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Ausstellungen

Elena Narbutaite - Alex
04.02.2017 - 31.12.2017

"If you visit the Kunstverein, you likely will encounter two Alexes....but one is brighter than the other." - Alexander Wagner Über das Jahr 2017 hinweg wird die Leuchte Alex im Kunstverein München verweilen und von Zeit zu Zeit ihren Platz wechseln. Hier entwickelt Cecile Tonizzo einen von Alix geschriebenen Tanz und trägt dabei ein Kleid von An. Alex wurde inspiriert von Alix Eynaudis und An Breugelmans Arbeit und begleitete Meeting points 8: Both Sides of the Curtain in Brüssel, im Dezember 2016.

Adolphe Braun – ein europäisches Fotografie-Unternehmen im 19. Jahrhundert
06.10.2017 - 21.01.2018

Der Franzose Adolphe Braun (1812-1877) zählt zu den erfolgreichsten Fotografen im Europa des 19. Jahrhunderts. Als ausgebildeter Zeichner arbeitete er zunächst für die elsässische Textilindustrie, bevor er sich 1854 der Fotografie zuwandte. Ab 1860 fotografierte Braun mit seiner großformatigen Kamera die alpinen Landschaften und Städte der Schweiz, die gelegentlich vom Maler Gustave Courbet als Vorlagen für Gemälde verwendet wurden. Neben Tierstudien, Architektur- und Landschaftsdarstellungen konzentrierte sich Braun auf die Kunstreproduktion. Das Unternehmen Braun galt als führend in der Wiedergabe der Tonwerte von Werken der Malerei, Skulptur und Grafik, wie Beispiele aus den bekanntesten europäischen Kunstmuseen in Wien, Florenz, London oder Dresden veranschaulichen. Die Ausstellung präsentiert erstmals sämtliche Tätigkeitsfelder Adolphe Brauns anhand von ca. 200 Originalaufnahmen und Gemälden des 19. Jahrhunderts von Courbet, Fantin-Latour oder Médard.

Aus dem Land des Schneelöwen. Kostbarkeiten aus Tibet 15.–20. Jahrhundert. Die Sammlung Justyna und Michael Buddeberg
09.12.2016 - 28.01.2018

1994 erwarben Justyna und Michael Buddeberg bei ihrem ersten Besuch in Lhasa einen kleinen Sitzteppich. Damit war die Begeisterung für Tibet und seine Kultur geweckt – und der Grundstein für eine große Sammlung gelegt. Tibetische Teppiche und Textilien, die das Paar auf insgesamt 16 Reisen ins zentralasiatische Hochland zusammentrugen, bilden den Schwerpunkt der nun erstmals ausgestellten Sammlung. Ergänzt wurde sie durch gezielte Ankäufe in Europa, Asien und den USA.Teppiche zum Sitzen und Schlafen oder als Ausstattung für Reitpferde spielten in der traditionellen Kultur Tibets eine zentrale Rolle. Sie faszinieren durch die Vielfalt an Formen und Motiven und die Perfektion ihrer Technik. Besonders bezaubern die takyab genannten Knüpfteppiche zum Schmuck der Pferdestirnen. Nicht ohne Grund werden diese Kleinode der Knüpftechnik auch als "Pferdejuwelen" bezeichnet. Die Sammlung Buddeberg umfasst darüber hinaus tibetischen Schmuck, Amulettbehälter sowie bemalte Möbel aus Klöstern und adeligen Haushalten. Bisher von der Forschung weitgehend unbeachtet sind die prachtvoll verzierten Endkappen von Thangka-Stangen. Sie dienten als Griffe, um die bekannten Rollbilder, die Thangkas, auf- oder abzurollen und stellen Meisterwerke tibetischer Metallbearbeitungskunst aus fünf Jahrhunderten dar. Ergänzt wird die Präsentation durch ausgewählte Teppiche aus der Sammlung Karl Steiner, dem Reisebegleiter und Sammlerkollegen von Justyna und Michael Buddeberg.

Gut. Wahr. Schön.
22.09.2017 - 28.01.2018

Im 19. Jahrhundert war der jährliche Pariser Salon die bedeutendste Ausstellung des internationalen Kunstbetriebs. Eine dem klassischen Schönheitsideal verpflichtete Jury bestimmte, welche Künstler teilnehmen durften. Ihre Werke sollten das Gute und Wahre in der Schönheit der Form zum Ausdruck bringen. Anhand von ca. 120 Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und kunsthandwerklichen Objekten zeigt die Ausstellung die französische Salonkunst im Spannungsfeld zwischen antikem Ideal und modernem Leben.

Falconette - Beizjagd & Kunst
12.09.2017 - 06.02.2018

Die Kunst der Falknerei und Falknerei als Kunst sind die zentralen Themen von Hara Walther. Trophäen ihrer Beizjagd, Federn und Materialien der Jagd, gestaltet sie zu Kunstobjekten, die auch eine Einladung an den Betrachter sind, sich für die Beizjagd zu begeistern. Eine Kunst, die den Greifvogel - den König der Flieger - dazu bringt, über seine angeborenen Fähigkeiten hinauszuwachsen und dem Falkner selbst in der Partnerschaft mit seinem fliegenden Gefährten neue Impulse zuführt, die einem ausschließlich erdgebundenen Menschen verschlossen sind. Die Objekte, die dabei entstehen betitelt Hara Walther "Trophäen", Siegeszeichen. Sie sind vieldeutig: Jagdtrophäen der Falknerin und zugleich Artefakte, die die Künstlerin neu interpretiert und in ihren Werken verarbeitet. In der Ausstellung im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum zeigt Walther neue Objektkästen und präsentiert ihr zentrales Werk FALCONETTE: Eine Schule für Kunst und Falknerei, in der auch Kinder spielend in den Umgang mit diesen faszinierenden, fliegenden Wesen eingeführt werden. Die Ausstellung bietet einen spannenden Einblick in die Falknerei und den Umgang mit den faszinierenden Greifen. Neben den rein künstlerischen Werken von Hara Walther werden auch Filmausschnitte aus ihrer Falkenschule gezeigt.

Die zwei Leben des Pergamonaltars
11.10.2017 - 09.02.2018

Seit seiner Entdeckung zieht der Pergamonaltar Archäologen und Künstler in seinen Bann. Die Ausstellung vereint beide Formen der Annäherung an die Antike: Die Archäologie möchte die Antike verstehen, die Kunst sie in ihrer Ganzheit erfahrbar machen. Gemeinsam tragen beide zum Fortleben des Pergamonaltars bei. Nach dem Puschkin-Museum in Moskau sind die Arbeiten des russischen Pantomimen und Fotokünstlers Andrey Alexander nun erstmals in Deutschland zu sehen. In einer Fotoinstallation rekonstruierte er alle Figuren des über 30 Meter langen Ostfrieses in Originalgröße. Doch wer ließ den Altar erbauen? Und was bedeutete der Götter-Giganten Fries des Pergamenern? Ergänzt durch zahlreiche Gipsabgüsse von Stücken aus Pergamon erzählt die Ausstellung, was Archäologen über den großen Altar herausgefunden haben.

Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945
29.11.2017 - 18.02.2018

Die Ausstellung zeigt Entwicklungs­linien, Ereignisse und Akteure der extremen Rechten seit 1945 auf. München und Bayern stehen dabei im Mittelpunkt. Aus welchen Elementen setzt sich die menschen­feindliche und antidemokratische Ideologie des Rechtsextre­mismus zusammen? Inwieweit sind einzelne dieser Elemente auch für die gesell­schaftliche Mitte anschlussfähig?

Seth Price - Social Synthetic
21.10.2017 - 18.02.2018

Das Museum Brandhorst präsentiert die international erste Überblicksausstellung des US-amerikanischen Künstlers Seth Price. Die mehr als 150 Werke umfassende Ausstellung zeigt Skulpturen, Filme, Fotografien, Zeichnungen, Malerei, Video, Kleider und Textilien, Web-Design, Musik und Dichtung. Programmatisch dringt Price in Territorien jenseits der bildenden Kunst vor, indem er die Produktions- und Vertriebsformen der Musikindustrie, der Modewelt und des Literaturbetriebs aufgreift und nutzt. Dabei beschäftigt er sich mit den fundamentalen Veränderungen der visuellen Kultur, die mit der flächendeckenden Etablierung digitaler Medien einhergehen. "Seth Price – Social Synthetic" ist eine Kollaboration des Museum Brandhorst mit dem Stedelijk Museum Amsterdam, wo die Ausstellung vom 15. April bis 3. September 2017 zu sehen sein wird. Eine neue Werkserie schließt die im Jahr 2000 einsetzende Präsentation der vielseitigen und einflussreichen Praxis von Seth Price ab.

Keramik aus England
25.07.2017 - 18.02.2018

Keramik hat in Großbritannien eine lange Tradition, sowohl was die industrielle als auch die handwerklich und künstlerische Fertigung betrifft. Die Geschichte der modernen Studiokeramik wäre ohne die Arts-and-Crafts-Bewegung und den daraus hervorgegangenen Kunsttöpfereien, wie etwa derjenigen von William De Morgan im 19. Jahrhundert oder der Ruskin Pottery, zu Beginn des 20. Jahrhunderts schwer vorstellbar. Mit William Staite Murray und Bernard Leach, der 1920 von einem längeren Aufenthalt in Japan zurückgekehrt war, begann eine Entwicklung, die nach dem Zweiten Weltkrieg im Schaffen von Lucie Rie und Hans Coper einen ersten Höhepunkt erreichte. Wichtige Impulse kamen um 1960 durch den vermehrten Einsatz von bisher in der Keramik kaum verwendeter Techniken: Statt auf der traditionellen Töpferscheibe zu drehen, formte man die Objekte mit der Hand, wickelte, walzte, baute oder montierte. Damit war der Bann gebrochen für die Studiokeramik in all ihrer Vielfalt, wie sie für die letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts charakteristisch werden sollte. In keinem anderen europäischen Land entstanden derartig experimentelle, fantasievolle, unterschiedliche künstlerische Ansätze verfolgende und technisch hervorragend ausgearbeitete Keramiken wie in Großbritannien. Ihr Spektrum reicht von den malerischen Dekoren Janice Tchalenkos oder John Maltbys, den Salzglasuren Jane Hamlyns über die Flügelvasen Colin Pearsons bis zu den fantastischen „Landschafts“-Dosen Ian Godfreys und den Plastiken Jill Crowleys oder Jacqueline Poncelets. Dass Die Neue Sammlung eine derartig große Anzahl an englischer Keramik aus dem eigenen Besitz zeigen kann, verdankt sie der Großzügigkeit des Kölner Sammlers Adolf Egner (1932-2010), dessen Schenkung an europäischer Keramik erheblich zur Erweiterung des eigenen Bestandes beigetragen hat. Egner hatte seine zahlreichen Reisen nach England immer wieder mit dem Besuch einzelner Keramikwerkwerkstätten verknüpft und so im Lauf der Jahre eine bemerkenswerte Sammlung englischer Keramik aufgebaut, die jetzt in einer Auswahl und ergänzt mit anderen Werken der Neuen Sammlung im Internationalen Keramik-Museum in Weiden zu sehen ist.

Araki. Tokyo
27.10.2017 - 04.03.2018

Der Japaner Nobuyoshi Araki (*1940) zählt zu den wohl produktivsten aber auch provokativsten Fotografen unserer Zeit. Araki eignet sich die ihn umgebende Welt seit den 1960er Jahren tagtäglich und obsessiv mit Hilfe des Mediums Fotografie an, eine Aneignung, die mittlerweile in fast 400 Büchern Niederschlag gefunden hat. Sein künstlerisches Werk umspannt ein vielfältiges Spektrum an Themen, von hocherotischen Frauendarstellungen, die international großes Aufsehen erregten, über artifizielle Stillleben, Pflanzenfotografien, reportagehaft anmutende Alltagsdarstellungen und Architekturaufnahmen bis hin zu sehr persönlichen, fast tagebuchartigen Fotografien von sich und seiner früh verstorbene Frau Yoko. Die aus 28 Diptychen bestehende Arbeit Tokyo (1969-1973) bildete die Originalvorlage für eines der ersten Buchprojekte Arakis, das in kleiner Auflage 1973 erschien und am Beginn seiner intensiven, bis heute andauernden Auseinandersetzung mit dem Lebens- und Stadtraum von Tokyo steht. In dieser frühen, noch konzeptuell ausgerichteten Arbeit kombiniert Araki Momentaufnahmen namenloser Passanten, die er an belebten Straßenkreuzungen beobachtete, mit den erotischen Selbstinszenierungen einer jungen Frau, die in anspielungsreichen Posen in Szene gesetzt ist. Die Kombination aus Straßenfotografien und den Aufnahmen eines nackten Frauenkörpers bedeuten für Araki bis heute die adäquate Form, seine Heimatstadt zu beschreiben, eine Verbindung, die sein gesamtes fotografisches Werk kennzeichnet. Die Gegensätze zwischen anonym und vertraut, bekleidet und nackt wie Innen- und Außenwelt fungieren als subtile Verweise auf die Trennung zwischen öffentlicher und privater Lebenswelt, zwischen Traum und Wirklichkeit. Die Passanten erscheinen wie der Betrachter in der Rolle der anonymen Zuschauer und spiegeln den voyeuristischen Blick auf den nackten Körper der Frau.

Joseph Beuys. Einwandfreie Bilder 1945-1984
14.11.2017 - 18.03.2018

Auf der documenta III im Sommer 1964 sah Lothar Schirmer erstmals Zeichnungen von Joseph Beuys. Im Frühjahr 1965, im Alter von 20 Jahren, und nach einer kurzen Korrespondenz mit dem Künstler erwarb er seine ersten Zeichnungen bei einem Besuch im Düsseldorfer Atelier des wohl wichtigsten deutschen Künstlers des 20. Jahrhunderts. Seither hat Schirmer seine Beuys-Sammlung an Handzeichnungen und Drucksachen kontinuierlich erweitert, auch Objekte, Skulpturen und Environments kamen mit tatkräftiger Förderung des Künstlers hinzu.

Kapsel 08: Polina Kanis
15.09.2017 - 18.03.2018

Die Kapsel-Ausstellungen am Haus der Kunst bieten jungen, aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt eine Gelegenheit, neuere Arbeiten in einem institutionellen Kontext vorzustellen. Die vierte Ausgabe dieser Reihe bespielen der aus Kolumbien stammende, in London lebenden Künstler Oscar Murillo und die russische Medienkünstlerin Polina Kanis. Polina Kanis (geb. 1985 in Leningrad, heute St. Petersburg) erkundet die Grenzen zwischen Film, Fotografie und Performance. Ihre Videos sind von einer markanten Spannung zwischen dem dargestellten Geschehen und der Welt jenseits des Bildkaders geprägt. Kanis‘ Protagonisten halten sich in geschlossenen Systemen auf, innerhalb derer unsichtbare Herrschaftsinstanzen ihr Verhalten auf automatisierte und ritualisierte Handlungen reduzieren. Diese mikrokosmischen Szenerien gehen der Frage nach, inwieweit ein vorgegebener Rahmen – sei er gesellschaftlich, politisch oder kulturell – Einfluss auf die ihm unterworfenen Lebewesen nimmt, wie er sie deformiert und ihre Beziehungen verfälscht und pervertiert, während die Betroffenen darum ringen, ihren Platz in der Gemeinschaft zu finden. Polina Kanis hat 2011 ihr Studium an der Moskauer Multimedia-Kunstschule Schkola Rodtschenko (Rodchenko Art School) abgeschlossen. Im selben Jahr wurde ihr Video "Eggs" (2010) mit dem Kandinksy-Preis in der Kategorie "beste Nachwuchskünstlerin" ausgezeichnet. 2016 gewann sie den Sergei Kurjochin-Preis in der Kategorie "Medienobjekte" für ihren Film "The Pool" (2015). Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, unter anderem im Parallelprogramm der Manifesta 10 und auf der 3. Uralischen Industriebiennale für zeitgenössische Kunst von 2015. Im Januar 2017 tritt Kanis eine Künstlerresidenz an der Rijksakademie van beeldende kunsten in Amsterdam an.

Kapsel 07: Oscar Murillo
15.09.2017 - 18.03.2018

Oscar Murillo hat sich in nur wenigen Jahren zu einer der aufregendsten künstlerischen Positionen entwickelt. Primär im Medium der Malerei beheimatet, sprengt er zugleich eben diesen Rahmen auf radikale Weise: Er integriert Video, Zeichnung, skulpturale, installative und performative Elemente in seine Präsentationen, denen eine intensive, unmittelbare und viszerale Qualität innewohnt. In Oscar Murillos Installationen findet sich der Betrachter in mitten eines klugen, hoch-ästhetischen und gleichzeitig existenziellen Spannungsfeld in dem es um das Verständnis von Arbeit und Spiel, Produktion und Konsum, Original und Aneignung, Zentrum und Peripherie genauso wie um die Beziehung von Materie und Transzendenz geht. Während sich Oscar Murillos Projekte noch vor einigen Jahren oft im Grenzbereich zu sozialen Experimenten bewegten, zeichnen sich seine jüngsten Installationen heute durch ein tastendendes Erkunden von Raum durch (malerische) Gesten aus und eröffnen damit historische, ökonomische, gesellschaftliche und philosophische Assoziationen. Seine raumgreifenden, extrem dichten Installationen umfassen schwere, teilweise zerschlissene und wieder zusammengenähte Leinwände, die beidseitig in schwarzer Ölfarbe bemalt sind und auf Stahlkonstruktionen, die an die Obduktionstische erinnern, drapiert sind oder wie auf Wäscheleinen aufgehängt, den Raum ordnen. An industriellen Haken montierte Waagen führen zu (einem memento mori ähnelnd) einer Taxonomie des Messens. Ein Gemisch aus Ton und Mais setzt dabei spröde skulpturale Akzente wie Lebenszeichen. Boden, Wände, der Raum selbst, und die Vielschichtigkeit von Blickachsen verbinden sich zu einer vibrierenden Konstellation, einem Bild für Transformation selbst. Sichtbar, spürbar wird die Lust und Intensität genauso wie die Fragilität des Lebens mit seinen unvereinbaren Gleichzeitigkeiten. Im Rahmen der Ausstellung von Oscar Murillo im Haus der Kunst wird in München ebenfalls das Projekt Frequencies durchgeführt. Frequencies ist ein seit 2013 fortlaufendes gemeinsames Projekt des Künstlers mit Familienmitgliedern und der Soziologin Clara Dublanc und Schulen verschiedenster Länder. Über den Zeitraum von sechs Monaten werden auf den Schulbänken Leinwände fixiert und damit die Schüler dazu angeregt, ihre Spuren, Zeichnungen und Ideen zu hinterlassen.

MOMENTE. Einmal erlebt. Nie vergessen.
14.07.2017 - 31.03.2018

Unvergessliche Szenen, die Geschichte schrieben. Ergreifende Augenblicke, die sich ins Gedächtnis gebrannt haben. Es gibt auch im Fußball Momente für die Ewigkeit – und genau diese können in der FC Bayern Erlebniswelt noch einmal erlebt werden. Die Sonderausstellung "MOMENTE. Einmal erlebt. Nie vergessen." versetzt die Besucher zurück in die entscheidenden Augenblicke aus den letzten fünf Jahrzehnten Vereinsgeschichte. Die Besucher können gemeinsam mit den Idolen des deutschen Rekordmeisters in Erinnerung schwelgen. In dem umfangreichen Filmmaterial kommen zahlreiche Bayern-Stars wie Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß, Franz Beckenbauer, Philipp Lahm, Oliver Kahn, Arjen Robben oder Sepp Maier zu Wort. Ein weiteres Highlight sind die 3-D-Installationen, in denen die Besucher Teil dreier Momente werden können. Deutlich wird an jedem Punkt der Ausstellung, welche Kraft vom Fußball ausgeht - Gänsehaut garantiert.

Luther imagines 17
05.07.2017 - 01.04.2018

Thema der Ausstellung "Luther imagines 17" sind die verschiedenen Luther-Bilder, wie sie vor allem im Spiegel der Kunstmedaille zum Ausdruck kommen. Im Laufe der letzten 500 Jahre hat sich ein "Kanon" von Luther-Festen herausgebildet, an dessen Spitze die Erinnerung an Luthers Geburt im Jahr 1483 und den Thesenanschlag von 1517 steht. Wie die Medaillen deutlich machen, bringt jedes Zeitalter sein eigenes Luther-Bild hervor: Ist der Reformator im 16. Jahrhundert der gefeierte Propheta Germaniae und "dritte Elias", im 17. und 18. Jahrhundert "Lichtbringer" und "Wiederhersteller der reinen Lehre", so lädt sich seine Gestalt im 19. Jahrhundert nationalistisch auf und wird gleichzeitig zum Vorbild für das Bürgertum, das ihm in vielen Städten Denkmale setzt. Die Feiern im Kriegsjahr 1917 heroisieren Luther als deutschesten der Deutschen. 1983 gedenkt auch die DDR seines 500. Geburtstags. Schließlich bestätigt die Feier des Reformationsjubiläums am 31. Oktober 2017 ein Wort Goethes: Die "produktive" Wirkung Luthers hält auch nach 500 Jahren noch an.

Hoch hinaus! Hütten und Wege in den Alpen.
09.03.2017 - 08.04.2018

Die Sonderausstellung "Hoch hinaus! Wege und Hütten in den Alpen" des Deutschen Alpenvereins (DAV) untersucht erstmalig das Phänomen der alpinen Schutzhütten sowohl aus kultur- als auch architekturgeschichtlicher Sicht. Im Mittelpunkt steht die Frage, was die Besonderheit der alpinen Wege und Hütten ausmacht und wie der Typus "Hütte" entstand. Parallel zur Ausstellungseröffnung wird auch die alte Höllentalangerhütte, die 2013 im Wetterstein abgetragen und auf der Praterinsel wiederaufgebaut wurde, feierlich eingeweiht. Eines der schönsten Ausstellungsstücke ist die Ur-Hölle. Sie ist ein wundervolles Beispiel für die Anfänge des Schutzhüttenbaus und erzählt ungewöhnliche Geschichten. In ihr können die Besucher Bergleben um 1900 hautnah erleben.

Gabriele Münter. Malen ohne Umschweife
31.10.2017 - 08.04.2018

Bevor Gabriele Münter sich der Malerei zuwandte, hatte sie bereits fotografiert, um 1900 und zwar zum ersten Mal in den USA. Bald wird sie anfangen zu malen, fast täglich, ihr Leben lang. Und Gabriele Münter geht ins Kino! Sie war eine offene und experimentierfreudige Künstlerin, vieles, was sie geleistet hat, ist bisher nur wenig wahrgenommen worden, weil ihr Werk meist durch den engen Fokus ihrer Biografie und ihrer Beziehung zu Kandinsky interpretiert wurde. Bis heute sind daher fast nur ihre Bilder aus der Zeit des "Blauen Reiter" im Zentrum der Aufmerksamkeit gewesen. Und so ist der Name Münter vorwiegend mit dem deutschen Expressionismus assoziiert, mit Murnau und dem Münter-Haus. Münters Werk ist jedoch deutlich facettenreicher, fantasievoller und stilistisch breitgefächerter als bisher bekannt.

Nur Müll?
15.07.2017 - 08.04.2018

Eine Mitmachausstellung für Tonnenforscher, Rohstoffsammler und Wertentdecker. Müll gibt es, seit es Menschen gibt. Früher ließ man ihn einfach irgendwo liegen, heute landen die Dinge, die nicht mehr gebraucht werden, nicht mehr essbar oder kaputt sind, in der Tonne. Deckel zu und erledigt! Aber ist das wirklich so einfach? Wohin wird der ganz Müll gebracht, und was passiert dann mit ihm? In der neuen Ausstellung wirst du zum Forscher! Wirf einen Blick in die großen Wertstoffcontainer und entdecke, was in ihnen steckt. Eine Glasflasche, ein Schulheft oder ein Handy – untersuche verschiedene Gegenstände und begleite sie auf ihrem teilweise abenteuerlichen Weg zur Verwertung. An verschiedenen Stationen kannst du die Dinge trennen, sortieren und zerlegen. Finde heraus, aus welchen Materialien sie bestehen, woher diese kommen, wie man sie entsorgen und wiederverwenden kann. Lüfte viele Geheimnisse rund um die Rohstoffe und finde wertvolle Schätze.

Again and Again — Sammlung Goetz im Haus der Kunst
15.09.2017 - 08.04.2018

In den 1990er-Jahren wurde der Loop – die Technik, mittels derer eine kurze Film- oder Videosequenz am Ende und am Anfang verbunden wird, sodass sich eine Endlosschleife ergibt – zu einem gängigen Stilmittel im Bereich der bewegten Bilder. Again and Again erforscht wie der Loop, sowie andere formale und räumliche Methoden wie etwa Mehrkanalinstallationen, Split Screen, oder Experimente mit Serialität das narrative Instrumentarium digitaler Videoarbeiten der 1990er- und 2000er-Jahre erweiterten. Ausgehend von diesen Strategien der Wiederholung durchleuchtet die Ausstellung gattungsspezifische Befragungen des mannigfaltigen Selbst. In den 1990er- und 2000er-Jahren wurde die Integrität von persönlicher Identität in Frage gestellt. Reality TV, Webcam-Kultur und Online-Portale wie Myspace erlaubten plötzlich Einblicke in ehemals private Bereiche anderer Leute. Eine stärkere Wahrnehmung von Überwachungstechnik und vermehrter Identitätsdiebstahl ließen Zweifel an der individuellen Souveränität im Informationszeitalter aufkommen. Weiterhin führten Diskussionen um Themen wie das Klonen von Menschen, Gentechnologie und Biopolitik zu einer fundamentalen Neubewertung individueller und kultureller Identität. Again and Again zeigt Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Brice Dellsperger, Tracey Emin, Mark Leckey und Bjørn Melhus, die eine Faszination für das gespaltene oder reproduzierte Subjekt aufweisen. Ob es der Künstler selbst ist, der persönliche Mythologien schafft, oder ob es die Figuren in seinem fiktionalen Universum sind, die fragmentiert und repliziert werden, hinterfragen die Arbeiten das Verständnis von dem Selbst um die Jahrtausendwende

Again and Again
15.09.2017 - 08.04.2018

Die Ausstellung Again and Again beschäftigt sich mit dem fragilen Bild vom Selbst in Videoarbeiten der 1990er- und 2000er-Jahre. Zu sehen sind 12 Werke, die durch die technischen Möglichkeiten digitaler Medienkunst das Spektrum der bildnerischen Gestaltung erweitert haben. Videokunst wurde schon in den Anfängen als Medium künstlerischer Selbstreflektion genutzt, denn anders als der analoge Film, erlaubten Videos die simultane Wiedergabe des gefilmten Materials auf einem Monitor. Die Auseinandersetzung mit den Konzepten des Selbst hat im Hinblick auf die Genderforschung, neue wissenschaftliche Entwicklungen und die fortschreitende Selbstinszenierung in den Massenmedien und sozialen Netzwerken nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Dabei haben Künstlerinnen und Künstler durch neue Erzähltechniken in der Medienkunst wie Loop, Mehrkanalprojektion und Splitscreen das bildnerische Repertoire ständig erweitert. Die Verbindung von Psychologie und bewegtem Bild untersuchen Kristin Lucas (*1968, Davenport, US), Tracey Emin (*1963, Croydon, GB) und Doug Aitken (*1968, Redondo Beach, US) in ihren Arbeiten. Bei Mathilde ter Heijne (*1969, Straßburg, FR), Candice Breitz (*1972, Johannesburg, SA) und Cindy Sherman (*1954 Glen Ridge, US) geht es um Fragen der weiblichen Identität. Brice Dellsperger (*1972, Cannes, FR) Mark Leckey (*1964, Birkenhead, GB), Ryan Trecartin (*1981, Webster, US) und Matthew Barney (*1967, San Francisco, US) erweitern das Spektrum der Gender-Identitäten und lassen die Grenzen fluid erscheinen. Der Titel der Ausstellung Again and Again ist der gleichnamigen 1-Kanal-Installation von Björn Melhus (*1966, Kirchheim unter Teck, DE) entlehnt, in der er sich auf eine humorvolle Art und Weise mit der Thematik des Klonens beschäftigt und die auf acht Monitoren präsentiert wird.

Futuro. A Flying Saucer in town
02.06.2017 - 03.06.2018

Das FUTURO ist nicht nur das bekannteste und innovativste, sondern auch eines der ersten in Serie produzierten Kunststoffhäuser der Welt. Kein anderes Objekt verkörpert den Glauben an den technologischen Fortschritt und an die Zukunft des Raumfahrtzeitalters der späten 1960er-Jahre besser als das FUTURO. Nicht umsonst sollte es zum Inbegriff des utopischen Designs werden. Das in Segmentbauweise aus glasfaserverstärktem Polyester bestehende Haus war für unterschiedliche Verwendungszwecke vorgesehen. Ursprünglich als Skihütte für unwegsames Gelände geplant, konnte es aber auch als Wochenendhaus, Unterrichtsraum oder gar als Bankfiliale dienen. In seiner Form, Ausstattung und durch seine vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten veranschaulicht das FUTURO exemplarisch die visionären Designideen jener Epoche zwischen Pop und Sozialrevolution, die letztendlich die Idee des Funktionalismus spaltete.

Veranstaltungskalender

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