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Museum Brandhorst

Museum Brandhorst

Museum Brandhorst

Für Cy Twomblys Lepanto-Zyklus wurde ein eigener Saal im Museum Brandhorst konzipiert (© Cy Twombly)

Auch der Rosensaal ist komplett Cy Twomblys Scahffen gewidmet (© Cy Twombly)

Franz West, Das Fragile an seiner Kloake, 2007, Installation aus 7 Skulpturen (© Franz West)

Eric Fischl, Living Room No. 3 (spinning), 2002 (© Eric Fischl)

Robert Gober, Untitled Leg, 1990 (© Robert Gober)

Jannis Kounellis, Untitled (Rimbaud), 1980 (courtesy Jannis Kounellis)

  • Kunstareal
  • Kunst

Kontakt

Theresienstraße 35 a
80333 München

089/23805-2286
http://www.museum-brandhorst.de
info@museum-brandhorst.de

Öffnungszeiten

Di.–So. 10.00–18.00, Do. 10.00–20.00
voll zugänglich

Das Museum Brandhorst wurde 2009 in direkter Nachbarschaft der Pinakotheken eröffnet und ergänzt das Kunstareal mit einer beeindruckenden Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst. Die Sammlung umfasst über 1000 Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien und Medienarbeiten von wegweisenden Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts. Während Udo und Anette Brandhorst zunächst Werke der Klassischen Moderne (u.a. von Kasimir Malewitsch, Kurt Schwitters, Pablo Picasso) und der europäischen Nachkriegsmoderne (Joseph Beuys, Palermo, Sigmar Polke) sammelten, richtete sich ihr Interesse im Lauf der Jahre auf die Vereinigten Staaten: John Chamberlain, Dan Flavin, Bruce Nauman oder Richard Tuttle. Mit über 170 Arbeiten von Andy Warhol ist der Bestand des Pop Art Künstlers mit keiner anderen europäischen Sammlung vergleichbar. Weltweit einmalig ist auch der Schwerpunkt von über 100 Arbeiten des amerikanischen Ausnahmekünstlers Cy Twombly . Dass auch zeitgenössische Kunst zunehmend in den Blick des Sammlerinteresses rückte, belegen Arbeiten von Damien Hirst, Mike Kelley oder Isaac Julien.

Das markante Gebäude fällt durch seine mit ca. 36.000 Keramikstäben in 23 verschiedenen Farben verkleidete Fassade auf und ist damit ein echter Blickfang im lebendigen, von Museen, Universitäten und Galerien geprägten Kunstareal. Das Museum wurde von dem Berliner Architekturbüro Sauerbruch Hutton entworfen und zeigt Kunst auf drei Ausstellungsebenen: Mehrere Säle im Erdgeschoss sind dem Werk jeweils eines Künstlers (etwa Alex Katz und Eric Fischl) vorbehalten. Im Untergeschoss eröffnet sich von der skulptural freischwebenden Treppe ein Ausblick auf großformatige Werke von Andy Warhol und Damien Hirst; auch eine provokant kitschige Skulptur des Pop Art Künstlers Jeff Koons ist ein Anziehungspunkt. Daran anschließend befinden sich mehrere Räume, die für Sonderausstellungen und Präsentationen von Medienarbeiten genutzt werden. Das Obergeschoss ist dem Werk Cy Twomblys gewidmet: Neben dem zwölfteiligen Hauptwerk „Lepanto“ sind hier frühe Gemälde und Skulpturen sowie das überraschend expressive Spätwerk Twomblys zu sehen.
Mit der Eröffnung des Museums Brandhorst wurde die Sammlung von Udo und Anette Brandhorst als Dauerleihgabe in das Gebäude eingebracht. Neben den Kunstwerken verfügt die Stiftung über ein Kapital, dessen Erträge auch für die Zukunft den Ausbau der Sammlung sowie die Erforschung der Bestände sichern. Die wissenschaftliche und technische Betreuung des Museums liegt bei den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.

Museum Brandhorst
Cy Twombly: In the Studio
31.05.2016 - 26.08.2018

Twombly hat dem jeweiligen Ort, an dem seine Werke entstanden sind, Zeit seines Lebens eine zentrale Bedeutung beigemessen. Insbesondere in seinen Fotografien spielt Twombly vielfach auf den Arbeitsprozess und die besondere Atmosphäre bei der Entstehung seiner Bilder und Skulpturen an. In seinen "Interieurs" gelingt es ihm, seine Wohnräume zu poetischen Orten der Imagination zu steigern, in denen sich Natur und Kultur, Banalität und verfeinerter Geschmack begegnen. Paradigmatisch wurden deshalb die monumentalen Rosen mit Fotografien gegenübergestellt, die Cy Twombly eigens für den zentralen Saal im Obergeschoß des Museums gestaltet hat. Sie reflektieren den Kontext ihrer Entstehung: intime Szenen aus Twomblys Atelier, Zitronen aus seinem Garten, Strandaufnahmen, knallig-bunte Aufnahmen von Süßwaren und poetischen Blumenarrangements. Sie alle vermögen das weite Spektrum von Twomblys Rosendarstellungen zu veranschaulichen. Erstmals seit der Eröffnung sind alle 18 Skulpturen der Sammlung Brandhorst ausgestellt. Es handelt sich dabei um Zusammenstellungen alltäglicher Gegenstände, die Twombly seinem unmittelbaren Lebensumfeld entnommen hat: ein Besenstil, ein Lineal, Reste von Wein- und Olivenölfässern, eine Johnnie Walker-Whisky Holzkiste. Ausgehend von diesen "niederen" Materialien lässt Twombly ein ganzes Panorama an Traditionen und Stationen der Kunstgeschichte Revue passieren. Es tauchen Anklänge an archaische Kuroi und antike Inschriften auf, an ägyptische und persische Monumente, an afrikanische Fetischobjekte, an neoklassizistische Figuren, bis hin zu Referenzen auf moderne Kunstströmungen wie Dadaismus und Arte Povera.

Museum Brandhorst
Kerstin Brätsch. Innovation
25.05.2017 - 17.09.2017

Die in New York lebende Malerin Kerstin Brätsch hat in den vergangenen zehn Jahren mit einem ebenso vielgestaltigen wie konsequenten Werk überzeugt. Ihrem Schaffen liegt ein erweiterter Malerei-Begriff zugrunde – es umfasst neben großformatigen Ölbildern (meist auf Papier), auch Malereien auf Polyesterfolie, Glasbilder, Marmorierungen sowie performative Interventionen. In ihren Bildern greift Brätsch klassische Topoi der Malereigeschichte auf, wie beispielsweise die Portraitmalerei oder Spielarten der Abstraktion. In gleichem Maße spiegelt sich darin aber auch die Infragestellung der Legitimität des Mediums Malerei durch die digitalen Technologien. Ähnlich den digital zirkulierenden sind ihre eigenen Bilder kontinuierlich veränderbar; sie werden durch Performances im Stadtraum oder spezielle Displays gezielt „Stresstests“ unterzogen – sie sind sich also des Drucks, dem die Malerei aktuell ausgesetzt ist, deutlich bewusst. In diesem Spannungsfeld sucht Kerstin Brätsch Wege für einen relevanten und persönlichen künstlerischen Ausdruck. Dabei hält sie an der Malerei und ihrer Geschichte fest und testet ihre Widerstandskraft gegenüber diesen Entwicklungen von innen heraus. Mit über 100 Werken gibt diese erste museale Einzelausstellung der Künstlerin einen retrospektiven Überblick ihres Schaffens.

Museum Brandhorst
Pop Pictures People
30.06.2017 - 30.06.2018

Andy Warhol (1928-1987) ist zurück im Museum Brandhorst. Parallel zu den Einzelausstellungen von Kerstin Brätsch und Seth Price sind in den Kabinetten im Untergeschoss die Warhol-Highlights der Sammlung Brandhorst zu sehen. Die Ausstellung eröffnet vertiefende Einblicke in das Erbe der Pop-Art-Ikone. Die Gegenüberstellungen von Werken Andy Warhols mit Zeitgenossen und Nachfolgern wie Alex Katz (*1927), Louise Lawler (*1947), Keith Haring (1958-1990), Cady Noland (*1956) oder Jeff Koons (1955) zeigen die Relevanz und das Nachwirken seines Œuvres. Die wortwörtliche Oberflächlichkeit der Starkult-Bildwelten, die exzentrischen Identitätsbilder der LGBT-Community in Warhols "Factory", aber auch die Gewalt von und in medial verbreiteten Bildern waren seit den frühen 1960er-Jahren Themen in Andy Warhols Arbeiten. Die Präsentation umfasst rund 60 Werke Warhols von den 1960er- bis 1980er-Jahren, sowie Neuerwerbungen der Sammlung Brandhorst, die, wie Elaine Sturtevants berühmte Kopie nach Warhol "Warhol Black Marilyn" (2004), noch nie im Museum gezeigt wurden.

Museum Brandhorst
Seth Price - Social Synthetic
21.10.2017 - 18.02.2018

Das Museum Brandhorst präsentiert die international erste Überblicksausstellung des US-amerikanischen Künstlers Seth Price. Die mehr als 150 Werke umfassende Ausstellung zeigt Skulpturen, Filme, Fotografien, Zeichnungen, Malerei, Video, Kleider und Textilien, Web-Design, Musik und Dichtung. Programmatisch dringt Price in Territorien jenseits der bildenden Kunst vor, indem er die Produktions- und Vertriebsformen der Musikindustrie, der Modewelt und des Literaturbetriebs aufgreift und nutzt. Dabei beschäftigt er sich mit den fundamentalen Veränderungen der visuellen Kultur, die mit der flächendeckenden Etablierung digitaler Medien einhergehen. "Seth Price – Social Synthetic" ist eine Kollaboration des Museum Brandhorst mit dem Stedelijk Museum Amsterdam, wo die Ausstellung vom 15. April bis 3. September 2017 zu sehen sein wird. Eine neue Werkserie schließt die im Jahr 2000 einsetzende Präsentation der vielseitigen und einflussreichen Praxis von Seth Price ab.

22.07.17 16:00
Museum Brandhorst

Kerstin Brätsch. Innovation


 



Veranstaltungstyp: Allgemeine Führung

 

Sprache: deutsch

25.07.17 15:00
Museum Brandhorst

Aus erster Hand. Pop Pictures People


 



Veranstaltungstyp: Kuratorenführung

 

Sprache: deutsch

26.07.17 15:00
Museum Brandhorst

Zeichnen als Spurensuche


 



Veranstaltungstyp: Workshop

 

Sprache: deutsch

29.07.17 16:00
Museum Brandhorst

Kerstin Brätsch: Unstable Talismanic Rendering - Alchemistisches Wissen und Zufall


 



Veranstaltungstyp: Themenführung

 

Sprache: deutsch

30.07.17 11:30
Museum Brandhorst

Pi.loten - Schüler geben Auskunft


Am jeweils letzten Sonntag im Monat stehen den Besuchern der Pinakothek der Moderne und des Museum Brandhorst die Pi.loten als Kunstexperten zur Seite. Die Pi.loten sind Schüler zwischen 15 und 19 Jahren. Sie nehmen an dem Projekt Besucherpi.lot teil, dass 2005 von der Stiftung Pinakothek der Moderne initiiert wurde. Seit 2009 unterstützt auch die Udo und Anette Brandhorst Stiftung das einmalige Kunstvermittlungsprojekt.

In einem 5-tägigen Seminar wurden die Pi.loten von Künstlern, Kunsthistorikern und Designern zu Kunstexperten ausgebildet. Jeder Schüler hat im Seminar einen Vortrag zu einem Werk seiner Wahl ausgearbeitet und bietet diesen nun am Pi.lot-Sonntag den Besuchern an. Besonders freuen sich die Pi.loten, wenn sich aus dem Vortrag noch ein Gespräch über ihr Lieblingswerk entwickelt. Stellen Sie die jungen Kunstexperten ruhig auf die Probe.



Veranstaltungstyp: Sonstiges

 

Sprache: deutsch

Angebote des Museumspädagogischen Zentrums (MPZ)
Familien- und Ferienaktionen, Geburtstage für Kinder und Jugendliche im Museum, Veröffentlichungen, Programme für Klassen aller Schularten und Jahrgangsstufen und Kindertagesstätten, Fortbildungen

Veranstaltungskalender

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