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Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke

  • Kunstareal
  • Kunst

Kontakt

Katharina-von-Bora-Straße 10
80333 München

089/28927690
http://www.abgussmuseum.de
mfa@lrz.uni-muenchen.de

Öffnungszeiten

Mo.-Fr. 10.00-20.00,geschlossen an Feiertagen
eingeschränkt zugänglich

Das Museum zeigt wertvolle Abgüsse ausgewählter griechischer und römischer Meisterwerke: Ob Nike von Samothrake, Diskuswerfer, Herakles Farnese, Laokoongruppe oder Apoll vom Belvedere – hier sind weltberühmte Statuen antiker Götter, Helden und Menschen zu sehen, deren Originale in den großen Museen in aller Welt verstreut sind. Das Abgussmuseum präsentiert die originalgetreuen Gipsabgüsse unter einem Dach vereint in zwei 18 Meter hohen, lichtdurchfluteten Hallen: 16 Mal Aphrodite, 20 Mal Dionysos, knapp 400 Statuen auf 900 qm allein im Erdgeschoss – ein Eindruck, den man nicht vergisst!
Hauptattraktion der Abguss-Sammlung ist ein Architekturmodell des Parthenon von Athen aus dem späten 19. Jahrhundert. Architektur, Inventar und Kultbild des Tempels sind farbig rekonstruiert und vermitteln einen realistischen Eindruck von der Pracht antiker Gotteshäuser.
Die Sammlung umfasst etwa 1900 Abgüsse ausgewählter Kunstwerke von 700 v. Chr. bis 500 n. Chr. mit dem Schwerpunkt hellenistische Plastik und römische Porträtkunst. Besondere Glanzpunkte bilden 150 Dauerleihgaben des Metropolitan Museum of Art, New York, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert hergestellt wurden; sie überliefern die antiken Skulpturen zum Teil vollständiger oder in besserem Zustand als die Originale heute.

Das Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München wurde auf Betreiben des Archäologen Heinrich von Brunn gegründet, der ab 1865/66 den neu gegründeten Lehrstuhl für Klassische Archäologie an der Münchener Universität innehatte. 1869 erhielt das Museum die ersten Mittel, bis 1944 umfasste es 2400 Abgüsse. Institut und Ausstellungsräume befanden sich damals in den nördlichen Hofarkaden der Residenz. Nach ihrer völligen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Sammlung im Haus der Kulturinstitute an der heutigen Katharina-von-Bora-Straße wiederaufgebaut. Für die Besucher macht sich die akademische Ausrichtung des Museums als Lehr- und Studiensammlung noch immer durch den freien Eintritt bemerkbar.
Das Gebäude, 1934-1939 von Paul Ludwig Troost als Verwaltungsbau der NSDAP errichtet, wurde im Krieg nicht beschädigt. Nach 1945 diente es der amerikanischen Besatzungsarmee als zentrale Sammelstelle für Kunstgegenstände, die von den Nationalsozialisten konfisziert oder widerrechtlich angeeignet worden waren. Die Entscheidung für eine kulturelle Nutzung des Gebäudes traf die amerikanische Militärregierung im Juni 1945 mit der Ansiedlung der ›Museums, Fine Arts & Archives Section‹ (MFA & A). Seitdem ist die Verbindung des Gebäudes mit kulturellen Einrichtungen geblieben.

13.09.16 18:00
Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke

Anders (als) schön


Sokratesporträts



Veranstaltungstyp: Sonstiges

 

Sprache: deutsch

15.09.16 18:00
Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke

Schlafes Bruder - Hypnose als Heiltradition des Asklepios


Die antiken Hochkulturen Ägyptens über den Mittelmeerraum bis in den keltischen-germanischen Bereich waren in ihren Heiltraditionen und in ihrem philosophisch-spirituellen Gedankengut miteinander vertraut. Eine bedeutende Form des Heilungsrituals war die Inkubation – Heilschlaf oder auch Tempelschlaf genannt, die Pythagoras aus Anatolien in den Mittelmeerraum brachte. Der englische Historiker Peter Kingsley entdeckte, dass die apollinischen Priester heilende Meditationen anwandten um Menschen in diesen Heilschlaf oder Trancezustand zu führen. Diese sog. "Arztpriester" waren Heiler und Weissager und verbanden Heilung mit dem Wissen über tiefere mentale Ebenen. Sie führten also über Trance/Hypnose in die Dunkelheit (das Unbewusste) und zum Licht (der Erkenntnis). Heilung wurde dabei verstanden als Weg zur spirituellen Sinngebung des Lebens. In diesem Workshop erfahren Sie die theoretischen Hintergründe antiker Heiltraditionen, wie diese die letzten Jahrtausende teilweise unscheinbar in unserer Kultur fortbestanden und vor allem heute zunehmend wieder an Bedeutung für Medizin und Psychotherapie erlangen.

In einem anschließenden Heilschlaf (Hypnose) führt Sie Dr. Marc Betz in eine angenehm tiefe

Trance nach antiker Tradition, um den Zugang zum eigenen inneren Unbewussten und den

eigenen Selbstheilungstendenzen zu erlangen.

Dr. Marc Betz ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und erfahrener Hypnotherapeut für

Kinder und Erwachsene in eigener hypnotherapeutischer Praxis in Freiburg. Zudem Dozent am

Zentrum für Angewandte Hypnose in München, Saarlouis und Mainz.



Veranstaltungstyp: Workshop

 

Sprache: deutsch

E-Mail http://www.abgussmuseum.de/docs/Programm_Heilschlaf_2016_9_15.pdf
20.09.16 19:00
Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke

Der view from nowhere und der Anteil des Menschen bei der Wirklichkeitserfahrung


Bis ins Alltagsleben hinein wirkt die Denkweise, dass sich das Wesen der Wirklichkeit durch wissenschaftliche, vor allem naturwissenschaftliche Erkenntnismethoden erschließt. Naturwissenschaftliche Erkenntnisweise strebt ein Maximum an Objektivität an, indem sie idealerweise einen "view from nowhere" (Thomas Nagel) einnimmt, d.h. vom Menschen absieht, wenn er nicht gerade selbst Gegenstand der Forschung ist. Zum Ideal der Objektivität kommt die Tendenz hinzu, die Wirklichkeit allein mit Materie und ihren Wechselwirkungen sowie mit Prinzipen der Evolutionsbiologie zu erklären. Diese naturalistische Betrachtungsweise der Wirklichkeit umfasst auch geistige Phänomene wie Bewusstsein, Bedeutung, Sinn und Werte. Sie ergeben und erklären sich in erster Linie funktional, d.h. aus Mechanismus und Zweck der Abläufe, die man beobachtet. Die Dominanz der objektivierenden Betrachtungsweise der Wirklichkeit mit ihren Erklärungsmodellen hat zur Folge, dass dem unmittelbaren Erleben als weiterem Zugang zur Wirklichkeit wenig Raum bleibt oder ihm nur geringe Bedeutung zukommt. Beim unmittelbaren Erleben geht es um Erkenntnisinhalte, die spontan bei der sinnlichen und geistigen Wahrnehmung aus unserer

Innenwelt heraus entstehen und sich uns in Form von Emotionen, Geistesblitzen, Bildern und Vorstellungen zeigen. Gegenüber der objektivierenden Betrachtungsweise der Wirklichkeit entsteht mit dem Einbezug dessen, was beim Erleben an Emotionen und inneren Bildern entsteht, ein Wahrnehmungsüberschuss, der zwar subjektiv ist, weil er mit unserem Wesen zu tun hat, aber auf eine weitere Seite der Wirklichkeit hinweist, die für uns selbst Bedeutung haben und Sinn machen kann. Die rationale, objektivierende Sicht auf die Welt und das unmittelbare Erleben erschließen uns zwei Seiten der Wirklichkeit. Das Ziel des Vortrages besteht darin, einen Weg zu zeigen, wie wir die beiden Erkenntnisweisen so zueinander in Beziehung setzen, dass man einen Zugang zu beiden Seiten der Wirklichkeit findet. Dabei wird angeknüpft an den seit den frühen 90-er Jahren zugänglichen, ebenso intensiven wie außergewöhnlichen Gedankenaustausch

zwischen dem Physiker Wolfgang Pauli und dem Psychologen Carl Gustav Jung von 1931 bis 1958 und seine Bezüge zur Alchemie. Wesentliches Thema war das Problem der Wechselwirkung zwischen Geist und Materie in all seinen Facetten, von der Rolle des Unbewussten in der Physik bis zur Frage nach der Tragweite von Kausalität, Determinismus und dem Realitätsbegriff der Naturwissenschaften. Der Fokus liegt aber nicht darin, eine überpersonale Lösung für das uralte Problem der Verbindung von Innen- und Außenwelterfahrung zu finden, sondern einen Weg zu zeigen, der es ermöglicht, auf einer persönlichen Ebene die beiden Seiten der Wirklichkeit als zueinander komplementär zu erleben.



Veranstaltungstyp: Vortrag

 

Sprache: deutsch

05.10.16 19:00
Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke

Boden zwischen Mythos und Wirklichkeit


Begegnung mit einer geheimnisvollen Welt zu Füßen: ein Wahrnehmungsspaziergang rund um eine Kultur des Bodens zwischen Antike und Gegenwart, zwischen Kunst und Wissenschaft. Entdecken Sie den Boden als Wunderkammer des Lebens und dünnhäutiges Lebewesen, als einzigartige Ressource und kritische Klimazone. Willkommen in einer Welt erlesener Schönheit, ungeahnter Komplexität und unschätzbarer Kostbarkeit!



Veranstaltungstyp: Themenführung

 

Sprache: deutsch

E-Mail
15.10.16 19:00
Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke

Lange Nacht der Münchner Museen


"Sie bewegen sich doch!": Antike und moderne Ringkunst im Vergleich.



Veranstaltungstyp: Aktionstag

 

Sprache: deutsch

25.10.16 18:00
Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke

Frauen spinnen Gedichte, weben Texte


Die Textilmetaphorik und das Dichten von Frauen in der Antike.

 

 

 



Veranstaltungstyp: Sonstiges

 

Sprache: deutsch

15.11.16 19:00
Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke

Big Bang – Der Urknall und die Grenzen des Wissens


Die Urknall-Theorie (Big Bang Theory) versucht unser kosmologisches Wissen durch einen evolutionären Prozess zu deuten. Wie ist der aktuelle Stand dieser Theorie? Kann sie frühere religiöse und philosophische Weltanschauungen durch Wissenschaft ersetzen oder gibt es nach wie vor Grenzen unseres Wissens, die besonders an der Urknall-Theorie aufgezeigt werden können?



Veranstaltungstyp: Diskussion

 

Sprache: deutsch

24.01.17 19:00
Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke

Über das Ende der Utopien – Welche Zukunft trauen wir uns noch zu?


Die Prognosefähigkeit der Natur- und Sozialwissenschaften nimmt immer mehr zu. Die Höhe der Jahresmitteltemperatur in München oder die Anzahl der Menschen über 80 Jahren in Bayern in den nächsten 20 Jahren können wir mit ziemlicher Genauigkeit vorhersagen. Wie es aber um unsere politische Zukunft bestellt sein wird, darüber gehen die Meinungen weit auseinander. Aber fast gar nicht mehr wird darüber nachgedacht, in welcher Welt wir morgen leben wollen. Ist uns die Kraft der Phantasie für Utopien abhandengekommen?



Veranstaltungstyp: Diskussion

 

Sprache: deutsch

14.02.17 19:00
Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke

Hirnforschung und Willensfreiheit


Spätestens seit dem Siegeszug der Naturwissenschaften im 18. Jahrhundert spricht viel für die Auffassung, dass alle Naturprozesse kausal determiniert sind. Dies steht allerdings im Widerspruch zum Bewusstsein der Freiheit, das die Menschen bei ihren Handlungen haben. Wenn unser Wille aber nur eine Funktion von Hirnprozessen ist, bleibt für die Freiheit (weder moralisch noch juristisch) kein Platz. Ist das das letzte Wort in der Auseinandersetzung zwischen den Natur- und Geisteswissenschaften?



Veranstaltungstyp: Diskussion

 

Sprache: deutsch

Angebote des Museumspädagogischen Zentrums (MPZ)
Familien- und Ferienaktionen, Geburtstage für Kinder und Jugendliche im Museum, Veröffentlichungen, Programme für Klassen aller Schularten und Jahrgangsstufen und Kindertagesstätten, Fortbildungen

Veranstaltungskalender

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