Haus der Kunst





Kontakt
Prinzregentenstr. 1
80538 München

089/21127-113

mail@hausderkunst.de
http://www.hausderkunst.de

Öffnungszeiten Mo.-So. 10.00-20.00Do. 10.00-22.00



Allgemeine Informationen
Das Haus der Kunst ist eines der großen internationalen Ausstellungshäuser. Es zeigt Ausstellungen deren Schwerpunkt auf der zeitgenössischen Kunst liegen, jedoch auch Querverbindungen zur Kunst früherer Jahrhunderte aufzeigen. Das Programm ist interdisziplinär ausgerichtet und verbindet Bildende Kunst mit Film, Fotografie, Architektur, Mode und Design. Das Haus der Kunst hat eine wechselvolle und ebenso bewegte wie belastete Geschichte. Von 1937-45 diente es der nationalsozialistischen Propaganda, nach dem Krieg war hier das Casino der amerikanischen Militärregierung untergebracht. In den 1950er Jahren entwickelte es sich zu einer renommierten Ausstellungsinstitut.


Ausstellungen
Harun Farocki: Counter Music

2017-03-10 - 2017-05-28

Harun Farocki (1944 - 2014) war Leitfigur in einer Szene von Filmemachern und Intellektuellen, die sich in Europa Ende der 60er-Jahre im Zuge brisanter politischer Debatten entwickelt hatte. In dieser turbulenten Zeit wurde nicht nur das Produktionsmodell des Filmemachers/Autorenfilmers definiert, sondern auch die Frage nach dem analytischen Rahmen des Kinos mit Blick auf gesellschaftspolitische Ereignisse aufgeworfen. In seiner langen, einflussreichen Karriere schuf Farocki über 90 Werke, darunter Spielfilme und Filmessays, Fernseh- und Dokumentarfilme; außerdem Installationen, Texte, Ausstellungen und in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern entstandene Projekte. Farockis Œuvre stellt eine Archäologie der Wirtschaftspolitik von Medien und Bildern dar, die Effizienz und Gültigkeit des bewegten Bildes als Mittel der Dokumentation und Analyse in Frage stellt und dem Blick des Zuschauers Disziplinierung abverlangt. "Harun Farocki: Gegen-Musik" im Haus der Kunst greift auf Farockis umfangreiches, von humanistischem, anarchistischem und ästhetischem Kampfgeist geprägtes Gesamtwerk zurück. Als erste große Münchener Ausstellung seit seinem Tod im Jahr 2014 geht sie Farockis fortlaufender Analyse der sich verändernden Modi von Lohnarbeit, Produktion und Konsum nach. Die Unzufriedenheit mit internationalen Arbeitsbedingungen und die massenhafte Vertreibung von Arbeitern unter dem Deckmantel der Globalisierung verleihen Farockis präzisen Überlegungen über das Wesen menschlichen und gesellschaftlichen Handels neue Aktualität und Dynamik. Die Ausstellung wird vom Haus der Kunst in Zusammenarbeit mit der Sammlung Goetz organisiert.