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Letzte Gelegenheit

Zwei Ausstellungen in der Staatlichen Münzsammlung

Große Kunst im kleinen Stein - Gemmen von Martin Seitz
bis 25. Juni 2017
Staatliche Münzsammlung München
Martin Seitz (1895 – 1988) aus Passau gehörte zu den wenigen, die sich im 20. Jahrhundert noch der Steinschneidekunst widmeten. In dieser Kunst Autodidakt, führte er sie zu einem neuen und seitdem nicht mehr erreichten Höhepunkt

Seitz pflegt vor allem den Gemmenschnitt nach antikem Vorbild und knüpfte damit an eine im Grunde schon 1500 Jahre zuvor abgerissenen Tradition wieder an. Das gilt für die äußere Erscheinung wie für einen großen Teil der Motive. Seitz war in der antiken Bilderwelt sicher zu Hause, doch ahmte er selten einfach nach, sondern wandelte ab und gestaltete neu, indivi-duell, machte einen typischen "Seitz" daraus.

Andere Motive stammen auch ganz aus modernerer Bildtradition. Neben Tieren, menschlichen Figuren, Portraits und mythologischen Szenen gibt es auch eine Reihe von religiösen Darstellungen, vor allem die an seine Familien verschenkten "Weihnachtssteine".


500 Jahre römische Münzportraits
bis 25. Juni 2017

Staatliche Münzsammlung München
Die verschiedenen Portraittypen der römischen Kaiser und ihrer Familien auf römischen Reichsprägungen über 500 Jahre von der späten Republik bis zum Ende des Westreiches ste-hen im Mittelpunkt dieser Ausstellung.

Für die Regierung des römischen Kaiserreiches waren Münzen ein wichtiges, vielleicht das wichtigste Mittel zur Kommunikation mit dem Volk, besonders dem Militär und den römi-schen Bürgern. Portraits auf Münzen reflektieren bis heute die Machtverhältnisse im Reich und lassen uns noch heute erkennen, wie der Kaiser gesehen werden wollte, welches Bild er von sich und seiner Familie "prägte".


Abb.: Martin Seitz, Mädchen mit Reh, vor 1945.


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