatomie begründete er einen ganzen Wissenschaftszweig, den der vergleichenden Morphologie. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Geheimer Rat und Minister in Weimar musste er sich besonders auch mit der Geologie befassen. Von seinen Reisen in den Harz und nach Thüringen brachte er eine Vielzahl selbst gesammelter Mineralproben mit, die ihm dazu dienten, systematische Sammlungen einzelner Regionen anzulegen. Seine vergleichende Gesteinssammlung galt als die beste seiner Zeit. Obwohl selbst eher Neptunist, beflügelte er die Diskussion über die Entstehung magmatischer und vulkanischer Gesteine zwischen Neptunisten und Plutonisten. Goethe entdeckte, zeichnete und beschrieb als erster die Karlsbader Zwillinge des Feldspats. 1806 wurde von Johann Georg Lenz das Mineral Goethit nach ihm benannt. Die Sonderausstellung im Museum Reich der Kristalle soll die Vielfalt von Goethes Beschäftigungen mit den Naturwissenschaften darstellen und dabei besonders Goethes bis heute reichenden Einfluss als Wissenschaftler und besonders als Wissenschaftsvermittler herausarbeiten.

Faust / Gesichter
23.02.2018 - 29.07.2018

Wie sah der Dichter des „Faust“ eigentlich aus? Zu Goethes äußerer Erscheinung liegen zahlreiche Berichte von Zeitgenossen vor. Übereinstimmend werden sein eindrucksvoller Kopf, die hellen, braunen Augen und die dunkle Gesichtsfarbe erwähnt sowie eine gewisse Korpulenz in den 1790er Jahren. Goethes Gesicht war asymmetrisch: Er hatte ein leicht schiefe Nase und eine etwas schwächer ausgeprägte linke Gesichtshälfte. Die Staatliche Münzsammlung München zeigt in ihrer Sonderausstellung verschiedene Medaillen auf Goethe, seine Freunde Friedrich Schiller, Carl Friedrich Zelter und Johann Heinrich Meyer, sowie Repräsentanten des Weimarer Hofstaates, Carl August Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach, seine Frau Luise oder die Erbgroßherzogin Maria Pawlowna.

Veranstaltungskalender

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