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Ausstellungen

Beate Kuhn - Keramiken aus der Sammlung Freiberger
14.07.2017 - 19.11.2017

Mit ihrer unverkennbaren Handschrift und ihrer unerschöpflichen Fantasie gehört Beate Kuhn (1927-2015) zu den bedeutendsten deutschen Keramikerinnen nach 1945. Ausgehend von Gebrauchskeramik entstanden zunehmend Gefäßplastiken, in denen sich die Auseinandersetzung mit dem Werk Joan Mirós und Paul Klees widerspiegelt. Bereits Ende der 1950er Jahre wandte sich Beate Kuhn der freien Kunst zu. Ihre aus Drehteilen montierten und farbig glasierten Objekte entwickelte die international hoch geschätzte Keramikerin aus den genuinen Mitteln und Techniken der Töpferei. Mit über 160 Arbeiten aus allen Schaffensperioden konnte der Mannheimer Architekt Klaus Freiberger eine weltweit einmalige Sammlung zusammentragen. Der Großzügigkeit des Sammlers ist es zu verdanken, dass Die Neue Sammlung diese Arbeiten von Beate Kuhn nun ihr eigen nennen darf und damit erstmals den Besucherinnen und Besuchern in der Pinakothek der Moderne das eindrucksvolle Schaffen dieser großartigen Keramikerin vor Augen führen kann.

Habwertzeiten - Langwertzeiten
18.10.2017 - 19.11.2017

Die Ausstellung versammelt eine Auswahl von elf verschiedenen künstlerischen Positionen - Kurt Benning, Max Bresele, Stefan Fritsch, Fritz Hanest, Sabine Haubitz, Tallo Herhaus, Stefanie Hoellering, Hans Marek, Rabe Perplexum, Walter Raum und Andreas Weizäcker und widmet sich anhand dieser Arbeiten dem wichtigen Thema Künstlernachlässe – was geschieht mit dem Werk nach dem Tod und wie kann das Kulturgut erhalten bleiben?

Stefan Winter - Gedicht einer Zelle
10.11.2017 - 25.11.2017

Klang- und 3-Kanal-Film-Installation nach Fragmenten von Liebesgedichten. Stefan Winter realisiert mit der Klang- und Filminstallation "Gedicht einer Zelle" ein "Triptychon der Liebe und Ekstase" nach Fragmenten von Liebesgedichten. In der 138-minütigen sorgsam komponierten Klanglandschaft im Zusammenspiel mit drei parallel ablaufenden Filmen interpretiert der Klang- und Bildregisseur die sehnsüchtigen, erotischen Liebesgedichte von Sulamith aus dem Hohen Lied Salomons aus dem Alten Testament (Das Schönste aller Lieder), der christlichen Mystikerin Mechthild von Magdeburg (1207-1282, Das fließende Licht der Gottheit) und der islamischen Mystikerin und Heiligen Rabi’a al-Basri (713 - 801, Einheit mit dem Göttlichen). Es gibt keine zeitliche Chronologie, kaum gesprochene Texte und keine zusammenhängende Geschichte. Winter arbeitet mit der Erzählkraft der Geräusche, musikalischen Versatzstücken und irreal inszenierten "lebenden Gemälden". Den drei Gedichten liegt das Thema zugrunde, das für den Künstler über alle Differenzen hinweg die drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam verbindet: Liebe, Ekstase bis zur Vereinigung mit dem Göttlichen. Im Zentrum von "Gedicht einer Zelle" steht die Frau, verkörpert durch die japanische Künstlerin Noriko Kura. An drei Abenden gibt es live zur Filmabspielung eine Klang- und Musikperformance unter anderem mit Sounds von Stefan Winter, großem Chor und weiteren Akteuren.

Camillo Grewe
24.11.2017 - 28.11.2017

Der bildende und Objekt-, sowie Performancekünstler und Musiker Camillo Grewe ist diesen Herbst Lothringer13_Florida artist in residence. Ausgehend von Florida als Produktionsraum und Tonstudio arbeitet er an einer installativen und performativen Befragung von Objekt, Raum und Beziehungen. Seine sich aus einer unmöglichen Reihe Assemblage-Reismus/Konkretismus-Dadaismus-Pop Art speisende Erkundung mündet zwischen dem 23. und 28. November in Objekten, Kostümen, Szenen, Musik und performativen Interventionen. Camillo Grewe studierte bildende und freie Kunst an der Düsseldorfer (Andreas Gursky) und Wiener Kunstakademie (Heimo Zobernig).

Fossil des Monats. Steinkoralle Montastrea oligophylla
01.11.2017 - 30.11.2017

Als Resultat der Alpenbildung stellt sich der nördliche Bereich des Ur-Mittelmeeres (Tethys) im Miozän, vor ca. 14 Millionen Jahren, als ein System von Meeresbecken dar, welches insgesamt als Paratethys bezeichnet wird. Den zentralen und größten Teil der Paratethys bildete das Pannonische Becken. Es entspricht im Wesentlichen dem heutigen Ungarn. Das Klima war zu dieser Zeit, bei einer paläogeographischen Position von ungefähr 40° N, subtropisch bis warm-temperiert. In Rotalgen-reichen Kalken wuchsen gelegentlich kleine Korallenriffe. Neben dominierenden Steinkorallen spielten krustenbildende Rotalgen und Mikroben eine wichtige Rolle beim Wachstum der Riffe. Das Fossil des Monats ist ein gut erhaltenes Exemplar der Steinkoralle Montastrea oligophylla (Reuss, 1871). Die Koralle stammt aus dem Nördlichen Ungarischen Mittelgebirge, nördlich von Budapest. An der Fundstelle ist ein fossiles Riff ausgebildet, welches sich auf einer Mollusken-Schillbank entwickelte.

Kunstsalon 2017: Gegenstand und Abstraktion
09.11.2017 - 03.12.2017

Der KUNSTSALON 2017 mit dem Untertitel GEGENSTAND UND ABSTRAKTION ist eine Bestandsschau zeitgenössischen Kunstschaffens, die durch "freie Einsendung" (Künstler bewerben sich) und anschließender Auswahl durch eine wechselnd besetzte Jury aus Künstlern zusammengestellt wird. Wir zeigen, was heute in den Ateliers entsteht, unabhängig von Bewertungen Dritter, so wie es der Tradition der Pariser Salons entspricht, als Künstler sich gegen das Diktat der Händler und Museumskuratoren zur Wehr setzten. Gezeigt werden rund 77 Exponate von 54 deutschen und internationalen Künstlerinnen und Künstlern.

60 Jahre Neutronen aus Garching - 60 Jahre Atom-Ei
11.11.2017 - 03.12.2017

2017 feiert der Forschungsreaktor Garching sein 60 jähriges Jubiläum. Maßgeblich verantwortlich für den Bau des Reaktors war der Physikprofessor Heinz Maier-Leibnitz. Der wegen seiner Form als Atom-Ei bezeichnete Forschungsreaktor, war der erste seiner Art in Deutschland. An ihm werden noch heute naturwissenschaftliche Experimente durchgeführt. Die Bilderausstellung von Bernhard Ludewig zeigt nicht nur den Reaktor, sondern auch sein Innenleben und die einzelnen Forschungsstationen. Zudem wurde von Studenten der TUM ein Holzmodel des Reaktors gebaut, in das man auch hineingehen kann.

200 Jahre Werner von Siemens
22.06.2017 - 14.12.2017

Waschmaschine, Handy, Computer, Medizintechnik, Kraftwerke: Es gibt kaum ein technisches Gebiet, mit dem die Firma Siemens bisher keine Berührung hatte. Vor 200 Jahren, am 13. Dezember 1816 wurde der Firmengründer Werner von Siemens geboren. Sein Erfindergeist und technisches Geschick brachten dem Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg. Auch mit sozialem Engagement setzte er Maßstäbe. Diesem außergewöhnlichen Mann widmet die Firma Siemens zu seinem Geburtstag eine kleine Sonderausstellung. Sein Lebensweg wird dabei mit Objekten aus den Sammlungen des Deutschen Museums illustriert, die von Siemens zur Gründung des Museums gestiftet wurden, um "den Einfluss wissenschaftlicher Forschungen auf die Technik und die historische Entwicklung der verschiedenen Industriezweige in anschaulicher Art und Weise anhand von typischen Meisterwerken" zu demonstrieren.

Autodidakten
15.11.2017 - 16.12.2017

Die Künstlerinnen und Künstler: Deniz Hasenöhrl / Ray Moore / Michael Acapulco / Taymour Berka / Can Temizgezek zeigen Malerei, Installationen, Skulpturen und Videos unter dem Titel "Autodidakten".

Theatre of Measurement - Schaufenster im Hofgarten
04.02.2017 - 20.12.2017

Die Künstler Liudvikas Buklys, Antanas Gerlikas, Annaik Lou Pitteloud und Jonas von Ostrowski zeigen ihre Werke in einer einjährigen sich kontinuierlich verändernden Gruppenausstellung. Letzterer agiert ebenso als Ausstellungsszenograf. Die Kunstwerke werden in bestimmten Abständen das ganze Jahr über im Schaufenster präsentiert, aber auch im Kino des Kunstvereins, im Foyer oder an anderen Standorten in München.

100 Jahre Münchner Krippenfreunde e.V.
07.12.2017 - 26.12.2017

Über 100 Krippen aus 300 Jahren zeigen die "Münchner Krippenfreunde e.V." zum hundertjährigen Jubiläum ihrer Gründung. 21 Münchner Bürgerinnen und Bürger haben den gemeinnützigen Verein im November 1917 ins Leben gerufen, der sich die „Förderung und Weiterverbreitung der Krippenpflege auf religiöser, erzieherischer, künstlerischer und volkskundlicher Grundlage“ zur Aufgabe gemacht hat. Künstlerkrippen, Privatkrippen, Kirchenkrippen, Museumskrippen und Vereinskrippen werden in der Rathausgalerie am Marienplatz gezeigt. Zugang zur Ausstellung durch den Prunkhof des Neuen Rathauses, wo auch die Stadtkrippe als Teil des Christkindlmarktes steht.

Der Blaue Reiter kehrt zurück
03.02.2016 - 31.12.2017

"Das ganze Werk, Kunst genannt, kennt keine Grenzen und Völker, sondern die Menschheit." Die Wiedereinrichtung der Sammlung des »Blauen Reiter« setzt neue Akzente in der Schausammlung. Die Besucherinnen und Besucher treffen auf den Reichtum der weltweit größten Sammlung an Bildern des »Blauen Reiter«, die durch eine stärker auratische Hängung Kandinskys Diktum folgt, dass nur das "eigentlich Künstlerische" im Mittelpunkt jeder Betrachtung stehen solle. Gleichzeitig wird anhand verschiedener Exponate und Dokumentationsmaterialien der Pluralismus der künstlerischen Äußerungen, der ein Spezifikum des »Blauen Reiter« darstellte, verstärkt in den Fokus gerückt.

Elena Narbutaite - Alex
04.02.2017 - 31.12.2017

"If you visit the Kunstverein, you likely will encounter two Alexes....but one is brighter than the other." - Alexander Wagner Über das Jahr 2017 hinweg wird die Leuchte Alex im Kunstverein München verweilen und von Zeit zu Zeit ihren Platz wechseln. Hier entwickelt Cecile Tonizzo einen von Alix geschriebenen Tanz und trägt dabei ein Kleid von An. Alex wurde inspiriert von Alix Eynaudis und An Breugelmans Arbeit und begleitete Meeting points 8: Both Sides of the Curtain in Brüssel, im Dezember 2016.

Benjamin Bergmann: "68"
11.11.2017 - 06.01.2018

"68" lautet der Titel einer mehrteiligen Lichtinstallation, die Benjamin Bergmann eigens für die Räume der Artothek sowie die angrenzenden Arkaden des Münchner Stadtmuseums entwickelt hat. Bergmann, dessen gebaute Bilder stets offene Fragen (dar)stellen, initiiert mit seiner Ausstellung einen Rückblick in das Jahr 1968. 50 Jahre später sind die Ereignisse dieses Jahres noch immer im kollektiven Gedächtnis verankert: Während in Europa die linksgerichtete Studenten- und Bürgerrechtsbewegung ihren Höhepunkt fand, mündete in den USA der Protest gegen den Vietnamkrieg und die Aufstände der unterdrückten, schwarzen Bevölkerung gleichsam in Demonstrationen auf den Straßen.

Thomas Struth: Figure Ground
05.05.2017 - 07.01.2018

Diese Ausstellung des renommierten deutschen Fotografen Thomas Struth (geb. 1954) bietet einen umfassenden Überblick über sein genrebildendes Gesamtwerk. Vier Jahrzehnte und jede Phase seiner Laufbahn sind abgedeckt; im Mittelpunkt stehen seine gesellschaftlichen Interessen, als eigentliche Triebkräfte seiner international einflussreichen künstlerischen Entwicklung. Mit über 120 Arbeiten ist diese Ausstellung seine bislang größte Retrospektive. Sie vereint zuvor noch nie gezeigte frühe Arbeiten mit gesammelten Ressourcen aus Struths Archiv. So werden die weitreichenden und langjährigen Ideen hinter den verschiedenen Arbeiten deutlich, und der Prozess der künstlerischen Umsetzung bis zum fertigen Bild. Die Ausstellung verbindet diese frühen Ideen mit bekannten Gruppen von Arbeiten wie "Straßen", "Unbewusste Orte", "Portraits", "Museumsbilder", "Paradise" und "Audiences", die wiederum mit Arbeiten wie "Nachtprojekt" in Dialog treten, der Diaprojektion, die 1987 für Skulptur Projekte Münster entstanden ist, mit den Videoporträts und anderen Videoprojektionen, der jüngsten Fotoserie aus "Nature & Politics" sowie ortspezifischen Arbeiten wie dem "Löwenzahnzimmer", Fotografien von Landschaften und Blumen für die Krankenzimmer der Klinik Lindberg im schweizerischen Winterthur. Dieses Wechselspiel verschiedener Werke zeigt Struths Talent, Analyse und Bilderfindung in facettenreichen Arbeiten und Techniken zusammenzubringen, was zu grenzübergreifenden und eindrucksvollen fotografischen Bildern führt.

Never walk alone. Jüdische Identitäten im Sport
22.02.2017 - 07.01.2018

"You'll Never Walk Alone." Dass gerade dieses Lied, einst komponiert von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein für das Musical Carousel, zu einer Hymne des Sports geworden ist, überrascht wenig. Die Frage nach Zugehörigkeit stellt sich in der Sportarena genauso wie in der sie umgebenden Gesellschaft. Die Ausstellung "Never Walk Alone. Jüdische Identitäten im Sport" nähert sich diesem komplexen Gegenstand der Zugehörigkeit, indem sie Sportlerinnen und Sportler jüdischer Herkunft auf der Spielfläche fokussiert.

Does permanence matter? Ephemeral urbanism: cities in constant flux
14.09.2017 - 07.01.2018

Wie dauerhaft muss Stadtplanung angelegt sein? Vom Oktoberfest in München über das weltweit grösste Pilgerfest Kumbh Mela in Indien und das Burning Man-Festival in Nevada bis hin zu vielen anderen Großereignissen zeigt sich, dass flexible bauliche Strukturen weltweit eingesetzt werden, um zum Teil sehr große Menschenmengen kurz- oder auch mittelfristig zu versorgen. Die ephemeren Strukturen erfüllen verschiedene funktionale Aufgaben und dienen für religiöse und kulturelle Festivals, als Militär- und Flüchtlingslager oder Bergbaustädte. Die Ausstellung ist auf der Grundlage einer langfristig angelegten Studie von Rahul Mehrotra, Graduate School of Design, Harvard University, und Felipe Vera, Centro de Ecologia Paisaje y Urbanismo in Santiago, entstanden und beschreibt ein globales Phänomen, das in Zeiten weltweiter Migrationen besondere Aktualität erhält.

Frank Bowling: Mappa Mundi
23.06.2017 - 07.01.2018

Mit "Frank Bowling: Mappa Mundi" widmet das Haus der Kunst dem 1934 in Bartica in Britisch-Guayana geborenen Künstler seine bisher umfassendste Überblicksausstellung, mit teils monumentalen Gemälden aus fünfzig Jahren künstlerischen Schaffens.

SHOWCASE – Künstlerbücher aus der Sammlung der Bayerischen Staatsbibliothek
20.09.2017 - 07.01.2018

Unter dem Titel SHOWCASE zeigt die Bayerische Staatsbibliothek ausgewählte Exponate ihrer seit 1915 gezielt aufgebauten, thematisch vielfältigen und international hochrangigen Sammlung von Künstlerbüchern. SHOWCASE verweist auf die für eine Ausstellung in dieser Bibliothek charakteristische Präsentation der Bücher in Vitrinen. Der Titel lässt auch anklingen, dass diese zeitgenössischen Kunstwerke zum Zeigen und zum Blättern, somit als "Show", gesammelt werden, aber auch als "Case", exemplarisch im Sinn des gezielten Ausbaus einer für eine wissenschaftliche Universalbibliothek besonderen Sammlung. SHOWCASE setzt sich zum Ziel, die Dynamik und vielfältige Aussagekraft dieser Bücher, die Künstler bewusst als ihre Ausdrucksform wählen, wirkungsvoll zur Geltung zu bringen. Sie zeigt, wie unterschiedlich Künstler das Medium Buch einsetzen, wie verschieden Künstlerbücher aussehen, wie sie in Aufmachung, Materialität und Wert differieren. Kostengünstige Herstellung und Massenware können ebenso ein Künstlerbuch sein wie kostspielige, bibliophil anmutende Bücher. Die Künstler verfolgen mit ihren Ideen und neuen Lösungen nicht nur ästhetische Ansprüche. Sie wenden sich in neuer Sprache und neuen Darstellungsformen an die Gesellschaft, auch mit politischen Zielsetzungen. Ihr Drang zum Ändern drückt sich auch in der Subkultur der Comics und Zines aus.

Danner-Preis 2017
12.10.2017 - 07.01.2018

Zeitgenössisches Kunsthandwerk aus Bayern in einem Museum für bildende Kunst: Die Ausstellung zum Danner-Preis 2017 nimmt damit einen wichtigen Aspekt des Programms des Museums Villa Stuck auf, den Austausch zwischen bildender und angewandter Kunst in der Zeit um 1900 und heute. Die Danner-Stiftung, 1920 in München gegründet, gehört zu den renommiertesten Einrichtungen zur Förderung des Kunsthandwerks und verleiht den Danner-Preis im Turnus von drei Jahren für herausragende kunsthandwerkliche Leistungen. Der diesjährige Preisträger Hiawatha Seiffert sowie die vier Ehrenpreisträger stehen im Zentrum der Ausstellung, die zum zweiten Mal im Museum Villa Stuck gastiert. 2017 wird anlässlich des international renommierten Landeswettbewerbs für das Kunsthandwerk in Bayern zum zwölften Mal der Danner-Preis verliehen, eine der bedeutendsten Auszeichnungen in diesem Bereich. Der Wettbewerb fördert neue gestalterische Ideen und Entwicklungen im Kunsthandwerk und steht unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Ilse Aigner. Eine international besetzte Fachjury vergibt den mit 15.000 € dotierten Preis sowie weitere Förderpreise im Gesamtwert von 12.000 €. Der Danner-Preis 2017 wird an den Metallgestalter Hiawatha Seiffert für seine Objektschale aus zusammengeschweißten und geschmiedeten Maschinenketten verliehen. Vier Ehrenpreise gingen an Christoph Leuner für eine Hohlkörper-Gruppe aus amerikanischem Nussbaumholz, an Michael Becker für eine Lapislazulikette, an Barbara Schrobenhauser für eine zarte Kette aus vielfältig geschichtetem und genietetem Kupfer und an Gisbert Stach für seine Broschenserie in Schnitzelform. Im Laufe seiner 33-jährigen Geschichte hat der Danner-Preis nicht an Attraktivität und Bedeutung verloren – im Gegenteil, das Interesse ist konstant hoch. Am Wettbewerb 2017 haben sich rund 200 Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker beteiligt. In der Ausstellung sind die Arbeiten von 41 Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker aus den Bereichen Schmuck, Keramik, Holz, Gerät, Textil, Glas, Mixed Media und Metall zu sehen. Die Einreichungen der letzten Jahre zeigen, dass die Grenzen zwischen angewandter und freier Kunst zunehmend durchlässiger werden. Auf der Suche nach einer eigenen Formensprache stellen junge Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker zunehmend tradierte Vorstellungen in Frage und nutzen schöpferische Impulse aus anderen Bereichen wie dem Design oder der bildenden Kunst. Der Danner- Preis filtert nicht nur charakteristische Tendenzen der jüngeren Zeit heraus und hebt sie hervor, sondern setzt mit den Entscheidungen seiner hochkarätigen Jury internationale Maßstäbe.

Veranstaltungskalender

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