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VERMISST. Der Turm der Blauen Pferde von Franz Marc
09.03.2017 - 05.06.2017

Kaum ein zweites Meisterwerk der Klassischen Moderne hat eine vergleichbar wechselvolle Geschichte wie das Gemälde Der Turm der blauen Pferde (1913) von Franz Marc. Durch seine abwechselnde Präsenz in München und Berlin verbindet es die beiden Kunstmetropolen, wird beinahe zerstört, gerettet und wieder bewahrt, bevor es nach dem zweiten Weltkrieg spurlos verschwindet. Bis heute fragen sich Kunsthistoriker und Historiker: Wo ist der Turm der Blauen Pferde? Eine spekulative Frage, der sich eine Gruppe von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern in Berlin und München stellt und die Ergebnisse in zwei parallelen Ausstellungen präsentiert. Im Frühling 1913 malte Franz Marc das Bild auf dem Land in der Nähe von München, um es im gleichen Jahr in Berlin vorzustellen. Nach dem Tod von Franz Marc im Ersten Weltkrieg wird es 1919 auf der Gedächtnisausstellung in der Münchner Neuen Sezession zentral präsentiert und noch im gleichen Jahr von Ludwig Justi zu einem ungewöhnlich hohen Preis für die "Neue Abteilung" der Berliner Nationalgalerie erworben. Als "entartet" 1937 gebrandmarkt und aus dem öffentlichen Museumsbesitz entfernt, ist es noch im selben Sommer für wenige Tage auf der ersten Station der Ausstellung "Entartete Kunst" in den Münchner Hofgartenarkaden zur Schau gestellt. Aufgrund der engagierten Kritik einzelner Bürger wird es lautlos entfernt, kommt später in ein Sammellager zur Verwertung "entarteter" Kunst nach Berlin zurück, wo es von Hermann Göring einbehalten wird und letztlich in seinen unrechtmäßigen Besitz übergeht. Kurz nach Kriegsende soll Der Turm der blauen Pferde 1945 beziehungsweise 1948/49 angeblich noch einmal in Berlin gesehen worden sein. Unabhängig voneinander haben drei wichtige Zeugen das Bild am Leipziger Platz, im späteren Haus am Waldsee und zuletzt vis-a-vis im Haus der Jugend in Berlin Zehlendorf gesehen. Danach verlieren sich die Spuren. Das Haus am Waldsee in Berlin und die Staatliche Graphische Sammlung in München haben zwanzig zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler von internationalem Rang eingeladen, die Geschichte des Gemäldes mit den Mitteln der Malerei, der Zeichnung, der Bildhauerei, der Fotografie, Installation und Literatur in einer Doppelausstellung aus heutiger Sicht zu reflektieren.

Gabriele Münter. Malen ohne Umschweife
31.10.2017 - 08.04.2018

Bevor Gabriele Münter sich der Malerei zuwandte, hatte sie bereits fotografiert, um 1900 und zwar zum ersten Mal in den USA. Bald wird sie anfangen zu malen, fast täglich, ihr Leben lang. Und Gabriele Münter geht ins Kino! Sie war eine offene und experimentierfreudige Künstlerin, vieles, was sie geleistet hat, ist bisher nur wenig wahrgenommen worden, weil ihr Werk meist durch den engen Fokus ihrer Biografie und ihrer Beziehung zu Kandinsky interpretiert wurde. Bis heute sind daher fast nur ihre Bilder aus der Zeit des "Blauen Reiter" im Zentrum der Aufmerksamkeit gewesen. Und so ist der Name Münter vorwiegend mit dem deutschen Expressionismus assoziiert, mit Murnau und dem Münter-Haus. Münters Werk ist jedoch deutlich facettenreicher, fantasievoller und stilistisch breitgefächerter als bisher bekannt.

Nur Müll?
15.07.2017 - 08.04.2018

Eine Mitmachausstellung für Tonnenforscher, Rohstoffsammler und Wertentdecker. Müll gibt es, seit es Menschen gibt. Früher ließ man ihn einfach irgendwo liegen, heute landen die Dinge, die nicht mehr gebraucht werden, nicht mehr essbar oder kaputt sind, in der Tonne. Deckel zu und erledigt! Aber ist das wirklich so einfach? Wohin wird der ganz Müll gebracht, und was passiert dann mit ihm? In der neuen Ausstellung wirst du zum Forscher! Wirf einen Blick in die großen Wertstoffcontainer und entdecke, was in ihnen steckt. Eine Glasflasche, ein Schulheft oder ein Handy – untersuche verschiedene Gegenstände und begleite sie auf ihrem teilweise abenteuerlichen Weg zur Verwertung. An verschiedenen Stationen kannst du die Dinge trennen, sortieren und zerlegen. Finde heraus, aus welchen Materialien sie bestehen, woher diese kommen, wie man sie entsorgen und wiederverwenden kann. Lüfte viele Geheimnisse rund um die Rohstoffe und finde wertvolle Schätze.

Seth Price - Social Synthetic
21.10.2017 - 08.04.2018

Das Museum Brandhorst präsentiert die international erste Überblicksausstellung des US-amerikanischen Künstlers Seth Price. Die mehr als 150 Werke umfassende Ausstellung zeigt Skulpturen, Filme, Fotografien, Zeichnungen, Malerei, Video, Kleider und Textilien, Web-Design, Musik und Dichtung. Programmatisch dringt Price in Territorien jenseits der bildenden Kunst vor, indem er die Produktions- und Vertriebsformen der Musikindustrie, der Modewelt und des Literaturbetriebs aufgreift und nutzt. Dabei beschäftigt er sich mit den fundamentalen Veränderungen der visuellen Kultur, die mit der flächendeckenden Etablierung digitaler Medien einhergehen. "Seth Price – Social Synthetic" ist eine Kollaboration des Museum Brandhorst mit dem Stedelijk Museum Amsterdam, wo die Ausstellung vom 15. April bis 3. September 2017 zu sehen sein wird. Eine neue Werkserie schließt die im Jahr 2000 einsetzende Präsentation der vielseitigen und einflussreichen Praxis von Seth Price ab.

Again and Again — Sammlung Goetz im Haus der Kunst
15.09.2017 - 08.04.2018

In den 1990er-Jahren wurde der Loop – die Technik, mittels derer eine kurze Film- oder Videosequenz am Ende und am Anfang verbunden wird, sodass sich eine Endlosschleife ergibt – zu einem gängigen Stilmittel im Bereich der bewegten Bilder. Again and Again erforscht wie der Loop, sowie andere formale und räumliche Methoden wie etwa Mehrkanalinstallationen, Split Screen, oder Experimente mit Serialität das narrative Instrumentarium digitaler Videoarbeiten der 1990er- und 2000er-Jahre erweiterten. Ausgehend von diesen Strategien der Wiederholung durchleuchtet die Ausstellung gattungsspezifische Befragungen des mannigfaltigen Selbst. In den 1990er- und 2000er-Jahren wurde die Integrität von persönlicher Identität in Frage gestellt. Reality TV, Webcam-Kultur und Online-Portale wie Myspace erlaubten plötzlich Einblicke in ehemals private Bereiche anderer Leute. Eine stärkere Wahrnehmung von Überwachungstechnik und vermehrter Identitätsdiebstahl ließen Zweifel an der individuellen Souveränität im Informationszeitalter aufkommen. Weiterhin führten Diskussionen um Themen wie das Klonen von Menschen, Gentechnologie und Biopolitik zu einer fundamentalen Neubewertung individueller und kultureller Identität. Again and Again zeigt Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Brice Dellsperger, Tracey Emin, Mark Leckey und Bjørn Melhus, die eine Faszination für das gespaltene oder reproduzierte Subjekt aufweisen. Ob es der Künstler selbst ist, der persönliche Mythologien schafft, oder ob es die Figuren in seinem fiktionalen Universum sind, die fragmentiert und repliziert werden, hinterfragen die Arbeiten das Verständnis von dem Selbst um die Jahrtausendwende

Again and Again
15.09.2017 - 08.04.2018

Die Ausstellung Again and Again beschäftigt sich mit dem fragilen Bild vom Selbst in Videoarbeiten der 1990er- und 2000er-Jahre. Zu sehen sind 12 Werke, die durch die technischen Möglichkeiten digitaler Medienkunst das Spektrum der bildnerischen Gestaltung erweitert haben. Videokunst wurde schon in den Anfängen als Medium künstlerischer Selbstreflektion genutzt, denn anders als der analoge Film, erlaubten Videos die simultane Wiedergabe des gefilmten Materials auf einem Monitor. Die Auseinandersetzung mit den Konzepten des Selbst hat im Hinblick auf die Genderforschung, neue wissenschaftliche Entwicklungen und die fortschreitende Selbstinszenierung in den Massenmedien und sozialen Netzwerken nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Dabei haben Künstlerinnen und Künstler durch neue Erzähltechniken in der Medienkunst wie Loop, Mehrkanalprojektion und Splitscreen das bildnerische Repertoire ständig erweitert. Die Verbindung von Psychologie und bewegtem Bild untersuchen Kristin Lucas (*1968, Davenport, US), Tracey Emin (*1963, Croydon, GB) und Doug Aitken (*1968, Redondo Beach, US) in ihren Arbeiten. Bei Mathilde ter Heijne (*1969, Straßburg, FR), Candice Breitz (*1972, Johannesburg, SA) und Cindy Sherman (*1954 Glen Ridge, US) geht es um Fragen der weiblichen Identität. Brice Dellsperger (*1972, Cannes, FR) Mark Leckey (*1964, Birkenhead, GB), Ryan Trecartin (*1981, Webster, US) und Matthew Barney (*1967, San Francisco, US) erweitern das Spektrum der Gender-Identitäten und lassen die Grenzen fluid erscheinen. Der Titel der Ausstellung Again and Again ist der gleichnamigen 1-Kanal-Installation von Björn Melhus (*1966, Kirchheim unter Teck, DE) entlehnt, in der er sich auf eine humorvolle Art und Weise mit der Thematik des Klonens beschäftigt und die auf acht Monitoren präsentiert wird.

Crystallos-Kristall
13.12.2017 - 08.04.2018

Kristalle, mit ihren glänzenden und funkelnden Flächen, Kanten, Spitzen haben den Menschen schon immer fasziniert. Während der Begriff ursprünglich nur den Bergkristall bezeichnete, hat sich die heutige Vorstellung ausgeweitet. Heute bezeichnet Kristall jeden festen Körper, dessen Bauteile (Atome, Ionen, Moleküle) gesetzmäßig angeordnet sind. Die meisten in der Natur vorkommenden Minerale bilden Kristalle, alle Edelsteine (mit Ausnahme des Opals), alle Metalle von Gold über Silber bis zum Platin. Mittlerweile ist aber nicht nur die Natur Quelle einer Vielzahl von Kristallen, zahlreiche Kristalle - auch solche, die in der Natur gar nicht vorkommen - werden vom Menschen künstlich hergestellt und dienen den verschiedensten industriellen und technischen Zwecken. All unsere Computer, die selbstverständlichen Notebooks, Smartphones gäbe es ohne Kristalle nicht, genauso wie Quarzuhren oder Solarzellen. Diesem weitgefassten Thema ist die diesjährige Sonderausstellung im Museum Reich der Kristalle gewidmet: Beginnend in der Antike mit der verschiedenen Vorstellungen über Entstehung und Aufbau der Kristalle bis hin zur modernen Kristallzuchttechnik und der Anwendung von Kristallen in allen Bereichen unseres Lebens. Das Schönste, was die Natur an Kristallen bieten kann, wird in dieser Ausstellung gezeigt. Da gibt es riesige leuchtende Bergkristalle und beeindruckende Amethystdrusen, aber auch Aquamarine, Smaragde, Rubine, Saphire und Diamanten, genauso wie Kristalle von Gold und Silber und Seltenheiten aus der Natur, wie sie noch nie zu sehen waren.

Der Geheimcode der Sterne. 200 Jahre Fraunhoferlinien
22.11.2017 - 08.04.2018

Als Joseph Fraunhofer vor genau 200 Jahren sein von hunderten schwarzen Linien durchzogenes Sonnenspektrum in München veröffentlichte, ahnte er selbst noch nicht die Tragweite seiner Entdeckung. Erst die Spektralanalysen von Kirchhoff und Bunsen zeigten gut 40 Jahre später, dass Fraunhofer den Schlüssel für den Geheimcode der Sterne geliefert hatte. Das Deutsche Museum feiert das Jubiläum der Fraunhofer-Linien mit einer Vortragsreihe und einer kleinen Sonderausstellung, bei der erstmals zwei farbige Originaldrucke des Spektrums in der Akademiesammlung gezeigt werden.

Liesl Karlstadt - Schwere Jahre 1935 - 1945
12.12.2017 - 10.04.2018

Am 6. April 1935 versuchte Liesl Karlstadt sich das Leben zu nehmen. Es folgten schwere Jahre, geprägt von langen Aufenthalten in Kliniken und Rehabilitation, von Gehversuchen und Rückschlägen. Ihre Verzweiflung spiegelt sich in Briefen aus der Zeit. Anlässlich des 125. Geburtstages von Liesl Karlstadt am 12. Dezember richtet das Valentin-Karlstadt-Musäum den Blick auf ihre schweren Jahre von 1935 bis 1945. Mit vielen Bildern, Dokumenten und bisher unveröffentlichten Briefen wird diese schwierige Zeit im Leben und Wirken von Liesl Karlstadt beleuchtet.

Schiffe setzen über. Ausstellung mit und von koreanischen Künstler*innen
16.03.2018 - 15.04.2018

Südkorea hat in den letzten 40 Jahren ein rasantes Wirtschaftswachstum erfahren, trotzdem bleibt das Land klein und die Ressourcen arm. Die Anpassung der Koreaner an das westliche Wirtschaftssystem und die Herausforderung der Globalisierung verliefen deswegen insbesondere über die Rückbesinnung auf das Nomadentum. Auch in der Kunstszene ist das Phänomen der Migration seit den 60er Jahren stark verbreitet - darunter ist Deutschland ein beliebtes Ziel koreanischer Künstler. Die Gründe und Motivationen künstlerischer Migration will die Ausstellung "Schiffe setzen über" untersuchen und stellt dabei Kunstwerke koreanischer Künstler und Münchner Künstler koreanischer Herkunft gegenüber.

Lua Cão.Alexandre Estrela + João Maria Gusmão & Pedro Paiva
17.02.2018 - 15.04.2018

Der Kunstverein München präsentiert die großflächige Ausstellung Lua Cão, die anhand von umfangreichen Werkgruppen der portugiesischen Künstler Alexandre Estrela und dem Künstlerduo João Maria Gusmão & Pedro Paiva die Schnittstelle zwischen Experimentalfilm und Video untersucht. Das von Natxco Checa kuratierte Projekt umfasst eine Ausstellung in den drei Haupträumen des Kunstvereins, seinem Kino und dem Foyer sowie einer Reihe von diskursiven Veranstaltungen. Lua Cão ist ein choreographiertes und immersives Bewegtbild-Experiment mit einer Reihe von Filmen, Videos, Objekten und Bildern, die in fünf Konstellationen arrangiert werden. Alle fünfzehn Minuten wechselt die Ausstellung nach einem technischen Skript eines Filmvorführers, der die Zuschauer durch den Raum führt, die Ausrüstung an- und ausschaltet, einen interpretativen Hintergrund gibt und Fragen beantwortet.

New Forms of Beauty I. Neue Formen der Gestaltung zwischen Kunst und Funktion
01.03.2018 - 15.04.2018

In seinem Ausstellungskonzept "New Forms of Beauty" verbindet der Münchner Künstler Stefan Lenhart die Idee des künstlerischen Werks mit der Idee der Funktion. Zu seinem Ausstellungsprojekt hat er sieben weitere Künstler_innen aus München, Wien und Berlin eingeladen. In ihren Arbeiten verbinden die zu diesem Projekt eingeladenen Künstler_innen Aspekte Bildnerischer und Angewandter Kunst. Das Zusammenspiel von Kunst und Funktion zeigen sie in Werken, die unterschiedlichen Auffassungen und Formensprachen folgen. Freie und Angewandte Kunst begegnen sich auf eine Ebene. Die technischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts, wie die Digitalisierung, fordern dazu auf, das Thema der Anwendung von Kunst neu zu bewerten.

Hirsch Aub - Porträt eines Rabbiners
11.10.2017 - 29.04.2018

Als sich 1825 in München der Anwärter auf das Rabbineramt Hirsch Aub gegen 13 weitere Kandidaten durchsetzte, begründete dies eine 45 Jahre andauernde Ära, in der der Rabbiner seine Gemeinde durch bewegte Zeiten leiten sollte. Die im Zuge der Emanzipation jüdischer Bürger_innen einsetzende Reformbewegung innerhalb des Judentums ging vielerorts nicht konfliktfrei vonstatten, sowohl in den Gemeinden selbst als auch in Bezug auf die christlichen Kirchen. Durch seine klare Eine Schenkung des Jewish Museum New York, ein großformatiges Porträtgemälde Hirsch Aubs um 1850, ermöglicht es dem Jüdischen Museum München nun, Münchens prägenden Rabbiner angemessen in Szene zu setzen und im Rahmen einer Studienraumausstellung zu präsentieren.Positionierung zur traditionellen Religionsausübung, die sich dennoch einigen Elementen der neuen Gottesdienstform offen gegenüber zeigte, gelang es Aub, die Einheit der jüdischen Gemeinde in München zu wahren und gleichzeitig Wohlwollen und Anerkennung auf staatlicher Seite zu gewinnen.

A good neighbour
14.12.2017 - 29.04.2018

Die Epoche, in der wir leben, fordert uns auf neue Weise heraus. Die Grenzen zwischen Privatem und Öffentlichem sind unscharf geworden. Alte Verbindungen lösen sich auf, neue Allianzen entstehen, der Wert von friedlicher Koexistenz steht auf dem Prüfstand. Internationale Künstlerinnen und Künstler, eingeladen von Elmgreen & Dragset, beleuchten Vorstellungen von guter Nachbarschaft und den Umgang mit Eigenem und Fremdem. Als erste Kooperation der Pinakothek der Moderne mit der Istanbul Biennale bildet "a good neighbour" auch eine Brücke zwischen der Türkei und Deutschland.

Wohnungen, Wohnungen, Wohnungen! Wohnungsbau in Bayern 1918 - 2018
16.02.2018 - 13.05.2018

Das Thema Wohnungsbau ist heute so aktuell wie vor hundert Jahren. Die Ausstellung aus Anlass des Jubiläumsjahres 2018 "Wir feiern Bayern" widmet sich speziell dem Wohnungsbau im Freistaat Bayern im Kontext politischer Entscheidungen und Maßnahmen sowie wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen. Raumkonzepte und architektonische Lösungen als Spiegel jeweiliger Lebensverhältnisse werden dabei ebenso dargestellt wie Bau- und Siedlungsprogramme – insbesondere zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus im Freistaat und des Wohnens für eine breite Bevölkerungsschicht. Die Auseinandersetzung mit den Bautypen – vom Eigenheim, über die Kleinsiedlung und den mehrgeschossigen Zeilenbau bis zur Großsiedlung – führt den Blick nicht nur auf städtische Baumaßnahmen, sondern auch auf die ländlich geprägten Regionen Bayerns.

Die ersten Jahre der Professionalität 37
25.04.2018 - 20.05.2018

Nachwuchsförderung ist eine der zentralen Aufgaben der GALERIE DER KÜNSTLER und fester Bestandteil des Ausstellungsprogramms. Auch im 37. Jahr des Bestehens der "Ersten Jahre der Professionalität" bekommen wieder sieben junge Künstler ein Forum, ihre aktuellen Arbeiten zu zeigen und die Öffentlichkeit hat Gelegenheit, neue Entdeckungen in der Münchner Kunstlandschaft zu machen.

SkizzenBuchGeschichten - Skizzenbücher der Staatlichen Graphischen Sammlung München
22.02.2018 - 21.05.2018

Zeichnen und Schreiben in Skizzenbüchern sind seit Jahrhunderten und bis heute wesentlicher Bestandteil künstlerischer Praxis. Die graphischen Spuren in den Büchern sind geprägt durch große Unmittelbarkeit wie Heterogenität: Wahrnehmungen, Gedanken und Erinnerung können bewahrt, strukturiert und reflektiert werden. Gleichzeitig bieten Skizzenbücher einen geschützten Raum, um jenseits aller ästhetischen Erwartungen und Konventionen Neues zu entwickeln. Mit der Ausstellung wird das Thema Skizzenbuch erstmals im Mittelpunkt einer umfassenden musealen Präsentation stehen. Die Staatliche Graphische Sammlung München bewahrt etwa 260 Skizzenbücher vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart, von Malern, Zeichnern, Bildhauern, Architekten wie auch Reiseskizzenbücher. Anhand dieses reichen Bestandes wird die Ausstellung die Entwicklungsgeschichte des Mediums nachzeichnen und – über die Jahrhunderte hinweg bis in die Gegenwart – Dialoge zwischen Skizzenbüchern, Künstlern und Betrachtern initiieren.

FORUM 045: Arne Schmitt
23.02.2018 - 27.05.2018

FORUM 045, das Ausstellungsformat für junge Fotografie des Münchner Stadtmuseums, präsentiert zwei Arbeiten von Arne Schmitt (geb. 1984, Mayen). Der Kölner Künstler befasst sich konsequent mit der Architektur der Moderne und der Nachkriegszeit. Seine Werke reflektieren den Entstehungskontext und den Zeitgeist prägender Bauwerke oder Bautypologien. Zugleich befragen sie kritisch unseren gegenwärtigen Umgang mit der bundesrepublikanischen Architekturgeschichte. Der Ausstellungstitel Persönlichkeit und System bezieht sich auf Schmitts Arbeiten "In neuer Pracht" (2017) und "Mit weniger mehr schaffen" (2016). Diese widmen sich einem Bauherrn und einem Architekten, sowie deren spezifischen Leistungen: Als Bauherr zeichnete der Versicherungsunternehmer Hans Gerling (1915-1991) verantwortlich für die Errichtung seines imposanten und stadtteilprägenden Kölner Firmensitzes.

Futuro. A Flying Saucer in town
02.06.2017 - 03.06.2018

Das FUTURO ist nicht nur das bekannteste und innovativste, sondern auch eines der ersten in Serie produzierten Kunststoffhäuser der Welt. Kein anderes Objekt verkörpert den Glauben an den technologischen Fortschritt und an die Zukunft des Raumfahrtzeitalters der späten 1960er-Jahre besser als das FUTURO. Nicht umsonst sollte es zum Inbegriff des utopischen Designs werden. Das in Segmentbauweise aus glasfaserverstärktem Polyester bestehende Haus war für unterschiedliche Verwendungszwecke vorgesehen. Ursprünglich als Skihütte für unwegsames Gelände geplant, konnte es aber auch als Wochenendhaus, Unterrichtsraum oder gar als Bankfiliale dienen. In seiner Form, Ausstattung und durch seine vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten veranschaulicht das FUTURO exemplarisch die visionären Designideen jener Epoche zwischen Pop und Sozialrevolution, die letztendlich die Idee des Funktionalismus spaltete.

Kiki Smith — Procession
02.02.2018 - 03.06.2018

Seit über drei Jahrzehnten befasst sich die 1954 in Nürnberg geborene US-amerikanische Künstlerin Kiki Smith in ihrem facettenreichen Œuvre mit den politischen und sozialen, aber auch den philosophischen und geistigen Aspekten der menschlichen Natur. Furchtlos erkundet sie den Körper und setzt sich zugleich auf komplexe Weise mit der "conditio humana" auseinander. Ihre Werke verhandeln Fragen von Alter und Tod, Verwundung und Heilung, Wiederbelebung, Fragmentierung, Geburt, Sexualität, Gender und Erinnerung. Neben Skulpturen produziert Smith vor allem Zeichnungen, Radierungen und Lithographien, aber auch Künstlerbücher, Fotografien, Videos sowie in jüngster Zeit auch Bildteppiche. Dabei greift sie ebenso auf traditionelle wie moderne handwerkliche Verfahren zurück. Bemerkenswert ist die Vielfalt der von ihr verwendeten Materialien, darunter unter anderem Bronze, Gips, Glas, Porzellan, Papier, Aluminium, Latex, Federn und Bienenwachs. Die Ausstellung bietet einen Überblick über Smiths künstlerisches Schaffen der letzten drei Jahrzehnte. So ist das Frühwerk unter dem Eindruck der schlagartigen politischen, sozialen und kulturellen Veränderungen in den 1980er-Jahren entstanden, die von den Folgen der AIDS-Epidemie, von leidenschaftlich geführten Diskursen über Sexualität und Gender sowie von feministischen Aktivitäten geprägt waren. Seit den frühen 1990er-Jahren befasst sich Smith dagegen zunehmend mit alternativen historischen Narrativen und setzt sich mit Mythen, Legenden und Sagen, Glaubensfragen sowie den Traditionen nicht-abendländischer Kulturen auseinander. "Procession" präsentiert die ganze Vielfalt ihres Œuvres und zeichnet dessen Entwicklung bis in die jüngste Zeit nach.

Jablonec '68 1. Internationales Silberschmuck-Symposium
10.03.2018 - 03.06.2018

Im Jahr 2018 jährt sich zum 50. Mal der Jahrestag des 1. Internationalen Silberschmuck-Symposiums Jablonec ’68. Die Neue Sammlung widmet diesem einzigartigen historischen Moment in der Geschichte des Autorenschmucks eine Ausstellung aus Anlass seines 50-jährigen Jubiläums, in der die damals entstandenen Schmuckarbeiten erstmals wieder zu sehen sind. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts galt Jablonec nad Nisou mit seiner Nähe zu den böhmischen Glaszentren Libereč und Železný Brod als Mekka der Schmuckindustrie. Glasperlen und -schmuck wurden bis nach Afrika exportiert und Industrieausstellungen fanden statt. Ende der 1960er-Jahre traf die allgemein schwierige wirtschaftliche Situation auch die tschechoslowakische Schmuckindustrie. Das Schmucksymposium sollte mit Hilfe einer modernen Formsprache und dem internationalen Austausch einen Ausweg aus diesem Dilemma schaffen und an die Erfolge des tschechoslowakischen Schmucks auf den Weltausstellungen in Brüssel 1958 und Montreal 1967 anschließen.

Veranstaltungskalender

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