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Ausstellungen

Albert Weis: CHANGES
09.07.2016 - 11.09.2016

Die historische Kassenhalle, heutige Rathausgalerie Kunsthalle, bildet den Hintergrund für die Ausstellung "Changes". An diesem Ort wurden bis in die 1970er Jahre Geld und Gebühren eingezahlt und öffentliche Leistungen in Anspruch genommen. "Changes" thematisiert diesen historischen Zusammenhang und zeigt Arbeiten, die sich mit den Themen Transformation und Tausch beschäftigen. Die Installationen und Arbeiten nehmen Bezug zum Jahr 1916, zu den Zusammenhängen und Auswirkungen zur Zeit des Ersten und Zweiten Weltkriegs und dem Beginn der Moderne.

Schiff Ahoy
09.06.2016 - 23.04.2017

Mit "Dark Pop" und "Yes!Yes!Yes! Warholmania in Munich" stand das Museum Brandhorst 2015 ganz im Zeichen der Pop Art. Kontrapunktisch dazu setzt "Schiff Ahoy – Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Brandhorst" bei Positionen der Minimal Art und des Postminimal, der Arte Povera und der Konzeptkunst an. Mit rund 150 Werken aus der Sammlung richtet "Schiff Ahoy" den Blick auf die ungebrochene Relevanz der Kunst der 1960er- und frühen 1970er-Jahre für die zeitgenössische Kunstproduktion. Künstler wie Carl Andre, Joseph Beuys, James Lee Byars, Andre Cadere, Mario Merz, Ed Ruscha, Niele Toroni, Richard Tuttle oder Lawrence Weiner experimentierten in dieser Zeit mit neuen Materialien, Fertigungsmethoden und Arbeitsfeldern, aber auch mit einem neuen Körperbegriff. Sie stellten den statischen und abgeschlossenen Werkcharakter infrage, adressierten offensiv die Rolle des Betrachters und beschäftigten sich mit alternativen künstlerischen Formaten und Distributionswegen. Diese Aspekte sind nach wie vor virulent und fruchtbar und offenbaren zahlreiche Verbindungslinien innerhalb der Sammlungsbestände von 1958 bis heute. Was die aktuellen künstlerischen Positionen, jenseits inhaltlicher Themenstellungen, mit ihren unmittelbaren Vorläufern verbindet, ist das Interesse an der Aktualisierung historischer Zusammenhänge – eine Dynamik, die die titelgebenden Arbeit "Schiff Ahoy – Tied to Apron Strings" (1989) von Lawrence Weiner beispielhaft verdeutlicht. Die 13-teilige Collageserie basiert auf von Weiner bearbeiteten Buchseiten aus "Die Siegesfahrt der Bremen" (1940). Dabei handelt es sich um den in heroisch-patriotischem Ton verfassten Erfahrungsbericht eines Seemanns. Kommodore Ahrens überführte kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs den Schnelldampfer "Bremen" des Norddeutschen Lloyd aus den USA in die nationalsozialistische Heimat und damit in die fatale Zukunft Deutschlands, die 1945 in einer neuen Weltordnung münden sollte. Weiner greift 1989 auf das Buch zurück – also in dem Moment als ebendiese Nachkriegs-Weltordnung, mit ihrer Aufteilung des Globus in "Ost" und "West", ins Wanken gerät – und demontiert durch die Beifügung "am Schürzenband hängend" die hegemonialen Bestrebungen ideologischer Systeme. Die Mobilisierung (kunst)historischer Kontexte bestimmt die Auswahl der Arbeiten für die Ausstellung. So reagiert die kürzlich für die Sammlung erworbene "Sitzgruppe Heimo" (1996) von Franz West und Heimo Zobernig pointiert auf die vermeintliche Theatralität der Minimal Art. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen auf von West gestalteten Stühlen Platz zu nehmen. Vor diesen ist ein "white cube" aufgestellt, also ein weißer Kubus, der für die minimalistisch-hermetische Form des Ausstellungsraums steht. Wen dieser weiße Kubus adressiert, ob und was er zu sagen hat, ob er ein autonomer Raum oder Objekt auf einer Bühne ist, und ob diese frontale Formation überhaupt noch eine sinnvolle Beziehung zwischen Kunstwerk und Betrachter zulässt – die "Sitzgruppe Heimo" lädt auf kluge und humorvolle Art ein, über all diese Fragen nachzudenken. Diese Überlegungen geben den Ton an für die auf der Eingangsebene des Museums versammelten Werke. Zentrales Bindeglied der Arbeiten ist die Figur des Betrachters. Deutlich wird dies in einer klassisch minimalistischen Bodenarbeit wie Carl Andres "FeCuND" (1986), die erstmals seit Eröffnung des Museums gezeigt wird, oder auch Heimo Zobernigs unbetitelter Spiegelwand von 1999 aus der Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne, die die Besucherinnen und Besucher regelrecht ins Bild setzt. Die Betonung von Körperlichkeit spielt in einem übertragenen Sinn aber auch im Mystizismus James Lee Byars‘ und der betont energetischen Qualität der semi-abstrakten Formen Richard Tuttles eine große Rolle. Diese gewinnen angesichts einer Wiederentdeckung von Esoterik und Alchemie durch eine jüngere Künstlergeneration derzeit erneut an Aktualität. Die Kabinette im Untergeschoß setzen bei den erweiterten künstlerischen Formaten und Distributionsformen der Kunst der 1960er-Jahre an. Beispielhaft dafür sind Ed Ruschas Künstlerbücher, denen die ihnen zugrundeliegenden fotografischen Serien der "Gasoline Stations" (1962) und "Los Angeles Apartments" (1965) gegenübergestellt werden. Die Aufnahmen zeigen die (sub)urbane Landschaft an der Westküste der USA. Ruscha hatte die Fotografien mit dem Ziel, sie in Buchform zu publizieren, gemacht. Die Bücher galten als demokratische und bewusst unspektakuläre Form für die Kunst der damaligen Zeit – man konnte sie bereits für wenige Dollar erwerben. In dieser Tradition sind auch die Künstlerbücher und eBooks (2010-2013) von Paul Chan zu sehen, die sich u.a. mit militärischer Macht und ökonomischen Strukturen beschäftigen. Martin Kippenbergers "Pop It Out" (1994), eine Mappe mit 31 Plakaten, die befreundete Künstlerinnen und Künstler für ihn gestaltet haben, führt die Überlegungen zu erweiterten künstlerischen Formaten fort. Die "Distribution" von Autorenschaft und Subjektivität, die "Pop It Out" zugrunde liegt, spielt auch in den Bildern von Christoper Wool, Louise Lawler und R.H. Quaytman eine Rolle. Den Abschluss der Raumfolge bilden Bilder und Objekte von Seth Price, die formal den Briefkuverts von Unternehmen nachempfunden sind. Sie lassen sich als Metaphern für die Aushöhlung der Privatsphäre aber auch für die Entleerung von Inhalten durch eine inflationäre Zirkulation von Bildern und Informationen verstehen. Damit werden sie zu dystopischen Endpunkten der von der Konzeptkunst zelebrierten alternativen Distributionsformen, die von dem Impuls einer breiten Zugänglichkeit getragen waren. Heute, wo beinahe alles nur noch einen Mausklick entfernt ist, liegt das letzte Geheimnis in der schützenden Hülle. Ein besonderer Fokus liegt auf den Neuankäufen der vergangenen beiden Jahre, die größtenteils erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Mit Arbeiten von Kerstin Brätsch, Paul Chan, Jacqueline Humphries, Louise Lawler, Seth Price, Josh Smith, R.H. Quaytman, Kelley Walker oder Heimo Zobernig markiert "Schiff Ahoy" die programmatische Sammlungserweiterung in Richtung aktueller künstlerischer Positionen. Diese Schwerpunktsetzung, die mit den Einzelausstellungen von Kerstin Brätsch und Seth Price im kommenden Jahr weiter ausgebaut wird, erfolgt im Zeichen der eigenen Sammlungsgeschichte, die seit den 1970er-Jahren mit den Künstlerinnen und Künstlern ihrer Zeit gewachsen ist.

Wildlife Photographer of the Year
16.12.2016 - 23.04.2017

Seit über 50 Jahren zeichnet das britische National History Museum atemberaubende Naturaufnahmen mit dem begehrten Preis "Widlife Photographer of the Year" aus. Der Wettbewerb ist der größte und renommierteste seiner Art und gilt als "Oscar" der Naturfotoszene, steht aber grundsätzlich jedem offen. Die hundert besten Bilder werden nach der Premiere in London in einer Wanderausstellung auf der ganzen Welt präsentiert - und begeistern jedes Jahr Millionen von Menschen. In diesem Jahr sichtete die Jury fast 50.000 Einsendungen von Profi- und Amateurfotografen aus 95 Ländern. Neben den Gesamtsiegern wurden Preise in 16 Kategorien verliehen, die das Spektrum des Genres "Naturfotografie" von anrührenden Tierporträts, bezaubernden Pflanzenbildern, atem-beraubenden Unterwasseraufnahmen und stillen Landschaftsgemälden über dramatische Jagdszenen bis zu schockierenden Bildern vom Raubbau des Menschen an der Natur reflektieren. Die Präsentation der preisgekrönten Bilder im Museum Mensch und Natur bietet daher bewegende Einblicke in das Naturgeschehen und zeigt den "State of Art" der Naturfotografie.

Albert Renger-Patzsch. Ruhrgebietslandschaften
16.12.2016 - 26.04.2017

In den Jahren 1927-1935 nahm Albert Renger-Patzsch, einer der wichtigsten Fotografen der neuen Sachlichkeit, eine umfassende fotografische Serie von Stadtrand- und Haldenlandschaften, Landstraßen, Hinterhöfen und Vorstadthäusern, Schrebergärten und Zechenanlagen im Ruhrgebiet auf. Die entstandene Werkgruppe stellt Renger-Patzschs einzige nicht auftragsgebundene Arbeit dar. Mit ihrer zurückhaltenden Emotionalität und kompositionellen Klarheit markieren die Aufnahmen eine signifikante Position im künstlerischen Genre Landschaft, wie sie beispielsweise in der zeitgleichen Malerei eher selten zu finden ist. Rund 80 Jahre nach ihrer Entstehung sind Albert Renger-Patzschs Ruhrgebietsfotografien aktueller denn je; sie geben einen visuellen Kommentar zur heutigen Diskussion um Urbanität, Zersiedlung und Umnutzung von Folgelandschaften. Erstmals wird die Werkgruppe der Ruhrgebietslandschaften aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde mit über 100 Fotografien umfassend der Öffentlichkeit präsentiert.

So ein Ding muss ich auch haben - Gegenwartskunst aus den Sammlungen der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und der KiCo-Stiftung
19.05.2015 - 30.04.2017

Echte Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald, schwule Hochzeitspaare aus Plastik, knall-bunte Nippes-Highheels, rote Porsche 911 im Miniformat neben der quietsch-gelben Plastikente und der Londoner Telefonzelle – dies alles und noch tausend kleine Objekte mehr werden ab Mai 2015 im Lenbachhaus zu sehen sein. Das Lenbachhaus freut sich, dass das Werk "Laden 1975–2015" von Hans-Peter Feldmann bei Ihnen ein neues Zuhause gefunden hat. Im Zentrum der Präsentation wird die raumgreifende Installation "Laden 1975–2015" des Künstlers Hans-Peter Feldmann (*1941) stehen. Zwei Jahre nach der Wiedereröffnung des Lenbachhauses wird der Bereich "Kunst nach 1945" komplett neu konzipiert und ab 19. Mai 2015 präsentiert. Aus der umfangreichen Sammlung sollen im Wechsel von zwei Jahren neue Werke gezeigt werden, die dem Publikum bislang weitgehend unbekannt sind.

Fußballprofi - Traum und Wirklichkeit
28.04.2016 - 30.04.2017

Als Idol umjubelt und bewundert werden. Im Blitzlichtgewitter stehen und mit dem FC Bayern einen Titel nach dem anderen holen: Ein Kindheitstraum, der sich nur für die wenigsten erfüllt. Was bedeutet es, Fußballprofi zu werden? Wie sieht der Alltag von Thomas Müller und Co. aus? Diese und weitere Antworten liefert die Sonderausstellung „Fußballprofi – Traum und Wirklichkeit“, die seit 28. April 2016 zu sehen ist. Bis April 2017 können die Besucher alles Wissenswerte rund um den Beruf des Fußballprofis erfahren. Die Ausstellung zeichnet ein realistisches Bild des langen Weges auf die große Fußball-Bühne und liefert einen umfassenden Blick hinter die sonst verborgenen Kulissen des FC Bayern; inkl. exklusivem Filmmaterial, in dem Thomas Müller, Karl-Heinz Rummenigge und viele mehr zu Wort kommen. Die Faktoren Training, Talent und Gesundheit werden ebenso aufgegriffen wie die Einflüsse, die das Glück und das Schicksal auf den Weg eines jungen Sportlers nehmen können.

Zoom
14.12.2016 - 30.04.2017

Vielfache Zoom-Effekte der wissenschaftlichen Methoden, die heute unsere Sinne in der Erfahrung von Raum und Zeit erweitern, werden vorgestellt.

Wade Guyton - Das New Yorker Atelier
28.01.2017 - 30.04.2017

Wade Guyton hat in den letzten beiden Jahren eine neue Bildserie geschaffen, die im Museum Brandhorst erstmals in ihrer ganzen Breite und Komplexität vorgestellt wird. In seinen bisherigen Werken hatte Guyton sich vor allem auf minimalistische Zeichen konzentriert – den Buchstaben X, monochrome Flächen oder Streifen –, seine neuen Leinwände überraschen mit vielfältigen Motiven und Techniken: Schnappschüsse aus seinem New Yorker Atelier, Screen Shots der Homepage der "New York Times" aber auch abstrakten Formen. Letztere sind Zooms in die Matrix digitaler Bilder und gewähren gleichsam einen Blick in die "Anatomie" der digitalen Bildsprache. In der Ausstellung im Museum Brandhorst werden insgesamt 33 Bilder auf Leinwand, eine Serie von 16 Vitrinen mit Zeichnungen und eine Filmprojektion zu sehen sein. Es erscheint ein Katalog mit einem Gespräch zwischen Johanna Burton, Wade Guyton und Achim Hochdörfer, der die jüngsten Entwicklungen in Guytons Werk umfassend dokumentiert.

Textile Matter - Textil Gedacht
23.02.2017 - 30.04.2017

"Textil Gedacht" untersucht essayistisch das "Textile" in der künstlerischen und gestalterischen Praxis. Als Material, Technik, Metapher und Methode wird es in den Exponaten der Ausstellung auf sein Potential hin untersucht. Erst in der Verwebung interdisziplinärer Betrachtung eröffnet sich dessen übergreifender Bedeutungshorizont.

Paint on. Dimensionen des Malerischen
14.02.2017 - 01.05.2017

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben einige bedeutsame Neuzugänge im Bereich der zeitgenössischen Malerei zu verzeichnen. Diese bilden den willkommenen Anlass für eine Ausstellung, die unter dem Titel "PAINT ON" die Ausdrucksqualitäten des "Malerischen" im 21. Jahrhundert betrachtet. Der Begriff des "Malerischen" lässt sich auf den Schweizer Kunsthistoriker Heinrich Wölfflin (1864-1945) zurückführen. In dessen wohl bekanntestem Buch, den "Kunstgeschichtlichen Grundbegriffen", die vor rund 100 Jahren erschienen, setzt er das Malerische vom Linearen ab – oder anders formuliert: Rembrandt von Dürer. Seither kennzeichnet das Malerische die Vorrangstellung der Farbe und ihrer Wirkung vor dem Umriss. "PAINT ON" zeigt eine Malerei, die sich ihrer Traditionen bewusst ist, aber vor dem Hintergrund eines sich seit 50 Jahren radikal erweiternden medialen Selbstverständnisses durch unterschiedlichste Sicht- und Produktionsweisen permanent aktualisiert. Ob Jenny Holzer (*1950) ein amerikanisches Dokument zu "alternativen Verhörmethoden" auf einer abstrakten Farbfläche schwimmen lässt oder Simone Lanzenstiel (*1970) die Patina des Urbanen mit Spuren einer digitalen Ästhetik kombiniert – stets lässt sich die Spezifik des Bildes auf Aspekte des Malerischen zurückführen. Nicht alle der rund 20 gezeigten Werke sind Gemälde. Das Video "M. U. D." (2000) von Nina Könnemann (*1971) etwa führt in einen Park, in dessen Atmosphäre der Verlassenheit sich gleichfalls malerische Qualitäten entdecken lassen.

Orchesterprobe. Fotografien von Frank Bloedhorn
02.02.2017 - 02.05.2017

Viele Reisen quer durch die Welt bestätigen immer wieder die Kraft der Bilder: Lebensgeschichten im Portrait, Licht und Schatten in der Landschaft, Schönheit und Sinn in der Natur. Alt und Jung. Lebensmomente in Bilder gebracht. Gesichter, die inspirieren können. Die gezeigten Bilder sollen keine Probe oder das Üben im herkömmlichen Sinn wiedergeben. Vielmehr sind es Momentaufnahmen. Spontan, aus dem Augenblick heraus und versteckte Momente, die im Alltag verloren gehen.

Julian Rosefeldt. Manifesto
16.02.2017 - 21.05.2017

Julian Rosefeldts 13-kanalige Filminstallation Manifesto ist eine Hommage an die bewegte Tradition und literarische Schönheit von Künstlermanifesten und befragt nicht zuletzt die Rolle des Künstlers in der heutigen Gesellschaft. Manifesto greift auf zahlreiche Originaltexte zurück, die von Vertretern des Futurismus, Dadaismus, Fluxus, Suprematismus, Situationismus bis hin zu Dogma 95 – von Künstlergruppen ebenso wie von einzelnen Künstlern, Architekten, Tänzern oder Filmemachern verfasst wurden. Als gespielte und gesprochene Monologe werden die künstlerischen Weltentwürfe und Ideen des 20. und 21. Jahrhunderts in Manifesto zu einem "Manifest der Manifeste" verdichtet und in unerwarteten heutigen Kontexten angesiedelt. Rosefeldts Filminstallation führt uns so die Kontinuität und Aktualität der politischen Aussagekraft dieser Künstlermanifeste vor Augen. Oft in jugendlicher Rage verfasst und hoffnungsvoll an die Kunst als Mittel zur Weltverbesserung glaubend, vereinen sich die Texte zur Stimme einer Generation. Was ist heute von der Kraft dieser historischen Texte geblieben, die einst mit Leidenschaft und Überzeugung geschrieben wurden? Haben die darin geäußerten Ansprüche und Ideen die Zeit überdauert? Besitzen sie gar universelle Gültigkeit? Wie hat sich das Zusammenspiel von Politik, Kunst und Leben bis heute verändert?

Die ersten Jahre der Professionalität 36
26.04.2017 - 21.05.2017

Nachwuchsförderung ist eine der zentralen Aufgaben der Galerie der Künstler und fester Bestandteil des Ausstellungsprogramms. Auch im 35. Jahr des Bestehens der "Ersten Jahre der Professionalität" bekommen wieder sieben junge KünstlerInnen ein Forum, ihre aktuellen Arbeiten zu zeigen und die Öffentlichkeit hat Gelegenheit, neue Entdeckungen in der Münchner Kunstlandschaft zu machen.

Harun Farocki: Counter Music
10.03.2017 - 28.05.2017

Harun Farocki (1944 - 2014) war Leitfigur in einer Szene von Filmemachern und Intellektuellen, die sich in Europa Ende der 60er-Jahre im Zuge brisanter politischer Debatten entwickelt hatte. In dieser turbulenten Zeit wurde nicht nur das Produktionsmodell des Filmemachers/Autorenfilmers definiert, sondern auch die Frage nach dem analytischen Rahmen des Kinos mit Blick auf gesellschaftspolitische Ereignisse aufgeworfen. In seiner langen, einflussreichen Karriere schuf Farocki über 90 Werke, darunter Spielfilme und Filmessays, Fernseh- und Dokumentarfilme; außerdem Installationen, Texte, Ausstellungen und in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern entstandene Projekte. Farockis Œuvre stellt eine Archäologie der Wirtschaftspolitik von Medien und Bildern dar, die Effizienz und Gültigkeit des bewegten Bildes als Mittel der Dokumentation und Analyse in Frage stellt und dem Blick des Zuschauers Disziplinierung abverlangt. "Harun Farocki: Gegen-Musik" im Haus der Kunst greift auf Farockis umfangreiches, von humanistischem, anarchistischem und ästhetischem Kampfgeist geprägtes Gesamtwerk zurück. Als erste große Münchener Ausstellung seit seinem Tod im Jahr 2014 geht sie Farockis fortlaufender Analyse der sich verändernden Modi von Lohnarbeit, Produktion und Konsum nach. Die Unzufriedenheit mit internationalen Arbeitsbedingungen und die massenhafte Vertreibung von Arbeitern unter dem Deckmantel der Globalisierung verleihen Farockis präzisen Überlegungen über das Wesen menschlichen und gesellschaftlichen Handels neue Aktualität und Dynamik. Die Ausstellung wird vom Haus der Kunst in Zusammenarbeit mit der Sammlung Goetz organisiert.

Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute
08.03.2017 - 05.06.2017

Nach der historischen Ausstellung zur Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern befasst sich die neue Präsentation ab dem 9. März mit Judenfeindlichkeit, Rassismus und aktuellen Feindbildern, die anhand von außergewöhnlichen Exponaten dokumentiert werden: "Angezettelt", zeigt antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute. Seit dem Kaiserreich zeugen massenhaft verbreitete Klebezettel, Sammelbilder, Briefverschlussmarken und Sticker von menschenfeindlichen Ressentiments gegen Juden und andere Gruppen. Die vom Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin, dem Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg und dem NS-Dokumentationszentrum München konzipierte Ausstellung beschreibt die soziale Praxis, mit deren Hilfe antisemitische und rassistische Feindbilder geschürt wurden und werden. Aber auch die Gegenwehr der Betroffenen und der Zivilgesellschaft findet Ausdruck in diesem kleinformatigen sozialen Medium. Ein Teil der Ausstellung wird lokale Beispiele zeigen: Denn auch in München wurde und wird mit Klebezetteln öffentliche Hetze betrieben.

VERMISST. Der Turm der Blauen Pferde von Franz Marc
09.03.2017 - 05.06.2017

Kaum ein zweites Meisterwerk der Klassischen Moderne hat eine vergleichbar wechselvolle Geschichte wie das Gemälde Der Turm der blauen Pferde (1913) von Franz Marc. Durch seine abwechselnde Präsenz in München und Berlin verbindet es die beiden Kunstmetropolen, wird beinahe zerstört, gerettet und wieder bewahrt, bevor es nach dem zweiten Weltkrieg spurlos verschwindet. Bis heute fragen sich Kunsthistoriker und Historiker: Wo ist der Turm der Blauen Pferde? Eine spekulative Frage, der sich eine Gruppe von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern in Berlin und München stellt und die Ergebnisse in zwei parallelen Ausstellungen präsentiert. Im Frühling 1913 malte Franz Marc das Bild auf dem Land in der Nähe von München, um es im gleichen Jahr in Berlin vorzustellen. Nach dem Tod von Franz Marc im Ersten Weltkrieg wird es 1919 auf der Gedächtnisausstellung in der Münchner Neuen Sezession zentral präsentiert und noch im gleichen Jahr von Ludwig Justi zu einem ungewöhnlich hohen Preis für die "Neue Abteilung" der Berliner Nationalgalerie erworben. Als "entartet" 1937 gebrandmarkt und aus dem öffentlichen Museumsbesitz entfernt, ist es noch im selben Sommer für wenige Tage auf der ersten Station der Ausstellung "Entartete Kunst" in den Münchner Hofgartenarkaden zur Schau gestellt. Aufgrund der engagierten Kritik einzelner Bürger wird es lautlos entfernt, kommt später in ein Sammellager zur Verwertung "entarteter" Kunst nach Berlin zurück, wo es von Hermann Göring einbehalten wird und letztlich in seinen unrechtmäßigen Besitz übergeht. Kurz nach Kriegsende soll Der Turm der blauen Pferde 1945 beziehungsweise 1948/49 angeblich noch einmal in Berlin gesehen worden sein. Unabhängig voneinander haben drei wichtige Zeugen das Bild am Leipziger Platz, im späteren Haus am Waldsee und zuletzt vis-a-vis im Haus der Jugend in Berlin Zehlendorf gesehen. Danach verlieren sich die Spuren. Das Haus am Waldsee in Berlin und die Staatliche Graphische Sammlung in München haben zwanzig zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler von internationalem Rang eingeladen, die Geschichte des Gemäldes mit den Mitteln der Malerei, der Zeichnung, der Bildhauerei, der Fotografie, Installation und Literatur in einer Doppelausstellung aus heutiger Sicht zu reflektieren.

Tone Vigeland. Schmuck - Objekt - Skulptur
11.03.2017 - 11.06.2017

Skandinavischer Autorenschmuck ist ohne sie und ihre Arbeiten nicht vorstellbar. Tone Vigelands Schmuckobjekte waren bereits zu Beginn der 1960er-Jahre fester Bestandteil heute längst legendär gewordener Ausstellungen und Publikationen, wie etwa der 1961 in der Goldsmiths Hall London stattgefundenen Ausstellung "International Exhibition of Modern Jewellery". Dort wurde die seinerzeit noch junge Kunstrichtung des Autorenschmucks erstmals einer Öffentlichkeit vorgestellt. In ihrem 80. Lebensjahr richtet Die Neue Sammlung der Grande Dame der skandinavischen Schmuckkunst nun ihre erste Einzelausstellung auf dem europäischen Kontinent außerhalb Skandinaviens aus – 50 Jahre nachdem 1967 Vigelands erste Solo-Ausstellung im Kunstnerneshus (Künstlerhaus) in Oslo stattfand. Tone Vigelands Arbeiten umschmeicheln fließend den menschlichen Körper und sind doch aus Metall. Sie oxidiert das hell glänzende Silber bis es schwarz wie Eisen ist. Durch Hautkontakt gewinnt das Silber sein Spiel mit dem Licht zurück, erhält das Schmuckobjekt ungeahnte metallische Farbvalenzen. Jedes Stück individualisiert durch seinen Träger. Die Arbeiten bestechen durch ihre Größe und Volumina, bestehen aber aus einer unvorstellbaren Vielzahl von kleinsten, handgearbeiteten Teilen – aus Silberdraht gedrehten Röhrchen, exakt geschnittenen rechteckigen und runden Plättchen oder winzigen Kügelchen und Ösen – unsichtbar für den Betrachter miteinander verbunden. Tone Vigelands Kunst am Körper wirkt modern und zugleich archaisch.

Alles klar? Wie wir miteinander kommunizieren
16.07.2016 - 18.06.2017

Plaudern, telefonieren, simsen, winken, jemanden anlächeln, die Augen verdrehen - es gibt viele Möglichkeiten sich etwas mitzuteilen. In der kommenden Ausstellung kannst du die Vielseitigkeit unserer Kommunikation kennenlernen. Lausche dem Klang der Weltsprachen und erforsche die Emotionen in deinem Gesicht. Entdecke was dein Körper sagt und finde heraus was notwendig ist, damit andere dich verstehen. Wie kommuniziert man mit Menschen, denen man nicht gegenübersteht? Chatte, telefoniere oder telegrafiere mit anderen Besuchern und experimentiere mit Wort und Schrift. Aber auch über Schilder, Zeichen und Plakate kannst du anderen Wichtiges mitteilen. So wie wir mit diesem Text ;-) Na, alles klar?

Aus dem Land des Schneelöwen. Kostbarkeiten aus Tibet 15.–20. Jahrhundert. Die Sammlung Justyna und Michael Buddeberg
09.12.2016 - 18.06.2017

1994 erwarben Justyna und Michael Buddeberg bei ihrem ersten Besuch in Lhasa einen kleinen Sitzteppich. Damit war die Begeisterung für Tibet und seine Kultur geweckt – und der Grundstein für eine große Sammlung gelegt. Tibetische Teppiche und Textilien, die das Paar auf insgesamt 16 Reisen ins zentralasiatische Hochland zusammentrugen, bilden den Schwerpunkt der nun erstmals ausgestellten Sammlung. Ergänzt wurde sie durch gezielte Ankäufe in Europa, Asien und den USA.Teppiche zum Sitzen und Schlafen oder als Ausstattung für Reitpferde spielten in der traditionellen Kultur Tibets eine zentrale Rolle. Sie faszinieren durch die Vielfalt an Formen und Motiven und die Perfektion ihrer Technik. Besonders bezaubern die takyab genannten Knüpfteppiche zum Schmuck der Pferdestirnen. Nicht ohne Grund werden diese Kleinode der Knüpftechnik auch als "Pferdejuwelen" bezeichnet. Die Sammlung Buddeberg umfasst darüber hinaus tibetischen Schmuck, Amulettbehälter sowie bemalte Möbel aus Klöstern und adeligen Haushalten. Bisher von der Forschung weitgehend unbeachtet sind die prachtvoll verzierten Endkappen von Thangka-Stangen. Sie dienten als Griffe, um die bekannten Rollbilder, die Thangkas, auf- oder abzurollen und stellen Meisterwerke tibetischer Metallbearbeitungskunst aus fünf Jahrhunderten dar. Ergänzt wird die Präsentation durch ausgewählte Teppiche aus der Sammlung Karl Steiner, dem Reisebegleiter und Sammlerkollegen von Justyna und Michael Buddeberg.

Korea: Design + Plakat
04.03.2017 - 18.06.2017

Explosion und Chaos - oder Land der Morgenstille? Zwischen diesen Extremen oszilliert Design in Südkorea. Mit ausgewählten Objekten zeigt Die Neue Sammlung erstmals Design, Kunsthandwerk und Plakate aus Südkorea, beginnend mit den 1980er-Jahren. Unter Design versteht man in Korea sowohl Kunsthandwerk als auch die Gestaltung von Industrieprodukten, die hohes Ansehen in einem Land genießen, das sich von der Armut der Nachkriegszeit zum Industriestaat entwickelt hat. Die Suche nach der einfachen Schönheit in einem alltäglichen Produkt zeichnete zunächst den koreanischen Weg im Kunsthandwerk aus. So fasziniert die sublime Einfachheit koreanischer Porzellanobjekte gleichermaßen wie die sanft dahinfließenden Formen von Metallgefäßen. Zarte, aus ungewöhnlichen Materialien und in hoher handwerklicher Perfektion gearbeitete Schmuckobjekte führen in eine andere Dimension, die aufgrund ihrer Innovation bislang ihresgleichen sucht. Eine Qualität, die seit der "Frankfurter Deklaration" (1992) und ihrem Aufruf zu mehr "Klasse statt Masse" ihre Umsetzung auch und gerade in der industriellen Fertigung fand und dazu beigetragen hat, dass Korea heute zu einer Leitkultur Asiens geworden ist. Egal ob es sich dabei um Kameras von Samsung und Mobiltelefone von LG handelt, um Leuchten von Ramun oder Automobile von Kia mit ihrer berühmten "Tiger-Nose". Doch "Made in Korea" liest man nicht; koreanische Produkte sind erst auf den zweiten Blick erkennbar – stattdessen sind es eher die Markennamen, die für das K-Design stehen. K-Pop, K-Style, K-Film – die sogenannte Koreanische Welle hat nicht nur ganz Asien, sondern auch den Westen erreicht. Jedoch gehen die kulturellen Strömungen in beide Richtungen, und das koreanische Grafikdesign rezipiert nicht nur Pop Art und Comics, sondern auch Bauhaus und Schweizer Typographie. Zeitgenössische koreanische Plakate zeigen dies besonders eindrucksvoll und lebendig. Erstmals in Europa widmet sich eine Ausstellung speziell diesem Bereich. Rund 100 Arbeiten von 25 Grafikern und Studios aus Korea skizzieren das Bild der heterogenen Tendenzen von Experimenten mit der koreanischen Hangul-Typographie oder 3D-Renderings bis zum Aufgreifen des Stils der 70er- und 80er-Jahre ... Explosion? Das Spektrum der Aufgaben umfasst Kulturplakate für Kunst- und Design-Ausstellungen, Film-Festivals und Performing Arts ebenso wie die Ankündigung von Büchern, Magazinen und Schallplatten-Märkten oder Plakate für Musikgruppen, Clubs und Modedesigner. Neben Eigenaufträgen für Plakatwettbewerbe stehen humanitäre Anliegen und politischer Protest – wie bei Na Kim (*1979), Bohuy Kim (*1985) und dem Studio Ordinary People –, Umweltschutz und Initiativen gegen Auswüchse der Stadtentwicklung, etwa der Designergruppe Everyday Practice.

DivineXDesign. Das Kleid der Antike
05.04.2017 - 25.06.2017

Kleidung hat in der Antike ebenso wie heute eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Die Ausstellung "Divine X Design. Das Kleid der Antike" soll ein Gespräch über Bekleidung im antiken Griechenland und unsere Vorstellungen von Kleidung und Mode anregen. Gemeinsam mit der AMD Akademie Mode & Design haben die Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek München dazu ein Projekt umgesetzt, um antike Kleidung und zeitgenössisches Modedesign in einen Dialog treten zu lassen. Hochkarätige antike Kunstwerke und eigens für die Ausstellung entworfene Mode von Nachwuchsdesignern veranschaulichen den Dialog zwischen den Epochen. Des Weiteren geht die Ausstellung der Frage nach, welches Aussehen, welche Funktion und welchen gesellschaftlichen Stellenwert Kleidung im antiken Griechenland hatte, und wie diese Vorstellungen im Laufe der vergangenen Jahrhunderte in unsere heutige Zeit tradiert wurden und werden. Denn Kleidung ist in allen Gesellschaften bestimmt durch offizielle und inoffizielle Kleiderordnungen, Codes, Chiffren und die Zuschreibung von (Status-)Symbolen. Auf archäologischer Basis wird das Wissen um Kleidung in der griechischen Antike präsentiert. Im Alltag, bei Festlichkeiten, beim Sport, bei der Jagd und im Krieg kam unterschiedliche Kleidung zum Einsatz. Auch Kosmetik, Frisuren und Accessoires waren damals schon wichtige Stilmittel für das individuelle Erscheinungsbild. Da kaum Textilreste aus der griechischen Zeit erhalten sind, wird anhand von gemalten Bildern auf antiken Gefäßen, Statuetten aus Ton und Bronze, Schmuck sowie lebensgroßen Marmorstatuen den Fragen nach dem Aussehen und der Bedeutung der damaligen Kleidung sowie den Fertigungsprozessen nachgegangen. Kleidung kann als soziales Phänomen aufgefasst werden. Die archäologischen Objekte geben Hinweise darauf, welche Zeichen von Kleidung ausgehen betreffend Standes-, Alters- und Geschlechtsunterschiede, welche gesellschaftlichen Vorstellungen sich darin spiegeln. Sie legen den Umgang mit dem menschlichen Körper und die Inszenierung desselben nahe. Themenfelder wie Schönheit, Erotik und Hässlichkeit werden mit Hilfe von Kleidung, aber auch von Nicht-Bekleidung dargestellt. Die Entwürfe zeitgenössischer Mode in der Ausstellung vermitteln weitere Zugänge zur Thematik. Ausgehend von sowohl inhaltlichen Fragestellungen, etwa im Umgang mit dem Mythos oder mit Körpervorstellungen, als auch von formalen Anknüpfungspunkten bei der Bearbeitung von Faltenwürfen sind zwei Modekollektionen entstanden. Sie zeigen in der Ausstellung, wie fruchtbar eine solche gestalterische Auseinandersetzung mit antiker Kunst sein kann. Die Modekollektionen haben einen klaren Bezug zum "Heute" und regen im Zusammenspiel mit den antiken Objekten dazu an, über soziokulturelle und historische Zusammenhänge neu nachzudenken. Denn was an antiker Kunst über die Zeichenhaftigkeit von Kleidung und ihre Relevanz in der Gesellschaft herausgearbeitet wurde, ist auch an den zeitgenössischen Entwürfen in einer für die heutige Zeit aussagekräftigen Form nachzuvollziehen. Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen. Sie findet in den Antikensammlungen und der Glyptothek statt.

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