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Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München

Thomas Demand: LENBACHHAUS, 2012; Foto: Lenbachhaus © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Alte Villa © Städtische Galerie im Lenbachhaus München

Olafur Eliasson: Wirbelwerk, 2012; Installationsansicht im Lenbachhaus, 2013, Foto: Studio Olafur Eliasson; Courtesy of Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München © 2012 Olafur Eliasson

Franz Marc, Blaues Pferd I, 1911, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München

Gabriele Münter, Bildnis Marianne von Werefkin, 1909, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Hans-Peter Feldmann, Laden 1975 - 2015, Ausschnitt

Blick von der Luisenstraße, © Städtische Galerie im Lenbachhaus München

  • Kunstareal
  • Kunst

Kontakt

Luisenstraße 33
80333 München

089/233-32000
http://www.lenbachhaus.de
lenbachhaus@muenchen.de

Öffnungszeiten

Di. 10.00-20.00, Mi.-So. 10.00-18.00
voll zugänglich

Das Lenbachhaus beherbergt eine der bedeutendsten Sammlungen von Werken des Blauen Reiters, die auf eine Schenkung von Gabriele Münter, Malerin und Lebensgefährtin Wassily Kandinskys, zurückgeht. Zentrale Werke dieser beiden Künstlerpersönlichkeiten gehören ebenso zur Sammlung wie weltberühmte Gemälde von Franz Marc, August Macke, Paul Klee und Alexej Jawlensky – etwa das "Blaue Pferd" oder "Türkisches Café". Ein weiterer Sammlungsschwerpunkt sind wesentliche Tendenzen des internationalen zeitgenössischen Kunstgeschehens. Die Basis schuf der Erwerb von Joseph Beuys' "Zeige deine Wunde" in den 1980er-Jahren. Vertreten sind unter anderem Arbeiten von Gerhard Richter, Sigmar Polke, Anselm Kiefer, Andy Warhol, Dan Flavin, Richard Serra, Ellsworth Kelly, Jenny Holzer, James Turrell, Jeff Wall, Katharina Sieverding, Christian Boltanski, Lucio Fontana, Michelangelo Pistoletto, Franz Gertsch, Arnulf Rainer, Andreas Hofer, Isa Genzken oder Olafur Eliasson. Im Mai 2013 wurde das Lenbachhaus nach der Generalsanierung und Erweiterung durch das Architekturbüro Forster + Partners wiedereröffnet.

Die ehemalige Villa des "Münchner Malerfürsten" Franz von Lenbach wurde 1887-91 nach einem Entwurf von Gabriel Seidl errichtet. Lenbach hatte den Architekten mit einem repräsentativen Atelier und Wohnsitz im toskanischen Stil beauftragt, die an der königlichen Straße, die Residenz und Schloss Nymphenburg miteinander verband, gebaut werden sollten. Mit den Pinakotheken und der Glyptothek in unmittelbarer Nachbarschaft formierte sich bereits damals das heutige Kunstareal. Als das Lenbachhaus 1926 zum städtischen Museum wurde, fügte der Architekt Hans Grässel einen Nordflügel hinzu: außen an den bestehenden Bau angepasst, innen in neusachlicher Architektur. 1972 wurde im Rahmen des Kulturprogramms zu den olympischen Spielen in München ein zweiter Anbau realisiert, der im Zuge der Generalsanierung von 2009 - 2013 ersetzt wurde. Das Architekturbüro Foster + Partners nahm hier eine sensible, geschichtsbewusste Umgestaltung und Erweiterung des denkmalgeschützten Gebäudes vor. Die Ausstellungsräume des Museums, die Wegeführung und das Serviceangebot entsprechen seither dem internationalen Standard. Gleichzeitig bleiben die Anmutung und der Charme der ehemaligen Künstlervilla erhalten. Der Kunstbau im Zwischengeschoss der U-Bahnstation Königsplatz erweitert seit 1994 die Flächen des Lenbachhauses.

Lenbachhaus
Der Blaue Reiter kehrt zurück
03.02.2016 - 31.12.2017

"Das ganze Werk, Kunst genannt, kennt keine Grenzen und Völker, sondern die Menschheit." Die Wiedereinrichtung der Sammlung des »Blauen Reiter« setzt neue Akzente in der Schausammlung. Die Besucherinnen und Besucher treffen auf den Reichtum der weltweit größten Sammlung an Bildern des »Blauen Reiter«, die durch eine stärker auratische Hängung Kandinskys Diktum folgt, dass nur das "eigentlich Künstlerische" im Mittelpunkt jeder Betrachtung stehen solle. Gleichzeitig wird anhand verschiedener Exponate und Dokumentationsmaterialien der Pluralismus der künstlerischen Äußerungen, der ein Spezifikum des »Blauen Reiter« darstellte, verstärkt in den Fokus gerückt.

Lenbachhaus
Bildschön – Ansichten des 19. Jahrhunderts
20.02.2017 - 31.12.2018

Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Bilder. Sie erreichten eine größere Öffentlichkeit als je zuvor. Die damals erfundenen Motive bestimmen bis heute, was wir als romantisch, als traurig oder als schön empfinden. Künstlerinnen und Künstler prägten auf wirkmächtige Weise die Kultur ihrer Zeit, ein sehr viel breiteres Themenspektrum wurde bildwürdig und im Idealfall vom Publikum als »bildschön« gelobt. Ihre Kunst erzählt von Atelierrealitäten, Heimatgefühlen und Touristenattraktionen, sie handelt von Natursehnsucht und befreitem Lebensgefühl, von bürgerlicher Selbstdarstellung und dem großen "Theater" des modernen Lebens. Die Neuinterpretation und Neuordnung der reichen Bestände der Kunst des 19. Jahrhunderts möchte andere Perspektiven auf die bis heute nachwirkende Bildkultur eröffnen. Die Ausstellung zeigt rund 80 Gemälde aus der Sammlung, verknüpft sie mit Texten, Fotografien, Film- und Hörbeispielen.

Lenbachhaus
Mentales Gelb. Sonnenhöchststand
06.05.2017 - 08.10.2017

Eine Ausstellung im Kunstmuseum Bonn und in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München Die Städtische Galerie im Lenbachhaus bereitet in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bonn die Ausstellung "Mentales Gelb. Sonnenhöchststand" vor. Die Präsentation ist der Sammlung KiCo von Hans-Gerd und Doris Riemer aus Bonn gewidmet, die seit Mitte der 1990er Jahre an beiden Museen in Bonn und München beheimatet ist. Der Schwerpunkt der Sammlung lag in ihren Anfängen auf monochromer Farbmalerei, hat sich jedoch im Lauf von zwei Jahrzehnten auf ein weites Spektrum von Gegenwartskunst bis hin zu raumgreifenden Installationen ausgedehnt. Ankäufe erfolgen unter der Prämisse, vollständige Werkgruppen oder ganze Raumkonzepte in die Sammlung zu integrieren. Die erworbenen Werke sollen den öffentlichen Museen dauerhaft zur Verfügung stehen. In enger Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den Sammlern und den beiden Museen wird die Sammlung kontinuierlich erweitert.

Lenbachhaus
Gabriele Münter. Malen ohne Umschweife
31.10.2017 - 08.04.2018

Bevor Gabriele Münter sich der Malerei zuwandte, hatte sie bereits fotografiert, um 1900 und zwar zum ersten Mal in den USA. Bald wird sie anfangen zu malen, fast täglich, ihr Leben lang. Und Gabriele Münter geht ins Kino! Sie war eine offene und experimentierfreudige Künstlerin, vieles, was sie geleistet hat, ist bisher nur wenig wahrgenommen worden, weil ihr Werk meist durch den engen Fokus ihrer Biografie und ihrer Beziehung zu Kandinsky interpretiert wurde. Bis heute sind daher fast nur ihre Bilder aus der Zeit des "Blauen Reiter" im Zentrum der Aufmerksamkeit gewesen. Und so ist der Name Münter vorwiegend mit dem deutschen Expressionismus assoziiert, mit Murnau und dem Münter-Haus. Münters Werk ist jedoch deutlich facettenreicher, fantasievoller und stilistisch breitgefächerter als bisher bekannt.

Lenbachhaus
Joseph Beuys. Einwandfreie Bilder 1945-1984
14.11.2017 - 18.03.2018

Auf der documenta III im Sommer 1964 sah Lothar Schirmer erstmals Zeichnungen von Joseph Beuys. Im Frühjahr 1965, im Alter von 20 Jahren, und nach einer kurzen Korrespondenz mit dem Künstler erwarb er seine ersten Zeichnungen bei einem Besuch im Düsseldorfer Atelier des wohl wichtigsten deutschen Künstlers des 20. Jahrhunderts. Seither hat Schirmer seine Beuys-Sammlung an Handzeichnungen und Drucksachen kontinuierlich erweitert, auch Objekte, Skulpturen und Environments kamen mit tatkräftiger Förderung des Künstlers hinzu.

25.09.17 10:00
Lenbachhaus

Normalzustand - Undergroundfilm zwischen Punk und Kunstakademie


Die Filmreihe "Normalzustand" – benannt nach einem Film der Künstlerin Yana Yo – vereint eine Auswahl von Experimentalfilmen, die in den späten 1970er- bis frühen 1990er-Jahren in Deutschland entstanden. In dieser Zeit formierten sich von Bielefeld, Bonn und Düsseldorf bis West- und Ostberlin mehr oder minder lose Filmgruppen, Bands und Künstlerkollektive.

 

Es wurde gefilmt – konzentriert oder geistesabwesend – zu Hause und bei Freunden, auf der Straße, beim Autofahren, bei Performances und Konzerten. Was die so entstandenen Filme bei aller stilistischen und thematischen Vielfalt verbindet, ist das für den Punk charakteristische Ethos des Do-It-Yourself, des Produzierens ohne Expertenwissen. Ob in Musik, Mode, Sprache oder bildender Kunst, Punk als ein breites sich in Post-Punk, New Wave, Neue Deutsche Welle, und andere Sparten verästelndes Phänomen, brach mit der Vorstellung von Expertise und Genre und konterte mit Improvisation, Provokation und Lautstärke. Alternative Formen des Lebens und künstlerischen Arbeitens entwickelten sich von lokalen Hausbesetzerszenen bis in die Kunstschulen.

 

Super-8, ein Schmalfilmformat für den Hausgebrauch, das günstig in der Anschaffung und einfach in der Bedienung war, kam dem entgegen und galt vielen autodidaktischen Filmemacher als Medium der Stunde. Obwohl gerade in Westberlin bald alternative Kinos entstanden, die sich auf Super-8 und Experimentalfilm spezialisierten und auch Kunstinstitutionen hier und da als Bühne dienten, blieb der eigentliche Ort alternativer Film- und Kunstformen der zwanglosere und rauere Rahmen von Bars und Musikclubs.

 

Im Zusammenspiel der hier in digitalisierter Form gezeigten Filme (die meisten davon ursprüngliche Super-8-Formate) wird eine betont ungekonnte und gekonnt unprofessionelle Form des Filmens – und damit des 'Kunstmachens' – sichtbar, die sich keiner starren stilistischen oder inhaltlichen Kategorie zuordnen lässt: mal narrativ, mal abstrakt, mal provokativ, mal poetisch schöpfen die Filme aus diversen Quellen, die vom avantgardistischen sowjetischen Film der 1920er-Jahre über die burlesk-hysterische Handschrift der amerikanischen Undergroundfilmszene bis hin zum Musikvideo und Horrorfilm reichen.



Veranstaltungstyp: Film

Die Filme werden in einem Loop gezeigt. Die erste Filmreihe läuft vom 19. September bis 8. Oktober, die zweite vom 10. bis 22. Oktober.

Sprache: deutsch

26.09.17 10:00
Lenbachhaus

Normalzustand - Undergroundfilm zwischen Punk und Kunstakademie


Die Filmreihe "Normalzustand" – benannt nach einem Film der Künstlerin Yana Yo – vereint eine Auswahl von Experimentalfilmen, die in den späten 1970er- bis frühen 1990er-Jahren in Deutschland entstanden. In dieser Zeit formierten sich von Bielefeld, Bonn und Düsseldorf bis West- und Ostberlin mehr oder minder lose Filmgruppen, Bands und Künstlerkollektive.

 

Es wurde gefilmt – konzentriert oder geistesabwesend – zu Hause und bei Freunden, auf der Straße, beim Autofahren, bei Performances und Konzerten. Was die so entstandenen Filme bei aller stilistischen und thematischen Vielfalt verbindet, ist das für den Punk charakteristische Ethos des Do-It-Yourself, des Produzierens ohne Expertenwissen. Ob in Musik, Mode, Sprache oder bildender Kunst, Punk als ein breites sich in Post-Punk, New Wave, Neue Deutsche Welle, und andere Sparten verästelndes Phänomen, brach mit der Vorstellung von Expertise und Genre und konterte mit Improvisation, Provokation und Lautstärke. Alternative Formen des Lebens und künstlerischen Arbeitens entwickelten sich von lokalen Hausbesetzerszenen bis in die Kunstschulen.

 

Super-8, ein Schmalfilmformat für den Hausgebrauch, das günstig in der Anschaffung und einfach in der Bedienung war, kam dem entgegen und galt vielen autodidaktischen Filmemacher als Medium der Stunde. Obwohl gerade in Westberlin bald alternative Kinos entstanden, die sich auf Super-8 und Experimentalfilm spezialisierten und auch Kunstinstitutionen hier und da als Bühne dienten, blieb der eigentliche Ort alternativer Film- und Kunstformen der zwanglosere und rauere Rahmen von Bars und Musikclubs.

 

Im Zusammenspiel der hier in digitalisierter Form gezeigten Filme (die meisten davon ursprüngliche Super-8-Formate) wird eine betont ungekonnte und gekonnt unprofessionelle Form des Filmens – und damit des 'Kunstmachens' – sichtbar, die sich keiner starren stilistischen oder inhaltlichen Kategorie zuordnen lässt: mal narrativ, mal abstrakt, mal provokativ, mal poetisch schöpfen die Filme aus diversen Quellen, die vom avantgardistischen sowjetischen Film der 1920er-Jahre über die burlesk-hysterische Handschrift der amerikanischen Undergroundfilmszene bis hin zum Musikvideo und Horrorfilm reichen.



Veranstaltungstyp: Film

Die Filme werden in einem Loop gezeigt. Die erste Filmreihe läuft vom 19. September bis 8. Oktober, die zweite vom 10. bis 22. Oktober.

Sprache: deutsch

26.09.17 19:00
Lenbachhaus

Gespräch und Screening im Rahmen der Filmreihe "Normalzustand"


Subkultur Westberlin in den 1980ern: Die Tödliche Doris und die Gründerzeit des Außer-, Über- und Amusikalischen

mit Wolfgang Müller

 



Veranstaltungstyp: Sonstiges

 

Sprache: deutsch

27.09.17 10:00
Lenbachhaus

Normalzustand - Undergroundfilm zwischen Punk und Kunstakademie


Die Filmreihe "Normalzustand" – benannt nach einem Film der Künstlerin Yana Yo – vereint eine Auswahl von Experimentalfilmen, die in den späten 1970er- bis frühen 1990er-Jahren in Deutschland entstanden. In dieser Zeit formierten sich von Bielefeld, Bonn und Düsseldorf bis West- und Ostberlin mehr oder minder lose Filmgruppen, Bands und Künstlerkollektive.

 

Es wurde gefilmt – konzentriert oder geistesabwesend – zu Hause und bei Freunden, auf der Straße, beim Autofahren, bei Performances und Konzerten. Was die so entstandenen Filme bei aller stilistischen und thematischen Vielfalt verbindet, ist das für den Punk charakteristische Ethos des Do-It-Yourself, des Produzierens ohne Expertenwissen. Ob in Musik, Mode, Sprache oder bildender Kunst, Punk als ein breites sich in Post-Punk, New Wave, Neue Deutsche Welle, und andere Sparten verästelndes Phänomen, brach mit der Vorstellung von Expertise und Genre und konterte mit Improvisation, Provokation und Lautstärke. Alternative Formen des Lebens und künstlerischen Arbeitens entwickelten sich von lokalen Hausbesetzerszenen bis in die Kunstschulen.

 

Super-8, ein Schmalfilmformat für den Hausgebrauch, das günstig in der Anschaffung und einfach in der Bedienung war, kam dem entgegen und galt vielen autodidaktischen Filmemacher als Medium der Stunde. Obwohl gerade in Westberlin bald alternative Kinos entstanden, die sich auf Super-8 und Experimentalfilm spezialisierten und auch Kunstinstitutionen hier und da als Bühne dienten, blieb der eigentliche Ort alternativer Film- und Kunstformen der zwanglosere und rauere Rahmen von Bars und Musikclubs.

 

Im Zusammenspiel der hier in digitalisierter Form gezeigten Filme (die meisten davon ursprüngliche Super-8-Formate) wird eine betont ungekonnte und gekonnt unprofessionelle Form des Filmens – und damit des 'Kunstmachens' – sichtbar, die sich keiner starren stilistischen oder inhaltlichen Kategorie zuordnen lässt: mal narrativ, mal abstrakt, mal provokativ, mal poetisch schöpfen die Filme aus diversen Quellen, die vom avantgardistischen sowjetischen Film der 1920er-Jahre über die burlesk-hysterische Handschrift der amerikanischen Undergroundfilmszene bis hin zum Musikvideo und Horrorfilm reichen.



Veranstaltungstyp: Film

Die Filme werden in einem Loop gezeigt. Die erste Filmreihe läuft vom 19. September bis 8. Oktober, die zweite vom 10. bis 22. Oktober.

Sprache: deutsch

27.09.17 10:30
Lenbachhaus

Frischgebacken - Mentales Gelb. Sonnenhöchststand


Ein geführter Rundgang für Erwachsene mit Babys durch die Ausstellung "Mentales Gelb. Sonnenhöchststand".



Veranstaltungstyp: Allgemeine Führung

 

Sprache: deutsch

28.09.17 10:00
Lenbachhaus

Normalzustand - Undergroundfilm zwischen Punk und Kunstakademie


Die Filmreihe "Normalzustand" – benannt nach einem Film der Künstlerin Yana Yo – vereint eine Auswahl von Experimentalfilmen, die in den späten 1970er- bis frühen 1990er-Jahren in Deutschland entstanden. In dieser Zeit formierten sich von Bielefeld, Bonn und Düsseldorf bis West- und Ostberlin mehr oder minder lose Filmgruppen, Bands und Künstlerkollektive.

 

Es wurde gefilmt – konzentriert oder geistesabwesend – zu Hause und bei Freunden, auf der Straße, beim Autofahren, bei Performances und Konzerten. Was die so entstandenen Filme bei aller stilistischen und thematischen Vielfalt verbindet, ist das für den Punk charakteristische Ethos des Do-It-Yourself, des Produzierens ohne Expertenwissen. Ob in Musik, Mode, Sprache oder bildender Kunst, Punk als ein breites sich in Post-Punk, New Wave, Neue Deutsche Welle, und andere Sparten verästelndes Phänomen, brach mit der Vorstellung von Expertise und Genre und konterte mit Improvisation, Provokation und Lautstärke. Alternative Formen des Lebens und künstlerischen Arbeitens entwickelten sich von lokalen Hausbesetzerszenen bis in die Kunstschulen.

 

Super-8, ein Schmalfilmformat für den Hausgebrauch, das günstig in der Anschaffung und einfach in der Bedienung war, kam dem entgegen und galt vielen autodidaktischen Filmemacher als Medium der Stunde. Obwohl gerade in Westberlin bald alternative Kinos entstanden, die sich auf Super-8 und Experimentalfilm spezialisierten und auch Kunstinstitutionen hier und da als Bühne dienten, blieb der eigentliche Ort alternativer Film- und Kunstformen der zwanglosere und rauere Rahmen von Bars und Musikclubs.

 

Im Zusammenspiel der hier in digitalisierter Form gezeigten Filme (die meisten davon ursprüngliche Super-8-Formate) wird eine betont ungekonnte und gekonnt unprofessionelle Form des Filmens – und damit des 'Kunstmachens' – sichtbar, die sich keiner starren stilistischen oder inhaltlichen Kategorie zuordnen lässt: mal narrativ, mal abstrakt, mal provokativ, mal poetisch schöpfen die Filme aus diversen Quellen, die vom avantgardistischen sowjetischen Film der 1920er-Jahre über die burlesk-hysterische Handschrift der amerikanischen Undergroundfilmszene bis hin zum Musikvideo und Horrorfilm reichen.



Veranstaltungstyp: Film

Die Filme werden in einem Loop gezeigt. Die erste Filmreihe läuft vom 19. September bis 8. Oktober, die zweite vom 10. bis 22. Oktober.

Sprache: deutsch

29.09.17 10:00
Lenbachhaus

Normalzustand - Undergroundfilm zwischen Punk und Kunstakademie


Die Filmreihe "Normalzustand" – benannt nach einem Film der Künstlerin Yana Yo – vereint eine Auswahl von Experimentalfilmen, die in den späten 1970er- bis frühen 1990er-Jahren in Deutschland entstanden. In dieser Zeit formierten sich von Bielefeld, Bonn und Düsseldorf bis West- und Ostberlin mehr oder minder lose Filmgruppen, Bands und Künstlerkollektive.

 

Es wurde gefilmt – konzentriert oder geistesabwesend – zu Hause und bei Freunden, auf der Straße, beim Autofahren, bei Performances und Konzerten. Was die so entstandenen Filme bei aller stilistischen und thematischen Vielfalt verbindet, ist das für den Punk charakteristische Ethos des Do-It-Yourself, des Produzierens ohne Expertenwissen. Ob in Musik, Mode, Sprache oder bildender Kunst, Punk als ein breites sich in Post-Punk, New Wave, Neue Deutsche Welle, und andere Sparten verästelndes Phänomen, brach mit der Vorstellung von Expertise und Genre und konterte mit Improvisation, Provokation und Lautstärke. Alternative Formen des Lebens und künstlerischen Arbeitens entwickelten sich von lokalen Hausbesetzerszenen bis in die Kunstschulen.

 

Super-8, ein Schmalfilmformat für den Hausgebrauch, das günstig in der Anschaffung und einfach in der Bedienung war, kam dem entgegen und galt vielen autodidaktischen Filmemacher als Medium der Stunde. Obwohl gerade in Westberlin bald alternative Kinos entstanden, die sich auf Super-8 und Experimentalfilm spezialisierten und auch Kunstinstitutionen hier und da als Bühne dienten, blieb der eigentliche Ort alternativer Film- und Kunstformen der zwanglosere und rauere Rahmen von Bars und Musikclubs.

 

Im Zusammenspiel der hier in digitalisierter Form gezeigten Filme (die meisten davon ursprüngliche Super-8-Formate) wird eine betont ungekonnte und gekonnt unprofessionelle Form des Filmens – und damit des 'Kunstmachens' – sichtbar, die sich keiner starren stilistischen oder inhaltlichen Kategorie zuordnen lässt: mal narrativ, mal abstrakt, mal provokativ, mal poetisch schöpfen die Filme aus diversen Quellen, die vom avantgardistischen sowjetischen Film der 1920er-Jahre über die burlesk-hysterische Handschrift der amerikanischen Undergroundfilmszene bis hin zum Musikvideo und Horrorfilm reichen.



Veranstaltungstyp: Film

Die Filme werden in einem Loop gezeigt. Die erste Filmreihe läuft vom 19. September bis 8. Oktober, die zweite vom 10. bis 22. Oktober.

Sprache: deutsch

29.09.17 15:00
Lenbachhaus

Der Blaue Reiter kehrt zurück - eine Veranstaltung der MVHS


Die Wiedereinrichtung des "Blauen Reiter" setzt neue Akzente in der Schausammlung. Die Besucherinnen und Besucher treffen auf den Reichtum der weltweit größten Sammlung an Bildern des "Blauen Reiter", die an verschiedenen Stellen durch eine stärker auratische Hängung herausragenden Gemälden mehr Raum gibt. Der Schwerpunkt liegt auf dem Postulat der Vielfalt der künstlerischen Äußerungen, derzufolge Kandinsky und Marc Volkskunst, Kinderkunst, ägyptische Schattenbilder, afrikanische Schnitzereien oder bayerische Hinterglasbilder gleichberechtigt neben die Kunstwerke alter europäischer Meister oder der aktuellen Avantgarde stellten.



Veranstaltungstyp: Themenführung

Kursnummer E211170. Anmeldung über München Ticket GmbH. Informationen unter www.lenbachhaus.de/vermittlung/erwachsene/themenfuehrungen/ bzw. https://www.mvhs.de/programm/themenfuehrungen-7168/E211170/.

Sprache: deutsch

E-Mail https://www.mvhs.de/programm/themenfuehrungen-7168/E211170/
30.09.17 10:00
Lenbachhaus

Normalzustand - Undergroundfilm zwischen Punk und Kunstakademie


Die Filmreihe "Normalzustand" – benannt nach einem Film der Künstlerin Yana Yo – vereint eine Auswahl von Experimentalfilmen, die in den späten 1970er- bis frühen 1990er-Jahren in Deutschland entstanden. In dieser Zeit formierten sich von Bielefeld, Bonn und Düsseldorf bis West- und Ostberlin mehr oder minder lose Filmgruppen, Bands und Künstlerkollektive.

 

Es wurde gefilmt – konzentriert oder geistesabwesend – zu Hause und bei Freunden, auf der Straße, beim Autofahren, bei Performances und Konzerten. Was die so entstandenen Filme bei aller stilistischen und thematischen Vielfalt verbindet, ist das für den Punk charakteristische Ethos des Do-It-Yourself, des Produzierens ohne Expertenwissen. Ob in Musik, Mode, Sprache oder bildender Kunst, Punk als ein breites sich in Post-Punk, New Wave, Neue Deutsche Welle, und andere Sparten verästelndes Phänomen, brach mit der Vorstellung von Expertise und Genre und konterte mit Improvisation, Provokation und Lautstärke. Alternative Formen des Lebens und künstlerischen Arbeitens entwickelten sich von lokalen Hausbesetzerszenen bis in die Kunstschulen.

 

Super-8, ein Schmalfilmformat für den Hausgebrauch, das günstig in der Anschaffung und einfach in der Bedienung war, kam dem entgegen und galt vielen autodidaktischen Filmemacher als Medium der Stunde. Obwohl gerade in Westberlin bald alternative Kinos entstanden, die sich auf Super-8 und Experimentalfilm spezialisierten und auch Kunstinstitutionen hier und da als Bühne dienten, blieb der eigentliche Ort alternativer Film- und Kunstformen der zwanglosere und rauere Rahmen von Bars und Musikclubs.

 

Im Zusammenspiel der hier in digitalisierter Form gezeigten Filme (die meisten davon ursprüngliche Super-8-Formate) wird eine betont ungekonnte und gekonnt unprofessionelle Form des Filmens – und damit des 'Kunstmachens' – sichtbar, die sich keiner starren stilistischen oder inhaltlichen Kategorie zuordnen lässt: mal narrativ, mal abstrakt, mal provokativ, mal poetisch schöpfen die Filme aus diversen Quellen, die vom avantgardistischen sowjetischen Film der 1920er-Jahre über die burlesk-hysterische Handschrift der amerikanischen Undergroundfilmszene bis hin zum Musikvideo und Horrorfilm reichen.



Veranstaltungstyp: Film

Die Filme werden in einem Loop gezeigt. Die erste Filmreihe läuft vom 19. September bis 8. Oktober, die zweite vom 10. bis 22. Oktober.

Sprache: deutsch

30.09.17 14:00
Lenbachhaus

Der Blaue Reiter im Dialog mit...


Ausgehend vom Kunstbegriff stellen wir dem "Blauen Reiter" Werke anderer Strömungen und Stile gegenüber. Ähnlichkeiten, Unterschiede und Widersprüche werden wir gemeinsam mit Ihnen diskutieren, um die verschiedenen Kunstbegriffe und Verständnisse zu beleuchten und zu hinterfragen



Veranstaltungstyp: Themenführung

Tickets sind an der Museumskasse im Lenbachhaus, an allen Vorverkaufsstellen von München Ticket oder online erhältlich.

Sprache: deutsch

Angebote des Museumspädagogischen Zentrums (MPZ)
Familien- und Ferienaktionen, Geburtstage für Kinder und Jugendliche im Museum, Veröffentlichungen, Programme für Klassen aller Schularten und Jahrgangsstufen und Kindertagesstätten, Fortbildungen

Veranstaltungskalender

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