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Neue Ausstellung

I'm a Believer. Pop art und Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus und der KiCo Stiftung
20. März bis 15. Oktober 2018
Lenbachhaus

Mit der Pop Art haben das Alltägliche, das Unterhaltsame und die Ironie die Hochkultur erobert. Die Pop Art führte die Kunst an den Puls der Zeit. Die Euphorie des Wirtschaftswunders und des florierenden Kapitalismus der 1950er und 60er Jahre fanden in dieser Kunstform ihr künstlerisches Spiegelbild. Pop Art war aber auch immer die kritische Umarmung der gesellschaftspolitischen Bedingungen, die nicht mehr bekämpft werden konnten. So bediente sich Andy Warhol der Prinzipien des Kapitalismus, der Werbung und politischen Agitation oder der Oberflächlichkeit des Fernsehens, um ironische Distanzierung zu bewirken. Das Ergebnis sind Bilder mit bis heute ungebrochener Popularität. Ein Verdienst der Pop Art bleibt, dass die Museen aus dem Schattendasein elitärer Bildung hinaustraten und bis heute erfolgreich beweisen, keineswegs langweilig und verstaubt zu sein.
Die Städtische Galerie im Lenbachhaus richtete Warhol bereits früh eine Einzelausstellung aus.Das Lenbachhaus war auch der Ort der legendären Begegnung von Warhol und Joseph Beuys. Die Ausstellung "I'm a Believer. Pop Art und Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus und der KiCo
Stiftung" beginnt mit dieser Geschichte. Klassische Positionen von Andy Warhol, Thomas Bayrle, Ulrike Ottinger und Hannsjörg Voth bilden den Auftakt. Von Sigmars Polkes "German Pop" über Stephen Shores Fotografien nordamerikanischer Vorstädte führt die Ausstellung bis in die Gegenwart des Populären in der Kunst. In dieser Reihe stehen HansPeter Feldmann, Isa Genzken, Judith Hopf, Daniel Man und Pietro Sanguineti."I’m a Believer" ist zugleich ein Bekenntnis zur Malerei. Zu sehen sind eines der weltweit größten Gemäldekonvolute von Maria Lassnig, Werke von Miriam Cahn für die documenta 14 und neueste Malerei-Installationen der Amerikanerin Amy Sillman. Ein von Gerhard Richter eigens für das Lenbachhaus eingerichteter Raum stellt die Grenzen der Kunst im Allgemeinen und der Malerei im Speziellen vor Augen. Richters Fotografiezyklus Birkenau macht die Darstellung des Undarstellbaren zum Thema. Er fragt, welche Bilder zur Erinnerung und Verarbeitung unserer Geschichte zur Verfügung stehen. Fotografien sowie Video und Diainstallationen von Gerard Byrne, Willie Doherty und Michaela Melián schließen sich diesen Fragen an und erweitern die Gattungen und Reflexionen der Ausstellung in die großen Themen unserer Gegenwart.

Dienstag, 10. April 2018, 19:00
Filmvorführung und Vortrag "Maria Lassnig – Films in Progress"
Das Filmscreening ist die Premiere restaurierter und zum Teil unbekannter Filme oder Filmfragmente aus dem Nachlass von Maria Lassnig. Sie wurden von der Maria Lassnig-Privatstiftung unter der Leitung von Hans Werner Poschauko zusammen mit der Regisseurin und Lassnig-Schülerin Mara Mattuschka restauriert und digitalisiert. Poschauko begleitet die Vorführung und präsentiert den Restaurierungsprozess, der in enger Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Filmmuseum durchgeführt wurde.


Abb.: Ulrike Ottinger, aus der Serie "Journée d'un G. I.", Nr. 2, 1967, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Foto: Lenbachhaus .


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