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Ausstellungen

Seth Price - Social Synthetic
21.10.2017 - 18.02.2018

Das Museum Brandhorst präsentiert die international erste Überblicksausstellung des US-amerikanischen Künstlers Seth Price. Die mehr als 150 Werke umfassende Ausstellung zeigt Skulpturen, Filme, Fotografien, Zeichnungen, Malerei, Video, Kleider und Textilien, Web-Design, Musik und Dichtung. Programmatisch dringt Price in Territorien jenseits der bildenden Kunst vor, indem er die Produktions- und Vertriebsformen der Musikindustrie, der Modewelt und des Literaturbetriebs aufgreift und nutzt. Dabei beschäftigt er sich mit den fundamentalen Veränderungen der visuellen Kultur, die mit der flächendeckenden Etablierung digitaler Medien einhergehen. "Seth Price – Social Synthetic" ist eine Kollaboration des Museum Brandhorst mit dem Stedelijk Museum Amsterdam, wo die Ausstellung vom 15. April bis 3. September 2017 zu sehen sein wird. Eine neue Werkserie schließt die im Jahr 2000 einsetzende Präsentation der vielseitigen und einflussreichen Praxis von Seth Price ab.

Hoch hinaus! Das Alpine Museum München zu Gast im Infopoint
13.06.2017 - 22.07.2017

Ein Museum über Leidenschaften, Bergsport, Wissensdrang und Engagement für den Alpenraum? Das gibt es. Das Alpine Museum zeigt seine Schätze auf der Münchner Praterinsel. Die Isar verbindet Museum und Gebirge. Im Mittelpunkt steht die Geschichte von Menschen und Bergen... Erste Eindrücke des Alpinen Museums können Besucher des Infopoints über die Bildfahnen und Bildergalerie sowie echte Zipfelmützen, Bergschuhe und Eisenbeschläge gewinnen, die nun im Alten Hof zu sehen sind. Seit der Aufklärung spielen die Alpen für die Menschen eine besondere Rolle. Sie sind Fluchtpunkt, Ort für Träume und Möglichkeit sich Auszuprobieren. Dauerausstellung und Sonderausstellungen zeigen unsere Beziehung zu den Bergen und thematisieren aktuelle Fragestellungen wie den zunehmenden Flächenverbrauch im Gebirge. Die aktuelle Sonderausstellung "Hoch hinaus! Wege und Hütten in den Alpen" schlägt einen Bogen vom Beginn des Hütten- und Wegebaus in den 1870er Jahren bis zu aktuellen Lösungen heute. Im Infopoint liegen die beiden umfangreichen Kataloge zur Ausstellung des Hütten- und Wegenetz in den Alpen aus - Band 1 nähert sich thematisch, Band 2 legt einen systematischen Bestandskatalog aller Unterkünfte vor. Seit März 2017 können die Besucher und Besucherinnen die Anfänge des Hüttenlebens auf der Praterinsel erleben. Der Urkern der Höllentalangerhütte an der Zugspitze wurde im Garten des Alpinen Museum wieder aufgebaut. In der Höllentalangerhütte befinden sich Dokumentationen zu ihrer Geschichte und Hörstationen. Das Alpine Museum München wird vom Deutschen Alpenverein getragen und beherbergt die größte Alpenbibliothek der Welt mit 70.000 alpinen Medientiteln.

100 Meisterstücke. BMW GROUP – 100 Jahre Innovationskraft und unternehmerischer Mut
10.03.2016 - 31.07.2017

Am 7. März 2016 feiert die BMW Group das hundertjährige Bestehen des Unternehmens. Das BMW Museum würdigt dieses Jubiläum mit einer Wechselausstellung, die die Unternehmensgeschichte von 1916 bis heute präsentiert. Hierfür wurden 100 Meisterstücke ausgewählt, die die Innovationskraft und den unternehmerischen Mut in unterschiedlichen Epochen zum Ausdruck bringen. Diese Meisterstücke sind auf insgesamt fünf Plattformen in der Museumsschüssel und auch in einigen Bereichen der Dauerausstellung ausgestellt. Präsentation in fünf Zeitabschnitten. Die Unternehmenshistorie auf einen Blick. Den Auftakt zur groß angelegten Ausstellung bildet das erste Meisterstück, die 1916 erfolgte Gründung der Bayerischen Motoren Werke. Im Anschluss wird dem Besucher ein Überblick zu 100 Jahren Zeit- und Mobilitätsgeschichte geboten, illustriert durch Plakate der jeweiligen Zeit. Der folgende Abschnitt ist den Mitarbeitern des Unternehmens gewidmet. Über all die Jahre waren und sind sie der Garant des Erfolgs. Der Geschichte des Personals von 1916 bis heute fügen sich besondere Aspekte wie Gesundheit, Architektur, Internationalität, Produktion, Unternehmenskultur und Nachhaltigkeit an. Auf den fünf Plattformen der Museumsschüssel bietet die Ausstellung in chronologischer Reihenfolge einen Großteil der "100 Meisterstücke": Motorräder und Automobile, die BMW Geschichte geschrieben haben, sind hier ebenso zu bewundern wie Flugmotoren. Auch wird an legendäre Erfolge und Meilensteine im Motorsport erinnert. Im Fokus stehen zudem unternehmerische Entscheidungen, die zum Bau von Produktionsstätten oder Verbesserungen in der Arbeitswelt der Mitarbeiter führten. Interessante Geschichten, wertvolle Kleinexponate, bisher kaum gesehenes Film- und Fotomaterial sowie aufschlussreiche Zeichnungen runden den Gesamtüberblick ab und machen "100 Meisterstücke" zu einem besonderen Ausstellungserlebnis. Die Wechselausstellung "100 Meisterstücke. BMW Group – 100 Jahre Innovationskraft und unternehmerischer Mut" lädt ein zu einer Zeitreise durch 100 Jahre BMW Group. Sie bringt den von Höhen und Tiefen, Innovationen und mutigen Entscheidungen geprägten Wandel sowie den Facettenreichtum des heute erfolgreichen Unternehmens zum Ausdruck.

Jüdisches Leben in München in den 1950er- und 1960er-Jahren
07.03.2017 - 31.07.2017

Eine Ausstellung von Studierenden der Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur der LMU München in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv München und dem Jüdischen Museum München Nach der Schoa ist für viele Jüdinnen und Juden ein Leben in Deutschland undenkbar. München ist zunächst eine Durchgangsstation für die Emigration ins damalige Palästina oder in die USA. Für einige entpuppt sich der Aufenthalt in der bayerischen Hauptstadt aber als dauerhaft. Sie finden Arbeit, sind in der Gemeinde aktiv und gründen Familien. Wie war es, als jüdisches Kind in München aufzuwachsen? Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern der ersten Generation Münchner Jüdinnen und Juden, die nach der Schoa hier aufwuchsen sowie zeitgenössische Exponate thematisieren unterschiedliche Fragestellungen. Die aufgezeichneten Gespräche kreisen um das Lebensgefühl in einer ehemaligen "Täterstadt", den Stellenwert von Religion, die Bedeutung von Freizeit, das Verhältnis zum Staat Israel und das Sprechen über die traumatische Vergangenheit in den eigenen Familien.

Fossil des Monats Juli - Schädel eines Meereskrokodils
01.07.2017 - 31.07.2017

Die heutigen Krokodile sind nur eine wenig vielfältige Reliktgruppe (nur 25 heutige Arten) einer sehr großen erdmittelalterlichen (mesozoischen) Diversität der Crocodyliformes. Eine besonders in der Jurazeit (ca. 200 bis 145 Mio. Jahren) erfolgreiche Gruppe waren die Thalattosuchia, eine Entwicklungslinie, die sich ganz an das Leben im Meer angepasst hatte. Das ausgestellte Fossil Cricosaurus war sogar auf dem offenen Ozean zu Hause. Die typischen knöchernen Panzerplatten der meisten Krokodile sind nicht mehr vorhanden, die Arme und Beine waren reduziert, und der Schwanz trug eine gegabelte Schwanzflosse. Die Cricosaurier waren schlanke Formen von zwei bis vier Metern Länge. Die Tiere hatten eine schlanke, langgestreckte Schnauze mit schmalen, spitzen Zähnen und eine Kiefermuskulatur, die weniger auf einen kräftigen Biss, sondern auf schnelles zuschnappen angelegt war. Damit waren die Cricosaurier schnell schwimmende und wendige Jäger.

Cana Bilir-Meier:"un|heimlich"
23.06.2017 - 06.08.2017

Cana Bilir-Meier, Künstlerin, Filmemacherin und Kuratorin, zeigt im Lothringer13_Florida unter dem Namen un|heimlich ihre erste Einzelausstellung in ihrer Geburtsstadt München. Wie Erinnerungen wiedergeben, wie Geschichte(n) (re)konstruieren? Recherche und Medienreflexivität fallen im Werk von Cana Bilir-Meier in eins: Das Nachdenken über das Archiv ist ein zentraler Bestandteil ihrer künstlerischen Auseinandersetzungen und führt sie tief hinein in die Familiengeschichte, die auch, aber nicht nur, eine Geschichte der Migration ist. Diese Ausstellung wird in der Lothringer13_Florida präsentiert.

Bellinzona und mehr. Gemälde und Ölskizzen von Johann Christian Ziegler
12.04.2017 - 07.08.2017

Johann Christian Ziegler, 1803 im nordbayerischen Wunsiedel geboren, gehört zu den frühen realistischen Landschaftsmalern in Deutschland. Nach einer ersten Zeichenausbildung in seiner Geburtsstadt kam er 1821 nach München, wo er an der Kunstakademie Landschaftsmalerei studierte. 1828 und 1829 reiste er nach Oberitalien. Neben Landschaftsbildern und Genredarstellungen in der Nachfolge von Wilhelm Kobell und Max Joseph Wagenbauer schuf Ziegler Zeichnungen und Ölstudien, die von unmittelbarer Naturbeobachtung zeugen. Sein Tod 1833 im Alter von nur 30 Jahren setzte seiner vielversprechenden Entwicklung ein frühes Ende. Die Präsentation in einem Kabinett der Neuen Pinakothek zeigt die Gemälde und Ölskizzen, die 2014 von den Nachfahren des Künstlers zusammen mit Zeichnungen und Skizzenbüchern als Zustiftung in die Museumsstiftung zur Förderung der staatlichen bayerischen Museen übergeben worden sind. Ergänzt werden sie um Werke seiner Münchner Vorbilder und Zeitgenossen

go to paradise
05.07.2017 - 12.08.2017

In diesem Sommer findet die zweite Ausgabe der Arkadenale in den Kunstarkaden statt. Dieses Mal haben sich 53 Künstlerinnen unter dem Titel go to paradise mit dem Thema Krieg künstlerisch auseinandergesetzt. Die gegenwärtige Situation, eine scheinbar außer Kontrolle geratene Welt, in der Krieg, Terror und menschenverachtende Ideologien allgegenwärtig sind, war der Anlass für die Themenauswahl.

Free Music Production / FMP: The Living Music
10.03.2017 - 20.08.2017

Free Music Production (FMP), ein Plattenlabel und eine Plattform für die Produktion improvisierter Musik, wurde 1968 in Westberlin gegründet. Ihr radikales und expansives Engagement für zeitgenössische improvisierte Musik und Avantgarde-Jazz war von Anfang an global ausgerichtet. FMP überschritt kulturelle und musikalische Grenzen und lud Musiker und Komponisten ein, auch jenseits ihrer renommierten Einspielungen eine große Spannbreite von Aufführungsmöglichkeiten zu erkunden, von Konzerten und Festivals (Total Music Meeting) bis zu interdisziplinären Workshops (Workshop Freie Musik) und Ausstellungen. Zur Zeit der Mauer, als sich Westberlin als Symbol künstlerischer Freiheit des Westens positionierte, engagierten sich hunderte von international tätigen Musikern, Komponisten und Künstlern bei FMP. Mit über 500 veröffentlichten Einspielungen, zahllosen Konzerten, über hundert Festivals und einem Archiv aus Filmen, Fotos, Plakaten und anderen grafischen Arbeiten steht FMP für eine ungebrochene künstlerische Radikalität, die überkommene Normen kollektiven Kunstschaffens in Frage stellt.

draußen. Landschaftsarchitektur auf globalem Terrain
27.04.2017 - 20.08.2017

Mit der Ausstellung "draußen" widmet sich das Architekturmuseum der TU München erstmals der Landschaftsarchitektur. Nachdem in den vergangenen Jahren mehrfach die soziale Relevanz von Architektur in der Gegenwart präsentiert wurde, rückt nun auch jene Disziplin in den Fokus, die einen sehr viel weiteren räumlichen und zeitlichen Horizont behandelt. "Landschaftsarchitektur" scheint in der öffentlichen Vorstellung noch immer von der Sehnsucht bestimmt, für die Harmonisierung zwischen den global wachsenden Städten einerseits und der Natur andererseits zu planen. Aber die Vorstellung von Stadt und Landschaft als Gegensatzpaar entspricht längst nicht mehr dem gegenwärtigen Stand einer Disziplin, die sich angesichts der radikalen Umformung des Planeten Erde in Richtung einer analytisch-kritischen Perspektive entwickelt. "Draußen" geht von der Prämisse aus, dass es am Anfang des 21. Jahrhunderts keinen Winkel der Erde mehr gibt, in dem die Wirkungen der Urbanisierung, der massiven Ausbeutung fossiler Brennstoffe, der wachsenden Mobilität und die ungebremsten Veränderungen ökologischer Systeme, aber auch die Folgen zunehmender Migration nicht spürbar sind. Die Ausstellung zeigt in zehn Fallbeispielen das konkrete Zusammenwirken, die systemische Abhängigkeit von Stadt und Umland, von Wasserkreisläufen und den lokalen und globalen Bedingungen. Die Initiatoren sind fünf akademische Teams, die hier grundlegende Forschungen präsentieren. Sie versuchen in den dargestellten Projekten, die von Casablanca über Madrid und Changde bis Kigali und Medellín reichen, zu allererst komplexe räumliche Situationen zu analysieren. Dabei ziehen sie verschiedene Instrumente und Disziplinen wie die Soziologie oder Ethnologie heran. In den konkreten Fallbeispielen wird kontextspezifisches Systemwissen zusammengetragen und in enger Beteiligung mit den örtlichen Projektpartnern abgeglichen, bevor überhaupt an mögliche transformatorische Perspektiven und bauliche Maßnahmen gedacht wird. Ziel der Ausstellung ist es, der Öffentlichkeit eine tiefere Vorstellung von den sich wandelnden Konzepten und Strategien der Landschaftsarchitektur in der Gegenwart zu vermitteln und zugleich ihre wachsende Bedeutung für die Zukunft darzustellen. Landschaftsarchitektur von heute widmet sich jenen räumlichen Systemen, die die Gesellschaft von morgen prägen werden.

Hans Haacke - Gift Horse
27.04.2017 - 20.08.2017

Das Haus der Kunst freut sich, Hans Haackes gefeierte Monumentalplastik Gift Horse (2015) in seinen Räumen zeigen zu können. Ursprünglich im Auftrag der City of London als zehnter Beitrag für den Skulpturensockel "Fourth Plinth" am Trafalgar Square entstanden, wurde dieses Werk inmitten hitziger Debatten über die Ausgabefreudigkeit der Stadtverwaltung in Zeiten eisernen Sparens während der Finanzkrise enthüllt und dadurch auch in einen Zusammenhang mit den aktuellen sozialen und politischen Verhältnissen überall auf der Welt gebracht. So gesehen hätte Gift Horse zu keinem sinnfälligeren Zeitpunkt entstehen können. Die Bronzeplastik stellt, basierend auf einer Radierung des englischen Malers George Stubbs, ein Pferdeskelett ohne Sattelzeug dar. Ein elektrisches, an einem Vorderbein des Pferdes befestigtes Laufschriftband zeigt in Echtzeit übertragene Kurse der Londoner Aktienbörse an, die in München durch einen Live-Ticker der Frankfurter Börse ersetzt werden. Die Arbeit nimmt unmittelbar Bezug auf ein nie ausgeführtes Reiterstandbild von König Wilhelm IV., das ursprünglich für den Sockel vorgesehen war, und versinnbildlicht das Zusammenwirken von Reichtum, Macht und imperialer Geschichte. Wie Haacke erläutert, entstand sein Projektvorschlag aus der eingehenden Auseinandersetzung mit dem Ort und der Bedeutung des Denkmals für die politische Repräsentation: "Ich wurde als einer von sechs Künstlern eingeladen, einen Vorschlag für den vierten Sockel an der nordwestlichen Ecke des Trafalgar Square einzureichen. Der Sockel stand seit 150 Jahren leer. Georg IV., dessen Reiterstatue einen Sockel an der Nordostecke ziert, hatte in seiner Regierungszeit so viel Geld ausgegeben, dass es unter dem Nachfolger, seinem jüngeren Bruder Wilhelm IV., nicht mehr für einen Ritt auf dem Bronzepferd reichte. Nachdem ich mehrere Einfälle verworfen hatte, schien mir eine Bezugnahme auf den Brauch, Herrscher auf Pferderücken zu verewigen, angebracht. (Ich bin nicht der erste Fourth Plinth-Künstler, der das tut.) Meine Verewigung sollte ein Pferdegerippe mit Live-Verzierung sein – und keinen Reiter haben. Zum Projektvorschlag für den Fourth Plinth gehörte ein Bild, dem man entnehmen konnte, wie das Ganze am Ende aussehen würde. Da ich keinerlei Kenntnis von Pferdeskeletten besaß (auch was das angeht, bin ich wohl nicht der einzige), fragte ich eine Bibliothekarin, ob sie einschlägige Publikationen kannte. Sie verwies mich auf The Anatomy of the Horse von George Stubbs. Von meinen Besuchen in der Tate kannte ich Stubbs als Maler von Pferden und englischen Adeligen auf Pferderücken. Aber mir war neu, dass er als Sohn eines Gerbers eigenhändig Pferde seziert und seine Beobachtungen als Radierungen in diesem Buch veröffentlicht hatte. Dann fand ich heraus, dass gleich in nächster Nähe des Trafalgar Square ein Porträt von Whistlejacket, einem sich aufbäumenden Araberhengst, das sein Besitzer Charles Watson-Wentworth, zweiter Marquis von Rockingham, in Auftrag gegeben hatte, in einem großen Saal der National Gallery hängt. Dieser Marquis war ein Whig und zweimaliger Premierminister und laut Wikipedia 'selbst nach den Maßstäben dieser wohlhabenden Kreise außergewöhnlich reich'. Ob Gift Horse nun ein Denkmal oder ein Mahnmal ist – betrachten Sie es vielleicht einfach als meine Reverenz an die City, die Wallstreet von London." Nach seiner erfolgreichen Enthüllung in London wird Gift Horse in Absprache mit Haacke am Haus der Kunst in der monumentalen Mittelhalle gezeigt, um so eine weitere Ebene der Resonanz auf die für viele europäische Plätze und Gebäude bestimmende öffentliche Machtdarstellung zu eröffnen. Denn diese Plastik ist insbesondere in ihrer Anknüpfung an zeitgenössische Zurschaustellungen von Macht, Wert, Reichtum und politischem Gedächtnis interessant. Unmittelbar beim Betreten der Mittelhalle im Haus der Kunst werden die Besucher mit dem, auf einem monumentalen Sockel aufgestellten Gift Horse, als eine Antwort auf die zeremoniell aufgeladene und propagandistische Vergangenheit der ehemaligen Ehrenhalle konfrontiert. Es steht in Erinnerung an die zeremonielle und propagandistische Funktion der ehemaligen Ehrenhalle auf einem wuchtigen Piedestal. Die skulpturale Qualität von Haackes scharfsinniger Reflexion von Macht bildet einen Gegensatz zur monumentalen Dimension der Mittelhalle und bereichert so auch die Diskussion über die bevorstehende Renovierung des Hauses der Kunst

Frucht & Faulheit
22.06.2017 - 20.08.2017

Die Ausstellung stellt den Versuch einer Analyse und Orientierung dar. Sie versammelt Arbeiten junger brasilianischer Künstler und blättert währenddessen in Schriften der brasilianischen Moderne von Mario und Oswald de Andrade. Der Modernismo wurde während der "Woche der modernen Kunst" im Februar 1922 in São Paulo ausgerufen und stellt sich gegen einen importierten Symbolismus und Parnassianertum indem er sich einer landesüblichen, der gesprochenen Sprache anlehnenden Schreibweise und Rhetorik bedient und sich so gegen den Wortschatz und Satzbau Portugals behaupten möchte. Statt sich einer Diktatur der Logik zu unterwerfen, gebrauchen die Autoren Erzählungen der indigenen Bevölkerung und mischen Mythen mit magischem Realismus. Die Ausstellung verfolgt die ästhetischen Spuren von Mario de Andrades "Macunaíma" (1928) und Oswald de Andrades "Anthropophages Manifest" (1928) in der zeitgenössischen Kunst Brasiliens. Während es den Autoren um die Entwicklung eines eigenständigen Bewusstseins ging, um die Begründung eines tropischen Regionalismus, um ein Manifest zur Etablierung des Charakters Brasiliens gegenüber den kolonialen und kapitalen Einflüssen Europas, stellt sich in der Gegenwart einerseits die Frage, was aus diesem Versuch geworden ist – und wie künstlerische Äußerungen zu den Deklarationen der Moderne aussehen könnten.

Stand by Me
28.07.2017 - 25.08.2017

Mit dem Radierzyklus "Los Proverbios" formulierte Francisco de Goya sehr pointierte Beobachtungen zu den politischen und sozialen Umständen seiner Zeit. Diesem Werk werden zeitgenössische Arbeiten zur Seite gestellt, die ebenso wach und mit facettenreich schillernden Perspektiven auf die Gegenwart schauen. Arbeiten von Dörthe Bäumer, Joseph Beuys, Lucia Dellefant, Judith Egger, Ben Goossens, Francisco de Goya, Iris Hackl, Elke Härtel, Michael Kos, Augusta Laar & Kalle Aldis Laar, Herbert Nauderer, Anton Petz, Arnulf Rainer, Peter Riss, Thomas Silberhorn, Anna Maja Spiess, Tamiko Thiel, Dieter Villinger und Silvia Willkens

Peter Lindbergh. From Fashion to Reality
13.04.2017 - 27.08.2017

Peter Lindbergh (*1944 in Lissa, Deutschland) gilt als einer der einflussreichsten Fotografen der letzten vierzig Jahre. Diese spektakuläre multimediale Schau präsentiert rund 200 Arbeiten, darunter nicht nur seine ikonische Modefotografie, sondern auch exklusives, bis heute ungezeigtes Material wie Storyboards, Requisiten, Polaroids, Kontakt-Abzüge und Filme.

Bienen - Bestäuber der Welt
04.04.2017 - 27.08.2017

Sie leben in komplexen Staaten, praktizieren eine perfekte Arbeitsteilung und bauen mit geometrischer Präzision kunstvolle Waben. Dank ihnen blüht es, gibt es Obst, Gemüse und so manch süße Köstlichkeit: Bienen. Das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum zeigt die Sonderausstellung mit herausragenden Fotografien der international bekannten Tierfotografen Heidi und Hans-Jürgen Koch. Mit ihren Aufnahmen zeigen sie spannende Einblicke in das verborgene Leben der Honigbiene. Die Bilder zeichnen sich durch ungewöhnliche Blickwinkel, Witz und Perfektion aus. Von bestäubenden Bienen, über ihre Arbeitsteilung im Stock, bis hin zu Bienen im Dienst der Wissenschaft zeigen die spannenden Makroaufnahmen Arbeiterinnen, Königin und Drohnen aus nächster Nähe. Neben fotografischen Einblicken in das Leben der Honigbienen können Besucher der Ausstellung noch mehr rund um das Thema Biene entdecken.

Alfred Hrdlicka. Wie ein Totentanz — Die Ereignisse des 20. Juli 1944
22.06.2017 - 27.08.2017

Alfred Hrdlicka (1928–2009) hat den Terror der NS-Zeit als Kind am eigenen Leib erfahren. Die nationalsozialistischen Verbrechen sind zentrales Thema im Werk des Wiener Künstlers. Der große Zyklus "Wie ein Totentanz – Die Ereignisse des 20. Juli 1944" ist eine seiner eindringlichsten Arbeiten. Im Mittelpunkt der 53-teiligen Bildfolge steht das gescheiterte Attentat der Verschwörer um Claus Schenk Graf von Stauffenberg.

Anselm Kiefer - Die Michael & Eleonore Stoffel Stiftung erwirbt fünf Werke für die Sammlung Moderne Kunst
21.06.2017 - 03.09.2017

Die Michael & Eleonore Stoffel Stiftung hat in enger Kooperation mit den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen fünf Werke Anselm Kiefers erworben. Mit den Erwerbungen wird ein Meilenstein im Sammlungsausbau gesetzt. Anselm Kiefer, am 08. März 1945 in Donaueschingen geboren, hat mit seinem Schaffen das Schweigen über die deutsche Vergangenheit im Dritten Reich gebrochen und zugleich eine eindringliche Sprache für kulturelle Überlagerungen gefunden. Er dringt in alte heidnische, christliche, kabbalistische oder fernöstliche Überlieferungen, in die großen mythischen, religiösen und poetischen Schriften der Welt ein und verknüpft sie mit der aktuellen Erfahrungswelt. In der Pinakothek der Moderne bilden nun das monumentale Gemälde "Der Sand aus den Urnen" (2009) sowie die zwei großen, 2011 auf Blei ausgeführten Wandbilder "Occupations" (1969/2011) einen weiteren Höhepunkt im Sammlungsprofil. Das bislang einzige Gemälde des Künstlers, "Nero malt" (1974), aus der Sammlung des Wittelsbacher Ausgleichsfonds, wird zu einem exemplarischen Werkkomplex erweitert und steht im Kontext der umfangreichen Bestände von Einzelwerken und/oder Künstlerräumen von Baselitz, Beuys, Laib, Polke, Rainer sowie Flavin, Judd, Twombly und Warhol.

Double road
29.06.2017 - 03.09.2017

Neue Formen der künstlerischen Zusammenarbeit zwischen Bangalore und München. Eine Ausstellung an drei Orten. Die Präsentationen sind an allen drei Ausstellungsorten geöffnet. Das Projekt "Double Road" ist eine kuratorische Initiative von Christian Engelmann, Beate Engl, Maximilian Erbacher, Fabian Hesse, Hermann Hiller und Ralf Homann, in Kooperation mit dem MaximiliansForum, dem Kunstpavillon im Alten Botanischen Garten und der whiteBOX.art. Die in drei Kunsträumen in München präsentierte Ausstellung mit KünstlerInnen aus der indischen Hightech-Metropole Bangalore zeigt Arbeiten, die gängigen Klischees widersprechen.

Im Licht der Jahreszeiten – Spaziergänge durch den Nymphenburger Schlosspark
07.04.2017 - 10.09.2017

Der zum Nymhenburger Schloss gehörende Park ist ein Juwel europäischer Gartenbaukunst und seit mehr als 200 Jahren ein unschätzbar wertvolles Biotop – inmitten der Millionenstadt München. Die etwa 200 Hektar große Parklandschaft mit ihren Wegen, Wiesen, Wäldern, Seen und Kanälen bietet Erholung und Entdeckungen für Menschen und Platz sowie Schutz für unzählige Tier- und Pflanzenarten.

Daniel Knorr. Die Frau meines Lebens liebt mich noch nicht
01.06.2017 - 10.09.2017

Eine Armada von Matrjoschka-Figuren in unterschiedlichsten Größen erwartet das Publikum im Obergeschoss der Pinakothek der Moderne. Das raumgreifende Werk "Die Frau meines Lebens liebt mich noch nicht" (1999) stammt von Daniel Knorr, der, 1968 in Bukarest geboren und in Deutschland aufgewachsen, zu den vielseitigsten Künstlern seiner Generation zählt. Die runden, freundlichen Figuren wecken viele Assoziationen – von Familienverbindungen bis zu Russland-Klischees und der globalen Souvenir-Industrie. In unmittelbarer Nachbarschaft der Installation "Doppelgarage" (2002) von Thomas Hirschhorn, deren zentrales Thema kriegerische Konflikte sind, die aus Machtgier oder Zurücksetzung entstehen, wirken Knorrs "Matrjoschkas" wie eine stumme Zivilgesellschaft, die still erträgt oder stumm demonstriert.

Mittsommer
24.06.2017 - 10.09.2017

In der Ausstellung "Mittsommer" sind Bilder und Skulpturen von etwa 40 KünstlerInnen vereint, ergänzt werden ihre neuen Arbeiten von Leihbildern aus dem Bestand der Artothek. Damit feiert die Artothek ihr 30-jähriges Bestehen. Mit u.a. Shirin Damerji, Isabel Haase, Stanislav Horvath, William Klein, Loretta Lux, Ulla Maibaum, Erica Overmeer, Moritz Partenheimer, Richard Schur, Franz Wanner.

Veranstaltungskalender

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