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Ausstellungen

Vertikal Klub - Willem Oorebeek
17.09.2015 - 10.01.2016

Oorebeek ist ein Künstler. Er unterbricht und stört den Kreislauf massenmedialer Bilder und lenkt ihn um. Dazu zählen Magazine, Zeitungen, Versandkataloge, Grußkarten, Fernsehprogramme, Modeposter, Flugblätter aus der Politik, Bekanntmachungen, Broschüren und verschiedenste Drucksachen. Oorebeek ist auch ein Kannibale. Eigene Arbeiten und deren Reproduktionen werden von ihm wiederverwendet und in den Kreislauf zurückgeführt. Dabei arbeitet er mit lithografischen Techniken und Wiederholungsverfahren, etwa indem er schwarze Tinte im Offset-Druck auf schwarze Tinte druckt. Damit erreicht er tiefe Sättigungsgrade, eine dichte typografische Textur und Interferenzen im Informationsfluss. Oorebeek gründete 1994 den Vertikal Klub – einen exklusiven Zusammenschluss für Bilder mit strengen Zugangsbeschränkungen. Die senkrecht stehenden Mitglieder des Klubs wurden gedruckt und in Lebensgröße auf die Wand von internationalen Ausstellungsräumen aufgebracht sowie als Buch veröffentlicht. Über die Bilder wurden Metadaten in Form von Text gedruckt. Diese Seiten wurden als Digitaldrucke vergrößert und werden alle zwei Wochen im Schaufenster präsentiert. Tagsüber wird sich jeder Besucher in der Scheibe reflektieren – oberhalb der Bilder im Display. Damit ist er Bestandteil des Klubs und bleibt doch zugleich von ihm ausgeschlossen.

Martin Fengel / Tomoya Kato: "Die Insel der Dachhasen"
16.06.2018 - 16.09.2018

Die Lothringer13 Halle bietet diesen Sommer Raum für Gemeinwesen, Geheimwesen und lebhafte Umschreibungen. Neue, raumgreifende Installationen entstehen und eröffnen fragile, sperrige und enigmatische Universen. Dachhasen miauen jämmerliche Liebeslieder, Koyoten in dicken Pullovern beobachten die Planeten und Steine sinnieren über die Bedeutung von Form, Gravitation und Gleichgewicht. Soweit zur Theorie. In der Praxis pendelt sich dann alles neu ein, wenn Martin Fengel aus München und Tomoya Kato aus Kyoto ihre neuesten Werke ausbreiten. Parallele Realitäten, geteilte Orte und untertitelte Dialoge.

José Antonio Suárez Londoño "Almanach"
19.06.2018 - 16.09.2018

Die von José Antonio Suárez Londoño (geb. 1955 in Medellín, Kolumbien) seit den 1970er Jahren angefertigten Druckgrafiken, Zeichnungen, Skizzenbücher und Gummistempel bilden zusammen ein immenses Gesamtwerk. Suárez Londoño beherrscht meisterhaft die verschiedenen Techniken jeder dieser Gattungen, die sich alle auf das Alltägliche konzentrieren und sich auszeichnen durch eine einzigartige und sehr markante Ikonographie. Es ist jedoch sein unermüdliches Schaffen insgesamt, das die Einzigartigkeit der künstlerischen Praxis von Suárez Londoño definiert: seine tägliche und wöchentliche Routine, die gleichzeitig ein Inventar der Welt und ein persönliches Tagebuch hervorbringt. In Suárez Londoños Arbeit spielen Faktoren wie Lernen, Erfahrung und Imagination eine große Rolle, womit sich der Künstler einen quasi unendlichen Raum schafft, in dem es ihm gelingt, die Zeit zu überwinden. Die Auswahl an Arbeiten in der Ausstellung stellt eine von zahllosen Kombinationen dar, die man hätte anbieten können: der Almanach eines international bedeutenden Künstlers, der in seiner Heimat Bezugspunkt für die jüngere Künstlergeneration und Schöpfer eines einzigartigen und zeitlosen Werkes ist.

RICOCHET #12: Christian Hartard "Less Work for Mother"
19.06.2018 - 16.09.2018

Im Rahmen der Reihe RICOCHET zeigt das Museum Villa Stuck mit der Ausstellung "Less Work for Mother" die erste museale Einzelpräsentation des Münchner Künstlers Christian Hartard (geb. 1977). Für die Räume im zweiten Obergeschoss der historischen Villa Stuck entwickelt er ein komplexes Ensemble aus Objekten, Grafik, Video und ortsspezifischen Installationen, die um Motive von Abwesenheit und Präsenz, Zeigen und Verbergen kreisen. Hartard nähert sich in zehn eigens für die Ausstellung entstandenen Werken elementaren Erfahrungen und Emotionen wie Angst, Ohnmacht, Verlust. Es entsteht eine Choreographie von Objekten, welche die Betrachter empfindsam auf Gegensätze wie hart/weich, durchlässig/fest oder kalt/warm reagieren lassen. Ihre sensorischen Eigenschaften, wie Geruch, Temperatur, Vibration oder Sound, lassen einen hinfühlen, hinriechen, hinhören, wenn hinsehen allein nicht reicht. Durch die Verwendung fragiler, schutzbedürftiger Stoffe, weicher und viskoser Materialien oder durch den Einsatz von Wärme, Kälte, Elektrizität und Fließvorgängen wird ihr Minimalismus gebrochen und sinnlich aufgeladen. Der Künstler interessiert sich für eine Kunst, die nicht Bilder, sondern Wirklichkeiten schafft. Der Betrachter ist daher mit konkreten Situationen konfrontiert, in denen die Werke als Gegenüber erfahrbar sind. Ein stromführender Vorhang, zähflüssiges Industriewachs oder in Säure aufgelöstes Gold sind Energie- und Erinnerungsspeicher, die dem Nichtmehrvorhandenen einen Ort geben. Sie notieren, was verblasst und verschwunden ist. Auch das nervöse Zittern von Fensterglas, Bilder überkochender Milch, Dinge aus Porzellan und Textil sind Protokolle dessen, was einmal war oder gewesen sein könnte. Indem sie in den ehemaligen Dienstbotenräumen der Villa Stuck hauswirtschaftliche Tätigkeiten evozieren, legen sie mehrdeutige Spuren in die Vergangenheit. Hartard erarbeitet sich ein Thema auf verschiedenen Ebenen, inhaltlich-archivarisch genauso wie formal-ästhetisch. Für die Ausstellung in der Villa Stuck führt ihn seine Recherche zu einem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte, aber auch zu einem traurigen innerhalb seiner eigenen Familiengeschichte. Davon ausgehend entwirft Hartard eine Serie von "Wiederbelebungsmaßnahmen", in denen sich konzeptueller Zugriff und ästhetische Poesie verschränken.

Sankt Ottilien. Das Benediktinerkloster und seine jüdische Geschichte 1945-48
13.05.2018 - 23.09.2018

Eine Installation in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur am Historischen Seminar der Ludwig Maximilians- Universität und der Erzabtei Sankt Ottilien mit Arbeiten von Benyamin Reich, Berlin. Das Benediktinerkloster Sankt Ottilien wurde von 1945 bis 1948 der unfreiwillige Zwischenort für zahlreiche jüdische Überlebende aus Osteuropa. Es diente ihnen als Krankenhaus und Lager. Angeregt von der Erzabtei wird 2018 in unterschiedlichen Projekten diese bisher wenig thematisierte Facette der Klostergeschichte beleuchtet. Die jüdische Selbstverwaltung, die Vorbereitung auf die Ausreise nach Palästina, jiddische Kultur und das Camp-Orchester sowie die Entbindungsstation, in der über 400 jüdische Kinder geboren wurden werden thematisiert. Ebenso das Zusammentreffen unterschiedlicher Akteur_innen wie jüdische Überlebende, deutsches Pflegepersonal und Ärzte, Mönche, Nonnen und amerikanische Militärs. Den Anfang dieser Aktivitäten macht das Jüdische Museum München: Zum Internationalen Museumstag 2018 mit dem Motto "Netzwerk Museum: neue Wege, neue Besucher" zeigt es eine Installation, die Besucherinnen und Besucher auf den Weg in das Benediktinerkloster schickt, um dieses aus einer jüdischen Perspektive zu betrachten.

"Ehem. jüdischer Besitz"
27.04.2018 - 23.09.2018

Die systematische Erforschung der Herkunft von Kunstwerken in den eigenen Sammlungs­beständen gehört zu den Schwerpunkten der wissenschaftlichen Arbeit des Münchner Stadtmuseums. Erstmals sollen nun die Ergebnisse dieser Provenienzforschung in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert und dabei auch die eigene Geschichte in der NS-Zeit näher beleuchtet werden. Die Ausstellung versteht sich als Momentaufnahme in einem Prozess kontinuierlicher Aufarbeitung und zeichnet die vielfältigen Biografien von ausgewählten Kunstgegenständen aus den verschiedenartigen Sammlungen des Museums nach. Dazu gehören Werke aus den Bereichen Grafik und Gemälde, Mode und Textilien sowie Kunsthandwerk und Möbel, aber auch Musikinstrumente und Marionetten. Zum ersten Mal wird damit ein kunst- und kulturgeschichtliches Museum mit der ganzen Bandbreite seiner Sammlungsbestände diesem wichtigen Thema eine Ausstellung widmen.

Roni Horn. PI
23.03.2018 - 23.09.2018

Die 45-teilige, in Island entstandene Arbeit "PI" von Roni Horn (*1955) zählt zu den fotografischen Hauptwerken der Künstlerin. Einer Feldforscherin vergleichbar veranschaulicht sie die vielfältigen Facetten dieses spezifischen Ortes, dem sie auch eine Reihe von Künstlerbüchern wie Skulpturen gewidmet hat.

Dan Flavin. Untitled (for Ksenija)
17.07.2018 - 30.09.2018

Dan Flavin (1933–1996) entwickelte seine raumgreifende Lichtinstallation "Untitled (for Ksenija)" 1994 zur Eröffnung des Kunstbaus, den der Architekt Uwe Kiessler zum Ausstellungsraum gestaltet hatte. Heiner und Philippa Friedrich, New York, schenkten dem Lenbachhaus die Arbeit im Andenken an ihre Eltern Erika und Harald Friedrich und Dominique und John de Menil. Flavin gehörte zu den bedeutendsten Vertretern der Minimal Art. Der wesentliche Ansatz dieser Kunstrichtung liegt in einer radikalen Reduzierung der bildnerischen Mittel auf die objektiven Gegebenheiten einfacher Formstrukturen. Diese werden unter Ausschaltung aller handschriftlicher Gestaltungsmerkmale nach industriellen Normen gefertigt. In den vier Lichtlinien griff Flavin die spezifischen architektonischen Gegebenheiten des Kunstbaus auf und betonte die charakteristische Krümmung des langgestreckten, ca. 110 m langen Raumes. Kuratiert von Sebastian Schneider

Charakterköpfe – Griechen und Römer im Porträt
30.01.2018 - 30.09.2018

Homer und Sokrates, Alexander der Große und Augustus, Cicero und Marc Aurel - jede dieser berühmten historischen Gestalten ist uns aus der antiken Geschichte wohl vertraut. Wir bewundern noch heute ihre Taten, wir lesen ihre dichterischen Werke, wir beschäftigen uns mit ihren philoso­phischen Schriften. Aus all dem können wir auch ein Charakterbild ihrer Persönlichkeit zeichnen. Doch steht uns noch ein weiteres Mittel zur Verfügung, sie näher kennenzulernen: ihr Porträt, das teils noch zu ihren Lebzeiten, teils aber auch erst später geschaffen wurde. Es gibt uns in vielen Fällen zweifellos einen Eindruck, wie der Dargestellte wirklich ausgesehen hat. Außerdem aber vermittelt es eine Vorstellung davon, welches Bild sich die antiken Menschen - Zeitgenossen oder auch Nachgeborene - von ihm machten; und, sofern er selbst der Auftraggeber war, welches Image er anstrebte. Antike Porträts können dem Betrachter also beispielhaft wichtige Fragestellungen vor Augen führen, die vielleicht heute aktueller denn je sind. Denn es geht hier schließlich um die Darstellung von Personen des öffentlichen Lebens im Spannungsfeld zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung. Die wirklichkeitsnahe Darstellung menschlicher Gesichter zählt zu den großen Leistungen der antiken Bildhauerkunst. So erfuhr die Porträtkunst bei Griechen und Römern ihre erste große Blüte und fand zugleich bereits eine vollendete Form. In der Sonderausstellung der Münchner Glyptothek wird ihre Entstehung und gut 1000 Jahre währende Geschichte vom 5. Jahrhundert v. Chr. bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. beleuchtet. Das Rückgrat der Ausstellung bildet der reiche Schatz des Museums an qualitativ heraus­ragenden antiken Marmorbildnissen. Hochkarätige Leihgaben aus großen archäologischen Sammlungen der Welt ebenso wie aus Privatbesitz ergänzen das durch die Meisterwerke der Glyptothek gezeichnete Panorama.

Marcia Hafif: Films (1970–1999)
17.07.2018 - 30.09.2018

Seit den 1970er Jahren widmete sich die Malerin Marcia Hafif (1929–2018) der reinen Wirkkraft von Farbe. Ihre Gemälde verzichten auf Bildgegenstand und Komposition und repräsentieren ausschließlich sich selbst. In dieser malerischen Reduktion fand Hafif die Möglichkeit, Grundkomponenten der Malerei wie Format, Oberfläche, Material und Pinselführung analytisch zu befragen. "Marcia Hafif: Films (1970–1999)" wendet den Blick auf einen weniger bekannten Aspekt in Hafifs Œuvre: ihre künstlerische Betätigung in den Bereichen Sprache und Film. Während den Vorbereitungen für die Ausstellung, die Hafif mit großem Enthusiasmus von Kalifornien aus begleitete, verstarb die Künstlerin überraschend. Mit dieser Ausstellung gedenken wir einer herausragenden Künstlerin des 20. und 21. Jahrhunderts, die mit ihrer so stillen wie unnachgiebigen künstlerischen Forschung die programmatische Ausrichtung des Hauses nachhaltig beeinflusst hat. Kuratiert von Sebastian Schneider.

Vermeer. Briefleserin in Blau
03.07.2018 - 30.09.2018

Zur Wiedereröffnung der modernisierten Sammlungsräume der Alten Pinakothek werden die Besucherinnen und Besucher die einmalige Gelegenheit haben, die weltberühmte "Briefleserin in Blau" des holländischen Malers Johannes Vermeer (1632-1675) aus dem Amsterdamer Rijksmuseum in München hautnah zu erleben. Dieses Meisterwerk des Goldenen Zeitalters, das zu den bekanntesten und schönsten Werken des Delfter Malers zählt, tritt in einen spannungsvollen Dialog mit den Hauptwerken der holländischen Malerei in der Münchner Sammlung.

Fotografie heute: Private Public Relations
15.06.2018 - 07.10.2018

Wie erleben wir Öffentlichkeit in einer globalen, chaotischen und digitalisierten Welt und was für eine Rolle kommt der Fotografie dabei zu? Mit "Private Public Relations" setzt die Sammlung Moderne Kunst die 2016 begonnene Ausstellungsreihe "Fotografie heute" zu innovativen Positionen in der zeitgenössischen Fotografie fort. Mit dem Aufkommen der sozialen Medien und vor dem Hintergrund eines sich radikalisierenden politischen Klimas ist das Bedürfnis nach Deutung des fragmentierten, globalen sozialen Raumes in dem wir gegenwärtig leben, groß. Die Ausstellung thematisiert das Verhältnis des fotografischen Bildes zum öffentlichen Raum im Zeitalter des Digitalen.

Vivan Sundaram - Umbrüche
29.06.2018 - 07.10.2018

Das Haus der Kunst würdigt den indischen Künstler Vivan Sundaram (*1943 in Shimla, Indien), dessen Karriere fast fünf Jahrzehnte umfasst, mit der europaweit bislang umfangreichsten Ausstellung seiner Multimedia-Arbeiten. Sundaram war zunächst als Maler tätig und blieb diesem Medium die ersten zwanzig Jahre treu; Anfang der 1990er-Jahre wandte er sich einer ausgedehnteren Konzeption zu, was mit seinem Interesse an der Stofflichkeit einer Vielzahl von Materialien handwerklicher und industrieller Herkunft zusammenfiel. Die Auswahl an Materialien spiegelt sich in den verschiedenen Werkgruppen, die Sundaram in den letzten zwanzig Jahren geschaffen hat. Das Geschichtsbewusstsein Sundarams, dessen Werk mit aktuellen und historischen Bezügen durchsetzt ist, zeigt sich besonders in seiner raumfüllenden Multimedia-Installation Memorial (1993/2014), mit der er eines namenlosen Opfers gedenkt. Als Reaktion auf die Zerstörung einer Moschee aus dem 17. Jahrhundert im nordindischen Ayodhya durch militante rechtsradikale Hindus kam es 1992/93 zu Ausschreitungen zwischen Hindus und Muslims. Das gefundene Zeitungsfoto eines auf der Straße liegenden Toten ist der Ausgangspunkt für Sundarams melancholische Trauerarbeit. Geschichte, Erinnerung und Archiv sind übergreifende Anliegen des Künstlers und dienen auch als Wegweiser durch die Ausstellung. Ebenso sind Trostlosigkeit und Zerstörung wiederkehrende Motive in Sundarams Werk, der als Künstler nie davor zurückgeschreckt ist, Zeitzeuge zu sein. Die Präsentation ist konzipiert als Sequenz von Gegenüberstellungen, die erkennen lassen, wie formale und thematische Anliegen von einer Arbeit auf die nächste übergehen. Unabhängig von Methode und Materialien – handwerklich, industriell oder "Hightech" – zeugt Vivan Sundarams Kunst immer von Empathie.

Erntedank-Ausstellung:Apfel, Birne, Quitte
03.10.2018 - 07.10.2018

Eine Sortenausstellung ist in der Winterhalle zu sehen. Im Umfeld der Winterhalle findet ein herbstlicher Markt statt. veranstaltet vom Botanischen Garten München-Nymphenburg in Kooperation mit der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Freising.

Zwischen den Planeten auf dem Weg zur Sonne
02.05.2018 - 14.10.2018

Planetenweg, erstellt anlässlich des Internationalen Jahres der Astronomie 2009, im Maßstab 1:8.000.000.000 (1 cm = 80.000 km) zur Veranschaulichung der ungeheuren Entfernungen in unserem Sonnensystem. Nach einer Idee von Apotheker Uwe Waletzko. Der Planetenweg verläuft zwischen dem Pavillon im System (Sonne) und der Heide im Westteil des Botanischen Gartens.

I'm a Believer. Pop Art und Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus und der KiCo Stiftung
20.03.2018 - 15.10.2018

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus richtete Warhol bereits früh eine Einzelausstellung aus. Das Lenbachhaus war auch der Ort der legendären Begegnung von Warhol und Joseph Beuys. Die Ausstellung "I'm a Believer. Pop Art und Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus und der KiCo Stiftung" beginnt mit dieser Geschichte. Klassische Positionen von Andy Warhol, Thomas Bayrle, Ulrike Ottinger und Hannsjörg Voth bilden den Auftakt. Von Sigmar Polkes "German Pop" über Stephen Shores Fotografien nordamerikanischer Vorstädte führt die Ausstellung bis in die Gegenwart des Populären in der Kunst. Mit Werken von Thomas Bayrle, Gerard Byrne, Miriam Cahn, Willie Doherty, Hans-Peter Feldmann, Isa Genzken, Bruno Gironcoli, Judith Hopf, Maria Lassnig, Daniel Man, Michaela Melián, Ulrike Ottinger, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Pietro Sanguineti, Stephen Shore, Amy Sillman, Hannsjörg Voth und Andy Warhol.

A Muslim, a Christian and a Jew. Eran Shakine
21.02.2018 - 21.10.2018

In seiner aktuellen Serie setzt sich der israelische Künstler Eran Shakine humorvoll mit der Frage nach den Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Angehörigen des Islams, Christentums und Judentums auseinander. Der Ausstellungstitel spielt auf den Anfang eines Witzes an, der Stereotype bedient. Bei Shakine jedoch erscheinen die drei als äußerlich nicht unterscheidbares Trio, als Symbol für die drei großen Weltreligionen. Auf der Suche nach gemeinsamen Ursprüngen, der Liebe Gottes oder dem Dialog mit Mose erleben sie Skurriles und Alltägliches. So unbeschwert die Zeichnungen wirken, so ernsthaft ist ihre Aussage: Die Gläubigen teilen trotz der unterschiedlichen Auslegung der Schriften eine gemeinsame Geschichte. Ihre Wünsche und Träume liegen oft nah beieinander.

Jutta Koether - Tour de Madame
18.05.2018 - 21.10.2018

Kaum eine Künstlerin hat die kulturelle Landschaft seit den 1980er-Jahren so nachhaltig geprägt wie Jutta Koether (*1958). Die Überblicksausstellung "Tour de Madame" zeichnet mit über 150 Werken ihr künstlerisches Schaffen chronologisch nach. In einer spezifisch für die Ausstellung entworfenen 12-teiligen Bildserie wird Koether – in Anspielung auf den Lepanto-Zyklus von Cy Twombly – ihre eigene "Schlacht" mit der Kunstgeschichte thematisieren. Die Zusammenführung mit vielen bisher noch nie präsentierten Werken erlaubt es, ihr OEuvre in seiner historischen Bedeutung zu erfassen: als groß angelegten Versuch, eine alternative "Gegen-Geschichte" zum modernistischen, männlich dominierten Kanon zu entwerfen.

Divine x Design. Das Kleid der Antike
23.03.2018 - 31.10.2018

Kleidung hat in der Antike ebenso wie heute eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Die Ausstellung "Divine X Design. Das Kleid der Antike" soll ein Gespräch über Bekleidung im antiken Griechenland und unsere Vorstellungen von Kleidung und Mode anregen. Gemeinsam mit der AMD Akademie Mode & Design haben die Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek München dazu ein Projekt umgesetzt, um antike Kleidung und zeitgenössisches Modedesign in einen Dialog treten zu lassen. Hochkarätige antike Kunstwerke und eigens für die Ausstellung entworfene Mode von Nachwuchsdesignern veranschaulichen den Dialog zwischen den Epochen. Des Weiteren geht die Ausstellung der Frage nach, welches Aussehen, welche Funktion und welchen gesellschaftlichen Stellenwert Kleidung im antiken Griechenland hatte, und wie diese Vorstellungen im Laufe der vergangenen Jahrhunderte in unsere heutige Zeit tradiert wurden und werden. Denn Kleidung ist in allen Gesellschaften bestimmt durch offizielle und inoffizielle Kleiderordnungen, Codes, Chiffren und die Zuschreibung von (Status-)Symbolen. Auf archäologischer Basis wird das Wissen um Kleidung in der griechischen Antike präsentiert. Im Alltag, bei Festlichkeiten, beim Sport, bei der Jagd und im Krieg kam unterschiedliche Kleidung zum Einsatz. Auch Kosmetik, Frisuren und Accessoires waren damals schon wichtige Stilmittel für das individuelle Erscheinungsbild. Da kaum Textilreste aus der griechischen Zeit erhalten sind, wird anhand von gemalten Bildern auf antiken Gefäßen, Statuetten aus Ton und Bronze, Schmuck sowie lebensgroßen Marmorstatuen den Fragen nach dem Aussehen und der Bedeutung der damaligen Kleidung sowie den Fertigungsprozessen nachgegangen.

Vom Ausstellungspark zum Verkehrsmuseum: 110 Jahre historische Messehallen
13.05.2018 - 31.10.2018

Die Gebäude des Verkehrszentrums sind ein historisch besonderer Ort auf der Schwanthalerhöhe: 1908 eröffnet, waren sie das Herzstück des Münchner Ausstellungsparks und der späteren Messe München. Zum denkmalgeschützten baulichen Ensemble gehört u.a. eine der ersten Eisenbetonhallen in Bayern. Nach dem Umzug er Messe München wurden sie als Kulturdenkmal zwischen 2000 und 2007 aufwendig saniert und in ein Verkehrsmuseum umgewandelt.

Balanceakte - 200 Jahre Radfahren
28.07.2017 - 04.11.2018

Vor 200 Jahren erfand Karl Friedrich Freiherr Drais von Sauerbronn, besser bekannt als Karl Drais, das erste Zweirad: eine Laufmaschine. Sie wurde zum Vorläufer des Fahrrads, das bis heute eines unserer wichtigsten individuellen Verkehrsmittel darstellt. Das Verkehrszentrum nimmt das 200-jährige Jubiläum der Drais'schen Erfindung zum Anlass, eine Sonderausstellung rund um das Fahrrad, das Radfahren und die Radfahrer und Radfahrerinnen zu präsentieren.

Veranstaltungskalender

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