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Ausstellungen

Inszeniert! Spektakel und Rollenspiel in der Gegenwartskunst
19.08.2016 - 06.11.2016

Die Welt als Bühne ist in Werken zeitgenössischer Künstler immer wieder Thema. Highlights aus der Sammlung Goetz – von Fotografie über Medienkunst bis zu Installationen – zeigen die Vielfalt des Wechselspiels zwischen darstellender und bildender Kunst. Die Ausstellung erkundet, auf welch unterschiedliche Arten Illusionen erzeugt werden und welche Strategien Künstler verwenden, um sich selbst und ihre Welt zu inszenieren. Die Ausstellung in der Kunsthalle München versammelt nahezu 90 Werke von mehr als 20 namhaften internationalen Künstlern, unter ihnen Matthew Barney, Stan Douglas, Nan Goldin, Candida Höfer, Ulrike Ottinger, Cindy Sherman und Jeff Wall. Die Exponate entstanden zwischen 1972 und 2013 und können somit als Querschnitt des Wechselspiels zwischen Kunst und Bühne in der Gegenwart gelten. Sie setzen sich mit Theaterarchitektur als kulturellem und gesellschaftlichem Raum und mit dem Illusionismus der Bühne auseinander, thematisieren die Bedeutung des Zuschauers und stellen grundlegende Fragen nach Identität und Rollenmodellen. Gezeigt werden unterschiedlichste, zuweilen surreale Weltentwürfe zwischen Poesie und Trash, politischem Zeitgeschehen und Science Fiction, klassischer Malereitradition und multimedialer Installationskunst.

Albert Renger-Patzsch. Ruhrgebietslandschaften
16.12.2016 - 26.04.2017

In den Jahren 1927-1935 nahm Albert Renger-Patzsch, einer der wichtigsten Fotografen der neuen Sachlichkeit, eine umfassende fotografische Serie von Stadtrand- und Haldenlandschaften, Landstraßen, Hinterhöfen und Vorstadthäusern, Schrebergärten und Zechenanlagen im Ruhrgebiet auf. Die entstandene Werkgruppe stellt Renger-Patzschs einzige nicht auftragsgebundene Arbeit dar. Mit ihrer zurückhaltenden Emotionalität und kompositionellen Klarheit markieren die Aufnahmen eine signifikante Position im künstlerischen Genre Landschaft, wie sie beispielsweise in der zeitgleichen Malerei eher selten zu finden ist. Rund 80 Jahre nach ihrer Entstehung sind Albert Renger-Patzschs Ruhrgebietsfotografien aktueller denn je; sie geben einen visuellen Kommentar zur heutigen Diskussion um Urbanität, Zersiedlung und Umnutzung von Folgelandschaften. Erstmals wird die Werkgruppe der Ruhrgebietslandschaften aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde mit über 100 Fotografien umfassend der Öffentlichkeit präsentiert.

So ein Ding muss ich auch haben - Gegenwartskunst aus den Sammlungen der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und der KiCo-Stiftung
19.05.2015 - 30.04.2017

Echte Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald, schwule Hochzeitspaare aus Plastik, knall-bunte Nippes-Highheels, rote Porsche 911 im Miniformat neben der quietsch-gelben Plastikente und der Londoner Telefonzelle – dies alles und noch tausend kleine Objekte mehr werden ab Mai 2015 im Lenbachhaus zu sehen sein. Das Lenbachhaus freut sich, dass das Werk "Laden 1975–2015" von Hans-Peter Feldmann bei Ihnen ein neues Zuhause gefunden hat. Im Zentrum der Präsentation wird die raumgreifende Installation "Laden 1975–2015" des Künstlers Hans-Peter Feldmann (*1941) stehen. Zwei Jahre nach der Wiedereröffnung des Lenbachhauses wird der Bereich "Kunst nach 1945" komplett neu konzipiert und ab 19. Mai 2015 präsentiert. Aus der umfangreichen Sammlung sollen im Wechsel von zwei Jahren neue Werke gezeigt werden, die dem Publikum bislang weitgehend unbekannt sind.

Zoom
14.12.2016 - 30.04.2017

Vielfache Zoom-Effekte der wissenschaftlichen Methoden, die heute unsere Sinne in der Erfahrung von Raum und Zeit erweitern, werden vorgestellt.

Wade Guyton - Das New Yorker Atelier
28.01.2017 - 30.04.2017

Wade Guyton hat in den letzten beiden Jahren eine neue Bildserie geschaffen, die im Museum Brandhorst erstmals in ihrer ganzen Breite und Komplexität vorgestellt wird. In seinen bisherigen Werken hatte Guyton sich vor allem auf minimalistische Zeichen konzentriert – den Buchstaben X, monochrome Flächen oder Streifen –, seine neuen Leinwände überraschen mit vielfältigen Motiven und Techniken: Schnappschüsse aus seinem New Yorker Atelier, Screen Shots der Homepage der "New York Times" aber auch abstrakten Formen. Letztere sind Zooms in die Matrix digitaler Bilder und gewähren gleichsam einen Blick in die "Anatomie" der digitalen Bildsprache. In der Ausstellung im Museum Brandhorst werden insgesamt 33 Bilder auf Leinwand, eine Serie von 16 Vitrinen mit Zeichnungen und eine Filmprojektion zu sehen sein. Es erscheint ein Katalog mit einem Gespräch zwischen Johanna Burton, Wade Guyton und Achim Hochdörfer, der die jüngsten Entwicklungen in Guytons Werk umfassend dokumentiert.

Textile Matter - Textil Gedacht
23.02.2017 - 30.04.2017

"Textil Gedacht" untersucht essayistisch das "Textile" in der künstlerischen und gestalterischen Praxis. Als Material, Technik, Metapher und Methode wird es in den Exponaten der Ausstellung auf sein Potential hin untersucht. Erst in der Verwebung interdisziplinärer Betrachtung eröffnet sich dessen übergreifender Bedeutungshorizont.

Paint on. Dimensionen des Malerischen
14.02.2017 - 01.05.2017

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben einige bedeutsame Neuzugänge im Bereich der zeitgenössischen Malerei zu verzeichnen. Diese bilden den willkommenen Anlass für eine Ausstellung, die unter dem Titel "PAINT ON" die Ausdrucksqualitäten des "Malerischen" im 21. Jahrhundert betrachtet. Der Begriff des "Malerischen" lässt sich auf den Schweizer Kunsthistoriker Heinrich Wölfflin (1864-1945) zurückführen. In dessen wohl bekanntestem Buch, den "Kunstgeschichtlichen Grundbegriffen", die vor rund 100 Jahren erschienen, setzt er das Malerische vom Linearen ab – oder anders formuliert: Rembrandt von Dürer. Seither kennzeichnet das Malerische die Vorrangstellung der Farbe und ihrer Wirkung vor dem Umriss. "PAINT ON" zeigt eine Malerei, die sich ihrer Traditionen bewusst ist, aber vor dem Hintergrund eines sich seit 50 Jahren radikal erweiternden medialen Selbstverständnisses durch unterschiedlichste Sicht- und Produktionsweisen permanent aktualisiert. Ob Jenny Holzer (*1950) ein amerikanisches Dokument zu "alternativen Verhörmethoden" auf einer abstrakten Farbfläche schwimmen lässt oder Simone Lanzenstiel (*1970) die Patina des Urbanen mit Spuren einer digitalen Ästhetik kombiniert – stets lässt sich die Spezifik des Bildes auf Aspekte des Malerischen zurückführen. Nicht alle der rund 20 gezeigten Werke sind Gemälde. Das Video "M. U. D." (2000) von Nina Könnemann (*1971) etwa führt in einen Park, in dessen Atmosphäre der Verlassenheit sich gleichfalls malerische Qualitäten entdecken lassen.

Orchesterprobe. Fotografien von Frank Bloedhorn
02.02.2017 - 02.05.2017

Viele Reisen quer durch die Welt bestätigen immer wieder die Kraft der Bilder: Lebensgeschichten im Portrait, Licht und Schatten in der Landschaft, Schönheit und Sinn in der Natur. Alt und Jung. Lebensmomente in Bilder gebracht. Gesichter, die inspirieren können. Die gezeigten Bilder sollen keine Probe oder das Üben im herkömmlichen Sinn wiedergeben. Vielmehr sind es Momentaufnahmen. Spontan, aus dem Augenblick heraus und versteckte Momente, die im Alltag verloren gehen.

Ozeanversauerung: Das andere Kohlendioxid-Problem
08.11.2016 - 07.05.2017

In einer Wander-Ausstellung des Projekts BIOACID zeigen die beiden Naturfotografen Solvin Zankl und Nick Cobbing Forschende bei ihren Arbeiten und stellen Organismen vor, die im Mittelpunkt aktueller Untersuchungen zur Ozeanversauerung stehen. Die Ausstellung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 – Meere und Ozeane gefördert.

Hedwig Eberle & Boban Andjelkovic - Calippo
07.04.2017 - 13.05.2017

In ihrer gemeinsamen Ausstellung bringen Hedwig Eberle und Boban Andjelkovic die Medien Malerei und Druckgrafik zusammen. Boban Andjelkovic zeigt teilweise sehr großformatige Holzschnitte und Malerei auf Glas, Hedwig Eberle Malereien auf Leinwand und Papier. Während Eberle das eher kleine Hochformat bevorzugt, zelebriert Andjelkovic das große Format.

p.osteuropa
26.04.2017 - 20.05.2017

Die Welt scheint außer Kontrolle: Krieg, Terror und menschenverachtende Ideologien sind allgegenwärtig. Und Europa? Unter dem Titel "p.osteuropa" setzen sich die KünstlerInnen Tamara Flade/Georgien, Olga Golos/Rußland, Kalas Liebfried/Bulgarien und Tim Wolff/Rumänien künstlerisch in verschiedenen Werken wie raumbezogenen Installationen oder Medienkunst mit der Frage "Wo steht Europa?" auseinander.

Julian Rosefeldt. Manifesto
16.02.2017 - 21.05.2017

Julian Rosefeldts 13-kanalige Filminstallation Manifesto ist eine Hommage an die bewegte Tradition und literarische Schönheit von Künstlermanifesten und befragt nicht zuletzt die Rolle des Künstlers in der heutigen Gesellschaft. Manifesto greift auf zahlreiche Originaltexte zurück, die von Vertretern des Futurismus, Dadaismus, Fluxus, Suprematismus, Situationismus bis hin zu Dogma 95 – von Künstlergruppen ebenso wie von einzelnen Künstlern, Architekten, Tänzern oder Filmemachern verfasst wurden. Als gespielte und gesprochene Monologe werden die künstlerischen Weltentwürfe und Ideen des 20. und 21. Jahrhunderts in Manifesto zu einem "Manifest der Manifeste" verdichtet und in unerwarteten heutigen Kontexten angesiedelt. Rosefeldts Filminstallation führt uns so die Kontinuität und Aktualität der politischen Aussagekraft dieser Künstlermanifeste vor Augen. Oft in jugendlicher Rage verfasst und hoffnungsvoll an die Kunst als Mittel zur Weltverbesserung glaubend, vereinen sich die Texte zur Stimme einer Generation. Was ist heute von der Kraft dieser historischen Texte geblieben, die einst mit Leidenschaft und Überzeugung geschrieben wurden? Haben die darin geäußerten Ansprüche und Ideen die Zeit überdauert? Besitzen sie gar universelle Gültigkeit? Wie hat sich das Zusammenspiel von Politik, Kunst und Leben bis heute verändert?

Die ersten Jahre der Professionalität 36
26.04.2017 - 21.05.2017

Nachwuchsförderung ist eine der zentralen Aufgaben der Galerie der Künstler und fester Bestandteil des Ausstellungsprogramms. Auch im 35. Jahr des Bestehens der "Ersten Jahre der Professionalität" bekommen wieder sieben junge KünstlerInnen ein Forum, ihre aktuellen Arbeiten zu zeigen und die Öffentlichkeit hat Gelegenheit, neue Entdeckungen in der Münchner Kunstlandschaft zu machen.

Fliegen zwischen Traum und Wirklichkeit: Weibliche Piloten in der Geschichte der Luftfahrt
24.02.2017 - 21.05.2017

Schon die ersten Texte des Abendlandes berichten mit der Legende von Dädalus und Ikarus vom Fliegen. Die Geschichte des Fliegens wird oft als eine (Erfolgs-)Geschichte von Männern und Männlichkeit erzählt. Gleichwohl gab es schon seit Beginn der motorisierten Luftfahrt immer wieder Frauen, die mit den oder gegen die gesellschaftlichen, kulturellen und sozialen Rahmenbedingungen Pilotin wurden. Was bewegte die Frauen, ihren Traum vom Fliegen zu verwirklichen? Wie gingen sie damit um, wenn ihnen Steine in den Weg gelegt, sie manipuliert wurden? Wie ließen sie sich für das herrschende System instrumentalisieren? Und was hat sich heute für weibliche Piloten geändert? Diese und andere Fragen beantwortet die Ausstellung anschaulich. Im Mittelpunkt stehen die Biographien weiblicher Piloten wie unter anderem Melli Beese, Thea Rasche und Hanna Reitsch. Die Entwicklung der Luftfahrttechnik, Fliegen und Kleidung, der wirtschaftliche Kontext und manches mehr stellen die Bedingungen vor, unter denen die Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts flogen.

Unerhörte Seher
03.05.2017 - 21.05.2017

Das Thema ist zeitlos aktuell. Als philosophische, kunsthistorische Projektionsfläche dienen die antiken Seher Kassandra und Laokoon. Beide lehnen sich auf gegen den "aufgezwungenen" Willen der Götter. Statt Fügung und Kapitulation, der verzweifelte Versuch zur Selbstbestimmung und Aufklärung. Doch sie können das drohende Schicksal nicht abwenden. Die Gabe des Sehens wird zum Fluch? Das Thema ist ständiger Begleiter der Menschen − gerade im radikalen Klimawandel und den atemberaubenden Entwicklungen in Wissenschaft und Technik. Mit ungeahnten Möglichkeiten und Heilsversprechungen entstehen auch Unsicherheiten, Widersprüchlichkeiten und Zukunftsängste. Christopher Oberhuemer (CHO) hat sich Schritt für Schritt in diese beiden Figuren, ihre persönliche Tragödie, ihre zeitlos-symbolische Bedeutung vertieft und diese bildnerisch ausgedrückt. Im Zitat der Antike, dem klassischen Bühnenbild der Laokoon Gruppe, öffnet die Ausstellung neue Deutungsmöglichkeiten und zeitlose Assoziationen. Und stellt die Frage: Wo und wer sind heute die nachdenklichen Hinterfrager, die unersetzlichen, vorsichtigskeptischen, warnenden Stimmen? Die notwendigen Seher?

Wildlife Photographer of the Year
16.12.2016 - 28.05.2017

Seit über 50 Jahren zeichnet das britische National History Museum atemberaubende Naturaufnahmen mit dem begehrten Preis "Widlife Photographer of the Year" aus. Der Wettbewerb ist der größte und renommierteste seiner Art und gilt als "Oscar" der Naturfotoszene, steht aber grundsätzlich jedem offen. Die hundert besten Bilder werden nach der Premiere in London in einer Wanderausstellung auf der ganzen Welt präsentiert - und begeistern jedes Jahr Millionen von Menschen. In diesem Jahr sichtete die Jury fast 50.000 Einsendungen von Profi- und Amateurfotografen aus 95 Ländern. Neben den Gesamtsiegern wurden Preise in 16 Kategorien verliehen, die das Spektrum des Genres "Naturfotografie" von anrührenden Tierporträts, bezaubernden Pflanzenbildern, atem-beraubenden Unterwasseraufnahmen und stillen Landschaftsgemälden über dramatische Jagdszenen bis zu schockierenden Bildern vom Raubbau des Menschen an der Natur reflektieren. Die Präsentation der preisgekrönten Bilder im Museum Mensch und Natur bietet daher bewegende Einblicke in das Naturgeschehen und zeigt den "State of Art" der Naturfotografie.

Harun Farocki: Counter Music
10.03.2017 - 28.05.2017

Harun Farocki (1944 - 2014) war Leitfigur in einer Szene von Filmemachern und Intellektuellen, die sich in Europa Ende der 60er-Jahre im Zuge brisanter politischer Debatten entwickelt hatte. In dieser turbulenten Zeit wurde nicht nur das Produktionsmodell des Filmemachers/Autorenfilmers definiert, sondern auch die Frage nach dem analytischen Rahmen des Kinos mit Blick auf gesellschaftspolitische Ereignisse aufgeworfen. In seiner langen, einflussreichen Karriere schuf Farocki über 90 Werke, darunter Spielfilme und Filmessays, Fernseh- und Dokumentarfilme; außerdem Installationen, Texte, Ausstellungen und in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern entstandene Projekte. Farockis Œuvre stellt eine Archäologie der Wirtschaftspolitik von Medien und Bildern dar, die Effizienz und Gültigkeit des bewegten Bildes als Mittel der Dokumentation und Analyse in Frage stellt und dem Blick des Zuschauers Disziplinierung abverlangt. "Harun Farocki: Gegen-Musik" im Haus der Kunst greift auf Farockis umfangreiches, von humanistischem, anarchistischem und ästhetischem Kampfgeist geprägtes Gesamtwerk zurück. Als erste große Münchener Ausstellung seit seinem Tod im Jahr 2014 geht sie Farockis fortlaufender Analyse der sich verändernden Modi von Lohnarbeit, Produktion und Konsum nach. Die Unzufriedenheit mit internationalen Arbeitsbedingungen und die massenhafte Vertreibung von Arbeitern unter dem Deckmantel der Globalisierung verleihen Farockis präzisen Überlegungen über das Wesen menschlichen und gesellschaftlichen Handels neue Aktualität und Dynamik. Die Ausstellung wird vom Haus der Kunst in Zusammenarbeit mit der Sammlung Goetz organisiert.

You Are In My Wave
07.04.2017 - 28.05.2017

Gruppenausstellung mit Devendra Barnhart / Johanna Billing /Jeroen Diepenmaat / David Hartt / Jesper Just / Alexander Laner / Anne Pfeifer / Sam Prekop / Tapemosphere kuratiert von Lene Harbo Pedersen & Jörg Koopmann. Eine international besetzte Ausstellung mit Werken von neun KünstlerInnen, für die Musik und Klang einen wesentlichen Teil oder eine Konstante in ihrer Arbeit darstellen.

8 Objekte 8 Museen

08.11.2016 - 30.05.2017

Eine simultane Ausstellung der Leibniz-Forschungsmuseen. Siri (aus dem iPhone) und Hal (aus "2001: Odyssee im Weltraum") kennt jeder als künstliche Stimmen. Aber den Sprechapparat von Wolfgang von Kempelen von 1791? Zusammen mit den anderen Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft hat das Münchner Museum die Ausstellung "8 Objekte, 8 Museen" entwickelt. Dabei wird auch der Sprechapparat ausgestellt, im Original und als Nachbau aus den Werkstätten des Deutschen Museums. Das Konzept der kleinen Sonderausstellung: Jedes Museum steuert eines seiner Glanzstücke bei, das von ihm beforscht worden ist, und stellt es im eigenen Haus aus. Alle Exponate, die von den anderen Museen ausgewählt wurden, werden digital präsentiert und lassen sich auf diesem Wege erkunden.

Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute
08.03.2017 - 05.06.2017

Nach der historischen Ausstellung zur Verfolgung der Sinti und Roma in München und Bayern befasst sich die neue Präsentation ab dem 9. März mit Judenfeindlichkeit, Rassismus und aktuellen Feindbildern, die anhand von außergewöhnlichen Exponaten dokumentiert werden: "Angezettelt", zeigt antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute. Seit dem Kaiserreich zeugen massenhaft verbreitete Klebezettel, Sammelbilder, Briefverschlussmarken und Sticker von menschenfeindlichen Ressentiments gegen Juden und andere Gruppen. Die vom Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin, dem Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg und dem NS-Dokumentationszentrum München konzipierte Ausstellung beschreibt die soziale Praxis, mit deren Hilfe antisemitische und rassistische Feindbilder geschürt wurden und werden. Aber auch die Gegenwehr der Betroffenen und der Zivilgesellschaft findet Ausdruck in diesem kleinformatigen sozialen Medium. Ein Teil der Ausstellung wird lokale Beispiele zeigen: Denn auch in München wurde und wird mit Klebezetteln öffentliche Hetze betrieben.

VERMISST. Der Turm der Blauen Pferde von Franz Marc
09.03.2017 - 05.06.2017

Kaum ein zweites Meisterwerk der Klassischen Moderne hat eine vergleichbar wechselvolle Geschichte wie das Gemälde Der Turm der blauen Pferde (1913) von Franz Marc. Durch seine abwechselnde Präsenz in München und Berlin verbindet es die beiden Kunstmetropolen, wird beinahe zerstört, gerettet und wieder bewahrt, bevor es nach dem zweiten Weltkrieg spurlos verschwindet. Bis heute fragen sich Kunsthistoriker und Historiker: Wo ist der Turm der Blauen Pferde? Eine spekulative Frage, der sich eine Gruppe von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern in Berlin und München stellt und die Ergebnisse in zwei parallelen Ausstellungen präsentiert. Im Frühling 1913 malte Franz Marc das Bild auf dem Land in der Nähe von München, um es im gleichen Jahr in Berlin vorzustellen. Nach dem Tod von Franz Marc im Ersten Weltkrieg wird es 1919 auf der Gedächtnisausstellung in der Münchner Neuen Sezession zentral präsentiert und noch im gleichen Jahr von Ludwig Justi zu einem ungewöhnlich hohen Preis für die "Neue Abteilung" der Berliner Nationalgalerie erworben. Als "entartet" 1937 gebrandmarkt und aus dem öffentlichen Museumsbesitz entfernt, ist es noch im selben Sommer für wenige Tage auf der ersten Station der Ausstellung "Entartete Kunst" in den Münchner Hofgartenarkaden zur Schau gestellt. Aufgrund der engagierten Kritik einzelner Bürger wird es lautlos entfernt, kommt später in ein Sammellager zur Verwertung "entarteter" Kunst nach Berlin zurück, wo es von Hermann Göring einbehalten wird und letztlich in seinen unrechtmäßigen Besitz übergeht. Kurz nach Kriegsende soll Der Turm der blauen Pferde 1945 beziehungsweise 1948/49 angeblich noch einmal in Berlin gesehen worden sein. Unabhängig voneinander haben drei wichtige Zeugen das Bild am Leipziger Platz, im späteren Haus am Waldsee und zuletzt vis-a-vis im Haus der Jugend in Berlin Zehlendorf gesehen. Danach verlieren sich die Spuren. Das Haus am Waldsee in Berlin und die Staatliche Graphische Sammlung in München haben zwanzig zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler von internationalem Rang eingeladen, die Geschichte des Gemäldes mit den Mitteln der Malerei, der Zeichnung, der Bildhauerei, der Fotografie, Installation und Literatur in einer Doppelausstellung aus heutiger Sicht zu reflektieren.

Veranstaltungskalender

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