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Ausstellungen

Paul Klee. Konstruktion des Geheimnisses
01.03.2018 - 10.06.2018

"Konstruktion des Geheimnisses" ist die erste große Sonderausstellung zum Werk von Paul Klee in der Pinakothek der Moderne. Sie wird den umfangreichen Münchner Bestand zusammen mit über 120 Leihgaben aus bedeutenden Klee-Sammlungen in Europa, den Vereinigten Staaten und Japan präsentieren. Die Ausstellung folgt Paul Klees Weg als "denkender Künstler", der in seinem Werk systematisch die Grenzen des Rationalen auslotet und überwindet. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die 1920er- Jahre, in denen Klee auf die Herausforderungen der neuen technisierten Welt und deren Auswirkung auf das Schaffen des modernen Künstlers reagiert. Als Meister am Bauhaus stellt Klee die Dominanz des Rationalismus in Frage und strebt nach einer Balance von Verstand und Gefühl, von Konstruktion und Intuition. Die Ausstellung zeigt die ungebrochene Aktualität von Klees Werk, das sich den existentiellen Konflikten des modernen Menschen widmet. Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Franz Marc Museum in Kochel am See statt. Dort werden parallel "Paul Klee. Landschaften " vom 25.02. bis 10.06.2018 ausgestellt. Die beiden Projekte verbindet ein gemeinsames Begleitprogramm.

Ludwig Gebhard Museum Tiefenbach zu Gast im Infopoint
27.03.2018 - 23.05.2018

Die oberpfälzische Gemeinde Tiefenbach ehrt den in ihren Mauern geborenen Künstler Ludwig Gebhard (1933–2007) mit einem eigenen Museum, das dessen Druckgrafik und hier insbesondere die aufwendigen Farblinolschnitte, die ihm internationale Anerkennung brachten, erlebbar macht. Weitere Aspekte seines künstlerischen Schaffens umfassen Malerei, Handzeichnung, Druckgrafik (Steinlithografie, Linolschnitt, Radierung) und Skulpturen (Marmor, Eisen, Bronze). Als Erweiterung des Ludwig Gebhard Museums plant die Gemeinde Tiefenbach derzeit einen Skulpturenweg, der zum Ende des Jahres 2018 abgeschlossen sein soll. Ludwig Gebhard ist in zahlreiche öffentliche Sammlungen von Augsburg, Basel, Cham über München und Neu-Ulm bis Würzburg und Zürich eingegangen. Nun präsentiert sich das Ludwig Gebhard Museum in München, der Stadt, in welcher der Künstler sein Studium der Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste absolvierte und in der er Zeit seines Lebens als freischaffender Künstler (parallel zu seinem Atelier in Landsberg am Lech) arbeitete. Die aktuellen Informationsfahnen im Alten Hof geben einen farbintensiven Eindruck von Ludwig Gebhards Werk. Verschiedenste Werkzeuge, Utensilien und Publikationen sowie eine biografische Filmdokumentation ergänzen das Gesamtbild.

FORUM 045: Arne Schmitt
23.02.2018 - 27.05.2018

FORUM 045, das Ausstellungsformat für junge Fotografie des Münchner Stadtmuseums, präsentiert zwei Arbeiten von Arne Schmitt (geb. 1984, Mayen). Der Kölner Künstler befasst sich konsequent mit der Architektur der Moderne und der Nachkriegszeit. Seine Werke reflektieren den Entstehungskontext und den Zeitgeist prägender Bauwerke oder Bautypologien. Zugleich befragen sie kritisch unseren gegenwärtigen Umgang mit der bundesrepublikanischen Architekturgeschichte. Der Ausstellungstitel Persönlichkeit und System bezieht sich auf Schmitts Arbeiten "In neuer Pracht" (2017) und "Mit weniger mehr schaffen" (2016). Diese widmen sich einem Bauherrn und einem Architekten, sowie deren spezifischen Leistungen: Als Bauherr zeichnete der Versicherungsunternehmer Hans Gerling (1915-1991) verantwortlich für die Errichtung seines imposanten und stadtteilprägenden Kölner Firmensitzes.

"Förderpreise 2018" der Landeshauptstadt München
23.03.2018 - 27.05.2018

Alle zwei Jahre verleiht die Landeshauptstadt München ihre Förderpreise für Bildende Kunst, Architektur, Design, Fotografie und Schmuck. In der Ausstellung „Förderpreise 2018“ sind in der Lothringer13 Halle Werke der Künstlerinnen und Künstler bzw. Büros und Agenturen zu sehen, die von den fünf Fachjurys nominiert wurden. Nominierte Künstlerinnen, Künstler und Büros: Bildende Kunst: Babylonia Constantinides / Judith Egger / Philipp Gufler / Leonhard Hurzlmeier / Anton Kaun / Raphael Krome. Architektur: Sofia Dona / Katharina Leuschner und Victoria von Gaudecker / Sebastian Multerer / Stephan Rauch / Olga Ritter und Kilian Jockisch / Andy Westner, Werner Schührer und Christian Zöhrer / Max Otto Zitzelsberger. Design: Marion Blomeyer / Steffen Kehrle / Gerhardt Kellermann / Theresa Reiter & Katharina Weber / Sebastian Thies / Christian Zanzotti. Fotografie: Kilian Blees / Elke Dreier / Florian Freier / Erica Overmeer / Mara Pollak / Carola Vogt & Peter Boerboom. Schmuck: Nicole Beck / Christine Graf / Junwon Jung / Annamaria Leiste / Nadja Soloviev. Die Preisverleihung findet am 15.05.2018 um 19 Uhr im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in der Lothringer13 Halle statt.

Mit feinem Strich der Natur auf der Spur
01.03.2018 - 31.05.2018

Johann Brandstetter zeigt einen Ausschnitt aus seinen naturwissenschaftlichen Arbeiten: Gezeigt werden Portraits unserer heimischen Flora und Fauna. Diese Bilderreihe verkörpert nicht nur den illustrativen Aspekt der Malerei, sie zeigt viel mehr die intensive Beziehung zu seinen Naturmotiven und bringt uns nahe, was wir gerade dabei sind zu verlieren. Seit 25 Jahren ist Johann Brandstetter Spezialist für Buch- und Werbeillusion und für mehr als 30 Verlage und führende Werbeagenturen europaweit tätig.

Stratigraphien
09.05.2018 - 02.06.2018

Die neue Kunstausstellung "Stratigraphien" möchte einen Dialog zwischen Mineralen, Kristallen und Kunstobjekten schaffen. Die Künstlerin Melissa Mayer Galbraith aus Paris widmet sich der Entstehung von Formen und Strukturen und deren Wandlung. Die Formen der Kunstobjekte und auch deren Farben spiegeln sich in den Mineralen wider, die hierzu in Szene gesetzt werden. Jedes Mineral erscheint hier auch als Objekt, dessen Stofflichkeit und Form den individuellen Entstehungsprozess verdeutlichen soll.

Aleksandra Wasilkowska: "Gold für Natascha. Silber für Timofei"
03.05.2018 - 02.06.2018

Ein Kunstprojekt im Rahmen von Public Art Munich in Zusammenarbeit mit der Artothek. PAM 2018 eröffnete mit "Gold für Natascha, Silber für Timofei", einer Installation der polnischen Künstlerin Aleksandra Wasilkowska in der Ost-West-Friedenskirche. Gebaut wurde diese Mitte der 1950er Jahre von dem russischen Eremit Timofei und seiner Frau Natascha als überkonfessioneller Ort für den Frieden. Der aus Kriegsschutt errichtete Schwarzbau soll die Konstruktion für das weltberühmte Zeltdach des Olympiastadions beeinflusst haben. Die Installation der frei schwebenden Decke wanderte nach ihrer Eröffnung in der Ost-West-Friedenskirche in die Artothek.

Futuro. A Flying Saucer in town
02.06.2017 - 03.06.2018

Das FUTURO ist nicht nur das bekannteste und innovativste, sondern auch eines der ersten in Serie produzierten Kunststoffhäuser der Welt. Kein anderes Objekt verkörpert den Glauben an den technologischen Fortschritt und an die Zukunft des Raumfahrtzeitalters der späten 1960er-Jahre besser als das FUTURO. Nicht umsonst sollte es zum Inbegriff des utopischen Designs werden. Das in Segmentbauweise aus glasfaserverstärktem Polyester bestehende Haus war für unterschiedliche Verwendungszwecke vorgesehen. Ursprünglich als Skihütte für unwegsames Gelände geplant, konnte es aber auch als Wochenendhaus, Unterrichtsraum oder gar als Bankfiliale dienen. In seiner Form, Ausstattung und durch seine vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten veranschaulicht das FUTURO exemplarisch die visionären Designideen jener Epoche zwischen Pop und Sozialrevolution, die letztendlich die Idee des Funktionalismus spaltete.

Kiki Smith — Procession
02.02.2018 - 03.06.2018

Seit über drei Jahrzehnten befasst sich die 1954 in Nürnberg geborene US-amerikanische Künstlerin Kiki Smith in ihrem facettenreichen Œuvre mit den politischen und sozialen, aber auch den philosophischen und geistigen Aspekten der menschlichen Natur. Furchtlos erkundet sie den Körper und setzt sich zugleich auf komplexe Weise mit der "conditio humana" auseinander. Ihre Werke verhandeln Fragen von Alter und Tod, Verwundung und Heilung, Wiederbelebung, Fragmentierung, Geburt, Sexualität, Gender und Erinnerung. Neben Skulpturen produziert Smith vor allem Zeichnungen, Radierungen und Lithographien, aber auch Künstlerbücher, Fotografien, Videos sowie in jüngster Zeit auch Bildteppiche. Dabei greift sie ebenso auf traditionelle wie moderne handwerkliche Verfahren zurück. Bemerkenswert ist die Vielfalt der von ihr verwendeten Materialien, darunter unter anderem Bronze, Gips, Glas, Porzellan, Papier, Aluminium, Latex, Federn und Bienenwachs. Die Ausstellung bietet einen Überblick über Smiths künstlerisches Schaffen der letzten drei Jahrzehnte. So ist das Frühwerk unter dem Eindruck der schlagartigen politischen, sozialen und kulturellen Veränderungen in den 1980er-Jahren entstanden, die von den Folgen der AIDS-Epidemie, von leidenschaftlich geführten Diskursen über Sexualität und Gender sowie von feministischen Aktivitäten geprägt waren. Seit den frühen 1990er-Jahren befasst sich Smith dagegen zunehmend mit alternativen historischen Narrativen und setzt sich mit Mythen, Legenden und Sagen, Glaubensfragen sowie den Traditionen nicht-abendländischer Kulturen auseinander. "Procession" präsentiert die ganze Vielfalt ihres Œuvres und zeichnet dessen Entwicklung bis in die jüngste Zeit nach.

Jablonec '68 1. Internationales Silberschmuck-Symposium
10.03.2018 - 03.06.2018

Im Jahr 2018 jährt sich zum 50. Mal der Jahrestag des 1. Internationalen Silberschmuck-Symposiums Jablonec ’68. Die Neue Sammlung widmet diesem einzigartigen historischen Moment in der Geschichte des Autorenschmucks eine Ausstellung aus Anlass seines 50-jährigen Jubiläums, in der die damals entstandenen Schmuckarbeiten erstmals wieder zu sehen sind. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts galt Jablonec nad Nisou mit seiner Nähe zu den böhmischen Glaszentren Libereč und Železný Brod als Mekka der Schmuckindustrie. Glasperlen und -schmuck wurden bis nach Afrika exportiert und Industrieausstellungen fanden statt. Ende der 1960er-Jahre traf die allgemein schwierige wirtschaftliche Situation auch die tschechoslowakische Schmuckindustrie. Das Schmucksymposium sollte mit Hilfe einer modernen Formsprache und dem internationalen Austausch einen Ausweg aus diesem Dilemma schaffen und an die Erfolge des tschechoslowakischen Schmucks auf den Weltausstellungen in Brüssel 1958 und Montreal 1967 anschließen.

Wasser, wie es unsere Erde formt
26.01.2018 - 03.06.2018

Wasser ist ein besonderer Stoff und prägt unseren Planeten wie kein anderes Element. Flüssig, gefroren zu Eis und als Wasserdampf ist Wasser stets in Bewegung. Es zermürbt selbst harten Fels mit der Zeit, transportiert Steine und Sand Kilometer weit und lagert die Fracht an anderer Stelle wieder ab. Ausdrucksstarke, großformatige Fotografien von Bernhard Edmaier präsentieren Wasser von der bisher kaum wahrgenommenen Seite - als die wichtigste landschaftsgestaltende Kraft. Ergänzt wird die Ausstellung durch einen interaktiven Teil, der die Bedeutung von Wasser für die Gestalt unseres Planeten beleuchtet sowie Gesteinsproben, deren Entstehungsgeschichte von Eis und Wasser geprägt ist.

Unter dem Dach der Athena. Eine Bildhauerschule in der Schule für Bildhauer
14.03.2018 - 03.06.2018

Gezeigt werden nun "unter dem Dach der Athena" 24 skulpturale Porträtdarstellungen in den Materialien Gips, Ton, Beton, Holz und Stein sowie 19 grafische Studienarbeiten. Die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler bestand darin, sich gegenseitig zu porträtieren. Die Werke entstanden als Abschlussarbeiten in den Jahren 2015 bis 2018 und bilden dadurch einen starken Kontrast zu den Antiken in der Glyptothek. Die Ausstellung ist ein Beleg für die gute nachbarschaftliche Verbundenheit der Kunsthandwerklichen Schulen an der Luisenstraße und der Glyptothek im Kunstareal. Sie ist die zweite große Kooperation seit dem Jahr 2006. Damals hatten Schülerinnen und Schüler der Meisterschule für das Holzbildhauerhandwerk ein sieben Meter hohes Trojanisches Pferd aus Holz angefertigt, das im Rahmen der einstigen Sonderausstellung "Mythos Troja" mehrere Wochen lang vor den Antikensammlungen auf dem Königsplatz gezeigt wurde.

Under the stairs. Tableau Vivant
10.03.2018 - 03.06.2018

Für das Jahr 2018 lädt Die Neue Sammlung die "Klasse für Freie Kunst / Gold- und Silberschmieden" von Prof. Suska Mackert an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg ein, ihre Arbeiten in der Pinakothek der Moderne zu präsentieren. Seit 2008 ermöglicht das Ausstellungsformat "Under the stairs" den jüngsten Schöpfungen im Bereich Schmuck einen frühen Auftritt in der Öffentlichkeit. Das Projekt Tableau Vivant der Nürnberger Schmuckklasse zeigt Arbeiten von Studierenden und von Alumni. Ein wichtiges Grundcharakteristikum der Klasse Suska Mackert ist dabei das kollektive Arbeiten. Neben den real existierenden Materialien, aus denen der Schmuck am Ende besteht, fliessen so auch "Materialien" mit ein, die man mit Verhaltensmustern und menschlichen Erwartungen beschreiben kann.

Bayerns UrEinwohner – Pflanzen und Tiere in unserer Kulturlandschaft
20.03.2018 - 03.06.2018

Wiesen, Äcker, Wald und Moor – was uns heute schön und schützenswert erscheint, war keinesfalls schon immer so. Von Menschenhand geprägt, ist der Erhalt unserer über Jahrhunderte gewachsenen Kulturlandschaft mit ihrer reichen Artenvielfalt nicht selbstverständlich. Erfahren Sie in der Ausstellung, wie Bayerns Kulturlandschaften entstanden sind, welche Tier- und Pflanzenarten sich an die speziellen Lebensräume angepasst haben und wie wir sie bewahren können. Sie sind mal leuchtend schön, mal unscheinbar, mal häufig, mal gefährdet und mit spannender Lebensweise. Alle leben seit Jahrhunderten in unserer Landschaft und sind auf unsere Pflege und Schutz angewiesen: Unsere heimischen Tiere und Pflanzen. "Bayerns UrEinwohner" ist eine Umweltbildungskampagne der bayerischen Landschaftspflegeverbände, die sich für Artenschutz im Freistaat einsetzt.

Im Blick: Giorgio Vasari. Zum Jubiläum der zweiten Ausgabe der Viten, 1568
25.05.2018 - 03.06.2018

Der in Arezzo geborene Architekt und Hofmaler der Medici, Giorgio Vasari (1511-1574), errichtete die Uffizien in Florenz und freskierte die Kuppel des Doms Santa Maria del Fiore. Vor allem aber wurde er berühmt als Biograph italienischer Künstler. Sein Werk "Le Vite de‘ più eccellenti pittori scultori ed architettori" erschien erstmals 1550 und in einer zweiten stark veränderten und erweiterten Auflage 1568. Die "Viten" enthalten über einen Zeitraum von drei Jahrhunderten 108 Künstlerbiographien von Giovanni Cimabue bis Michelangelo. Die Ausstellung präsentiert Zeichnungen Vasaris, seines Kreises und seiner Nachfolge, die ihn bereits als Kunstschriftsteller verehrte (Abb.). Zeichnungen von Pollaiuolo und El Greco, heute in München, ursprünglich aus Vasaris berühmtem "Libro de‘ disegni", werden ebenso zu sehen sein wie ein kapitales Blatt des jungen Michelangelo, das die von Vasari beschriebene frühe künstlerische Orientierung des Meisters auf geradezu frappierende Weise illustriert.

Germaine Krull. Métal
28.09.2017 - 10.06.2018

Ihre Bedeutung als avantgardistische Künstlerin verdankt die Fotografin Germaine Krull ihrem wegweisenden Mappenwerk "Métal" (1928). Eiserne Konstruktionen wie Kräne, Brücken, Maschinen und den Eiffelturm setzt sie darin mittels ungewöhnlicher Perspektiven und Bildausschnitte in Szene. Die Abfolge im Portfolio lässt aus den Einzelbildern einen geradezu filmisch-bewegten "Tanz der nackten Metalle" werden und zeigt die gigantischen Metallkonstruktionen als dynamische Monumente einer modernen Zeit. Die Präsentation zeigt alle 64 Tafeln aus dem Portfolio "Métal" ergänzt um originale Fotografien der Serie aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde.

Fritz Winter
03.02.2018 - 10.06.2018

Fritz Winter (1905-1976) begann seine künstlerische Laufbahn 1927 am Bauhaus in Dessau als Schüler von Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer und Paul Klee. Parallel zur Ausstellung "Paul Klee. Konstruktion des Geheimnisses" zeigt die Fritz-Winter-Stiftung 18 Arbeiten aus dem Frühwerk des Künstlers von den 1920er- bis in die 1940er- Jahre. Höhepunkt sind zwei Neuerwerbungen aus der Werkgruppe "Triebkräfte der Erde", die der im Nationalsozialismus als entartet geltende Künstler 1944 im Verborgenen schuf. Die "Triebkräfte" wurden in der Nachkriegszeit als Schlüsselwerke abstrakten Formenreichtums gefeiert und stehen bis heute für die Qualität und das Wirkungsvermögen in innerer Emigration entstandener Kunstwerke. Die Präsentation in Saal 15 zeigt eine kleine Auswahl des neuen Kernbestandes der Fritz-Winter-Stiftung, der den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen auf unbegrenzte Zeit als Leihgabe zur Verfügung gestellt wird. Zeitgleich erscheint ein Bestandskatalog der 151 Gemälde und Papierarbeiten dieses neuen Kernbestandes.

Paul Klee. Konstruktion des Geheimnisses
01.03.2018 - 10.06.2018

"Konstruktion des Geheimnisses" ist die erste große Sonderausstellung zum Werk von Paul Klee in der Pinakothek der Moderne. Sie wird den umfangreichen Münchner Bestand zusammen mit über 120 Leihgaben aus bedeutenden Klee-Sammlungen in Europa, den Vereinigten Staaten und Japan präsentieren. Die Ausstellung folgt Paul Klees Weg als "denkender Künstler", der in seinem Werk systematisch die Grenzen des Rationalen auslotet und überwindet. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die 1920er- Jahre, in denen Klee auf die Herausforderungen der neuen technisierten Welt und deren Auswirkung auf das Schaffen des modernen Künstlers reagiert. Als Meister am Bauhaus stellt Klee die Dominanz des Rationalismus in Frage und strebt nach einer Balance von Verstand und Gefühl, von Konstruktion und Intuition. Die Ausstellung zeigt die ungebrochene Aktualität von Klees Werk, das sich den existentiellen Konflikten des modernen Menschen widmet. Die Ausstellung findet in Kooperation mit dem Franz Marc Museum in Kochel am See statt. Dort werden parallel "Paul Klee. Landschaften " vom 25.02. bis 10.06.2018 ausgestellt. Die beiden Projekte verbindet ein gemeinsames Begleitprogramm.

Japanische Plakate: Ikko Tanaka - Faces
03.03.2018 - 17.06.2018

Inspiriert von Bauhaus, amerikanischem Jazz und der ästhetischen Tradition Japans, ist Ikko Tanaka (1930-2002) bis heute einer der einflußreichsten japanischen Grafikdesigner. Die Präsentation widmet sich dem Motiv des Gesichts im Plakatschaffen dieses Vermittlers zwischen japanischer Kultur und dem Westen. Wie in einer Schönheitengalerie passieren die Gesichter Revue: in radikaler geometrischer Abstraktion, kalligrafischer Expressivität oder gebannt durch Fotografie, zeichenhaft, verfremdet, als undurchdringliche Maske, surreal, verspielt. Mit sublimer Verführung oder theatralischer Anmache wollen diese Gesichter die Aufmerksamkeit des Betrachters gewinnen, sei es für ein No- und Kabuki-Theater, sei es für Ausstellungen, Kommunikationsunternehmen oder eine Kollektion des Modedesigners Issey Miyake. In kühner Abstraktion und Balance des Gegensätzlichen, ausdrucksstark, elegant und kraftvoll – so könnte man den Stil von Ikko Tanaka skizzieren. Ivan Chermayeff, sein amerikanischer Kollege, nannte ihn "distiller of visual truth".

Gamelan Ausstellung
18.05.2018 - 17.06.2018

Anläßlich des Internationalen Gamelan Musikfestivals "München – Indonesia #Bronze.Bamboo.Beats" (8. Juni - 17. Juni 2018) zeigt die Ausstellung bereits vorab 15 verschiedene Gamelans aus Java und Bali, jeweils mit Hörbeispielen. Eine besondere Attraktion ist das ästhetisch ansprechende GAMELATRON, eine Art "Gamelan-Roboter", installiert von dem weltweit gefragten Künstler und Erfinder Aaron Taylor Kuffner (New York), das einen eigenen Klangraum entstehen lässt. Der große Bestand an Instrumenten nichteuropäischer Musikkulturen der Sammlung Musik wird zweifellos dominiert von den Instrumenten verschiedener Gamelans. Gamelan ist ein Oberbegriff für eine große Anzahl von Ensembles der indonesischen Inseln Java und Bali, deren auffälligste Instrumente hängende und liegende Gongs, Metallophone und Felltrommeln sind. Das Besondere der Gamelan Musikkultur ist, dass sie nur im Ensemble funktioniert. Für den Außenstehenden hat sich eine verwirrende Fülle an Traditionen und Spielformen entwickelt.

Department for Public Appearances / Department für öffentliche Erscheinungen: "werkschau"
19.05.2018 - 23.06.2018

Das Department für Öffentliche Erscheinungen - Peter Boerboom, Gabriele Obermeier, Carola Vogt und Silke Witzsch† - konzipiert und realisiert seit 1995 gemeinsam Kunstprojekte und Interventionen im Öffentlichen Raum. In partizipativen Projekten erschafft das Department temporäre, soziale Skulpturen im Stadtraum. An den Aktionsorten entstehen kommunikative Zentren und Orte der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe. Die Rathausgalerie Kunsthalle zeigt eine umfangreiche Werkschau. Für die Ausstellung sind die Materialien aus den unterschiedlichen Aktionen neu gefasst und konzeptionell umgeformt. Die architektonischen Gegebenheiten der Kunsthalle sind dabei ebenso wichtig wie die Würdigung der Beiträge aus den partizipativen Aktionen. Begleitet wird die Ausstellung von einer Aktion am Marienplatz. Mit der Frage "Wer sind Sie im Öffentlichen Raum?" wendet sich das Department an ein großes Publikum.

Veranstaltungskalender

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