Glyptothek





Kontakt
Königsplatz 3
80333 München

089/286100

info@antike-am-koenigsplatz.mwn.de
http://www.antike-am-koenigsplatz.mwn.de/de/glyptothek-muenchen.html

Öffnungszeiten Di.-So. 10.00-17.00, Do. 10.00-20.00



Allgemeine Informationen
Wie ein antiker Marktplatz präsentiert sich der Königsplatz, eingeschlossen von den beiden griechischen „Tempelanlagen“ Glyptothek u. Antikensammlung und den Torbau der Propyläen. Die Vision stammte von König Ludwig I., umgesetzt wurde sie von Leo v. Klenze 1816 bis 1830 und Georg Friedrich Ziebland 1838 bis 1848. Hinter der Fassade des Klenze-Baus mit den schlichten ionischen Säulen befindet sich die Glyptothek, die mit einigen Superlativen aufwarten kann: Münchens ältestes öffentliches Museum; das weltweit einzige Museum, das allein der antiken Skulptur gewidmet ist ... Oder kurz: eine bedeutende Sammlung antiker Bildhauerkunst von 600 v. Chr. bis 400 n. Chr., vertreten durch weltberühmte Originale, etwa den „Barberinischen Faun“, die „Medusa Rondanini“ oder die Giebelskulpturen des Aphaia-Tempels in Ägina. Der Rundgang inmitten der frei aufgestellten Skulpturen wird so zu einem Gang durch die Entwicklungsgeschichte der antiken Kunst.


Ausstellungen
DivineXDesign. Das Kleid der Antike

2017-04-05 - 2017-06-25

Kleidung hat in der Antike ebenso wie heute eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Die Ausstellung "Divine X Design. Das Kleid der Antike" soll ein Gespräch über Bekleidung im antiken Griechenland und unsere Vorstellungen von Kleidung und Mode anregen. Gemeinsam mit der AMD Akademie Mode & Design haben die Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek München dazu ein Projekt umgesetzt, um antike Kleidung und zeitgenössisches Modedesign in einen Dialog treten zu lassen. Hochkarätige antike Kunstwerke und eigens für die Ausstellung entworfene Mode von Nachwuchsdesignern veranschaulichen den Dialog zwischen den Epochen. Des Weiteren geht die Ausstellung der Frage nach, welches Aussehen, welche Funktion und welchen gesellschaftlichen Stellenwert Kleidung im antiken Griechenland hatte, und wie diese Vorstellungen im Laufe der vergangenen Jahrhunderte in unsere heutige Zeit tradiert wurden und werden. Denn Kleidung ist in allen Gesellschaften bestimmt durch offizielle und inoffizielle Kleiderordnungen, Codes, Chiffren und die Zuschreibung von (Status-)Symbolen. Auf archäologischer Basis wird das Wissen um Kleidung in der griechischen Antike präsentiert. Im Alltag, bei Festlichkeiten, beim Sport, bei der Jagd und im Krieg kam unterschiedliche Kleidung zum Einsatz. Auch Kosmetik, Frisuren und Accessoires waren damals schon wichtige Stilmittel für das individuelle Erscheinungsbild. Da kaum Textilreste aus der griechischen Zeit erhalten sind, wird anhand von gemalten Bildern auf antiken Gefäßen, Statuetten aus Ton und Bronze, Schmuck sowie lebensgroßen Marmorstatuen den Fragen nach dem Aussehen und der Bedeutung der damaligen Kleidung sowie den Fertigungsprozessen nachgegangen. Kleidung kann als soziales Phänomen aufgefasst werden. Die archäologischen Objekte geben Hinweise darauf, welche Zeichen von Kleidung ausgehen betreffend Standes-, Alters- und Geschlechtsunterschiede, welche gesellschaftlichen Vorstellungen sich darin spiegeln. Sie legen den Umgang mit dem menschlichen Körper und die Inszenierung desselben nahe. Themenfelder wie Schönheit, Erotik und Hässlichkeit werden mit Hilfe von Kleidung, aber auch von Nicht-Bekleidung dargestellt. Die Entwürfe zeitgenössischer Mode in der Ausstellung vermitteln weitere Zugänge zur Thematik. Ausgehend von sowohl inhaltlichen Fragestellungen, etwa im Umgang mit dem Mythos oder mit Körpervorstellungen, als auch von formalen Anknüpfungspunkten bei der Bearbeitung von Faltenwürfen sind zwei Modekollektionen entstanden. Sie zeigen in der Ausstellung, wie fruchtbar eine solche gestalterische Auseinandersetzung mit antiker Kunst sein kann. Die Modekollektionen haben einen klaren Bezug zum "Heute" und regen im Zusammenspiel mit den antiken Objekten dazu an, über soziokulturelle und historische Zusammenhänge neu nachzudenken. Denn was an antiker Kunst über die Zeichenhaftigkeit von Kleidung und ihre Relevanz in der Gesellschaft herausgearbeitet wurde, ist auch an den zeitgenössischen Entwürfen in einer für die heutige Zeit aussagekräftigen Form nachzuvollziehen. Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen. Sie findet in den Antikensammlungen und der Glyptothek statt.