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Bayerisches Nationalmuseum

Außenansicht des Museums

Johannes mit trauernden Frauen und Soldaten, Tilman Riemenschneider (Würzburg, 1485/90)

Tafelservice des Hildesheimer Fürstbischofs Friedrich Wilhelm von Westphalen, Bernhard Heinrich Weyhe (Augsburg, um 1761/63)

Pokal in Form eines Mohrenkopfes, Christoph Jamnitzer (Nürnberg, um 1602 (?))

Satyrkopf mit verkrüppeltem Hirschgeweih, Christoph Angermair (München, um 1625/30)

Isabella und Octavio aus der Commedia dell'arte, Franz Anton Bustelli (Modelle), Porzellanmanufaktur Nymphenburg, 1760

Judith mit dem Haupt des Holofernes, Conrat Meit (um 1525/28)

Anhänger "Stiefmütterchen", René Lalique, Paris, um 1900

Anbetung der Könige in einem Marmorpalast, Neapel, 2. Hälfte 18. Jahrhundert

  • Kunst
  • Kultur

Kontakt

Prinzregentenstraße 3
80538 München

089/21124-01
http://www.bayerisches-nationalmuseum.de
bay.nationalmuseum@bnm.mwn.de

Öffnungszeiten

Di.-So. 10.00-17.00, Do. 10.00-20.00
eingeschränkt zugänglich

Das Bayerische Nationalmuseum zählt zu den großen kunst- und kulturgeschichtlichen Museen Europas. Den Kern der Sammlungen bildet der Kunstbesitz der Wittelsbacher, doch die vielseitigen Bestände greifen weit über die Grenzen Bayerns hinaus. In einem abwechslungsreichen Rundgang durch historische Interieurs erschließen sich dem Besucher die abendländischen Kunstepochen vom frühen Mittelalter über Renaissance, Barock, Rokoko und Klassizismus bis zum Jugendstil. Im Hauptgeschoss werden kostbare Gemälde, Skulpturen, Bildteppiche, Möbel, Waffen und Kunsthandwerk vom frühen Mittelalter bis zur Aufklärung präsentiert. Der Rundgang durch die Kulturgeschichte setzt sich im Obergeschoss mit den Epochen vom Klassizismus bis zum frühen 20. Jahrhundert fort. Gezeigt werden Skulpturen, Möbel, Meissener und Nymphenburger Porzellane, Jugendstilobjekte, Elfenbein- und Goldschmiedearbeiten sowie Musikinstrumente und Spiele.
Die weltberühmte Krippensammlung umfasst mehr als 60 illusionistisch aufgebaute Weihnachtsszenen mit einer Vielzahl von Figuren, die zwischen 1700 und 1850 in Neapel, Sizilien und dem Alpenraum entstanden sind.

Die Gründung des Bayerischen Nationalmuseums im Jahr 1855 geht auf die Initiative von König Maximilian II. zurück. Nachdem der Architekt Friedrich Bürklein erste Entwürfe vorgelegt hatte entstand nach Plänen von Eduard Riedel der 1867 fertiggestellte Museumstrakt an der Südseite des Maximilianforums, in dem sich heute das Staatliche Museum für Völkerkunde befindet. Schon nach wenigen Jahren wurde der Bau für die wachsenden Sammlungen zu klein und wies massive Schäden auf. 1892 beschloss der Landtag einen Museumsneubau, dessen Ausführung Gabriel Seidl übertragen wurde. Der in den Stilformen des Historismus errichtete Bau gehört zu den originellsten und bedeutendsten Museumsgebäuden seiner Zeit. Am 29. September 1900 eröffnete Prinzregent Luitpold das neue Bayerische Nationalmuseum an der Prinzregentenstraße.
Der imposante Baukomplex spiegelt die Vielfalt der Epochen und Kunststile wider, die die facettenreichen Sammlungen im Inneren umspannen. Trotz erheblicher Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg ist der Rundgang durch die verschiedenen kulturgeschichtlichen Epochen in stilistisch auf die Sammlungsobjekte bezogenen Ausstellungsräumen erhalten geblieben.
Der mit begrünten Innenhöfen durchsetzte Museumskomplex wird seit  mehreren Jahrzehnten in einzelnen Teilabschnitten aufwändig saniert. In den nächsten Jahren soll der zum Englischen Garten hin gelegene Westflügel wiedereröffnet werden.

Bayerisches Nationalmuseum
Mode aus dem Rahmen. Kostbar bestickte Kleidung zwischen 1780 und 1800
28.11.2014 - 30.12.2016

Prächtige Gewänder, die die Zugehörigkeit zur Oberschicht, aber auch einen erlesenen Geschmack zum Ausdruck brachten, spielten im 18. Jahrhundert eine große Rolle. Frankreich gab dabei in ganz Europa den Ton an. Für festliche, repräsentative Roben und Anzüge bevorzugte man aufwendige Stickereien. Im ausgehenden Ancien Régime kamen hierfür bunte Dessins in Mode, deren kräftige, kontrastreiche Farbzusammenstellungen heute mitunter erstaunlich modern wirken. Solche Seiden- und Metallstickereien wurden von Männern und Frauen in spezialisierten Meisterbetrieben gefertigt. Im Zentrum der Ausstellung steht ein französisches Hofkleid aus den 1780er-Jahren mit feinster Stickerei. Es ist eines der herausragenden Objekte der Kostümsammlung Williams, die das Bayerische Nationalmuseum 1996 erwarb. Das in Einzelteilen angekaufte Gewand konnte im Atelier für Textilrestaurierung des Museums in aufwendiger Rekonstruktionsarbeit in seine ehemalige Form zurückgeführt werden und erstrahlt nun wieder in ganzer Pracht. Hofkleider dieser Art haben sich weltweit kaum erhalten. Daher ist ein Teil der Ausstellung der Schnittform und der Rekonstruktion dieser besonderen Robe gewidmet. Des Weiteren werden elf bestickte Herrenkleidungsstücke aus der Zeit zwischen 1780 und 1800 gezeigt, die teilweise bisher noch nie zu sehen waren. Um den Arbeitsprozess der Sticker zu verdeutlichen, präsentiert die Ausstellung ein äußerst seltenes französisches Album mit den neuesten Stickmustern der damaligen Zeit, aus dem die Kunden das Gewünschte auswählen konnten. Dazu gesellen sich Halbfabrikate von Westen, also nach der jeweiligen Schnittform bestickte Stoffbahnen, die dann entsprechend zugeschnitten werden konnten. Die Mode, die auf den Rahmen der Stickerei-Ateliers entstand und in den feinsten Kreisen getragen wurde, bezaubert bis heute durch ihre Kostbarkeit, die Phantasie der farbenfrohen Dessins und der Perfektion ihrer Ausführung.

Bayerisches Nationalmuseum
Christoph Brech - Überleben
12.05.2016 - 10.07.2016

Der Foto- und Videokünstler Christoph Brech präsentiert in der Sammlung mittelalterlicher Werke des Bayerischen Nationalmuseums eine Auswahl seiner Arbeiten. In 19 Räumen sind 21 Video-, Klang- und Rauminstallationen zu sehen, mit denen Brechikonografische Themen aufgreift, sie bildlich umsetzt oder neu interpretiert. Der Titel ÜBERLEBEN ist bewusst mehrdeutig gemeint, nicht zuletzt mit Blick auf die mittelalterlichen Kunstwerke, die in der Obhut des Museums Jahrhunderte überdauert haben. Mit seinen Installationen stellt der Künstler vielfältige Bezüge her, die sich manchmal erst auf den zweiten Blick erschließen. So werden zwei Charakterköpfe aus dem 16. Jahrhundert mit dem Video-Porträt des Sängers Wolfgang Koch konfrontiert (entstanden 2013 im Auftrag der Bayerischen Staatsoper München), dessen künstlerische Wandlungsfähigkeit subtil in der Überblendung von sieben verschiedenen Masken dokumentiert wird. In einen Dialog mit Hauptwerken aus der Sammlung mittelalterlicher Glasmalerei tritt das Video "Paradiso" (2008), das auf die Säule in der Mitte des Raumes projiziert wird. Den figürlichen Kirchenfenstern stellt der Film fließende abstrakte Farbe gegenüber, begleitet von Musik von Giovanni Pierluigi da Palestrina, die als Klangteppich den Farbteppich überlagert. Christoph Brech erweckt die Museumsobjekte zu neuem Leben, verfremdet sie und irritiert die Sinne des Betrachters. Einige der Arbeiten sind für diese Ausstellung neu entstanden, andere werden zum ersten Mal in München gezeigt.

30.06.16 18:00
Bayerisches Nationalmuseum

Meisterwerke aus den Sammlungen des BNM - ein Rundgang


 



Veranstaltungstyp: Themenführung

 

Sprache: deutsch

03.07.16 13:30
Bayerisches Nationalmuseum

Bäume im Buchformat. MPZ-Familienaktion


Gibt es "Bücher" aus Holz? Tatsächlich entstanden vor etwa 250

Jahren "Bibliotheken" aus Holz, mit deren Hilfe unterschiedliche

Bäume dokumentiert wurden. Nachdem wir uns im Englischen

Garten mit einigen Baumarten vertraut gemacht haben, lüften wir

im Museum das Geheimnis der Holzbibliothek. Bei einem Rundgang

erfahren wir, was aus unterschiedlichen Hölzern gefertigt

wurde. Abschließend gestalten wir ein eigenes "Baumbüchlein".



Veranstaltungstyp: Sonstiges

Für Familien mit Kindern von 7 bis 10 Jahren. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Aufsichtspflicht bei

dem begleitenden Elternteil liegt. Bitte an wetterfeste Kleidung denken!

Sprache: deutsch

Angebote des Museumspädagogischen Zentrums (MPZ)
Familien- und Ferienaktionen, Geburtstage für Kinder und Jugendliche im Museum, Veröffentlichungen, Programme für Klassen aller Schularten und Jahrgangsstufen und Kindertagesstätten, Fortbildungen

Veranstaltungskalender

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