Lothringer 13





Kontakt
Lothringer Str. 13
81667 München

089 / 666 07 333 (Halle)

info@lothringer13.com
www.lothringer13.com

Öffnungszeiten Di.-So. 11.00-20.00 (Halle)



Allgemeine Informationen
Lothringer13_Halle Die Lothringer13, Halle für internationale Gegenwartskunst, konnte sich international als Plattform für experimentelle zeitgenössische Kunst etablieren. Im Zentrum der Veranstaltungstätigkeit steht die Vermittlung junger, innovativer künstlerischer Formate im Rahmen von Einzel- und Gruppenausstellungen, Vorträgen, Screenings sowie weiterführenden Begleitprogrammen. Gegründet 1980 als Ort für kreative Prozesse in Haidhausen wird sie seit über drei Jahrzehnten vom Kulturreferat der Stadt München getragen. Lothringer13_Florida Lothringer13, Florida ist die Tochter des Lothringer13_Ladens, der im Zuge der Neustrukturierung des Lothringer13-Areals im Juni 201 4 aus seinen ursprünglichen Räumen mit der Schaufensterfront verschwand. In Floridas Basis im Rückgebäude der Lothringer Straße 13 in München befinden sich folgende Einrichtungen: eine Bibliothek, die sich aus deprivatisierten Buchbeständen speist, ein Archiv für (Gegen-) Öffentlichkeiten; ein Tonstudio, 3D, ein Kino, die Redaktionsräume des Magazins Florida, Arbeits- und Aufenthaltsförderung für eingeladene KünstlerInnen.


Ausstellungen
frucht & faulheit

2017-06-22 - 2017-08-20

Die Ausstellung stellt den Versuch einer Analyse und Orientierung dar. Sie versammelt Arbeiten junger brasilianischer Künstler und blättert währenddessen in Schriften der brasilianischen Moderne von Mario und Oswald de Andrade. Der Modernismo wurde während der "Woche der modernen Kunst" im Februar 1922 in São Paulo ausgerufen und stellt sich gegen einen importierten Symbolismus und Parnassianertum indem er sich einer landesüblichen, der gesprochenen Sprache anlehnenden Schreibweise und Rhetorik bedient und sich so gegen den Wortschatz und Satzbau Portugals behaupten möchte. Statt sich einer Diktatur der Logik zu unterwerfen, gebrauchen die Autoren Erzählungen der indigenen Bevölkerung und mischen Mythen mit magischem Realismus. Die Ausstellung verfolgt die ästhetischen Spuren von Mario de Andrades "Macunaíma" (1928) und Oswald de Andrades "Anthropophages Manifest" (1928) in der zeitgenössischen Kunst Brasiliens. Während es den Autoren um die Entwicklung eines eigenständigen Bewusstseins ging, um die Begründung eines tropischen Regionalismus, um ein Manifest zur Etablierung des Charakters Brasiliens gegenüber den kolonialen und kapitalen Einflüssen Europas, stellt sich in der Gegenwart einerseits die Frage, was aus diesem Versuch geworden ist – und wie künstlerische Äußerungen zu den Deklarationen der Moderne aussehen könnten.