Haus der Kunst





Kontakt
Prinzregentenstr. 1
80538 München

089/21127-113

mail@hausderkunst.de
http://www.hausderkunst.de

Öffnungszeiten Mo.-So. 10.00-20.00Do. 10.00-22.00



Allgemeine Informationen
Das Haus der Kunst ist eines der großen internationalen Ausstellungshäuser. Es zeigt Ausstellungen deren Schwerpunkt auf der zeitgenössischen Kunst liegen, jedoch auch Querverbindungen zur Kunst früherer Jahrhunderte aufzeigen. Das Programm ist interdisziplinär ausgerichtet und verbindet Bildende Kunst mit Film, Fotografie, Architektur, Mode und Design. Das Haus der Kunst hat eine wechselvolle und ebenso bewegte wie belastete Geschichte. Von 1937-45 diente es der nationalsozialistischen Propaganda, nach dem Krieg war hier das Casino der amerikanischen Militärregierung untergebracht. In den 1950er Jahren entwickelte es sich zu einer renommierten Ausstellungsinstitut.


Ausstellungen
Again and Again — Sammlung Goetz im Haus der Kunst

2017-09-15 - 2018-04-08

In den 1990er-Jahren wurde der Loop – die Technik, mittels derer eine kurze Film- oder Videosequenz am Ende und am Anfang verbunden wird, sodass sich eine Endlosschleife ergibt – zu einem gängigen Stilmittel im Bereich der bewegten Bilder. Again and Again erforscht wie der Loop, sowie andere formale und räumliche Methoden wie etwa Mehrkanalinstallationen, Split Screen, oder Experimente mit Serialität das narrative Instrumentarium digitaler Videoarbeiten der 1990er- und 2000er-Jahre erweiterten. Ausgehend von diesen Strategien der Wiederholung durchleuchtet die Ausstellung gattungsspezifische Befragungen des mannigfaltigen Selbst. In den 1990er- und 2000er-Jahren wurde die Integrität von persönlicher Identität in Frage gestellt. Reality TV, Webcam-Kultur und Online-Portale wie Myspace erlaubten plötzlich Einblicke in ehemals private Bereiche anderer Leute. Eine stärkere Wahrnehmung von Überwachungstechnik und vermehrter Identitätsdiebstahl ließen Zweifel an der individuellen Souveränität im Informationszeitalter aufkommen. Weiterhin führten Diskussionen um Themen wie das Klonen von Menschen, Gentechnologie und Biopolitik zu einer fundamentalen Neubewertung individueller und kultureller Identität. Again and Again zeigt Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Brice Dellsperger, Tracey Emin, Mark Leckey und Bjørn Melhus, die eine Faszination für das gespaltene oder reproduzierte Subjekt aufweisen. Ob es der Künstler selbst ist, der persönliche Mythologien schafft, oder ob es die Figuren in seinem fiktionalen Universum sind, die fragmentiert und repliziert werden, hinterfragen die Arbeiten das Verständnis von dem Selbst um die Jahrtausendwende