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Ausstellungen

Thomas Bayrle
13.12.2016 - 05.03.2017

Thomas Bayrle (geb. 1937 in Berlin) verdankt die Kunstgeschichte das Bewusstsein für die Sinnlichkeit von Maschinen und die Ästhetik maschineller Produktion. Er ließ sich in den 1950er Jahren zum Weber und Grafiker ausbilden. Als einer der ersten Künstler in Deutschland arbeitete er mit computergenerierten Bildern und bediente sich des Prinzips des Seriellen, was ihn früh in die Nähe der amerikanischen Pop Art rückte. Bayrle befasst sich ästhetisch mit den sozialen Organisationsgesetzen von Individuum und Masse, wobei er seine Bildmotive der Alltagswirklichkeit des Menschen und der ihn umgebenden Waren- und Konsumwelt entnimmt. Das Wachstum urbaner Strukturen sowie auf Massengebrauch angelegter Fortbewegungsmittel versteht er als einen Kreislauf, der zwar von der Wirtschaft angekurbelt wird, diese aber wiederum auch in Gang hält. Er beschäftigt sich mit diesen Strukturen einerseits kritisch, andererseits bewusst als Konsument und Teilnehmer.

Tone Vigeland. Schmuck - Objekt - Skulptur
11.03.2017 - 11.06.2017

Skandinavischer Autorenschmuck ist ohne sie und ihre Arbeiten nicht vorstellbar. Tone Vigelands Schmuckobjekte waren bereits zu Beginn der 1960er-Jahre fester Bestandteil heute längst legendär gewordener Ausstellungen und Publikationen, wie etwa der 1961 in der Goldsmiths Hall London stattgefundenen Ausstellung "International Exhibition of Modern Jewellery". Dort wurde die seinerzeit noch junge Kunstrichtung des Autorenschmucks erstmals einer Öffentlichkeit vorgestellt. In ihrem 80. Lebensjahr richtet Die Neue Sammlung der Grande Dame der skandinavischen Schmuckkunst nun ihre erste Einzelausstellung auf dem europäischen Kontinent außerhalb Skandinaviens aus – 50 Jahre nachdem 1967 Vigelands erste Solo-Ausstellung im Kunstnerneshus (Künstlerhaus) in Oslo stattfand. Tone Vigelands Arbeiten umschmeicheln fließend den menschlichen Körper und sind doch aus Metall. Sie oxidiert das hell glänzende Silber bis es schwarz wie Eisen ist. Durch Hautkontakt gewinnt das Silber sein Spiel mit dem Licht zurück, erhält das Schmuckobjekt ungeahnte metallische Farbvalenzen. Jedes Stück individualisiert durch seinen Träger. Die Arbeiten bestechen durch ihre Größe und Volumina, bestehen aber aus einer unvorstellbaren Vielzahl von kleinsten, handgearbeiteten Teilen – aus Silberdraht gedrehten Röhrchen, exakt geschnittenen rechteckigen und runden Plättchen oder winzigen Kügelchen und Ösen – unsichtbar für den Betrachter miteinander verbunden. Tone Vigelands Kunst am Körper wirkt modern und zugleich archaisch.

Unter der Treppe: Konstellationen
11.03.2017 - 11.06.2017

2017 lädt Die Neue Sammlung das Atelier S+M+L_XL Metall und Schmuck, die Klasse der Akademie der Bildenden Kunst und Design in Bratislava ein, mit ihren Schmuckarbeiten zu Gast zu sein. Dies nicht genug feiert die 1992 gegründete Klasse ihr 25-jähriges Bestehen. Jüngste Arbeiten – Schmuck aufgrund unterschiedlicher Konstellationen – sind in einer Präsentation der Studenten zu sehen.

Alles klar? Wie wir miteinander kommunizieren
16.07.2016 - 18.06.2017

Plaudern, telefonieren, simsen, winken, jemanden anlächeln, die Augen verdrehen - es gibt viele Möglichkeiten sich etwas mitzuteilen. In der kommenden Ausstellung kannst du die Vielseitigkeit unserer Kommunikation kennenlernen. Lausche dem Klang der Weltsprachen und erforsche die Emotionen in deinem Gesicht. Entdecke was dein Körper sagt und finde heraus was notwendig ist, damit andere dich verstehen. Wie kommuniziert man mit Menschen, denen man nicht gegenübersteht? Chatte, telefoniere oder telegrafiere mit anderen Besuchern und experimentiere mit Wort und Schrift. Aber auch über Schilder, Zeichen und Plakate kannst du anderen Wichtiges mitteilen. So wie wir mit diesem Text ;-) Na, alles klar?

Aus dem Land des Schneelöwen. Kostbarkeiten aus Tibet 15.–20. Jahrhundert. Die Sammlung Justyna und Michael Buddeberg
09.12.2016 - 18.06.2017

1994 erwarben Justyna und Michael Buddeberg bei ihrem ersten Besuch in Lhasa einen kleinen Sitzteppich. Damit war die Begeisterung für Tibet und seine Kultur geweckt – und der Grundstein für eine große Sammlung gelegt. Tibetische Teppiche und Textilien, die das Paar auf insgesamt 16 Reisen ins zentralasiatische Hochland zusammentrugen, bilden den Schwerpunkt der nun erstmals ausgestellten Sammlung. Ergänzt wurde sie durch gezielte Ankäufe in Europa, Asien und den USA.Teppiche zum Sitzen und Schlafen oder als Ausstattung für Reitpferde spielten in der traditionellen Kultur Tibets eine zentrale Rolle. Sie faszinieren durch die Vielfalt an Formen und Motiven und die Perfektion ihrer Technik. Besonders bezaubern die takyab genannten Knüpfteppiche zum Schmuck der Pferdestirnen. Nicht ohne Grund werden diese Kleinode der Knüpftechnik auch als "Pferdejuwelen" bezeichnet. Die Sammlung Buddeberg umfasst darüber hinaus tibetischen Schmuck, Amulettbehälter sowie bemalte Möbel aus Klöstern und adeligen Haushalten. Bisher von der Forschung weitgehend unbeachtet sind die prachtvoll verzierten Endkappen von Thangka-Stangen. Sie dienten als Griffe, um die bekannten Rollbilder, die Thangkas, auf- oder abzurollen und stellen Meisterwerke tibetischer Metallbearbeitungskunst aus fünf Jahrhunderten dar. Ergänzt wird die Präsentation durch ausgewählte Teppiche aus der Sammlung Karl Steiner, dem Reisebegleiter und Sammlerkollegen von Justyna und Michael Buddeberg.

Korea: Design + Plakat
04.03.2017 - 18.06.2017

Explosion und Chaos - oder Land der Morgenstille? Zwischen diesen Extremen oszilliert Design in Südkorea. Mit ausgewählten Objekten zeigt Die Neue Sammlung erstmals Design, Kunsthandwerk und Plakate aus Südkorea, beginnend mit den 1980er-Jahren. Unter Design versteht man in Korea sowohl Kunsthandwerk als auch die Gestaltung von Industrieprodukten, die hohes Ansehen in einem Land genießen, das sich von der Armut der Nachkriegszeit zum Industriestaat entwickelt hat. Die Suche nach der einfachen Schönheit in einem alltäglichen Produkt zeichnete zunächst den koreanischen Weg im Kunsthandwerk aus. So fasziniert die sublime Einfachheit koreanischer Porzellanobjekte gleichermaßen wie die sanft dahinfließenden Formen von Metallgefäßen. Zarte, aus ungewöhnlichen Materialien und in hoher handwerklicher Perfektion gearbeitete Schmuckobjekte führen in eine andere Dimension, die aufgrund ihrer Innovation bislang ihresgleichen sucht. Eine Qualität, die seit der "Frankfurter Deklaration" (1992) und ihrem Aufruf zu mehr "Klasse statt Masse" ihre Umsetzung auch und gerade in der industriellen Fertigung fand und dazu beigetragen hat, dass Korea heute zu einer Leitkultur Asiens geworden ist. Egal ob es sich dabei um Kameras von Samsung und Mobiltelefone von LG handelt, um Leuchten von Ramun oder Automobile von Kia mit ihrer berühmten "Tiger-Nose". Doch "Made in Korea" liest man nicht; koreanische Produkte sind erst auf den zweiten Blick erkennbar – stattdessen sind es eher die Markennamen, die für das K-Design stehen. K-Pop, K-Style, K-Film – die sogenannte Koreanische Welle hat nicht nur ganz Asien, sondern auch den Westen erreicht. Jedoch gehen die kulturellen Strömungen in beide Richtungen, und das koreanische Grafikdesign rezipiert nicht nur Pop Art und Comics, sondern auch Bauhaus und Schweizer Typographie. Zeitgenössische koreanische Plakate zeigen dies besonders eindrucksvoll und lebendig. Erstmals in Europa widmet sich eine Ausstellung speziell diesem Bereich. Rund 100 Arbeiten von 25 Grafikern und Studios aus Korea skizzieren das Bild der heterogenen Tendenzen von Experimenten mit der koreanischen Hangul-Typographie oder 3D-Renderings bis zum Aufgreifen des Stils der 70er- und 80er-Jahre ... Explosion? Das Spektrum der Aufgaben umfasst Kulturplakate für Kunst- und Design-Ausstellungen, Film-Festivals und Performing Arts ebenso wie die Ankündigung von Büchern, Magazinen und Schallplatten-Märkten oder Plakate für Musikgruppen, Clubs und Modedesigner. Neben Eigenaufträgen für Plakatwettbewerbe stehen humanitäre Anliegen und politischer Protest – wie bei Na Kim (*1979), Bohuy Kim (*1985) und dem Studio Ordinary People –, Umweltschutz und Initiativen gegen Auswüchse der Stadtentwicklung, etwa der Designergruppe Everyday Practice.

Finir en beauté
31.05.2017 - 23.06.2017

In einem großen Finale lassen die ehemaligen Studenten den Geist der Klasse spüren. Jean-Marc Bustamante ist zum Direktor der Ecolé des Beaux Arts in Paris berufen. Die Studenten stehen am Beginn ihrer Karrieren. So steht dem "finir" ein Anfang entgegen - "en beauté"! Guida Miranda . Doris Feil . Francois Huber . Carolin Oel . Anna Tourla . Claudio Matthias Bertolini . Mark Killian . Sebastian Gumpinger . Jonathan Drews . Isabelle Tondre . Katharina Naimer . Park Jungmin . Almas Samaya Thier . Nadja Baschang . Ismael Duá . Robert Rudigier . Anna Weidenhammer . Sabine Franczuski . Caro Jost . Antje Zeiher . Elina Uschbalis . Julia Milberger . Pernilla Henrikson . Marius Diab . Georg Schatz . Veronika Hilger . Alina Birkner . Maria Justus . Xenia Fumbarev

Fußballprofi - Traum und Wirklichkeit
28.04.2016 - 25.06.2017

Als Idol umjubelt und bewundert werden. Im Blitzlichtgewitter stehen und mit dem FC Bayern einen Titel nach dem anderen holen: Ein Kindheitstraum, der sich nur für die wenigsten erfüllt. Was bedeutet es, Fußballprofi zu werden? Wie sieht der Alltag von Thomas Müller und Co. aus? Diese und weitere Antworten liefert die Sonderausstellung "Fußballprofi – Traum und Wirklichkeit". Hier können die Besucher alles Wissenswerte rund um den Beruf des Fußballprofis erfahren. Die Ausstellung zeichnet ein realistisches Bild des langen Weges auf die große Fußball-Bühne und liefert einen umfassenden Blick hinter die sonst verborgenen Kulissen des FC Bayern; inkl. exklusivem Filmmaterial, in dem Thomas Müller, Karl-Heinz Rummenigge und viele mehr zu Wort kommen. Die Faktoren Training, Talent und Gesundheit werden ebenso aufgegriffen wie die Einflüsse, die das Glück und das Schicksal auf den Weg eines jungen Sportlers nehmen können.

DivineXDesign. Das Kleid der Antike
05.04.2017 - 25.06.2017

Kleidung hat in der Antike ebenso wie heute eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Die Ausstellung "Divine X Design. Das Kleid der Antike" soll ein Gespräch über Bekleidung im antiken Griechenland und unsere Vorstellungen von Kleidung und Mode anregen. Gemeinsam mit der AMD Akademie Mode & Design haben die Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek München dazu ein Projekt umgesetzt, um antike Kleidung und zeitgenössisches Modedesign in einen Dialog treten zu lassen. Hochkarätige antike Kunstwerke und eigens für die Ausstellung entworfene Mode von Nachwuchsdesignern veranschaulichen den Dialog zwischen den Epochen. Des Weiteren geht die Ausstellung der Frage nach, welches Aussehen, welche Funktion und welchen gesellschaftlichen Stellenwert Kleidung im antiken Griechenland hatte, und wie diese Vorstellungen im Laufe der vergangenen Jahrhunderte in unsere heutige Zeit tradiert wurden und werden. Denn Kleidung ist in allen Gesellschaften bestimmt durch offizielle und inoffizielle Kleiderordnungen, Codes, Chiffren und die Zuschreibung von (Status-)Symbolen. Auf archäologischer Basis wird das Wissen um Kleidung in der griechischen Antike präsentiert. Im Alltag, bei Festlichkeiten, beim Sport, bei der Jagd und im Krieg kam unterschiedliche Kleidung zum Einsatz. Auch Kosmetik, Frisuren und Accessoires waren damals schon wichtige Stilmittel für das individuelle Erscheinungsbild. Da kaum Textilreste aus der griechischen Zeit erhalten sind, wird anhand von gemalten Bildern auf antiken Gefäßen, Statuetten aus Ton und Bronze, Schmuck sowie lebensgroßen Marmorstatuen den Fragen nach dem Aussehen und der Bedeutung der damaligen Kleidung sowie den Fertigungsprozessen nachgegangen. Kleidung kann als soziales Phänomen aufgefasst werden. Die archäologischen Objekte geben Hinweise darauf, welche Zeichen von Kleidung ausgehen betreffend Standes-, Alters- und Geschlechtsunterschiede, welche gesellschaftlichen Vorstellungen sich darin spiegeln. Sie legen den Umgang mit dem menschlichen Körper und die Inszenierung desselben nahe. Themenfelder wie Schönheit, Erotik und Hässlichkeit werden mit Hilfe von Kleidung, aber auch von Nicht-Bekleidung dargestellt. Die Entwürfe zeitgenössischer Mode in der Ausstellung vermitteln weitere Zugänge zur Thematik. Ausgehend von sowohl inhaltlichen Fragestellungen, etwa im Umgang mit dem Mythos oder mit Körpervorstellungen, als auch von formalen Anknüpfungspunkten bei der Bearbeitung von Faltenwürfen sind zwei Modekollektionen entstanden. Sie zeigen in der Ausstellung, wie fruchtbar eine solche gestalterische Auseinandersetzung mit antiker Kunst sein kann. Die Modekollektionen haben einen klaren Bezug zum "Heute" und regen im Zusammenspiel mit den antiken Objekten dazu an, über soziokulturelle und historische Zusammenhänge neu nachzudenken. Denn was an antiker Kunst über die Zeichenhaftigkeit von Kleidung und ihre Relevanz in der Gesellschaft herausgearbeitet wurde, ist auch an den zeitgenössischen Entwürfen in einer für die heutige Zeit aussagekräftigen Form nachzuvollziehen. Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen. Sie findet in den Antikensammlungen und der Glyptothek statt.

30 Jahre Kunst. Jos de Gruyter & Harald Thys
22.04.2017 - 25.06.2017

Der Kunstverein München präsentiert vom 22. April bis 25. Juni 2017 mit 30 Jahre Kunst die bisher umfangreichste Ausstellung, die jemals von dem Künstlerduo Jos de Gruyter und Harald Thys zusammengestellt wurde. Über 300 Kunstwerke in den unterschiedlichsten Medien werden die drei zusammenhängenden Ausstellungsräumen sowie das Kino des Kunstvereins einnehmen. Die Künstler Jos de Gruyter und Harald Thys arbeiten seit 30 Jahren zusammen. Gemeinsam produzieren sie fortwährend eine Vielzahl an Videos, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen, Performances und Fotografien. Diese Arbeiten nutzen sie als Vehikel, die sie mit Menschen und deren Platzhaltern bevölkern: zu Eis erstarrte Familienmitglieder, hysterische Marionetten, anthropomorphisierte Objekte. Einige dieser Charaktere sind Freunde oder deren Platz einnehmende Vermittler. Andere sind eigentümliche Bewohner einer "Parallelwelt", die von den meisten unbeachtet bleibt, obwohl sie unweigerlich mit der Welt verknüpft ist, mit der sich der Großteil von uns identifiziert. Die Ausstellung im Kunstverein München wird eine fiktionalisierte Rekonstruktion des Lebens und Wirkens zweier "Künstler" sein, kuratiert von einem gleichermaßen fiktiven Kurator. 30 Jahre Kunst wird die bisher vollständigste retrospektive Sicht auf die unglaublich fruchtbare, 30-jährige Zusammenarbeit von Jos de Gruyter & Harald Thys eröffnen und umfasst zum ersten Mal aufeinandertreffende neue Auftragsarbeiten, Rekonstruktionen, Ausschnitte von noch nie zuvor gezeigten Filmen, Teile früherer Ausstellungen sowie Ideen und Gedanken der Künstler, die (noch) auf ihre Umsetzung warten.

Große Kunst im kleinen Stein - Gemmen von Martin Seitz
31.03.2017 - 26.06.2017

Martin Seitz (1895 – 1988) aus Passau gehörte zu den wenigen, die sich im 20. Jahrhundert noch der Steinschneidekunst widmeten. In dieser Kunst Autodidakt, führte er sie zu einem neuen und seitdem nicht mehr erreichten Höhepunkt Seitz pflegt vor allem den Gemmenschnitt nach antikem Vorbild und knüpfte damit an eine im Grunde schon 1500 Jahre zuvor abgerissenen Tradition wieder an. Das gilt für die äußere Erscheinung wie für einen großen Teil der Motive. Seitz war in der antiken Bilderwelt sicher zu Hause, doch ahmte er selten einfach nach, sondern wandelte ab und gestaltete neu, indivi-duell, machte einen typischen "Seitz" daraus. Andere Motive stammen auch ganz aus modernerer Bildtradition. Neben Tieren, menschlichen Figuren, Portraits und mythologischen Szenen gibt es auch eine Reihe von religiösen Darstellungen, vor allem die an seine Familien verschenkten "Weihnachtssteine".

500 Jahre römische Münzportraits
31.03.2017 - 26.06.2017

Die verschiedenen Portraittypen der römischen Kaiser und ihrer Familien auf römischen Reichsprägungen über 500 Jahre von der späten Republik bis zum Ende des Westreiches stehen im Mittelpunkt dieser Ausstellung. Für die Regierung des römischen Kaiserreiches waren Münzen ein wichtiges, vielleicht das wichtigste Mittel zur Kommunikation mit dem Volk, besonders dem Militär und den römischen Bürgern. Portraits auf Münzen reflektieren bis heute die Machtverhältnisse im Reich und lassen uns noch heute erkennen, wie der Kaiser gesehen werden wollte, welches Bild er von sich und seiner Familie "prägte".

Islands Geologische Vielfalt
01.01.2012 - 30.06.2017

Mit einer Flächenausdehnung von 103 000 km2 ist Island die größte Vulkaninsel der Erde. Die lebhafte tektonische, vulkanische und geothermale Aktivität bietet Wissenschaftlern einzigartige Voraussetzungen für die Erforschung geologischer Prozesse und Bildungen. Anlässlich des letzten großen Vulkanausbruchs am Eyjafiallajökull in Island im April 2010 und der langjährigen Forschungsarbeit von Herrn Dr. Ulrich Münzer, Department für Geo- und Umweltwissenschaften, Sektion Geologie (Geologische Fernerkundung), hat das Geologische Museum München eine Sonderausstellung mit dem Thema „Islands Geologische Vielfalt – Fotos und Exponate aus 20 Jahren Forschung in München“ konzipiert. In der Sonderausstellung werden in sieben Vitrinen die Themen "Islands geologische Vielfalt", "Tektonischer Rahmen","Heiß und Kalt", "Asche – Fluch und Segen", "Bomben und Lapilli" sowie "Sande und Gerölle“ präsentiert. Ausgestellt sind vorwiegend Gesteine sowie Luft-, Gelände- und Filmaufnahmen, die während der letzten 20 Jahre Forschungsarbeit von U. Münzer mitgebracht worden sind.

Reset | Thomas Hirschhorn - Doppelgarage
30.06.2016 - 30.06.2017

In der "Doppelgarage" von Thomas Hirschhorn (*1957), einer Art Werkstatt oder Hobbykeller, werden fundamentale Kategorien menschlichen Fühlens und Handelns verhandelt: Gewalt und Gegengewalt, Rache und Versöhnung. Ausgangspunkt für die Entstehung des Werks sind die Ereignisse des 11. September 2001. Wie kaum ein anderes Werk der Gegenwartskunst spiegelt die »Doppelgarage« politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Abhängigkeiten und Widersprüche am Beginn des 21. Jahrhunderts in ihrer verwirrenden Komplexität wider.

Lob der Linie: Verneinung und Verneigung
07.04.2017 - 30.06.2017

"Die Linie ordnet die ganze Welt, doch sie selbst ist unablässig Frage", so der Münchner Künstler Bernhard Haupeltshofer über seine Arbeiten, die im H-TEAM e.V. zu sehen sind. Bernhard Haupeltshofer arbeitet mit dem Mittel der Verdoppelung: die erste vom Graphit tastend gezogene Linie wird von weißer Kreide wiederholt; es entstehen minimal-malerische Grau-Effekte. Daneben wird - durch das zweite Weiß der Kreide - die Zeichnung dem ersten (Grund-) Weiß des Papiers in einem meditativen Akt zurückgegeben. Im zweiten Genre der Tuschezeichnungen zeigt sich eine andere Verdoppelung: zwei ABCs der Linien führen ein Gespräch miteinander. Die Zeichnung, die zuerst entsteht, und die Schrift (als Gedicht, Zitat, Meditation). Diese "Blätter" konfrontieren, ergänzen oder vermischen zwei Linien-Sprachen. Die Zeichnung "verneint" die starre Linie des Buchstabens und "verneigt" sich vor der Schrift (Poesie). Bernhard Haupeltshofer sagt: "Vielleicht bin ich nur Briefträger zwischen Schrift und Linie - und umgekehrt".

No secrets! – Bilder der Überwachung
24.03.2017 - 16.07.2017

Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist deutlich geworden, in welchem Ausmaß Netzwerke und Datenströme die Ziele von Überwachung und Kontrolle sind. Aber nicht nur Geheimdienste generieren Daten aus der Nutzung von Medientechnologien; auch im "Internet der Dinge" und in den Fantasien von "Big Data" werden mediale Vorgänge, Ereignisse und Kommunikationen automatisierten Auswertungen unterzogen, die die Kontrolle des Menschen zum Ziel haben. Die sowohl im Münchner Stadtmuseum als auch in der ERES-Stiftung stattfindende Ausstellung beleuchtet dieses Thema, das meist sehr emotional und kontrovers diskutiert wird. In einem kurzen historischen Rückblick werden die Vorfahren der staatlichen Kontrolle von Mensch und Raum als Vorläufer aktueller biometrischer Erfassungsmethoden verortet. Der Hauptteil der Ausstellung präsentiert zeitgenössische Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, Video, Malerei, Plakat und Installation.

FORUM 042: Alessandra Schellnegger – Einblicke. Hinter den Mauern des BND in Pullach
24.03.2017 - 16.07.2017

Die Schnittmenge zwischen der Arbeit des Bundesnachrichtendienstes und der Fotografin Alessandra Schellnegger ist die Neugier. Als sie im Auftrag der Süddeutschen Zeitung nach langem Warten Zugang zum Gelände des BND in Pullach bei München erhält, ist das ein Glücksfall. Aus der Zeit gefallene Architektur und verwaist wirkende Gebäude reflektieren vergangene deutsche Geschichte und werfen Fragen auf. Von hier aus wurde tatsächlich die Welt bespitzelt? Mit feinem Gespür für Brüche und unbeabsichtigte Absurditäten schafft die Fotografin Fotodokumente, auf denen eine historische Kontinuität sichtbar wird, die beunruhigt - und die vom Selbstverständnis eines Teils der Staatsmacht im 20. Jahrhundert erzählt.

100 Meisterstücke. BMW GROUP – 100 Jahre Innovationskraft und unternehmerischer Mut
10.03.2016 - 31.07.2017

Am 7. März 2016 feiert die BMW Group das hundertjährige Bestehen des Unternehmens. Das BMW Museum würdigt dieses Jubiläum mit einer Wechselausstellung, die die Unternehmensgeschichte von 1916 bis heute präsentiert. Hierfür wurden 100 Meisterstücke ausgewählt, die die Innovationskraft und den unternehmerischen Mut in unterschiedlichen Epochen zum Ausdruck bringen. Diese Meisterstücke sind auf insgesamt fünf Plattformen in der Museumsschüssel und auch in einigen Bereichen der Dauerausstellung ausgestellt. Präsentation in fünf Zeitabschnitten. Die Unternehmenshistorie auf einen Blick. Den Auftakt zur groß angelegten Ausstellung bildet das erste Meisterstück, die 1916 erfolgte Gründung der Bayerischen Motoren Werke. Im Anschluss wird dem Besucher ein Überblick zu 100 Jahren Zeit- und Mobilitätsgeschichte geboten, illustriert durch Plakate der jeweiligen Zeit. Der folgende Abschnitt ist den Mitarbeitern des Unternehmens gewidmet. Über all die Jahre waren und sind sie der Garant des Erfolgs. Der Geschichte des Personals von 1916 bis heute fügen sich besondere Aspekte wie Gesundheit, Architektur, Internationalität, Produktion, Unternehmenskultur und Nachhaltigkeit an. Auf den fünf Plattformen der Museumsschüssel bietet die Ausstellung in chronologischer Reihenfolge einen Großteil der "100 Meisterstücke": Motorräder und Automobile, die BMW Geschichte geschrieben haben, sind hier ebenso zu bewundern wie Flugmotoren. Auch wird an legendäre Erfolge und Meilensteine im Motorsport erinnert. Im Fokus stehen zudem unternehmerische Entscheidungen, die zum Bau von Produktionsstätten oder Verbesserungen in der Arbeitswelt der Mitarbeiter führten. Interessante Geschichten, wertvolle Kleinexponate, bisher kaum gesehenes Film- und Fotomaterial sowie aufschlussreiche Zeichnungen runden den Gesamtüberblick ab und machen "100 Meisterstücke" zu einem besonderen Ausstellungserlebnis. Die Wechselausstellung "100 Meisterstücke. BMW Group – 100 Jahre Innovationskraft und unternehmerischer Mut" lädt ein zu einer Zeitreise durch 100 Jahre BMW Group. Sie bringt den von Höhen und Tiefen, Innovationen und mutigen Entscheidungen geprägten Wandel sowie den Facettenreichtum des heute erfolgreichen Unternehmens zum Ausdruck.

Jüdisches Leben in München in den 1950er- und 1960er-Jahren
07.03.2017 - 31.07.2017

Eine Ausstellung von Studierenden der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU München in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv München und dem Jüdischen Museum München Nach der Schoa ist für viele Jüdinnen und Juden ein Leben in Deutschland undenkbar. München ist zunächst eine Durchgangsstation für die Emigration ins damalige Palästina oder in die USA. Für einige entpuppt sich der Aufenthalt in der bayerischen Hauptstadt aber als dauerhaft. Sie finden Arbeit, sind in der Gemeinde aktiv und gründen Familien. Wie war es, als jüdisches Kind in München aufzuwachsen? Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern der ersten Generation Münchner Jüdinnen und Juden, die nach der Schoa hier aufwuchsen sowie zeitgenössische Exponate thematisieren unterschiedliche Fragestellungen. Die aufgezeichneten Gespräche kreisen um das Lebensgefühl in einer ehemaligen "Täterstadt", den Stellenwert von Religion, die Bedeutung von Freizeit, das Verhältnis zum Staat Israel und das Sprechen über die traumatische Vergangenheit in den eigenen Familien.

Bellinzona und mehr. Gemälde und Ölskizzen von Johann Christian Ziegler
12.04.2017 - 07.08.2017

Johann Christian Ziegler, 1803 im nordbayerischen Wunsiedel geboren, gehört zu den frühen realistischen Landschaftsmalern in Deutschland. Nach einer ersten Zeichenausbildung in seiner Geburtsstadt kam er 1821 nach München, wo er an der Kunstakademie Landschaftsmalerei studierte. 1828 und 1829 reiste er nach Oberitalien. Neben Landschaftsbildern und Genredarstellungen in der Nachfolge von Wilhelm Kobell und Max Joseph Wagenbauer schuf Ziegler Zeichnungen und Ölstudien, die von unmittelbarer Naturbeobachtung zeugen. Sein Tod 1833 im Alter von nur 30 Jahren setzte seiner vielversprechenden Entwicklung ein frühes Ende. Die Präsentation in einem Kabinett der Neuen Pinakothek zeigt die Gemälde und Ölskizzen, die 2014 von den Nachfahren des Künstlers zusammen mit Zeichnungen und Skizzenbüchern als Zustiftung in die Museumsstiftung zur Förderung der staatlichen bayerischen Museen übergeben worden sind. Ergänzt werden sie um Werke seiner Münchner Vorbilder und Zeitgenossen

Free Music Production / FMP: The Living Music
10.03.2017 - 20.08.2017

Free Music Production (FMP), ein Plattenlabel und eine Plattform für die Produktion improvisierter Musik, wurde 1968 in Westberlin gegründet. Ihr radikales und expansives Engagement für zeitgenössische improvisierte Musik und Avantgarde-Jazz war von Anfang an global ausgerichtet. FMP überschritt kulturelle und musikalische Grenzen und lud Musiker und Komponisten ein, auch jenseits ihrer renommierten Einspielungen eine große Spannbreite von Aufführungsmöglichkeiten zu erkunden, von Konzerten und Festivals (Total Music Meeting) bis zu interdisziplinären Workshops (Workshop Freie Musik) und Ausstellungen. Zur Zeit der Mauer, als sich Westberlin als Symbol künstlerischer Freiheit des Westens positionierte, engagierten sich hunderte von international tätigen Musikern, Komponisten und Künstlern bei FMP. Mit über 500 veröffentlichten Einspielungen, zahllosen Konzerten, über hundert Festivals und einem Archiv aus Filmen, Fotos, Plakaten und anderen grafischen Arbeiten steht FMP für eine ungebrochene künstlerische Radikalität, die überkommene Normen kollektiven Kunstschaffens in Frage stellt.

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