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FORUM 044: Jenny Schäfer – Liste: Neues Wasser
08.12.2017 - 04.02.2018

Wasser wird vom Bedürfnis zum Begehren. Es wird gestaltet und verkauft. Über die Ambivalenz von Wasser geht es in der künstlerischen Recherche von Jenny Schäfer. Der Zusammenhang zwischen einer Ästhetik des Wassers im kapitalistischen System und der dem Wasser inhärenten Romantik, Kraft und Faszination wird durch Fotografien, Zeichnungen und Objekte formuliert.

PAUSE (prelude)
22.07.2018 - 29.07.2018

Der Künstlerverbund im Haus der Kunst konnte für PAUSE (prelude) 25 künstlerische Positionen gewinnen, die sich dem Thema auf unterschiedlichste Weise widmen; sie greifen auf Konzepte des Ausruhens, des Stillstands, der Ruhe, aber auch gegenläufiger Zustände zurück und entwickeln dabei ihre jeweils eigene Form der Wertschätzung der Pause als Momentum zwischen dem Lauf der Dinge. Sie suchen und zeigen dabei ihren Raum, ihre Zäsur im turbulenten Alltagstrubel, in der beschleunigten Fabrikation, der physischen Auseinandersetzung, im lärmenden Rauschen. Dieses weitläufige Spektrum zur Ansicht eines Zustands und einer Haltung erfährt zum Ende der Ausstellung mit einem Symposium noch eine theoretische Erweiterung und Reflexionsebene. PAUSE (prelude) weist voraus auf die Biennale 2019, in der sich die Beschäftigung mit dem Thema fortsetzt. Rekreations- bzw. Regenerationsphasen sind bei fast allen Organismen nötig. Pausen sind nicht einfach Leerstellen, sondern können Neuordnung, Gliederung, Rhythmisierung bedeuten, Eigenwert entwickeln. Zeitgenössische Musik, performative Praxis und Kunst haben der Pause einen hohen Stellenwert beigemessen. Somit geht es auch um Freiräume innerhalb einer medial geprägten Umwelt, die eher durch Pausenlosigkeit und ständige mentale und physische Bewegung gekennzeichnet scheint. Neben dem zeitlichen Aspekt der Pause spielt auch die Leere als Gegensatz zur Fülle räumlich eine Rolle. Die kulturelle Errungenschaft des Innehaltens, der Muße, des Nichtstuns wird in einer Leistungsgesellschaft – und auch im Kunstbetrieb – ambivalent aufgefasst: Müßiggang, Verweigerungshaltung, Faulheit können dabei den scheinbar inaktiven "Tagedieben" vorgeworfen werden. Dass es eine schöpferische Phase sein kann, lässt sich eben nur schwerlich von außen erkennen. Gerade das Sichtbarmachen dieses Momentes mit den Mitteln der Kunst kann aber einladen, die Qualität von Rückzugsräumen und -strategien zu entdecken. Auch historisch lässt sich im Ausstellungsjahr 2018 das Projekt PAUSE (prelude) anknüpfen. 1948 gründeten sich die Künstlerverbände im Haus der Kunst neu, zur jährlichen Veranstaltung einer großen Kunstausstellung (erstmals 1949). Der 70sten Jahrestages ihrer Gründung bietet Gelegenheit danach zu fragen, was eigentlich die Bedeutung des Künstlerverbundes in einer Leistungsgesellschaft ohne Pause ausmacht, wo Möglichkeiten, aber auch Grenzen liegen.

Islands Geologische Vielfalt
01.01.2012 - 31.07.2018

Mit einer Flächenausdehnung von 103 000 km2 ist Island die größte Vulkaninsel der Erde. Die lebhafte tektonische, vulkanische und geothermale Aktivität bietet Wissenschaftlern einzigartige Voraussetzungen für die Erforschung geologischer Prozesse und Bildungen. Anlässlich des letzten großen Vulkanausbruchs am Eyjafiallajökull in Island im April 2010 und der langjährigen Forschungsarbeit von Herrn Dr. Ulrich Münzer, Universität München), hat das Geologische Museum München eine Sonderausstellung mit dem Thema „Islands Geologische Vielfalt – Fotos und Exponate aus 20 Jahren Forschung in München“ konzipiert. In der Sonderausstellung werden in sieben Vitrinen die Themen "Islands geologische Vielfalt", "Tektonischer Rahmen","Heiß und Kalt", "Asche – Fluch und Segen", "Bomben und Lapilli" sowie "Sande und Gerölle“ präsentiert. Ausgestellt sind vorwiegend Gesteine sowie Luft-, Gelände- und Filmaufnahmen, die während der letzten 20 Jahre Forschungsarbeit von U. Münzer mitgebracht worden sind.

energie.wenden
15.02.2017 - 19.08.2018

Die Energiewende ist eines der aktuellsten und akutesten Themen unserer Zeit. Wie lassen sich Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und soziale Gerechtigkeit unter einen Hut bringen? "energie.wenden" liefert Orientierungswissen und macht spielerisch die Knackpunkte auf dem Weg zur nachhaltigen Energieversorgung erfahrbar. In zehn Ausstellungsbereichen geht es um Themen wie Solar-, Wasser- und Windenergie, aber auch um Mobilität oder Atomenergie. Im Lauf der Geschichte gab es mehrere Energiewenden, die neue Energieträger – wie Kohle oder Erdöl – sowie weitreichende globale Veränderungen mit sich brachten. Heute benutzen wir größtenteils fossile Ressourcen für unsere Energieversorgung. Sie sind jedoch endlich und die Emissionen, die sie freisetzen, treiben den Klimawandel an. In Zukunft will man deshalb ohne sie auskommen. Doch wie soll das gehen? Das Herzstück der Ausstellung ist ein Spiel, das die Besucher auf das "politische Parkett" und in den zentralen Raum der Ausstellung führt. Dort begegnen ihnen auf großen Bildschirmen von Schauspielern dargestellte Akteure der Energiewende. Von einer Atomkraft-Lobbyistin bis zu einer Frau, die Wasserkraftwerke baut, von einem Bauern bis zu einem Techniker für das Stromnetz ist alles dabei. Die Besucher müssen in diesem Geflecht von Forderungen und Argumenten entscheiden, was für eine Energiewende sie wollen.

African Mobilities. This is not a refugee camp exhibition
26.04.2018 - 19.08.2018

"African Mobilities" beschäftigt sich nicht mit der Architektur des Flüchtlingslagers. Stattdessen erforscht die Ausstellung wie Städte Zufluchtsorte für die sich ständig bewegenden afrikanischen Bevölkerungen sein können. Gleichzeitig setzt sie sich damit auseinander, wie scheinbar alte, koloniale Ausbeutungsmuster in neuen Bereichen der Rohstoffgewinnung überdauern. Die Ausstellung versucht, die Geografie afrikanischer Migration und deren Herausforderungen und Chancen für eine neue Art von Architektur und Städtebau zu überdenken. Dies geschieht durch eine Untersuchung von Architekturen an der Schnittstelle von Migration, Vertreibung und digitaler Technologie. Die Ausstellung verbindet vierzehn äußerst verschiedene Orte durch Workshops, Auftragsarbeiten und Master Classes: Johannesburg, Harare, Kampala, Addis Ababa, München, Luanda, Abidjan, Lagos, New York, Dakar, Nairobi, London, Lubumbashi und Praia. Sie basiert auf einer internationalen und interdisziplinären Herangehensweise an architektonische Forschung und Design. Die Ausstellung zeigt sowohl aktuelle Arbeiten als auch Recherchen, die einen Ausblick auf mögliche zukünftige städtische Szenarien und architektonische Prototypen geben.

Blind Faith: Zeitgenössische Kunst zwischen Intuition und Reflexion
02.03.2018 - 19.08.2018

Harte Tatsachen verlieren zunehmend an Gewicht in einer Zeit, in der sich in heutigen Gesellschaften ein Gefühl "blinden Vertrauens" breit macht. Die Gegenwartskunst reagiert auf diese Tendenz, indem sie sich intensiv mit Körper und Geist beschäftigt: mit dem Viszeralen und dem Kognitiven. Die Ausstellung versammelt ca. 25 international aufstrebende Künstler, die Konzepte von Wahrheit, Wahrhaftigkeit, Meinung und Glauben mit den unterschiedlichsten Mitteln unter die Lupe nehmen: Ed Atkins, Kader Attia, Olga Balema, Melanie Bonajo, Mariechen Danz, Cécile B. Evans, Andrea Éva Győri, Benedikt Hipp, Nicholas Hlobo, Marguerite Humeau, KAYA (Kerstin Brätsch and Debo Eilers), Hanne Lippard, Wangechi Mutu, Otobong Nkanga, Naufus Ramírez-Figueroa, Jon Rafman, Mary Reid Kelley, Lili Reynaud-Dewar, Raphael Sbrzesny, Jeremy Shaw, Teresa Solar Abboud, Jol Thomson und David Zink Yi. Die Ausstellung wird um ein ausführliches Programm an Live-Events, Performances und Vorträgen ergänzt sowie von einer Publikation begleitet.

energie.wenden
15.02.2018 - 19.08.2018

Die Energiewende ist eines der aktuellsten und akutesten Themen unserer Zeit. Wie lassen sich Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und soziale Gerechtigkeit unter einen Hut bringen? "energie.wenden" liefert Orientierungswissen und macht spielerisch die Knackpunkte auf dem Weg zur nachhaltigen Energieversorgung erfahrbar. In zehn Ausstellungsbereichen geht es um Themen wie Solar-, Wasser- und Windenergie, aber auch um Mobilität oder Atomenergie.

Geschichte wird gemacht – es geht voran.
25.07.2018 - 25.08.2018

Ausstellung mit Videotapes, Installationen, Video-Objekten, TV-Sendungen, Fotos, Plakaten, Texten und Musik zum Thema Geschichte und Videokunst. Kein künstlerisches Ausdrucksmittel hat in wenigen Jahrzehnten die Welt des Sehens und Hörens und damit das Bewusstsein für Geschichte und Gegenwart derart verändert wie die Erfindungen der analogen und digitalen Bild- und Tonaufzeichnung sowie deren Wiedergabe und Verbreitung. Wurden VideokünstlerInnen vor 40 Jahren noch belächelt, wie sie ihre umständliche Ausrüstung durch die Gegend schleppten, gilt heute der Gebrauch von Smartphones als Standard für die aktive (künstlerische) Teilnahme am sozialen Geschehen. Jeder Mensch ein (Video)-Künstler. Freiheiten und Abhängigkeiten entwickeln sich im Gleichschritt. Immer schärfer, immer schneller, immer mehr, immer weiter. Was kommt als Nächstes? Und wann? Schon morgen? Und was verpasse ich, wenn ich "es" nicht mitbekomme? Was, wenn alles mal ausfällt? Fragen und Anregungen zur Kultur, zur Geschichte, zur Kultur-Geschichte. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von Gaby Blum und Anna McCarthy, Peider A. Defilla, Monika Huber, Wolfram Kastner, Bülent Kullukcu mit dem Rohtheater, Christian Schnurer, der Galerie B.O.A. sowie dem Trikont- und dem Laika-Verlag. Ein Veranstaltungsprogramm ist in Vorbereitung.

Cy Twombly: In the Studio
31.05.2016 - 26.08.2018

Twombly hat dem jeweiligen Ort, an dem seine Werke entstanden sind, Zeit seines Lebens eine zentrale Bedeutung beigemessen. Insbesondere in seinen Fotografien spielt Twombly vielfach auf den Arbeitsprozess und die besondere Atmosphäre bei der Entstehung seiner Bilder und Skulpturen an. In seinen "Interieurs" gelingt es ihm, seine Wohnräume zu poetischen Orten der Imagination zu steigern, in denen sich Natur und Kultur, Banalität und verfeinerter Geschmack begegnen. Paradigmatisch wurden deshalb die monumentalen Rosen mit Fotografien gegenübergestellt, die Cy Twombly eigens für den zentralen Saal im Obergeschoß des Museums gestaltet hat. Sie reflektieren den Kontext ihrer Entstehung: intime Szenen aus Twomblys Atelier, Zitronen aus seinem Garten, Strandaufnahmen, knallig-bunte Aufnahmen von Süßwaren und poetischen Blumenarrangements. Sie alle vermögen das weite Spektrum von Twomblys Rosendarstellungen zu veranschaulichen. Erstmals seit der Eröffnung sind alle 18 Skulpturen der Sammlung Brandhorst ausgestellt. Es handelt sich dabei um Zusammenstellungen alltäglicher Gegenstände, die Twombly seinem unmittelbaren Lebensumfeld entnommen hat: ein Besenstil, ein Lineal, Reste von Wein- und Olivenölfässern, eine Johnnie Walker-Whisky Holzkiste. Ausgehend von diesen "niederen" Materialien lässt Twombly ein ganzes Panorama an Traditionen und Stationen der Kunstgeschichte Revue passieren. Es tauchen Anklänge an archaische Kuroi und antike Inschriften auf, an ägyptische und persische Monumente, an afrikanische Fetischobjekte, an neoklassizistische Figuren, bis hin zu Referenzen auf moderne Kunstströmungen wie Dadaismus und Arte Povera.

SICHTflug – Luftbilder von Klaus Leidorf
18.05.2018 - 26.08.2018

Wenn der Luftbildarchäologe Klaus Leidorf in seine Cessna steigt um in die Luft abzuheben, dann herrscht immer gutes Wetter. Beim Flug verlässt er sich allein auf seine Sicht und orientiert sich auf diese Weise. Sichtflug nennen das die Piloten. Mehr als ein Jahr hat Klaus Leidorf bereits in der Luft verbracht, am häufigsten über Bayern. Hier hat der erfahrene Archäologe im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche prähistorische Bodendenkmäler aus der Luft entdeckt und dokumentiert. Daneben hat er aber auch immer öfter den Blick auf ungewöhnliche Motive gerichtet. Luftaufnahmen abstrakter Formen, abwechslungsreicher Muster und stimmungsvoller Farben sind sein Markenzeichen, die sich oft erst auf den zweiten Blick erschließen. Im Laufe der Zeit entstanden so mehr als eine Million Bilder, die den Betrachter verblüffen, erstaunen und auch manchmal rätseln lassen. Mehr als 40 davon sind in der Sonderausstellung zu sehen.

Die Technische Hochschule München im Nationalsozialismus
18.05.2018 - 26.08.2018

Ab dem 18. Mai 2018 behandelt das NS-Dokumentationszentrum München in einer Sonderausstellung die Geschichte der Technische Hochschule München (heute Technische Universität) in der NS-Zeit. Dokumentiert werden insbesondere die personellen, ideologischen und institutionellen Veränderungen sowie die Indienstnahme der Hochschule für die Kriegsvorbereitung und Rüstung. Die Vertreibung jüdischer und politisch missliebiger Hochschullehrer in den Jahren 1933 und 1934 wird ebenso Thema sein wie die Anpassung und Selbstmobilisierung von Professoren im NS-Regime. Im Zentrum steht dabei die Entwicklung von Lehre und Forschung an den einzelnen Fakultäten und die Ideologisierung und Militarisierung der ganzen Hochschule. In einem Ausblick werden auch die Phase der Entnazifizierung und der Umgang mit der Zeit des Nationalsozialismus an der Hochschule nach 1945 betrachtet. Die Ausstellung wird in Kooperation mit der Technischen Universität München im Rahmen des Jubiläumsprogramms zum 150-jährigen Bestehen der TUM realisiert.

Fotografie aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde
01.07.2018 - 01.09.2018

In halbjährlich wechselndem Turnus werden Fotografien aus den Beständen der Stiftung Ann und Jürgen Wilde unter thematischen oder monografischen Gesichtspunkten präsentiert. Der Schwerpunkt liegt auf Fotografie der Neuen Sachlichkeit und der Avantgarden der 1920- und 1930er- Jahre; beispielsweise von Aenne Biermann, Karl Blossfeldt, Florence Henri, Germaine Krull, Albert Renger-Patzsch, August Sander und Friedrich Seidenstücker.

Faust Welten. Goethes Drama auf der Bühne
02.03.2018 - 02.09.2018

Wer – wo – was – das sind drei Grundsatzfragen, die sich jedem stellen, der Goethes Faust auf die Bühne bringen will. Wer spielt die Hauptrollen Faust – Mephisto – Gretchen? Und ist das vorhandene Ensemble groß und vielfältig genug, um all die anderen Rollen zu besetzen? Wo, an welchen Schauplätzen spielt sich das Drama ab? Auffällig an Goethes Faust sind die rasanten Ortswechsel wie etwa Himmel – Enge Studierstube – Freie Landschaft vor dem Stadttor... Wie ist das auf der Bühne zu bewerkstelligen? Die Antworten der Theatermacher sind teils der technischen Entwicklung geschuldet, sie sind vor allem aber auch verknüpft mit ästhetischen Strömungen, mit der Phantasie und der Weltanschauung von Regisseuren und ihren BühnenbildnerInnen. Was wird gespielt? Auch das ist eine Grundsatzfrage – sogar im Zusammenhang mit diesem ikonischen Text Goethes. Rollenportraits und historische Tonaufnahmen, Raumkonzepte, erfahrbar in einem Parcours mit originalen Modellen, Regiebücher und Vieles mehr veranschaulichen die Vielfalt der kreativen Antworten, die im Laufe der Inszenierungsgeschichte bis heute gefunden wurden. Die kreativen Antworten in der Inszenierungsgeschichte bis heute zeigt die Ausstellung im Deutschen Theatermuseum.

Olafur Eliasson -WASSERfarben
07.06.2018 - 02.09.2018

Zweifellos zählt der dänische Installationskünstler isländischer Herkunft, Olafur Eliasson (*1967), zu den herausragenden Künstlern der Gegenwart. Wie kein Zweiter begeistert er mit seinen künstlerischen Großprojekten weltweit Menschen auch außerhalb der Museen. Bis heute nimmt die Zeichenkunst einen zentralen Stellenwert in seinem alle Medien umfassenden Werk ein. Erste Ideen werden zuerst in der Zeichnung formuliert und immer wieder während des Fortlaufs des Projekts vom Künstler zu Rate gezogen. Man gewinnt geradezu den Eindruck, dass Eliasson in der Zeichnung denkt. Die großangelegte Ausstellung "WASSERfarben" der Staatlichen Graphischen Sammlung München ist eine Weltpremiere, mit der erstmalig Olafur Eliassons Zeichenkunst in ihren Facetten umfassend vorgestellt wird. Die kuratorische Idee ist es, die enge emotionale und intellektuelle Kongruenz zwischen seiner Zeichnung und seiner installativen Kunst für den Betrachter zu erschließen und sinnlich nacherlebbar zu machen.

Stephan Dillemuth. Regulär 10 Euro. Ermäßigt 5
17.04.2018 - 09.09.2018

Stephan Dillemuth (*1954) schlüpft in unterschiedliche Rollen: er ist der Maler, der rauchend der Inspiration harrt; der Fernsehmoderator, der ein Video von Stephan Dillemuth ankündigt; er ist Friedrich Nietzsche, der gegen Richard Wagner ätzt und – in seiner beständigsten Rolle – der Professor für Kunstpädagogik an der Münchener Akademie der Bildenden Künste. Die Rollen, die Künstler und Künstlerinnen in der Gesellschaft und im Kunstsystem übernehmen, sind Dreh- und Angelpunkt für den in München und Bad Wiessee lebenden Künstler. Unter Verwendung einer ergebnisoffenen und häufig kollektiven Forschungsmethode, die er als „bohemistisch“ bezeichnet, nimmt er verschiedene Formen künstlerischer Lebensweisen wie die Lebensreformbewegung, die Münchner Boheme der vorletzten Jahrhundertwende oder die Kunstakademie unter die Lupe, auch um sie auf Sinn und Zweck für die heutige Situation abzuklopfen. Kuratiert von Stephanie Weber

Die Mitmach-Maschine. Ein konstruktives Vergnügen
05.05.2018 - 09.09.2018

Sie rappelt und rattert, klickert und klackert. Überall dreht es sich, surrt, rollt, ruckelt, läuft und zuckelt. Die Mitmach-Maschine kann vieles. In Gang gesetzt wird das große, bunte Ding durch Muskelkraft. Wenn die Besucher kräftig in die Pedale treten, an Rädern kurbeln oder mit einem Schlitten hin und her gleiten und erwecken sie so die Konstruktion zum Leben. Die Mitmach-Maschine ist eine große begehbare Spiel-, Kunst- und Technikmaschine, sie stellt nichts her, aber sie bietet vieles: fürs Auge, fürs Ohr, zum Tasten, für die Lust an der Bewegung und für den Verstand, der begreift wie es funktioniert. Ihre Technik mit Zahnrädern, Riemen, Hebeln und Kolben ist gut sichtbar, so dass die Bewegungen nachvollzogen werden können. Kurbeln und Pedale laden dazu ein, unter-schiedliche Mechaniken auszuprobieren und in Gang zu setzen. Mal beginnt sich eine Bildergalerie zu drehen, mal werden verschiedenste Geräuschapparate in Schwingung versetzt. Das Besondere: Jedes Kind gestaltet an der Maschine mit! In verschiedenen Werkstätten entwickeln die jungen Besucher eigene kreative Ideen für einfache technische Aufgaben und setzen diese mit Unterstützung unserer erfahrenen BetreuerInnen um. Zusätzlich gibt es in der Ausstellung Maschinen, die vorbestimmte Abläufe selbsttätig („automatisch“) ausführen. So werden an einer Kugelbahn die Laufzeiten der Kugeln unterschiedlich bestimmt und damit eine Tonabfolge voreingestellt. Außerdem wird der Weg von seilgetriebenen Apparaten, je nach Wicklungsanzahl und -richtung um die Antriebsachsen, vorherbestimmt. Die Ausstellungsinszenierung ermöglicht Kindern einen ersten spielerischen Zugang zum Thema Maschine. Durch aktives forschendes Erkunden und Konstruieren wird das Interesse für Technik geweckt und spielerisch Grundlagenwissen zu Mechanik, Reibung, Kraft, Drehung, den Hebelgesetzen sowie Automatisierung vermittelt. Seit 1993 wird die interaktive Installation von Akki (Aktion und Kultur mit Kindern e.V.) in Düsseldorf entwickelt und immer wieder neu verwirklicht. Bisher haben über 140.000 BesucherInnen daran mitgewirkt. Traditionen der Kinderkultur verbinden sich hier mit Formen der kinetischen Kunst.

Hella Jongerius & Louise Schouwenberg. Beyond the New
10.11.2017 - 16.09.2018

Die niederländische Produktdesignerin Hella Jongerius und die Designtheoretikerin Louise Schouwenberg sind eingeladen, für die Paternoster-Halle der Pinakothek der Moderne eine ortsspezifische Installation zu entwickeln. Die Neue Sammlung – The Design Museum präsentiert bereits seit 2015 ihr zehnmonatiges Ausstellungsformat für zeitgenössische Designpositionen in der zweigeschossigen Paternoster-Halle, deren architektonische Besonderheit vor allem durch die stete Bewegung der beiden Paternosteraufzüge definiert wird. Hella Jongerius hat insbesondere durch ihre charakteristische Arbeitsweise, eine Verbindung aus Handwerk und industriellen Prozessen, sowie durch ihre markanten Textil- und Farbentwürfe internationale Anerkennung erlangt. Louise Schouwenberg ist Kunst- und Designtheoretikerin und leitet den Fachbereich für Contextual Design an der renommierten Design Academy in Eindhoven. Jongerius und Schouwenberg verfassten 2015 das Manifest "Beyond the New. A Search for Ideals in Design", welches sie auf dem Salone del Mobile in Mailand vorstellten. Darin kritisieren sie das vorrangige Interesse der Produktindustrie an der Idee des ewig Neuen um der Neuheit willen und plädieren stattdessen für eine wahrhaftige kulturelle Innovation. Die Idee des Neuen wird in der Ausstellung nun auf das Museum und seine Sammlung übertragen. Wie ist Design hier definiert? Wie unterscheiden sich die Anforderungen des Marktes von den kulturellen Ansprüchen des Museums? Kann kulturelle Innovation im Museum verortet sein? "Ja und Nein", sagen Jongerius und Schouwenberg. "Auf der einen Seite ist das Museum der ideale Ort, um die vielfältigen kulturellen Bedeutungen von Design verständlich zu machen. Der Besucher kann hier nachvollziehen, welche Exponate zum Zeitpunkt ihrer Entwicklung das Ergebnis einer kulturellen Innovation waren und im Laufe der Zeit nichts an Bedeutung eingebüßt haben. Auf der anderen Seite stellt sich natürlich die Frage, ob in einem Museum die Diskrepanz zwischen Design als kulturellem Artefakt und Design als kommerziellem Gut überzeugend veranschaulicht wird. Kann das Museum tatsächlich Erkenntnisse über die Bedeutung von Design im Alltagsleben der Menschen vermitteln, wenn die Objekte im musealen Kontext ihres Funktionswertes beraubt sind?" Ein thematischer Schwerpunkt der Ausstellung ist der Aspekt des Sammelns und Ausstellens in der Neuen Sammlung – The Design Museum vor dem Hintergrund ihrer geschichtlichen Entwicklung. Mittels verschiedener Installationen wird beleuchtet, wie unterschiedliche Kontexte die Wertschätzung funktionaler Dinge beeinflussen können. Jongerius und Schouwenberg: "Designobjekte sind Vermittler zwischen Menschen und ihrer Umgebung. Sobald man sich ihrer enormen Wirkung bewusst wird, erkennt man auch welche Entwürfe hochwertiger und bedeutungsreicher sind als andere."

Rollenbibliothek Anima Mundi - eine Installation von Zygmunt Blazejewski
27.03.2018 - 16.09.2018

210 Bilderrollen, in einem langjährigen malerischen Prozess entstanden, zusammengefasst und geordnet zu einer elf Meter langen und über sechs Meter hohen Bibliothekswand - dieser Werkkomplex evoziert in seinem gedanklichen Konzept, in der künstlerischen Umsetzung sowie in seiner Materialität unmittelbar Analogien zu Altägypten. Die zunächst weitgehend unsichtbaren Bilder entwickeln in einem Spannungsfeld von motivlicher Kontinuität und stilistischer Variation einen vielschichtigen Kosmos, der sich erst allmählich im Prozess des Entrollens erschließt. Vergleichbar einem archäologischen Objekt, das ans Tageslicht gehoben wird, warten die einzelnen Bilder darauf, enthüllt, entrollt zu werden. Als Entdecker ist der Betrachter aktiv in den Vorgang der Sichtbarmachung jeden einzelnen Bildes eingebunden, den er digital steuern kann.

FORUM 046: Claudius Schulze - Naturzustand
22.06.2018 - 16.09.2018

Wie sehr der Schutz vor Naturkatastrophen das europäische Landschaftsbild prägt, zeigt die Arbeit "Naturzustand" von Claudius Schulze. Der Künstler reiste dafür rund 50.000 km quer durch Europa und fotografierte mit seiner Großformatkamera von einem Kranwagen herab scheinbar malerische Landschaften. Die Landschaften wirken auf den ersten Blick fast idyllisch. Doch zum Schutz vor natürlichen Gefahren hat der Mensch massiv in die Naturräume eingegriffen. Schulzes Fotoserie untersucht den "Naturzustand" im Zeitalter des Anthropozän, in dem der Mensch durch die Auswirkungen seines Handelns auf Klima und Biosphäre letztlich selbst zur Naturgewalt wurde.

Große Pilzausstellung
14.09.2018 - 16.09.2018

Hunderte von frischen Pilzen in der Winterhalle. Veranstaltet vom Verein für Pilzkunde München e.V. und vom Botanischen Garten München-Nymphenburg.

Martin Fengel / Tomoya Kato: "Die Insel der Dachhasen"
16.06.2018 - 16.09.2018

Die Lothringer13 Halle bietet diesen Sommer Raum für Gemeinwesen, Geheimwesen und lebhafte Umschreibungen. Neue, raumgreifende Installationen entstehen und eröffnen fragile, sperrige und enigmatische Universen. Dachhasen miauen jämmerliche Liebeslieder, Koyoten in dicken Pullovern beobachten die Planeten und Steine sinnieren über die Bedeutung von Form, Gravitation und Gleichgewicht. Soweit zur Theorie. In der Praxis pendelt sich dann alles neu ein, wenn Martin Fengel aus München und Tomoya Kato aus Kyoto ihre neuesten Werke ausbreiten. Parallele Realitäten, geteilte Orte und untertitelte Dialoge.

Veranstaltungskalender

< Juni - 2018 >
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