Architekturmuseum der TU München / Pinakothek der Moderne





Kontakt
Barer Straße 40
80333 München

089/23805-383

archmus@lrz.tum.de
http://www.architekturmuseum.de

Öffnungszeiten Di.-So. 10.00-18.00, Do. -20.00



Allgemeine Informationen
In der Pinakothek der Moderne zeigt das Architekturmuseum wechselnde Ausstellungen der eigenen Bestände sowie Kooperationen mit Architekten und anderen Architekturmuseen. Mit etwa 500 000 Zeichnungen von 700 Architekten, 100 000 Fotografien, 1000 Modellen sowie zahlreichen architektonischen Stichwerken, Bauakten und Computeranimationen und -prints betreut das Museum die mit Abstand größte Spezialsammlung für Architektur in Deutschland. Die ältesten Zeichnungen stammen aus dem 16. Jh., das älteste Modell datiert ins 17. Jh. Der Schwerpunkt liegt auf der deutschen Architektur des 19. und 20. Jh. Zu den Höhepunkten zählen Arbeiten von Balthasar Neumann, Carl v. Fischer, Leo v. Klenze, Theodor Fischer, Erich Mendelsohn, Le Corbusier, Günter Benisch oder Peter Zumthor.


Ausstellungen
draußen. Landschaftsarchitektur auf globalem Terrain

2017-04-27 - 2017-08-20

Mit der Ausstellung "draußen" widmet sich das Architekturmuseum der TU München erstmals der Landschaftsarchitektur. Nachdem in den vergangenen Jahren mehrfach die soziale Relevanz von Architektur in der Gegenwart präsentiert wurde, rückt nun auch jene Disziplin in den Fokus, die einen sehr viel weiteren räumlichen und zeitlichen Horizont behandelt. "Landschaftsarchitektur" scheint in der öffentlichen Vorstellung noch immer von der Sehnsucht bestimmt, für die Harmonisierung zwischen den global wachsenden Städten einerseits und der Natur andererseits zu planen. Aber die Vorstellung von Stadt und Landschaft als Gegensatzpaar entspricht längst nicht mehr dem gegenwärtigen Stand einer Disziplin, die sich angesichts der radikalen Umformung des Planeten Erde in Richtung einer analytisch-kritischen Perspektive entwickelt. "Draußen" geht von der Prämisse aus, dass es am Anfang des 21. Jahrhunderts keinen Winkel der Erde mehr gibt, in dem die Wirkungen der Urbanisierung, der massiven Ausbeutung fossiler Brennstoffe, der wachsenden Mobilität und die ungebremsten Veränderungen ökologischer Systeme, aber auch die Folgen zunehmender Migration nicht spürbar sind. Die Ausstellung zeigt in zehn Fallbeispielen das konkrete Zusammenwirken, die systemische Abhängigkeit von Stadt und Umland, von Wasserkreisläufen und den lokalen und globalen Bedingungen. Die Initiatoren sind fünf akademische Teams, die hier grundlegende Forschungen präsentieren. Sie versuchen in den dargestellten Projekten, die von Casablanca über Madrid und Changde bis Kigali und Medellín reichen, zu allererst komplexe räumliche Situationen zu analysieren. Dabei ziehen sie verschiedene Instrumente und Disziplinen wie die Soziologie oder Ethnologie heran. In den konkreten Fallbeispielen wird kontextspezifisches Systemwissen zusammengetragen und in enger Beteiligung mit den örtlichen Projektpartnern abgeglichen, bevor überhaupt an mögliche transformatorische Perspektiven und bauliche Maßnahmen gedacht wird. Ziel der Ausstellung ist es, der Öffentlichkeit eine tiefere Vorstellung von den sich wandelnden Konzepten und Strategien der Landschaftsarchitektur in der Gegenwart zu vermitteln und zugleich ihre wachsende Bedeutung für die Zukunft darzustellen. Landschaftsarchitektur von heute widmet sich jenen räumlichen Systemen, die die Gesellschaft von morgen prägen werden.