Glyptothek





Kontakt
Königsplatz 3
80333 München

089/286100

info@antike-am-koenigsplatz.mwn.de
http://www.antike-am-koenigsplatz.mwn.de/de/glyptothek-muenchen.html

Öffnungszeiten Di.-So. 10.00-17.00, Do. 10.00-20.00



Allgemeine Informationen
Wie ein antiker Marktplatz präsentiert sich der Königsplatz, eingeschlossen von den beiden griechischen „Tempelanlagen“ Glyptothek u. Antikensammlung und den Torbau der Propyläen. Die Vision stammte von König Ludwig I., umgesetzt wurde sie von Leo v. Klenze 1816 bis 1830 und Georg Friedrich Ziebland 1838 bis 1848. Hinter der Fassade des Klenze-Baus mit den schlichten ionischen Säulen befindet sich die Glyptothek, die mit einigen Superlativen aufwarten kann: Münchens ältestes öffentliches Museum; das weltweit einzige Museum, das allein der antiken Skulptur gewidmet ist ... Oder kurz: eine bedeutende Sammlung antiker Bildhauerkunst von 600 v. Chr. bis 400 n. Chr., vertreten durch weltberühmte Originale, etwa den „Barberinischen Faun“, die „Medusa Rondanini“ oder die Giebelskulpturen des Aphaia-Tempels in Ägina. Der Rundgang inmitten der frei aufgestellten Skulpturen wird so zu einem Gang durch die Entwicklungsgeschichte der antiken Kunst.


Ausstellungen
Charakterköpfe. Griechen und Römer im Porträt

2017-07-12 - 2018-01-14

Homer und Sokrates, Alexander der Große und Augustus, Cicero und Marc Aurel – jede dieser berühmten historischen Gestalten ist uns aus der antiken Geschichte wohl vertraut. Wir bewundern noch heute ihre Taten, wir lesen ihre dichterischen Werke, wir beschäftigen uns mit ihren philoso­phischen Schriften. Aus all dem können wir auch ein Charakterbild ihrer Persönlichkeit zeichnen. Doch steht uns noch ein weiteres Mittel zur Verfügung, sie näher kennenzulernen: ihr Porträt, das teils noch zu ihren Lebzeiten, teils aber auch erst später geschaffen wurde. Es gibt uns in vielen Fällen zweifellos einen Eindruck, wie der Dargestellte wirklich ausgesehen hat. Außerdem aber vermittelt es eine Vorstellung davon, welches Bild sich die antiken Menschen – Zeitgenossen oder auch Nachgeborene – von ihm machten; und, sofern er selbst der Auftraggeber war, welches Image er anstrebte. Antike Porträts können dem Betrachter also beispielhaft wichtige Fragestellungen vor Augen führen, die vielleicht heute aktueller denn je sind. Denn es geht hier schließlich um die Darstellung von Personen des öffentlichen Lebens im Spannungsfeld zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung. Die wirklichkeitsnahe Darstellung menschlicher Gesichter zählt zu den großen Leistungen der antiken Bildhauerkunst. So erfuhr die Porträtkunst bei Griechen und Römern ihre erste große Blüte und fand zugleich bereits eine vollendete Form. In der Sonderausstellung der Münchner Glyptothek wird ihre Entstehung und gut 1000 Jahre währende Geschichte vom 5. Jahrhundert v. Chr. bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. beleuchtet. Das Rückgrat der Ausstellung bildet der reiche Schatz des Museums an qualitativ heraus­ragenden antiken Marmorbildnissen. Hochkarätige Leihgaben aus großen archäologischen Sammlungen der Welt ebenso wie aus Privatbesitz ergänzen das durch die Meisterwerke der Glyptothek gezeichnete Panorama.