Home  Ausstellungen

Ausstellungen

Das Comic Festival München zu Gast im Jüdischen Museum München
23.05.2017 - 28.04.2017

Installation im Studienraum von Peter Kuper: Kafka Comics Ein großes Thema des Comicfestivals 2017 ist "50 Jahre MAD in Deutschland". Gast der Veranstaltung ist der für MAD aktuell als Zeichner von "Spion & Spion" tätige Peter Kuper aus New York. Dieser hat jüdische Wurzeln und neben seiner Tätigkeit für MAD zeichnet er auch Graphic Novels. Darunter befinden sich auch Comic-Adaptionen von Geschichten von Franz Kafka. Beispiele dieser Arbeiten werden im Rahmen einer vom Künstler selbst zusammengestellten kleinen Ausstellung im Jüdischen Museum München präsentiert.

Blind Faith: Zeitgenössische Kunst zwischen Intuition und Reflexion
02.03.2018 - 19.08.2018

Harte Tatsachen verlieren zunehmend an Gewicht in einer Zeit, in der sich in heutigen Gesellschaften ein Gefühl "blinden Vertrauens" breit macht. Die Gegenwartskunst reagiert auf diese Tendenz, indem sie sich intensiv mit Körper und Geist beschäftigt: mit dem Viszeralen und dem Kognitiven. Die Ausstellung versammelt ca. 25 international aufstrebende Künstler, die Konzepte von Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Meinung und Glauben mit den unterschiedlichsten Mitteln unter die Lupe nehmen: Ed Atkins, Kader Attia, Olga Balema, Melanie Bonajo, Mariechen Danz, Cécile B. Evans, Andrea Éva Győri, Benedikt Hipp, Nicholas Hlobo, Marguerite Humeau, KAYA (Kerstin Brätsch and Debo Eilers), Hanne Lippard, Wangechi Mutu, Otobong Nkanga, Naufus Ramírez-Figueroa, Jon Rafman, Mary Reid Kelley, Lili Reynaud-Dewar, Raphael Sbrzesny, Jeremy Shaw, Teresa Solar Abboud, Jol Thomson und David Zink Yi. Die Ausstellung wird um ein ausführliches Programm an Live-Events, Performances und Vorträgen ergänzt sowie von einer Publikation begleitet.

energie.wenden
15.02.2018 - 19.08.2018

Die Energiewende ist eines der aktuellsten und akutesten Themen unserer Zeit. Wie lassen sich Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und soziale Gerechtigkeit unter einen Hut bringen? "energie.wenden" liefert Orientierungswissen und macht spielerisch die Knackpunkte auf dem Weg zur nachhaltigen Energieversorgung erfahrbar. In zehn Ausstellungsbereichen geht es um Themen wie Solar-, Wasser- und Windenergie, aber auch um Mobilität oder Atomenergie.

Cy Twombly: In the Studio
31.05.2016 - 26.08.2018

Twombly hat dem jeweiligen Ort, an dem seine Werke entstanden sind, Zeit seines Lebens eine zentrale Bedeutung beigemessen. Insbesondere in seinen Fotografien spielt Twombly vielfach auf den Arbeitsprozess und die besondere Atmosphäre bei der Entstehung seiner Bilder und Skulpturen an. In seinen "Interieurs" gelingt es ihm, seine Wohnräume zu poetischen Orten der Imagination zu steigern, in denen sich Natur und Kultur, Banalität und verfeinerter Geschmack begegnen. Paradigmatisch wurden deshalb die monumentalen Rosen mit Fotografien gegenübergestellt, die Cy Twombly eigens für den zentralen Saal im Obergeschoß des Museums gestaltet hat. Sie reflektieren den Kontext ihrer Entstehung: intime Szenen aus Twomblys Atelier, Zitronen aus seinem Garten, Strandaufnahmen, knallig-bunte Aufnahmen von Süßwaren und poetischen Blumenarrangements. Sie alle vermögen das weite Spektrum von Twomblys Rosendarstellungen zu veranschaulichen. Erstmals seit der Eröffnung sind alle 18 Skulpturen der Sammlung Brandhorst ausgestellt. Es handelt sich dabei um Zusammenstellungen alltäglicher Gegenstände, die Twombly seinem unmittelbaren Lebensumfeld entnommen hat: ein Besenstil, ein Lineal, Reste von Wein- und Olivenölfässern, eine Johnnie Walker-Whisky Holzkiste. Ausgehend von diesen "niederen" Materialien lässt Twombly ein ganzes Panorama an Traditionen und Stationen der Kunstgeschichte Revue passieren. Es tauchen Anklänge an archaische Kuroi und antike Inschriften auf, an ägyptische und persische Monumente, an afrikanische Fetischobjekte, an neoklassizistische Figuren, bis hin zu Referenzen auf moderne Kunstströmungen wie Dadaismus und Arte Povera.

SICHTflug – Luftbilder von Klaus Leidorf
18.05.2018 - 26.08.2018

Wenn der Luftbildarchäologe Klaus Leidorf in seine Cessna steigt um in die Luft abzuheben, dann herrscht immer gutes Wetter. Beim Flug verlässt er sich allein auf seine Sicht und orientiert sich auf diese Weise. Sichtflug nennen das die Piloten. Mehr als ein Jahr hat Klaus Leidorf bereits in der Luft verbracht, am häufigsten über Bayern. Hier hat der erfahrene Archäologe im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche prähistorische Bodendenkmäler aus der Luft entdeckt und dokumentiert. Daneben hat er aber auch immer öfter den Blick auf ungewöhnliche Motive gerichtet. Luftaufnahmen abstrakter Formen, abwechslungsreicher Muster und stimmungsvoller Farben sind sein Markenzeichen, die sich oft erst auf den zweiten Blick erschließen. Im Laufe der Zeit entstanden so mehr als eine Million Bilder, die den Betrachter verblüffen, erstaunen und auch manchmal rätseln lassen. Mehr als 40 davon sind in der Sonderausstellung zu sehen.

Die Technische Hochschule München im Nationalsozialismus
18.05.2018 - 26.08.2018

Ab dem 18. Mai 2018 behandelt das NS-Dokumentationszentrum München in einer Sonderausstellung die Geschichte der Technische Hochschule München (heute Technische Universität) in der NS-Zeit. Dokumentiert werden insbesondere die personellen, ideologischen und institutionellen Veränderungen sowie die Indienstnahme der Hochschule für die Kriegsvorbereitung und Rüstung. Die Vertreibung jüdischer und politisch missliebiger Hochschullehrer in den Jahren 1933 und 1934 wird ebenso Thema sein wie die Anpassung und Selbstmobilisierung von Professoren im NS-Regime. Im Zentrum steht dabei die Entwicklung von Lehre und Forschung an den einzelnen Fakultäten und die Ideologisierung und Militarisierung der ganzen Hochschule. In einem Ausblick werden auch die Phase der Entnazifizierung und der Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus an der Hochschule nach 1945 betrachtet. Die Ausstellung wird in Kooperation mit der Technischen Universität München im Rahmen des Jubiläumsprogramms zum 150-jährigen Bestehen der TUM realisiert.

Faust Welten. Goethes Drama auf der Bühne
02.03.2018 - 02.09.2018

Wer – wo – was – das sind drei Grundsatzfragen, die sich jedem stellen, der Goethes Faust auf die Bühne bringen will. Wer spielt die Hauptrollen Faust – Mephisto – Gretchen? Und ist das vorhandene Ensemble groß und vielfältig genug, um all die anderen Rollen zu besetzen? Wo, an welchen Schauplätzen spielt sich das Drama ab? Auffällig an Goethes Faust sind die rasanten Ortswechsel wie etwa Himmel – Enge Studierstube – Freie Landschaft vor dem Stadttor... Wie ist das auf der Bühne zu bewerkstelligen? Die Antworten der Theatermacher sind teils der technischen Entwicklung geschuldet, sie sind vor allem aber auch verknüpft mit ästhetischen Strömungen, mit der Phantasie und der Weltanschauung von Regisseuren und ihren BühnenbildnerInnen. Was wird gespielt? Auch das ist eine Grundsatzfrage – sogar im Zusammenhang mit diesem ikonischen Text Goethes. Rollenportraits und historische Tonaufnahmen, Raumkonzepte, erfahrbar in einem Parcours mit originalen Modellen, Regiebücher und Vieles mehr veranschaulichen die Vielfalt der kreativen Antworten, die im Laufe der Inszenierungsgeschichte bis heute gefunden wurden. Die kreativen Antworten in der Inszenierungsgeschichte bis heute zeigt die Ausstellung im Deutschen Theatermuseum.

Stephan Dillemuth. Regulär 10 Euro. Ermäßigt 5
17.04.2018 - 09.09.2018

Stephan Dillemuth (*1954) schlüpft in unterschiedliche Rollen: er ist der Maler, der rauchend der Inspiration harrt; der Fernsehmoderator, der ein Video von Stephan Dillemuth ankündigt; er ist Friedrich Nietzsche, der gegen Richard Wagner ätzt und – in seiner beständigsten Rolle – der Professor für Kunstpädagogik an der Münchener Akademie der Bildenden Künste. Die Rollen, die Künstler und Künstlerinnen in der Gesellschaft und im Kunstsystem übernehmen, sind Dreh- und Angelpunkt für den in München und Bad Wiessee lebenden Künstler. Unter Verwendung einer ergebnisoffenen und häufig kollektiven Forschungsmethode, die er als „bohemistisch“ bezeichnet, nimmt er verschiedene Formen künstlerischer Lebensweisen wie die Lebensreformbewegung, die Münchner Boheme der vorletzten Jahrhundertwende oder die Kunstakademie unter die Lupe, auch um sie auf Sinn und Zweck für die heutige Situation abzuklopfen. Kuratiert von Stephanie Weber

Die Mitmach-Maschine. Ein konstruktives Vergnügen
05.05.2018 - 09.09.2018

Sie rappelt und rattert, klickert und klackert. Überall dreht es sich, surrt, rollt, ruckelt, läuft und zuckelt. Die Mitmach-Maschine kann vieles. In Gang gesetzt wird das große, bunte Ding durch Muskelkraft. Wenn die Besucher kräftig in die Pedale treten, an Rädern kurbeln oder mit einem Schlitten hin und her gleiten und erwecken sie so die Konstruktion zum Leben. Die Mitmach-Maschine ist eine große begehbare Spiel-, Kunst- und Technikmaschine, sie stellt nichts her, aber sie bietet vieles: fürs Auge, fürs Ohr, zum Tasten, für die Lust an der Bewegung und für den Verstand, der begreift wie es funktioniert. Ihre Technik mit Zahnrädern, Riemen, Hebeln und Kolben ist gut sichtbar, so dass die Bewegungen nachvollzogen werden können. Kurbeln und Pedale laden dazu ein, unter-schiedliche Mechaniken auszuprobieren und in Gang zu setzen. Mal beginnt sich eine Bildergalerie zu drehen, mal werden verschiedenste Geräuschapparate in Schwingung versetzt. Das Besondere: Jedes Kind gestaltet an der Maschine mit! In verschiedenen Werkstätten entwickeln die jungen Besucher eigene kreative Ideen für einfache technische Aufgaben und setzen diese mit Unterstützung unserer erfahrenen BetreuerInnen um. Zusätzlich gibt es in der Ausstellung Maschinen, die vorbestimmte Abläufe selbsttätig („automatisch“) ausführen. So werden an einer Kugelbahn die Laufzeiten der Kugeln unterschiedlich bestimmt und damit eine Tonabfolge voreingestellt. Außerdem wird der Weg von seilgetriebenen Apparaten, je nach Wicklungsanzahl und -richtung um die Antriebsachsen, vorherbestimmt. Die Ausstellungsinszenierung ermöglicht Kindern einen ersten spielerischen Zugang zum Thema Maschine. Durch aktives forschendes Erkunden und Konstruieren wird das Interesse für Technik geweckt und spielerisch Grundlagenwissen zu Mechanik, Reibung, Kraft, Drehung, den Hebelgesetzen sowie Automatisierung vermittelt. Seit 1993 wird die interaktive Installation von Akki (Aktion und Kultur mit Kindern e.V.) in Düsseldorf entwickelt und immer wieder neu verwirklicht. Bisher haben über 140.000 BesucherInnen daran mitgewirkt. Traditionen der Kinderkultur verbinden sich hier mit Formen der kinetischen Kunst.

Hella Jongerius & Louise Schouwenberg. Beyond the New
10.11.2017 - 16.09.2018

Die niederländische Produktdesignerin Hella Jongerius und die Designtheoretikerin Louise Schouwenberg sind eingeladen, für die Paternoster-Halle der Pinakothek der Moderne eine ortsspezifische Installation zu entwickeln. Die Neue Sammlung – The Design Museum präsentiert bereits seit 2015 ihr zehnmonatiges Ausstellungsformat für zeitgenössische Designpositionen in der zweigeschossigen Paternoster-Halle, deren architektonische Besonderheit vor allem durch die stete Bewegung der beiden Paternosteraufzüge definiert wird. Hella Jongerius hat insbesondere durch ihre charakteristische Arbeitsweise, eine Verbindung aus Handwerk und industriellen Prozessen, sowie durch ihre markanten Textil- und Farbentwürfe internationale Anerkennung erlangt. Louise Schouwenberg ist Kunst- und Designtheoretikerin und leitet den Fachbereich für Contextual Design an der renommierten Design Academy in Eindhoven. Jongerius und Schouwenberg verfassten 2015 das Manifest "Beyond the New. A Search for Ideals in Design", welches sie auf dem Salone del Mobile in Mailand vorstellten. Darin kritisieren sie das vorrangige Interesse der Produktindustrie an der Idee des ewig Neuen um der Neuheit willen und plädieren stattdessen für eine wahrhaftige kulturelle Innovation. Die Idee des Neuen wird in der Ausstellung nun auf das Museum und seine Sammlung übertragen. Wie ist Design hier definiert? Wie unterscheiden sich die Anforderungen des Marktes von den kulturellen Ansprüchen des Museums? Kann kulturelle Innovation im Museum verortet sein? "Ja und Nein", sagen Jongerius und Schouwenberg. "Auf der einen Seite ist das Museum der ideale Ort, um die vielfältigen kulturellen Bedeutungen von Design verständlich zu machen. Der Besucher kann hier nachvollziehen, welche Exponate zum Zeitpunkt ihrer Entwicklung das Ergebnis einer kulturellen Innovation waren und im Laufe der Zeit nichts an Bedeutung eingebüßt haben. Auf der anderen Seite stellt sich natürlich die Frage, ob in einem Museum die Diskrepanz zwischen Design als kulturellem Artefakt und Design als kommerziellem Gut überzeugend veranschaulicht wird. Kann das Museum tatsächlich Erkenntnisse über die Bedeutung von Design im Alltagsleben der Menschen vermitteln, wenn die Objekte im musealen Kontext ihres Funktionswertes beraubt sind?" Ein thematischer Schwerpunkt der Ausstellung ist der Aspekt des Sammelns und Ausstellens in der Neuen Sammlung – The Design Museum vor dem Hintergrund ihrer geschichtlichen Entwicklung. Mittels verschiedener Installationen wird beleuchtet, wie unterschiedliche Kontexte die Wertschätzung funktionaler Dinge beeinflussen können. Jongerius und Schouwenberg: "Designobjekte sind Vermittler zwischen Menschen und ihrer Umgebung. Sobald man sich ihrer enormen Wirkung bewusst wird, erkennt man auch welche Entwürfe hochwertiger und bedeutungsreicher sind als andere."

Rollenbibliothek Anima Mundi - eine Installation von Zygmunt Blazejewski
27.03.2018 - 16.09.2018

210 Bilderrollen, in einem langjährigen malerischen Prozess entstanden, zusammengefasst und geordnet zu einer elf Meter langen und über sechs Meter hohen Bibliothekswand - dieser Werkkomplex evoziert in seinem gedanklichen Konzept, in der künstlerischen Umsetzung sowie in seiner Materialität unmittelbar Analogien zu Altägypten. Die zunächst weitgehend unsichtbaren Bilder entwickeln in einem Spannungsfeld von motivlicher Kontinuität und stilistischer Variation einen vielschichtigen Kosmos, der sich erst allmählich im Prozess des Entrollens erschließt. Vergleichbar einem archäologischen Objekt, das ans Tageslicht gehoben wird, warten die einzelnen Bilder darauf, enthüllt, entrollt zu werden. Als Entdecker ist der Betrachter aktiv in den Vorgang der Sichtbarmachung jeden einzelnen Bildes eingebunden, den er digital steuern kann.

FORUM 046: Claudius Schulze - Naturzustand
22.06.2018 - 16.09.2018

Wie sehr der Schutz vor Naturkatastrophen das europäische Landschaftsbild prägt, zeigt die Arbeit "Naturzustand" von Claudius Schulze. Der Künstler reiste dafür rund 50.000 km quer durch Europa und fotografierte mit seiner Großformatkamera von einem Kranwagen herab scheinbar malerische Landschaften. Die Landschaften wirken auf den ersten Blick fast idyllisch. Doch zum Schutz vor natürlichen Gefahren hat der Mensch massiv in die Naturräume eingegriffen. Schulzes Fotoserie untersucht den "Naturzustand" im Zeitalter des Anthropozän, in dem der Mensch durch die Auswirkungen seines Handelns auf Klima und Biosphäre letztlich selbst zur Naturgewalt wurde.

Sankt Ottilien. Das Benediktinerkloster und seine jüdische Geschichte 1945-48
13.05.2018 - 23.09.2018

Eine Installation in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur am Historischen Seminar der Ludwig Maximilians- Universität und der Erzabtei Sankt Ottilien mit Arbeiten von Benyamin Reich, Berlin. Das Benediktinerkloster Sankt Ottilien wurde von 1945 bis 1948 der unfreiwillige Zwischenort für zahlreiche jüdische Überlebende aus Osteuropa. Es diente ihnen als Krankenhaus und Lager. Angeregt von der Erzabtei wird 2018 in unterschiedlichen Projekten diese bisher wenig thematisierte Facette der Klostergeschichte beleuchtet. Die jüdische Selbstverwaltung, die Vorbereitung auf die Ausreise nach Palästina, jiddische Kultur und das Camp-Orchester sowie die Entbindungsstation, in der über 400 jüdische Kinder geboren wurden werden thematisiert. Ebenso das Zusammentreffen unterschiedlicher Akteur_innen wie jüdische Überlebende, deutsches Pflegepersonal und Ärzte, Mönche, Nonnen und amerikanische Militärs. Den Anfang dieser Aktivitäten macht das Jüdische Museum München: Zum Internationalen Museumstag 2018 mit dem Motto "Netzwerk Museum: neue Wege, neue Besucher" zeigt es eine Installation, die Besucherinnen und Besucher auf den Weg in das Benediktinerkloster schickt, um dieses aus einer jüdischen Perspektive zu betrachten.

"Ehem. jüdischer Besitz"
27.04.2018 - 23.09.2018

Die systematische Erforschung der Herkunft von Kunstwerken in den eigenen Sammlungs­beständen gehört zu den Schwerpunkten der wissenschaftlichen Arbeit des Münchner Stadtmuseums. Erstmals sollen nun die Ergebnisse dieser Provenienzforschung in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert und dabei auch die eigene Geschichte in der NS-Zeit näher beleuchtet werden. Die Ausstellung versteht sich als Momentaufnahme in einem Prozess kontinuierlicher Aufarbeitung und zeichnet die vielfältigen Biografien von ausgewählten Kunstgegenständen aus den verschiedenartigen Sammlungen des Museums nach. Dazu gehören Werke aus den Bereichen Grafik und Gemälde, Mode und Textilien sowie Kunsthandwerk und Möbel, aber auch Musikinstrumente und Marionetten. Zum ersten Mal wird damit ein kunst- und kulturgeschichtliches Museum mit der ganzen Bandbreite seiner Sammlungsbestände diesem wichtigen Thema eine Ausstellung widmen.

Roni Horn. PI
23.03.2018 - 23.09.2018

Die 45-teilige, in Island entstandene Arbeit "PI" von Roni Horn (*1955) zählt zu den fotografischen Hauptwerken der Künstlerin. Einer Feldforscherin vergleichbar veranschaulicht sie die vielfältigen Facetten dieses spezifischen Ortes, dem sie auch eine Reihe von Künstlerbüchern wie Skulpturen gewidmet hat.

Dan Flavin. Untitled (for Ksenija)
17.07.2018 - 30.09.2018

Dan Flavin (1933–1996) entwickelte seine raumgreifende Lichtinstallation "Untitled (for Ksenija)" 1994 zur Eröffnung des Kunstbaus, den der Architekt Uwe Kiessler zum Ausstellungsraum gestaltet hatte. Heiner und Philippa Friedrich, New York, schenkten dem Lenbachhaus die Arbeit im Andenken an ihre Eltern Erika und Harald Friedrich und Dominique und John de Menil. Flavin gehörte zu den bedeutendsten Vertretern der Minimal Art. Der wesentliche Ansatz dieser Kunstrichtung liegt in einer radikalen Reduzierung der bildnerischen Mittel auf die objektiven Gegebenheiten einfacher Formstrukturen. Diese werden unter Ausschaltung aller handschriftlicher Gestaltungsmerkmale nach industriellen Normen gefertigt. In den vier Lichtlinien griff Flavin die spezifischen architektonischen Gegebenheiten des Kunstbaus auf und betonte die charakteristische Krümmung des langgestreckten, ca. 110 m langen Raumes. Kuratiert von Sebastian Schneider

Charakterköpfe – Griechen und Römer im Porträt
30.01.2018 - 30.09.2018

Homer und Sokrates, Alexander der Große und Augustus, Cicero und Marc Aurel - jede dieser berühmten historischen Gestalten ist uns aus der antiken Geschichte wohl vertraut. Wir bewundern noch heute ihre Taten, wir lesen ihre dichterischen Werke, wir beschäftigen uns mit ihren philoso­phischen Schriften. Aus all dem können wir auch ein Charakterbild ihrer Persönlichkeit zeichnen. Doch steht uns noch ein weiteres Mittel zur Verfügung, sie näher kennenzulernen: ihr Porträt, das teils noch zu ihren Lebzeiten, teils aber auch erst später geschaffen wurde. Es gibt uns in vielen Fällen zweifellos einen Eindruck, wie der Dargestellte wirklich ausgesehen hat. Außerdem aber vermittelt es eine Vorstellung davon, welches Bild sich die antiken Menschen - Zeitgenossen oder auch Nachgeborene - von ihm machten; und, sofern er selbst der Auftraggeber war, welches Image er anstrebte. Antike Porträts können dem Betrachter also beispielhaft wichtige Fragestellungen vor Augen führen, die vielleicht heute aktueller denn je sind. Denn es geht hier schließlich um die Darstellung von Personen des öffentlichen Lebens im Spannungsfeld zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung. Die wirklichkeitsnahe Darstellung menschlicher Gesichter zählt zu den großen Leistungen der antiken Bildhauerkunst. So erfuhr die Porträtkunst bei Griechen und Römern ihre erste große Blüte und fand zugleich bereits eine vollendete Form. In der Sonderausstellung der Münchner Glyptothek wird ihre Entstehung und gut 1000 Jahre währende Geschichte vom 5. Jahrhundert v. Chr. bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. beleuchtet. Das Rückgrat der Ausstellung bildet der reiche Schatz des Museums an qualitativ heraus­ragenden antiken Marmorbildnissen. Hochkarätige Leihgaben aus großen archäologischen Sammlungen der Welt ebenso wie aus Privatbesitz ergänzen das durch die Meisterwerke der Glyptothek gezeichnete Panorama.

I'm a Believer. Pop Art und Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus und der KiCo Stiftung
20.03.2018 - 15.10.2018

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus richtete Warhol bereits früh eine Einzelausstellung aus. Das Lenbachhaus war auch der Ort der legendären Begegnung von Warhol und Joseph Beuys. Die Ausstellung "I'm a Believer. Pop Art und Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus und der KiCo Stiftung" beginnt mit dieser Geschichte. Klassische Positionen von Andy Warhol, Thomas Bayrle, Ulrike Ottinger und Hannsjörg Voth bilden den Auftakt. Von Sigmar Polkes "German Pop" über Stephen Shores Fotografien nordamerikanischer Vorstädte führt die Ausstellung bis in die Gegenwart des Populären in der Kunst. Mit Werken von Thomas Bayrle, Gerard Byrne, Miriam Cahn, Willie Doherty, Hans-Peter Feldmann, Isa Genzken, Bruno Gironcoli, Judith Hopf, Maria Lassnig, Daniel Man, Michaela Melián, Ulrike Ottinger, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Pietro Sanguineti, Stephen Shore, Amy Sillman, Hannsjörg Voth und Andy Warhol.

A Muslim, a Christian and a Jew. Eran Shakine
21.02.2018 - 21.10.2018

In seiner aktuellen Serie setzt sich der israelische Künstler Eran Shakine humorvoll mit der Frage nach den Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Angehörigen des Islams, Christentums und Judentums auseinander. Der Ausstellungstitel spielt auf den Anfang eines Witzes an, der Stereotype bedient. Bei Shakine jedoch erscheinen die drei als äußerlich nicht unterscheidbares Trio, als Symbol für die drei großen Weltreligionen. Auf der Suche nach gemeinsamen Ursprüngen, der Liebe Gottes oder dem Dialog mit Mose erleben sie Skurriles und Alltägliches. So unbeschwert die Zeichnungen wirken, so ernsthaft ist ihre Aussage: Die Gläubigen teilen trotz der unterschiedlichen Auslegung der Schriften eine gemeinsame Geschichte. Ihre Wünsche und Träume liegen oft nah beieinander.

Divine x Design. Das Kleid der Antike
23.03.2018 - 31.10.2018

Kleidung hat in der Antike ebenso wie heute eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Die Ausstellung "Divine X Design. Das Kleid der Antike" soll ein Gespräch über Bekleidung im antiken Griechenland und unsere Vorstellungen von Kleidung und Mode anregen. Gemeinsam mit der AMD Akademie Mode & Design haben die Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek München dazu ein Projekt umgesetzt, um antike Kleidung und zeitgenössisches Modedesign in einen Dialog treten zu lassen. Hochkarätige antike Kunstwerke und eigens für die Ausstellung entworfene Mode von Nachwuchsdesignern veranschaulichen den Dialog zwischen den Epochen. Des Weiteren geht die Ausstellung der Frage nach, welches Aussehen, welche Funktion und welchen gesellschaftlichen Stellenwert Kleidung im antiken Griechenland hatte, und wie diese Vorstellungen im Laufe der vergangenen Jahrhunderte in unsere heutige Zeit tradiert wurden und werden. Denn Kleidung ist in allen Gesellschaften bestimmt durch offizielle und inoffizielle Kleiderordnungen, Codes, Chiffren und die Zuschreibung von (Status-)Symbolen. Auf archäologischer Basis wird das Wissen um Kleidung in der griechischen Antike präsentiert. Im Alltag, bei Festlichkeiten, beim Sport, bei der Jagd und im Krieg kam unterschiedliche Kleidung zum Einsatz. Auch Kosmetik, Frisuren und Accessoires waren damals schon wichtige Stilmittel für das individuelle Erscheinungsbild. Da kaum Textilreste aus der griechischen Zeit erhalten sind, wird anhand von gemalten Bildern auf antiken Gefäßen, Statuetten aus Ton und Bronze, Schmuck sowie lebensgroßen Marmorstatuen den Fragen nach dem Aussehen und der Bedeutung der damaligen Kleidung sowie den Fertigungsprozessen nachgegangen.

Vom Ausstellungspark zum Verkehrsmuseum: 110 Jahre historische Messehallen
13.05.2018 - 31.10.2018

Die Gebäude des Verkehrszentrums sind ein historisch besonderer Ort auf der Schwanthalerhöhe: 1908 eröffnet, waren sie das Herzstück des Münchner Ausstellungsparks und der späteren Messe München. Zum denkmalgeschützten baulichen Ensemble gehört u.a. eine der ersten Eisenbetonhallen in Bayern. Nach dem Umzug er Messe München wurden sie als Kulturdenkmal zwischen 2000 und 2007 aufwendig saniert und in ein Verkehrsmuseum umgewandelt.

Veranstaltungskalender

< April - 2018 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30