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Never walk alone. Jüdische Identitäten im Sport
22.02.2017 - 07.01.2018

"You'll Never Walk Alone." Dass gerade dieses Lied, einst komponiert von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein für das Musical Carousel, zu einer Hymne des Sports geworden ist, überrascht wenig. Die Frage nach Zugehörigkeit stellt sich in der Sportarena genauso wie in der sie umgebenden Gesellschaft. Die Ausstellung "Never Walk Alone. Jüdische Identitäten im Sport" nähert sich diesem komplexen Gegenstand der Zugehörigkeit, indem sie Sportlerinnen und Sportler jüdischer Herkunft auf der Spielfläche fokussiert.

Spaniens Goldene Zeit. Die Ära Velázquez in Malerei und Skulptur
25.11.2016 - 26.03.2017

Das Siglo de Oro, das sogenannte goldene Zeitalter Spaniens, zählt zu den faszinierendsten Kapiteln der abendländischen Kunstgeschichte. Ausgerechnet in jenem Jahrhundert, in dem das bis dahin mächtigste Land Europas zusehends seine politische Hegemonie verlor, erreichte seine Kunst ihre größte Blüte mit Werken solch brillanter Meister wie Velázquez, Zurbarán oder Murillo. Die Ausstellung wird Malerei und Bildhauerei umfassen und ein überraschend facettenreiches Panorama des spanischen Siglo de Oro präsentieren, wie es in diesem Umfang außerhalb Spaniens bislang nicht zu sehen war.

Europas Verderben. Deutsche und österreichische Medaillen auf den Ersten Weltkrieg
12.05.2016 - 26.03.2017

Der Erste Weltkrieg gab in Deutschland und Österreich Anlass zu einer Vielzahl von Medaillen als dauerhaften Erinnerungstücken an eine vermeintliche heldenhafte und große Zeit. Unternehmen produzierten für ein größeres Publikum in hohen Auflagen, von höherem Anspruch waren Arbeiten einzelner Künstler und Editionen mit kleineren Stückzahlen. Darstellungsweise und Stile sind sehr unterschiedlich. Neben Werken der Kleinkunst steht handfeste kriegerische und nationalistische Propaganda, die auf uns Heutige oft anstößig wirkt. Propaganda, Bildsprache und historische Hintergründe bedürfen heute näherer Erläuterungen. Die Ausstellung zeigt, in 24 Themenfelder gegliedert, etwa 200 Medaillen.

Postwar: Kunst zwischen Pazifik und Atlantik, 1945-1965
14.10.2016 - 26.03.2017

2016 geht es in zwei prominenten Ausstellungen um die Frage, welche Faktoren dafür maßgeblich sind, dass Kunstgeschichte auf bestimmte Weise geschrieben wird — "Eine Geschichte: Zeitgenössische Kunst aus dem Centre Pompidou" gibt einen Überblick über die Kunst seit den 1980er-Jahren, während "Postwar: Kunst zwischen Pazifik und Atlantik, 1945-1965" die unmittelbare Nachkriegszeit auffächert. Erstmals in der modernen Ausstellungsgeschichte untersucht "Postwar" die Nachkriegszeit als globales Phänomen: die zunehmende globale Verflechtung und gegenseitige Abhängigkeit nahezu aller Bereiche; neue politische und technologische Gegebenheiten, die die Welt grenzenlos gemacht haben. Geografisch folgt die Ausstellung den Küstenlinien der beiden großen Ozeane − Pazifik und Atlantik: von Deutschland über Japan bis nach Süd- und Nordamerika. Sie zeigt Arbeiten von 180 Künstlerinnen und Künstlern aus über 50 Ländern — sowohl der westlichen Hemisphäre wie Francis Bacon, Joseph Beuys, Jasper Johns, Willem de Kooning, Robert Rauschenberg oder Andy Warhol; der östlichen wie Ibrahim El-Salahi, On Kawara, Krishen Khanna, Kazuo Shiraga oder der südlichen Hemisphäre: Ben Enwonwu, Helio Oiticica, Colette Oluwabamise Omogbai oder Gerard Sekoto. In acht thematischen Kapiteln vollzieht die Ausstellung die großen gesellschaftlichen Veränderungen dieser Zeit nach: "Die Stunde Null und das Atomzeitalter", "Die Form zählt", "Neue Bilder des Menschen", "Realismen", "Konkrete Visionen", "Kosmopolitische Moderne", "Nationen auf der Suche nach ihrer Form" sowie "Medien und Kommunikation". Das Ausstellungsprojekt überschreitet dabei die Grenzen von Kontinenten, politischen Systemen, wirtschaftlichen Strukturen und institutionellen Rahmenbedingungen, um das komplexe Erbe künstlerischer Praxis einerseits und kunsthistorischen Diskurses andererseits zu erkunden, das sich nach den Verwüstungen des Zweiten Weltkriegs entwickelte.

Francis Kéré. Radically Simple
17.11.2016 - 26.03.2017

Der in Burkina Faso geborene und seit 2005 in Berlin ansässige Francis Kéré gehört zu den wichtigsten internationalen Vertretern einer sozial engagierten Architektur. Schon mit seinem ersten Werk, der Grundschule in Gando, Burkina Faso, gewann er 2004 den renommierten Aga Khan Award for Architecture. Ausgezeichnet wurde Kéré für die beispielhafte Verbindung von gesellschaftlichen und ökologischen Ansätzen in seiner Gestaltung. Seither hat er viele weitere nationale und internationale Preise gewonnen und ist wegen seiner innovativen und herausragenden Entwürfe weltweit bekannt. Speziell auf dem afrikanischen Kontinent ist er wegen seiner konsequenten Verknüpfung von ethischen und ästhetischen Prinzipien ein wichtiges Vorbild für die kommende Generation. In Deutschland erreichte er ab 2009 besondere Aufmerksamkeit mit dem Projekt Operndorf Afrika für Christoph Schlingensief. Das Architekturmuseum der TU München präsentiert mit der Ausstellung Francis Kéré. Radically Simple die bislang größte Überblicksausstellung zu seinen ausgeführten Werken und laufenden Projekten. Neben den Bauten, die er in seinem Heimatdorf Gando geplant und realisiert hat, werden weitere Bauten in Afrika und China, aber auch Projekte und Entwürfe für Deutschland gezeigt, wo er zwei städtebauliche Wettbewerbe gewonnen hat. Die Ausstellung ist ein Gang durch den einzigartigen persönlichen und professionellen Lebensweg des Architekten. Er gehört in der Architekturszene der Gegenwart zu den außergewöhnlichen Talenten, weil es ihm gelingt, die tiefen kulturellen Prägungen seines Heimatlandes mit den Erfahrungen, die er seit dem Studium an der TU Berlin in Deutschland gemacht hat, in einen neuen, dritten Weg zu übersetzen. Die Werkschau widmet sich auch Kérés umfassender Ausstellungstätigkeit, die von Beiträgen in London, Humlebæk, Mailand, Bordeaux, Chicago und Weil am Rhein bis zu Philadelphia und Venedig reicht. Gerade durch seine stark sinnlich inspirierten Installationen ist es Francis Kéré gelungen, die grundlegenden Prinzipien seiner Arbeit auch in den Museumskontext zu übertragen. Es ist die kluge Einbindung lokaler Ressourcen und der tiefe Respekt vor kulturellen Dimensionen, die seine Entwürfe und ausgeführten Projekte relevant und überzeugend machen. Die Ausstellungsarchitektur für die Ausstellung in München wurde von ihm speziell für die Pinakothek der Moderne als besondere Erfahrung für die Besucher entwickelt. Für die Ausstellung wurden durch den Fotografen und Videokünstler Daniel Schwartz viele neue Aufnahmen und Videos zu den bislang unpublizierten Werken erstellt, die eine eindrucksvolle Begegnung der Ausstellungsbesucher mit den meist weit entfernt liegenden Werken von Francis Kéré ermöglichen. Kuratorin der Ausstellung ist Ayça Beygo, die das Konzept der Ausstellung in der engen Zusammenarbeit mit dem Büro Francis Kéré Architekten ausgearbeitet hat.

Archiv Galerie – Die Nachkriegsinstitution, 1945-1965
14.10.2016 - 26.03.2017

Nach 1945 war es die Intention der amerikanischen Besatzungsmacht, München als Kulturhauptstadt von Süddeutschland zu re-etablieren. Anders als die namhaften Museen hatte das Haus der Kunst den Krieg beinahe ohne Schaden überdauert. Bereits seit 1946 organisierte man im Westflügel des Gebäudes wieder Kunstausstellungen. In jenem Jahr änderte sich die ursprüngliche Benennung "Haus der Deutschen Kunst" in "Haus der Kunst". Gleichzeitig beherbergte das Gebäude noch ein Offizierskasino der amerikanischen Armee. Wenngleich nie explizit zum Thema erhoben, spielten Strategien zur Entnazifizierung für das Ausstellungsprogramm eine Rolle. Ausdrücklich angestrebt und kommuniziert war die Rehabilitation der Moderne. Die Rückkehr der Künstler an den Ort, von dem ihre Verunglimpfung ausgegangen war, fand weitreichende Wahrnehmung. Mit Ausstellungen wie "Der Blaue Reiter" (1949) und "Die Maler am Bauhaus" (1950) prägte der Kunsthistoriker Ludwig Grote in den ersten Nachkriegsjahren das Profil des Haus der Kunst als Ort der Moderne. Über die Landesgrenzen hinaus suchten die Kuratoren als Teil einer umfassenderen Neuausrichtung von Anfang an auch die internationale künstlerische Solidarität. Mit der Picasso-Retrospektive (1955), für die so berühmte Gemälde wie "Guernica" und "Massaker in Korea" nach München reisten, und der Ausstellung brasilianischer Künstler (1959) setzten sie die entsprechenden Schwerpunkte. Die internationalen Beziehungen wurden seit den 1950er-Jahren maßgeblich vom damaligen Direktor Peter A. Ade gestaltet. So kann das Haus der Kunst als Fallstudie dienen für weitblickenden Umgang mit Kunst und die Wiederherstellung eines internationalen Renommees.

Josip Novosel - Letzte Chance
18.02.2017 - 26.03.2017

Der Bildhauer Josip Novosel widmet sich in seiner Ausstellung im Lothringer13_Florida auf indirektem Wege dem Münchner Wohnungsmarkt. Er versucht sich diesen als Standort für seine Ideen und Recherchen anzueignen und somit sich auf die Münchner Gegebenheiten, Sozial- & Arbeitsstrukturen einzulassen. Im besonderen Fokus liegen die Begriffe Verklemmung und Obrigkeit sowie das Verhältnis zwischen Oberfläche und Tiefe.

Kunstflug – 100 Jahre Paul Klee in Schleißheim
15.12.2016 - 31.03.2017

Punktlandung in der Flugwerft: 100 Jahre, nachdem Paul Klee in Schleißheim stationiert war, gedenken wir des großen Künstlers in einer interaktiven Sonderausstellung für die ganze Familie. Der "Kunstflug" führt über 125 Drucke und eine Foto-Galerie mit den Lebensstationen Klees bis hin zur Spielstraße, in der sich nicht nur die jüngsten Besucher mit Formen und Farben auseinandersetzen können. "Klee erleben, Klee erforschen und mit Klee kreativ sein – das ist an diesem Originalschauplatz schon etwas ganz Besonderes", sagt Gerhard Filchner, der Leiter der Flugwerft Schleißheim.

In einer Lagune vor unserer Zeit
04.11.2016 - 31.03.2017

Die Sonderausstellung im Paläontologischen Museum München zeigt, anlässlich des 25-jährigen Grabungsjubiläums, Fossilfunde der einmaligen Fossil-Lagerstätte Brunn/Oberpfalz bei Regensburg. Die Plattenkalke von Brunn entstanden vor ca. 150 Millionen Jahren am Nordwest-Rand eines großen Ozeans – der Tethys. Zu den Fossilien aus Brunn gehören typische Meeresbewohner wie Schnecken, Muscheln, Seeigel, Krebse und die ausgestorbenen Ammoniten, aber auch „moderne“ und urtümliche Knochenfische und Haie, wie auch mikroskopisch kleinste Organismenreste. Als Besonderheiten gelten Tiere und Pflanzen ehemaliger umgebender Inseln, wie Palmfarne und Brückenechsen, aber auch Flugsaurier.

what remains gallery :"Analog Retweet of @aiww"
24.02.2017 - 01.04.2017

Die Ausstellung "Analog Retweet of @aiww" zeigt etwa 80 Ölgemälde in quadratischem Format, allesamt fotorealistische Reproduktionen digitaler Schnappschüsse des chinesischen Künstlers Ai Weiwei. Die Bildauswahl stammt aus den vier Jahren nach seiner Inhaftierung. Die Ausstellung befasst sich weniger mit der Person Ai Weiweis, als mit der Funktion des Bildes als Kommunikationsmittel unserer heutigen Medienwelt und dem Phänomen medial erschaffener Persönlichkeitsbilder.

Tropische Schmetterlinge
17.12.2016 - 02.04.2017

Im Mangrovenhaus ist es warm und hell, bei einer Luftfeuchte von meist über 90% - genau richtig für die tropischen Schmetterlinge, von denen mehr als 400 in diesem Gewächshaus des Botanischen Gartens flattern. Keine Glaswand und kein Netz trennen die Besucher von den Tieren. Das Schlüpfen aus den Puppen, die Nah-rungsaufnahme, das Flugverhalten, die Paarung, die Eiablage und vieles mehr kann aus nächster Nähe miterlebt werden - besonders für Kinder ein unvergessliches Erlebnis! Die Formen- und Farbenvielfalt tropischer Schmetterlinge ist beeindruckend! Große Gleitflieger mit eleganten, lang ausgezogenen Flügelspitzen sind die Verwandten des Schwalbenschwanzes (Papilio). Wesentlich kleiner, aber nicht minder farbenprächtig, sind die Passionsblumenfalter (Heliconius). Es handelt sich um sehr aktive Flieger, deren abgerundete Flügel häufig mit roten, orangen oder weißen Streifen kontrastiert sind. In langsamen Auf- und Abwärtsbewegungen segelt der Himmelsfalter (Morpho) durch das Haus. Seinen Namen verdankt dieser große Falter der leuchtend blau gefärbten Oberseite seiner Flügel, die nur während des Fluges zu sehen ist. Details zu diesen und vielen anderen Arten erläutert das Betreuungspersonal, das während der gesamten Ausstellung gerne fachliche Auskünfte erteilt. Für viele Hobbyfotografen ist diese Sonderausstellung ein Highlight während der Winterzeit. Um die Schmetterlinge zu schonen, gilt dabei: fotografieren gerne, aber ohne Blitz und, wegen der engen Platzverhältnisse, ohne Stativ!

Karel Martens
04.02.2017 - 02.04.2017

Karel Martens ist ein Tausendsassa und hat überall seine Finger im Spiel. Er ist Künstler, Typograph, Grafikdesigner, er stellt Bücher her und ist in der Lehre tätig. Er war Mitbegründer einer Schule und hat eine Vielzahl von Menschen beeinflusst. Deshalb wird Motion entsprechend vielschichtig und rhizomatisch sein – sie besteht aus einer auf seiner Praxis fußenden Ausstellung seiner Arbeit, die sich sowohl über das Treppenhaus und drei Ausstellungsräume erstrecken wird als auch darüber hinaus getragen wird durch eine Reihe von diskursiven Veranstaltungen in München, Amsterdam, Paris, Vilnius und New York sowie einer dazu erscheinenden Publikation (in Zusammenarbeit mit Roma Publications, Amsterdam). Alles in allem wird Motion einen vielfältigen Blick auf ein ausgedehntes Schaffen eröffnen und einen Wegweiser durch sein Werk liefern. Und während Motion einen Bogen über 50 Jahre der interdisziplinären Aktivitäten des Künstlers spannt, wird die Ausstellung doch fest in der Gegenwart (und Zukunft) verankert sein. Natürlich wird die Ausstellung einige repräsentative Werke beinhalten – Mono-Prints von und auf gefundenen Materialien, Papierreliefs, Videos, modulare Wallpapers, kinetische Skulpturen, ein sehr frühes optisches Werk. All dies ist als kontextuelles Substrat anzusehen, das Martens‘ eingängige und systematische Herangehensweise an Farbe, Format, Typografie und Material bekräftigt. Auch sein immenser Einfluss als Lehrer wird einen zentralen Platz innerhalb der Ausstellung einnehmen, indem eine Reihe von Publikationen seiner ehemaligen Studentinnen und Studenten auf Tischen gezeigt wird, die er für die Werkplaats Typografie in Arnheim, NL (die Schule, die er 1998 mitbegründete) entworfen hat. All das wird sein Wirken und seinen Einfluss veranschaulichen und nachzeichnen. Das Hauptaugenmerk wird jedoch auf Martens‘ aktuellstem Werk liegen, das einige neue Auftragsarbeiten umfasst – gewebte Textilien, interaktive Video-Projektionen, eine riesige abstrakte Uhr. Diese Arbeiten werden speziell für die Ausstellung angefertigt, während bereits bestehende Werke eigens dafür rekonfiguriert werden. Die Ausstellung wird alle Sinne ansprechen – ganze Räume werden mit Farbinversionen überzogen, durch eine Echtzeit-Spiegelinstallation vervielfältigt und mit unterschiedlichsten Techniken, systematischen Serien, konzeptuellen Verfahren und einem multifunktionalem Bereich angefüllt sein. Mit anderen Worten, Motion ist nicht dazu gedacht, Martens‘ Arbeitsweise auszustellen, sondern vielmehr als Verkörperung seiner Methode.

Reclaimed Empire (Deep Edit) - Adam Putnam. Im Kino
04.02.2017 - 02.04.2017

Die Ausstellung im Kino "Reclaimed Empire (Deep Edit)" von Adam Putnam ist ein Rätsel, dem es sich zu widmen lohnt. Das Kino des Kunstverein München wird vollständig eintauchen in die Atmosphäre dieses dichten Kompendiums aus mehr als 80 Videofragmenten – trianguliert von einer Leinwand und zwei Lautsprechern. Putnam sequenzierte die Videos so, dass sie sich mit der Zeit inkorporieren; zwei Monate haben wir dafür anberaumt und hoffen, dass dies dem Film genügt.

Pieter Brueghel in 3D – szenische Interpretation eines Meisterwerks
01.12.2016 - 03.04.2017

Die "Volkszählung zu Bethlehem" entstand 1566 und gehört heute zu den berühmtesten Gemälden von Pieter Brueghel d. Ä.. Die Münchner Künstlerin Martina Singer hat das Winterbild in einer szenischen Installation dreidimensional umgesetzt. Die Darstellung zeigt das Alltagsleben in einem verschneiten Dorf bei Sonnenuntergang. Vor dem Wirtshaus im Vordergrund herrscht großer Andrang, da hier die Dorfbewohner ihre Steuern zahlen und sich registrieren lassen. In der Umgebung sind Menschen aller Altersgruppen bei verschiedenen Beschäftigungen dargestellt. Vor dem Wirtshaus wird ein Schwein geschlachtet, Wagen werden be- und entladen, Säcke und Körbe geschleppt, Fässer und Karren über Eis und Schnee gezogen. Im Hintergrund errichten Männer einen Schuppen, während Kinder verschiedenen Eisvergnügungen nachgehen. Im Vordergrund nähern sich Joseph und die auf einem Esel reitende Maria auf der Suche nach einer Herberge. Die Menschen in ihrem geschäftigen Tun beachten das Paar nicht und ahnen nichts von dem Heil, das von diesen beiden in die Welt gebracht wird. Auch der Betrachter muss genau hinsehen, um die versteckte Botschaft zu erkennen. Die vielen lebensnah geschilderten Alltagsszenen ziehen mehr in den Bann als die ankommende heilige Familie. Noch stärker gilt das für die dreidimensionale Interpretation, denn der für Brueghels Kunst typische Eindruck des direkten Miterlebens wird durch die Räumlichkeit gesteigert, bei der man jede Gruppe von verschiedenen Seiten betrachten kann. Martina Singer hat Brueghels Gemälde auf einer Fläche von circa 2,5 x 3,5 Meter nachgebaut. Häuser, Bäume und Geräte sind aus Pappe und Holz nachgebildet, die Figuren aus einer Modelliermasse geformt. Ihre getreue Wiedergabe zielt nicht auf eine fotorealistische Kopie, sondern in erster Linie auf den Ausdruck der Figuren und ihre Beziehungen zueinander. Dennoch beeindruckt die Nähe zum Original in der Farbigkeit, den Proportionen und den topografischen Details. Lässt man sich auf die zauberhafte Miniaturwelt ein, beginnen die Figuren ein Eigenleben zu führen, das an Komplexität weit über das Gemälde hinausgeht. Martina Singer arbeitet in den Bereichen Bühnenbild, Installationen und Fotografie, mit dem Brueghel-Projekt begann sie 2013.

Patara - Lykiens Tor zur römischen Welt
30.11.2016 - 07.04.2017

Im Südwesten der heutigen Türkei liegt die Landschaft Lykien, die als Provinz unter Kaiser Claudius in das Imperium Romanum integriert wurde. Patara, einer der bedeutendsten Handels- und Hafenorte der Region, war der Sitz der römischen Statthalter in Lykien. Seit 1988 erforschen Archäologen und Epigraphiker die Stadt. Die Ausstellung zeigt die Spuren der Römischen Herrschaft, von einzigartigen Monumenten bis hin zu Zeugnissen des Alltagslebens.

Hoch hinaus! Hütten und Wege in den Alpen.
09.03.2017 - 08.04.2017

Die Sonderausstellung "Hoch hinaus! Wege und Hütten in den Alpen" des Deutschen Alpenvereins (DAV) untersucht erstmalig das Phänomen der alpinen Schutzhütten sowohl aus kultur- als auch architekturgeschichtlicher Sicht. Im Mittelpunkt steht die Frage, was die Besonderheit der alpinen Wege und Hütten ausmacht und wie der Typus "Hütte" entstand. Parallel zur Ausstellungseröffnung wird auch die alte Höllentalangerhütte, die 2013 im Wetterstein abgetragen und auf der Praterinsel wiederaufgebaut wurde, feierlich eingeweiht. Eines der schönsten Ausstellungsstücke ist die Ur-Hölle. Sie ist ein wundervolles Beispiel für die Anfänge des Schutzhüttenbaus und erzählt ungewöhnliche Geschichten. In ihr können die Besucher Bergleben um 1900 hautnah erleben.

BIKKURIBAKO
08.03.2017 - 08.04.2017

Bikkuribako ist das japanische Wort für Jack in the box oder Springteufel/Schachtelmännchen. In diesem Fall nicht wörtlich zu nehmen, aber als Gedanken an die Überraschung, die Verblüffung, was man in einer Kiste, Dose oder Box vorfindet oder entdeckt.

Shoppingmall
15.03.2017 - 09.04.2017

Konsum, Kapitalismus, Kommerz – alles Schlagworte unserer schnelllebigen Zeit. Das Projekt "Shoppingmall" verbindet Shoppen und Kunst. Was bedeutet dieser Kommerz für uns, wie gehen wir damit um, was brauchen wir wirklich, um glücklich zu sein? Teilnehmende Künstler: C. de Abreu, T. Benett, J. Besser, K. Bräg, M. Buchenberg, T. Carr, M. Elhardt, Chr. Engelmann, B. Engl & L. Felle, F. Froese-Peeck, K. v. Gaffron, M. Grudziecki, J. Hartmann, A. Höhne, Th. Hofmann, L. Kindermann, A. Kurz, O.-S. Kwon, A. Laner, J. Lang, Chr. Leitna, T. Letzel, S. Lübeck, D. Lürken, M. Lutter, S. Mayrhofer, H. Meyer, T. Mühlbach, G. Obermaier, G. Passens, B. Rummert, M. Shoukry, M. Schmelcher, St. Schmidt, Chr. Schnurer, A. Stadtbäumer, S. Al Tavil, M. Walser, B. Wank, M. Wiegele, St. Wischnewski Kuratiert von Torsten Mühlbach und Bruno Wank.

Neue Nachbarschaften III
01.07.2016 - 17.04.2017

Nach dem erfolgreichen Auftakt 2014 und der Fortsetzung 2015 gehen die "Neuen Nachbarschaften" in die dritte Runde: Wieder präsentieren sich Hauptwerke aus den wegen Baumaßnahmen geschlossenen Sammlungsbereichen in neuen Konstellationen. Nach Rubens, Rembrandt und Poussin stehen nun Werke der altdeutschen und der niederländischen Malerei im Fokus. Dramatisch gestimmte Landschaften von Altdorfer und Jan Brueghel d. Ä. oder Figurenbilder von Cranach und den niederländischen Romanisten zeigen überraschende Übereinstimmungen, und selbst zwischen den selbstzufrieden Schlummernden in Bruegels "Schlaraffenland" und Strigels "Schlafenden Grabwächtern" eröffnen sich neue Bezüge.

The sun shall rise again
21.03.2017 - 17.04.2017

Die Rathausgalerie Kunsthalle zeigt zur Saisoneröffnung "The sun shall rise again" - eine Rauminstallation zum Frühlingsanfang. Ken Brown, Essi Utriainen und Oliver Westerbarkey nutzen die historischen Bogengänge der Galerie, um einen neuen inneren Raum zu schaffen, zwischen sonnengelbem Abgrund und gefühlloser Heiterkeit. Malerei wird zum Button. Die Ausstellungshalle zeigt ein neues Gesicht...nicht nur eins.

Saisonstart im Freilichtmuseum Glentleiten - zu Gast im Infopoint
09.03.2017 - 22.04.2017

Es wird bald Frühling und schon ab Josefi (19. März) startet die Saison im Freilichtmuseum Glentleiten! Das oberhalb des Kochelsees gelegene Museum ermöglicht auf anschauliche Weise Einblicke in den ländlichen Alltag der Menschen Oberbayerns, in ihre Baukultur, Lebens- und Arbeitswelt. Im größten Freilichtmuseum Südbayerns sind über 60 originale Gebäude wieder errichtet – vom Bauernhof über Mühlen, Kornkästen und Werkstätten bis hin zu Almen, Kohlenmeiler und Forsthütte. Umgeben sind die Gebäude von einer nach historischen Vorbildern gepflegten Kulturlandschaft, inklusive Gärten, Wäldern und Weiden mit alten Tierrassen – und einer spektakulären Aussicht auf Berge und See. Die bildreichen Infofahnen wehen geradezu frische Frühlingsmomente von der Glentleiten her nach München an die Isar und genauso frisch wie ohne Berührungsängste zeigt sich das inklusive Projekthaus. Das Wagnerhäusl aus Brandstätt ist ein Ort zum Hören, Fühlen und Begreifen! 1825 in Brandstätt (Lkr. Rosenheim) erbaut, steht das Haus seit 1981 im Freilichtmuseum. Seit kurzem zeigt es sich in neuem Gewand: Mittels Hörstationen, tastbarer Texte und Objekte soll der Besuch dieses Hauses blinden, sehbehinderten und sehenden Besuchern gleichermaßen vermitteln, wie das Leben in einem Kleinanwesen während der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gewesen ist. Die diesjährige Sonderausstellung "Volk - Heimat - Dorf. Ideologie und Wirklichkeit im ländlichen Bayern der 1930er und 1940er Jahre" scheut keine kritische Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte. Beispielhaft hierfür wird nun im Infopoint u.a. ein deutscher Kleinempfänger von 1938 - das im Volksmund auch als „Goebbels-Schnauze“ bezeichnete Radiogerät - gezeigt.

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