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Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945
27.10.2016 - 29.01.2017

Der Blick auf die Volksgruppe der Sinti und Roma wird seit Jahrhunderten von Stereotypen und Ressentiments überlagert. Die Ausgrenzung und Kriminalisierung der Minderheit ist bereits im Deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik auszumachen – hier hatten Bayern und München eine Vorreiterrolle. Mit dem Nationalsozialismus begann die staatlich organisierte Verfolgung der Sinti und Roma, die in den rassenideologisch motivierten Völkermord führte. Etwa 500.000 Sinti und Roma fielen dem Holocaust zum Opfer, darunter auch etwa 200 der in München lebenden Angehörigen der Volksgruppe. Nach Kriegsende wurde der Völkermord in der Bundesrepublik über Jahrzehnte nicht als rassistische Verfolgung anerkannt und "entschädigt". Auch in der Gesellschaft und den Medien wurde das Bild vom "Zigeuner" weiterhin propagiert und die ausgrenzende Menschenfeindlichkeit blieb bestehen – teilweise bis heute. Die Ausstellung "Die Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern 1933–1945" dokumentiert die Geschichte der Sinti und Roma von 1871 bis in die Gegenwart. Gezeigt werden Dokumente und historische Fotografien der persönlichen Lebenswelt der Sinti und Roma und ihrer diskriminierenden "offiziellen" Darstellung.

30 Jahre Kunst. Jos de Gruyter & Harald Thys
22.04.2017 - 25.06.2017

Der Kunstverein München präsentiert vom 22. April bis 25. Juni 2017 mit 30 Jahre Kunst die bisher umfangreichste Ausstellung, die jemals von dem Künstlerduo Jos de Gruyter und Harald Thys zusammengestellt wurde. Über 300 Kunstwerke in den unterschiedlichsten Medien werden die drei zusammenhängenden Ausstellungsräumen sowie das Kino des Kunstvereins einnehmen. Die Künstler Jos de Gruyter und Harald Thys arbeiten seit 30 Jahren zusammen. Gemeinsam produzieren sie fortwährend eine Vielzahl an Videos, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen, Performances und Fotografien. Diese Arbeiten nutzen sie als Vehikel, die sie mit Menschen und deren Platzhaltern bevölkern: zu Eis erstarrte Familienmitglieder, hysterische Marionetten, anthropomorphisierte Objekte. Einige dieser Charaktere sind Freunde oder deren Platz einnehmende Vermittler. Andere sind eigentümliche Bewohner einer "Parallelwelt", die von den meisten unbeachtet bleibt, obwohl sie unweigerlich mit der Welt verknüpft ist, mit der sich der Großteil von uns identifiziert. Die Ausstellung im Kunstverein München wird eine fiktionalisierte Rekonstruktion des Lebens und Wirkens zweier "Künstler" sein, kuratiert von einem gleichermaßen fiktiven Kurator. 30 Jahre Kunst wird die bisher vollständigste retrospektive Sicht auf die unglaublich fruchtbare, 30-jährige Zusammenarbeit von Jos de Gruyter & Harald Thys eröffnen und umfasst zum ersten Mal aufeinandertreffende neue Auftragsarbeiten, Rekonstruktionen, Ausschnitte von noch nie zuvor gezeigten Filmen, Teile früherer Ausstellungen sowie Ideen und Gedanken der Künstler, die (noch) auf ihre Umsetzung warten.

WasserSpiegel- Fotografien von Valentin Köhler
02.06.2017 - 25.06.2017

Etwa ab 2006 hat Valentin Köhler begonnen, das Element Wasser zum Gegenstand seiner Beobachtung mit der Kamera zu machen. Im Mittelpunkt stehen dabei Spiegelungen, Farbspiele und Strukturen an Wasseroberflächen. Hier gelingt es ihm, Augenblicke von surrealer Schönheit und "unwirklicher Realität" einzufangen, die dem "normalen" Betrachter wegen ihrer Flüchtigkeit entgehen müssen. Es ist sein Anliegen solche Momente festzuhalten und die Vergänglichkeit im Spiel der Farben und Strukturen zu dokumentieren. Das beobachtete Medium Wasser, bietet ihm dazu ein unerschöpfliches Reservoir der unterschiedlichsten Effekte. Immer wieder nehmen seine Bilder auch Bezug auf Pflanzen im und am Wasser.

Große Kunst im kleinen Stein - Gemmen von Martin Seitz
31.03.2017 - 26.06.2017

Martin Seitz (1895 – 1988) aus Passau gehörte zu den wenigen, die sich im 20. Jahrhundert noch der Steinschneidekunst widmeten. In dieser Kunst Autodidakt, führte er sie zu einem neuen und seitdem nicht mehr erreichten Höhepunkt Seitz pflegt vor allem den Gemmenschnitt nach antikem Vorbild und knüpfte damit an eine im Grunde schon 1500 Jahre zuvor abgerissenen Tradition wieder an. Das gilt für die äußere Erscheinung wie für einen großen Teil der Motive. Seitz war in der antiken Bilderwelt sicher zu Hause, doch ahmte er selten einfach nach, sondern wandelte ab und gestaltete neu, indivi-duell, machte einen typischen "Seitz" daraus. Andere Motive stammen auch ganz aus modernerer Bildtradition. Neben Tieren, menschlichen Figuren, Portraits und mythologischen Szenen gibt es auch eine Reihe von religiösen Darstellungen, vor allem die an seine Familien verschenkten "Weihnachtssteine".

500 Jahre römische Münzportraits
31.03.2017 - 26.06.2017

Die verschiedenen Portraittypen der römischen Kaiser und ihrer Familien auf römischen Reichsprägungen über 500 Jahre von der späten Republik bis zum Ende des Westreiches stehen im Mittelpunkt dieser Ausstellung. Für die Regierung des römischen Kaiserreiches waren Münzen ein wichtiges, vielleicht das wichtigste Mittel zur Kommunikation mit dem Volk, besonders dem Militär und den römischen Bürgern. Portraits auf Münzen reflektieren bis heute die Machtverhältnisse im Reich und lassen uns noch heute erkennen, wie der Kaiser gesehen werden wollte, welches Bild er von sich und seiner Familie "prägte".

Islands Geologische Vielfalt
01.01.2012 - 30.06.2017

Mit einer Flächenausdehnung von 103 000 km2 ist Island die größte Vulkaninsel der Erde. Die lebhafte tektonische, vulkanische und geothermale Aktivität bietet Wissenschaftlern einzigartige Voraussetzungen für die Erforschung geologischer Prozesse und Bildungen. Anlässlich des letzten großen Vulkanausbruchs am Eyjafiallajökull in Island im April 2010 und der langjährigen Forschungsarbeit von Herrn Dr. Ulrich Münzer, Department für Geo- und Umweltwissenschaften, Sektion Geologie (Geologische Fernerkundung), hat das Geologische Museum München eine Sonderausstellung mit dem Thema „Islands Geologische Vielfalt – Fotos und Exponate aus 20 Jahren Forschung in München“ konzipiert. In der Sonderausstellung werden in sieben Vitrinen die Themen "Islands geologische Vielfalt", "Tektonischer Rahmen","Heiß und Kalt", "Asche – Fluch und Segen", "Bomben und Lapilli" sowie "Sande und Gerölle“ präsentiert. Ausgestellt sind vorwiegend Gesteine sowie Luft-, Gelände- und Filmaufnahmen, die während der letzten 20 Jahre Forschungsarbeit von U. Münzer mitgebracht worden sind.

Reset | Thomas Hirschhorn - Doppelgarage
30.06.2016 - 30.06.2017

In der "Doppelgarage" von Thomas Hirschhorn (*1957), einer Art Werkstatt oder Hobbykeller, werden fundamentale Kategorien menschlichen Fühlens und Handelns verhandelt: Gewalt und Gegengewalt, Rache und Versöhnung. Ausgangspunkt für die Entstehung des Werks sind die Ereignisse des 11. September 2001. Wie kaum ein anderes Werk der Gegenwartskunst spiegelt die »Doppelgarage« politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Abhängigkeiten und Widersprüche am Beginn des 21. Jahrhunderts in ihrer verwirrenden Komplexität wider.

Lob der Linie: Verneinung und Verneigung
07.04.2017 - 30.06.2017

"Die Linie ordnet die ganze Welt, doch sie selbst ist unablässig Frage", so der Münchner Künstler Bernhard Haupeltshofer über seine Arbeiten, die im H-TEAM e.V. zu sehen sind. Bernhard Haupeltshofer arbeitet mit dem Mittel der Verdoppelung: die erste vom Graphit tastend gezogene Linie wird von weißer Kreide wiederholt; es entstehen minimal-malerische Grau-Effekte. Daneben wird - durch das zweite Weiß der Kreide - die Zeichnung dem ersten (Grund-) Weiß des Papiers in einem meditativen Akt zurückgegeben. Im zweiten Genre der Tuschezeichnungen zeigt sich eine andere Verdoppelung: zwei ABCs der Linien führen ein Gespräch miteinander. Die Zeichnung, die zuerst entsteht, und die Schrift (als Gedicht, Zitat, Meditation). Diese "Blätter" konfrontieren, ergänzen oder vermischen zwei Linien-Sprachen. Die Zeichnung "verneint" die starre Linie des Buchstabens und "verneigt" sich vor der Schrift (Poesie). Bernhard Haupeltshofer sagt: "Vielleicht bin ich nur Briefträger zwischen Schrift und Linie - und umgekehrt".

Mit der Rose durchs Alphabet - XXV. Rosenschau
30.06.2017 - 03.07.2017

Vor einem Vierteljahrhundert, im Jahr 1993, wurde die erste Rosenschau im Botanischen Garten ins Leben gerufen. Seitdem erfreut sie das Publikum jährlich mit schönen, ästhetisch gestalteten Ausstellungen in der Winterhalle und einem abwechslungsreichen Markt im Freien mit Rosen und Stauden, Rosenspezialitäten und Rosenaccessoires. Eine Besonderheit dieser "Münchner Rosenschau im Botanischen Garten" ist es, dass sie jedes Jahr unter einem anderen Motto steht und die Ausstellung jedes Jahr anders gestaltet ist. Zur Feier des 25. Geburtstages werden daher in lockerer Anordnung besonders markante und schöne Elemente aus den Rosenschauen der vergangenen Jahre gezeigt. Eine neue und besondere Attraktion wird dieses Jahr im Zentrum der Winterhalle zu sehen sein. Es ist ein von Rosen umgebener edler Porzellanbrunnen, den die Porzellanmanufaktur Nymphenburg anlässlich des Rosenschau-Jubiläums ausstellt. Natürlich wird es auch nicht an der gehörigen Fülle an Geburtstagsblumen fehlen. Gratuliert wird der 25jährigen mit üppigen Rosensträußen, interessanten Rosengestecken und zahlreiche Topfrosen sowie allerlei Rosenbegleitpflanzen, zu denen vor allem Lavendel, aber auch Rittersporn und Lilien zählen.

Tacker
01.07.2017 - 09.07.2017

Der BBK zeigt die eingereichten Arbeiten für die Jury der beiden Nachwuchsreihen "Debutanten" und "Die ersten Jahre der Professionalität" öffentlich.

50 Jahre Deutsches MAD
12.05.2017 - 11.07.2017

Eine Ausstellung des Münchner Comicfestivals im Sonderausstellungsraum des Valentin-Karlstadt-Musäums. MAD hat unsere Kulturlandschaft nicht nur veralbert und kommentiert, sondern sie stärker geprägt und verändert als jeder andere Comic. Was 1952 in den USA zunächst als farbiges Comic-Heft begann und rücksichtlos Superman, Batman oder selbst Disney-Figuren veralberte, feierte noch größere Erfolge, als es zu einem schwarz-weißen Satire-Magazin wurde. 1967 startet das DEUTSCHE MAD und ab Heft 32 fungierte Herbert Feuerstein als Chefredakteur. Fortan wurden auch Beiträge deutscher Zeichner veröffentlicht. Das Comicfestival München feiert den 50. Geburtstag der noch heute erscheinenden Ausgabe des "vernünftigsten Magazins der Welt". Eingeladen sind die MAD-Zeichner Peter Kuper (Spion&Spion). I.Astalos, Dieter Stein, Martin Frei und Tom Bunk. Letzterer hat extra für die 50 JAHRE DEUTSCHES MAD – Ausstellung im Valentin-Karlstadt-Musäum ein spektakuläres Plakatmotiv angefertigt. Gezeigt werden Original-Werke von fast allen wichtigen MAD-Zeichnern, wie Don Martin, Sergio Aragonés, Mort Ducker oder Rolf Trautmann.

No secrets! – Bilder der Überwachung
24.03.2017 - 16.07.2017

Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist deutlich geworden, in welchem Ausmaß Netzwerke und Datenströme die Ziele von Überwachung und Kontrolle sind. Aber nicht nur Geheimdienste generieren Daten aus der Nutzung von Medientechnologien; auch im "Internet der Dinge" und in den Fantasien von "Big Data" werden mediale Vorgänge, Ereignisse und Kommunikationen automatisierten Auswertungen unterzogen, die die Kontrolle des Menschen zum Ziel haben. Die sowohl im Münchner Stadtmuseum als auch in der ERES-Stiftung stattfindende Ausstellung beleuchtet dieses Thema, das meist sehr emotional und kontrovers diskutiert wird. In einem kurzen historischen Rückblick werden die Vorfahren der staatlichen Kontrolle von Mensch und Raum als Vorläufer aktueller biometrischer Erfassungsmethoden verortet. Der Hauptteil der Ausstellung präsentiert zeitgenössische Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, Video, Malerei, Plakat und Installation.

FORUM 042: Alessandra Schellnegger – Einblicke. Hinter den Mauern des BND in Pullach
24.03.2017 - 16.07.2017

Die Schnittmenge zwischen der Arbeit des Bundesnachrichtendienstes und der Fotografin Alessandra Schellnegger ist die Neugier. Als sie im Auftrag der Süddeutschen Zeitung nach langem Warten Zugang zum Gelände des BND in Pullach bei München erhält, ist das ein Glücksfall. Aus der Zeit gefallene Architektur und verwaist wirkende Gebäude reflektieren vergangene deutsche Geschichte und werfen Fragen auf. Von hier aus wurde tatsächlich die Welt bespitzelt? Mit feinem Gespür für Brüche und unbeabsichtigte Absurditäten schafft die Fotografin Fotodokumente, auf denen eine historische Kontinuität sichtbar wird, die beunruhigt - und die vom Selbstverständnis eines Teils der Staatsmacht im 20. Jahrhundert erzählt.

Parasympathikus- Urbane Ruhe und Unruhe
22.06.2017 - 16.07.2017

Bereits heute lebt jeder zweite Mensch weltweit in einer Stadt. Das Großstadtleben hat viele Vorteile. Nirgendwo sonst bieten sich so viele Möglichkeiten zur individuellen Entfaltung. Gleichzeitig ist der Stadtmensch mit einer Vielzahl von Reizen konfrontiert. Vielen Stadtbewohnern fällt es zunehmend schwerer "runter zu kommen", kurz innezuhalten, sich abzugrenzen oder sich selbst wahrzunehmen. "Ruhe mitten in der Stadt, ist das überhaupt möglich?" Diese Fragestellung hat die Kuratorin Katharina Keller an sechs Künstlerinnen und Künstler weitergegeben. Sie alle haben zum aktuellen Ausstellungsthema PARASYMPATHIKUS sehr unterschiedliche funktionale Skulpturen entwickelt. Der Parasympathikus, der auch "Herr des Schlafes" genannt wird, ist u.a. für die Erholung unserer körpereigenen Reserven mitverantwortlich. Sein Gegenspieler ist der SYMPATHIKUS. Er bewirkt bei besonderer Belastung, zum Beispiel durch Stress, eine Leistungssteigerung des Organismus. Die Herausforderungen des urbanen Lebens können zu einer Übermacht des Sympathikus führen. Was also machen Ruhe und Unruhe mit uns? Sind sie nicht die Grundpole unserer Existenz? Eingebettet in die besondere Atmosphäre des Kunstareals wird das 14. RischArt_Projekt für drei Wochen zum Ruhepol, Ort der entspannten Kommunikation und Zerstreuung, ein temporärer Kunstort mitten in der Stadt.

100 Meisterstücke. BMW GROUP – 100 Jahre Innovationskraft und unternehmerischer Mut
10.03.2016 - 31.07.2017

Am 7. März 2016 feiert die BMW Group das hundertjährige Bestehen des Unternehmens. Das BMW Museum würdigt dieses Jubiläum mit einer Wechselausstellung, die die Unternehmensgeschichte von 1916 bis heute präsentiert. Hierfür wurden 100 Meisterstücke ausgewählt, die die Innovationskraft und den unternehmerischen Mut in unterschiedlichen Epochen zum Ausdruck bringen. Diese Meisterstücke sind auf insgesamt fünf Plattformen in der Museumsschüssel und auch in einigen Bereichen der Dauerausstellung ausgestellt. Präsentation in fünf Zeitabschnitten. Die Unternehmenshistorie auf einen Blick. Den Auftakt zur groß angelegten Ausstellung bildet das erste Meisterstück, die 1916 erfolgte Gründung der Bayerischen Motoren Werke. Im Anschluss wird dem Besucher ein Überblick zu 100 Jahren Zeit- und Mobilitätsgeschichte geboten, illustriert durch Plakate der jeweiligen Zeit. Der folgende Abschnitt ist den Mitarbeitern des Unternehmens gewidmet. Über all die Jahre waren und sind sie der Garant des Erfolgs. Der Geschichte des Personals von 1916 bis heute fügen sich besondere Aspekte wie Gesundheit, Architektur, Internationalität, Produktion, Unternehmenskultur und Nachhaltigkeit an. Auf den fünf Plattformen der Museumsschüssel bietet die Ausstellung in chronologischer Reihenfolge einen Großteil der "100 Meisterstücke": Motorräder und Automobile, die BMW Geschichte geschrieben haben, sind hier ebenso zu bewundern wie Flugmotoren. Auch wird an legendäre Erfolge und Meilensteine im Motorsport erinnert. Im Fokus stehen zudem unternehmerische Entscheidungen, die zum Bau von Produktionsstätten oder Verbesserungen in der Arbeitswelt der Mitarbeiter führten. Interessante Geschichten, wertvolle Kleinexponate, bisher kaum gesehenes Film- und Fotomaterial sowie aufschlussreiche Zeichnungen runden den Gesamtüberblick ab und machen "100 Meisterstücke" zu einem besonderen Ausstellungserlebnis. Die Wechselausstellung "100 Meisterstücke. BMW Group – 100 Jahre Innovationskraft und unternehmerischer Mut" lädt ein zu einer Zeitreise durch 100 Jahre BMW Group. Sie bringt den von Höhen und Tiefen, Innovationen und mutigen Entscheidungen geprägten Wandel sowie den Facettenreichtum des heute erfolgreichen Unternehmens zum Ausdruck.

Jüdisches Leben in München in den 1950er- und 1960er-Jahren
07.03.2017 - 31.07.2017

Eine Ausstellung von Studierenden der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU München in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv München und dem Jüdischen Museum München Nach der Schoa ist für viele Jüdinnen und Juden ein Leben in Deutschland undenkbar. München ist zunächst eine Durchgangsstation für die Emigration ins damalige Palästina oder in die USA. Für einige entpuppt sich der Aufenthalt in der bayerischen Hauptstadt aber als dauerhaft. Sie finden Arbeit, sind in der Gemeinde aktiv und gründen Familien. Wie war es, als jüdisches Kind in München aufzuwachsen? Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern der ersten Generation Münchner Jüdinnen und Juden, die nach der Schoa hier aufwuchsen sowie zeitgenössische Exponate thematisieren unterschiedliche Fragestellungen. Die aufgezeichneten Gespräche kreisen um das Lebensgefühl in einer ehemaligen "Täterstadt", den Stellenwert von Religion, die Bedeutung von Freizeit, das Verhältnis zum Staat Israel und das Sprechen über die traumatische Vergangenheit in den eigenen Familien.

Bellinzona und mehr. Gemälde und Ölskizzen von Johann Christian Ziegler
12.04.2017 - 07.08.2017

Johann Christian Ziegler, 1803 im nordbayerischen Wunsiedel geboren, gehört zu den frühen realistischen Landschaftsmalern in Deutschland. Nach einer ersten Zeichenausbildung in seiner Geburtsstadt kam er 1821 nach München, wo er an der Kunstakademie Landschaftsmalerei studierte. 1828 und 1829 reiste er nach Oberitalien. Neben Landschaftsbildern und Genredarstellungen in der Nachfolge von Wilhelm Kobell und Max Joseph Wagenbauer schuf Ziegler Zeichnungen und Ölstudien, die von unmittelbarer Naturbeobachtung zeugen. Sein Tod 1833 im Alter von nur 30 Jahren setzte seiner vielversprechenden Entwicklung ein frühes Ende. Die Präsentation in einem Kabinett der Neuen Pinakothek zeigt die Gemälde und Ölskizzen, die 2014 von den Nachfahren des Künstlers zusammen mit Zeichnungen und Skizzenbüchern als Zustiftung in die Museumsstiftung zur Förderung der staatlichen bayerischen Museen übergeben worden sind. Ergänzt werden sie um Werke seiner Münchner Vorbilder und Zeitgenossen

Free Music Production / FMP: The Living Music
10.03.2017 - 20.08.2017

Free Music Production (FMP), ein Plattenlabel und eine Plattform für die Produktion improvisierter Musik, wurde 1968 in Westberlin gegründet. Ihr radikales und expansives Engagement für zeitgenössische improvisierte Musik und Avantgarde-Jazz war von Anfang an global ausgerichtet. FMP überschritt kulturelle und musikalische Grenzen und lud Musiker und Komponisten ein, auch jenseits ihrer renommierten Einspielungen eine große Spannbreite von Aufführungsmöglichkeiten zu erkunden, von Konzerten und Festivals (Total Music Meeting) bis zu interdisziplinären Workshops (Workshop Freie Musik) und Ausstellungen. Zur Zeit der Mauer, als sich Westberlin als Symbol künstlerischer Freiheit des Westens positionierte, engagierten sich hunderte von international tätigen Musikern, Komponisten und Künstlern bei FMP. Mit über 500 veröffentlichten Einspielungen, zahllosen Konzerten, über hundert Festivals und einem Archiv aus Filmen, Fotos, Plakaten und anderen grafischen Arbeiten steht FMP für eine ungebrochene künstlerische Radikalität, die überkommene Normen kollektiven Kunstschaffens in Frage stellt.

draußen. Landschaftsarchitektur auf globalem Terrain
27.04.2017 - 20.08.2017

Mit der Ausstellung "draußen" widmet sich das Architekturmuseum der TU München erstmals der Landschaftsarchitektur. Nachdem in den vergangenen Jahren mehrfach die soziale Relevanz von Architektur in der Gegenwart präsentiert wurde, rückt nun auch jene Disziplin in den Fokus, die einen sehr viel weiteren räumlichen und zeitlichen Horizont behandelt. "Landschaftsarchitektur" scheint in der öffentlichen Vorstellung noch immer von der Sehnsucht bestimmt, für die Harmonisierung zwischen den global wachsenden Städten einerseits und der Natur andererseits zu planen. Aber die Vorstellung von Stadt und Landschaft als Gegensatzpaar entspricht längst nicht mehr dem gegenwärtigen Stand einer Disziplin, die sich angesichts der radikalen Umformung des Planeten Erde in Richtung einer analytisch-kritischen Perspektive entwickelt. "Draußen" geht von der Prämisse aus, dass es am Anfang des 21. Jahrhunderts keinen Winkel der Erde mehr gibt, in dem die Wirkungen der Urbanisierung, der massiven Ausbeutung fossiler Brennstoffe, der wachsenden Mobilität und die ungebremsten Veränderungen ökologischer Systeme, aber auch die Folgen zunehmender Migration nicht spürbar sind. Die Ausstellung zeigt in zehn Fallbeispielen das konkrete Zusammenwirken, die systemische Abhängigkeit von Stadt und Umland, von Wasserkreisläufen und den lokalen und globalen Bedingungen. Die Initiatoren sind fünf akademische Teams, die hier grundlegende Forschungen präsentieren. Sie versuchen in den dargestellten Projekten, die von Casablanca über Madrid und Changde bis Kigali und Medellín reichen, zu allererst komplexe räumliche Situationen zu analysieren. Dabei ziehen sie verschiedene Instrumente und Disziplinen wie die Soziologie oder Ethnologie heran. In den konkreten Fallbeispielen wird kontextspezifisches Systemwissen zusammengetragen und in enger Beteiligung mit den örtlichen Projektpartnern abgeglichen, bevor überhaupt an mögliche transformatorische Perspektiven und bauliche Maßnahmen gedacht wird. Ziel der Ausstellung ist es, der Öffentlichkeit eine tiefere Vorstellung von den sich wandelnden Konzepten und Strategien der Landschaftsarchitektur in der Gegenwart zu vermitteln und zugleich ihre wachsende Bedeutung für die Zukunft darzustellen. Landschaftsarchitektur von heute widmet sich jenen räumlichen Systemen, die die Gesellschaft von morgen prägen werden.

Hans Haacke - Gift Horse
27.04.2017 - 20.08.2017

Das Haus der Kunst freut sich, Hans Haackes gefeierte Monumentalplastik Gift Horse (2015) in seinen Räumen zeigen zu können. Ursprünglich im Auftrag der City of London als zehnter Beitrag für den Skulpturensockel "Fourth Plinth" am Trafalgar Square entstanden, wurde dieses Werk inmitten hitziger Debatten über die Ausgabefreudigkeit der Stadtverwaltung in Zeiten eisernen Sparens während der Finanzkrise enthüllt und dadurch auch in einen Zusammenhang mit den aktuellen sozialen und politischen Verhältnissen überall auf der Welt gebracht. So gesehen hätte Gift Horse zu keinem sinnfälligeren Zeitpunkt entstehen können. Die Bronzeplastik stellt, basierend auf einer Radierung des englischen Malers George Stubbs, ein Pferdeskelett ohne Sattelzeug dar. Ein elektrisches, an einem Vorderbein des Pferdes befestigtes Laufschriftband zeigt in Echtzeit übertragene Kurse der Londoner Aktienbörse an, die in München durch einen Live-Ticker der Frankfurter Börse ersetzt werden. Die Arbeit nimmt unmittelbar Bezug auf ein nie ausgeführtes Reiterstandbild von König Wilhelm IV., das ursprünglich für den Sockel vorgesehen war, und versinnbildlicht das Zusammenwirken von Reichtum, Macht und imperialer Geschichte. Wie Haacke erläutert, entstand sein Projektvorschlag aus der eingehenden Auseinandersetzung mit dem Ort und der Bedeutung des Denkmals für die politische Repräsentation: "Ich wurde als einer von sechs Künstlern eingeladen, einen Vorschlag für den vierten Sockel an der nordwestlichen Ecke des Trafalgar Square einzureichen. Der Sockel stand seit 150 Jahren leer. Georg IV., dessen Reiterstatue einen Sockel an der Nordostecke ziert, hatte in seiner Regierungszeit so viel Geld ausgegeben, dass es unter dem Nachfolger, seinem jüngeren Bruder Wilhelm IV., nicht mehr für einen Ritt auf dem Bronzepferd reichte. Nachdem ich mehrere Einfälle verworfen hatte, schien mir eine Bezugnahme auf den Brauch, Herrscher auf Pferderücken zu verewigen, angebracht. (Ich bin nicht der erste Fourth Plinth-Künstler, der das tut.) Meine Verewigung sollte ein Pferdegerippe mit Live-Verzierung sein – und keinen Reiter haben. Zum Projektvorschlag für den Fourth Plinth gehörte ein Bild, dem man entnehmen konnte, wie das Ganze am Ende aussehen würde. Da ich keinerlei Kenntnis von Pferdeskeletten besaß (auch was das angeht, bin ich wohl nicht der einzige), fragte ich eine Bibliothekarin, ob sie einschlägige Publikationen kannte. Sie verwies mich auf The Anatomy of the Horse von George Stubbs. Von meinen Besuchen in der Tate kannte ich Stubbs als Maler von Pferden und englischen Adeligen auf Pferderücken. Aber mir war neu, dass er als Sohn eines Gerbers eigenhändig Pferde seziert und seine Beobachtungen als Radierungen in diesem Buch veröffentlicht hatte. Dann fand ich heraus, dass gleich in nächster Nähe des Trafalgar Square ein Porträt von Whistlejacket, einem sich aufbäumenden Araberhengst, das sein Besitzer Charles Watson-Wentworth, zweiter Marquis von Rockingham, in Auftrag gegeben hatte, in einem großen Saal der National Gallery hängt. Dieser Marquis war ein Whig und zweimaliger Premierminister und laut Wikipedia 'selbst nach den Maßstäben dieser wohlhabenden Kreise außergewöhnlich reich'. Ob Gift Horse nun ein Denkmal oder ein Mahnmal ist – betrachten Sie es vielleicht einfach als meine Reverenz an die City, die Wallstreet von London." Nach seiner erfolgreichen Enthüllung in London wird Gift Horse in Absprache mit Haacke am Haus der Kunst in der monumentalen Mittelhalle gezeigt, um so eine weitere Ebene der Resonanz auf die für viele europäische Plätze und Gebäude bestimmende öffentliche Machtdarstellung zu eröffnen. Denn diese Plastik ist insbesondere in ihrer Anknüpfung an zeitgenössische Zurschaustellungen von Macht, Wert, Reichtum und politischem Gedächtnis interessant. Unmittelbar beim Betreten der Mittelhalle im Haus der Kunst werden die Besucher mit dem, auf einem monumentalen Sockel aufgestellten Gift Horse, als eine Antwort auf die zeremoniell aufgeladene und propagandistische Vergangenheit der ehemaligen Ehrenhalle konfrontiert. Es steht in Erinnerung an die zeremonielle und propagandistische Funktion der ehemaligen Ehrenhalle auf einem wuchtigen Piedestal. Die skulpturale Qualität von Haackes scharfsinniger Reflexion von Macht bildet einen Gegensatz zur monumentalen Dimension der Mittelhalle und bereichert so auch die Diskussion über die bevorstehende Renovierung des Hauses der Kunst

Furcht & Faulheit
22.06.2017 - 20.08.2017

Die Ausstellung stellt den Versuch einer Analyse und Orientierung dar. Sie versammelt Arbeiten junger brasilianischer Künstler und blättert währenddessen in Schriften der brasilianischen Moderne von Mario und Oswald de Andrade. Der Modernismo wurde während der "Woche der modernen Kunst" im Februar 1922 in São Paulo ausgerufen und stellt sich gegen einen importierten Symbolismus und Parnassianertum indem er sich einer landesüblichen, der gesprochenen Sprache anlehnenden Schreibweise und Rhetorik bedient und sich so gegen den Wortschatz und Satzbau Portugals behaupten möchte. Statt sich einer Diktatur der Logik zu unterwerfen, gebrauchen die Autoren Erzählungen der indigenen Bevölkerung und mischen Mythen mit magischem Realismus. Die Ausstellung verfolgt die ästhetischen Spuren von Mario de Andrades "Macunaíma" (1928) und Oswald de Andrades "Anthropophages Manifest" (1928) in der zeitgenössischen Kunst Brasiliens. Während es den Autoren um die Entwicklung eines eigenständigen Bewusstseins ging, um die Begründung eines tropischen Regionalismus, um ein Manifest zur Etablierung des Charakters Brasiliens gegenüber den kolonialen und kapitalen Einflüssen Europas, stellt sich in der Gegenwart einerseits die Frage, was aus diesem Versuch geworden ist – und wie künstlerische Äußerungen zu den Deklarationen der Moderne aussehen könnten.

Veranstaltungskalender

< Mai - 2017 >
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