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Pieter Brueghel in 3D – szenische Interpretation eines Meisterwerks
01.12.2016 - 03.04.2017

Die "Volkszählung zu Bethlehem" entstand 1566 und gehört heute zu den berühmtesten Gemälden von Pieter Brueghel d. Ä.. Die Münchner Künstlerin Martina Singer hat das Winterbild in einer szenischen Installation dreidimensional umgesetzt. Die Darstellung zeigt das Alltagsleben in einem verschneiten Dorf bei Sonnenuntergang. Vor dem Wirtshaus im Vordergrund herrscht großer Andrang, da hier die Dorfbewohner ihre Steuern zahlen und sich registrieren lassen. In der Umgebung sind Menschen aller Altersgruppen bei verschiedenen Beschäftigungen dargestellt. Vor dem Wirtshaus wird ein Schwein geschlachtet, Wagen werden be- und entladen, Säcke und Körbe geschleppt, Fässer und Karren über Eis und Schnee gezogen. Im Hintergrund errichten Männer einen Schuppen, während Kinder verschiedenen Eisvergnügungen nachgehen. Im Vordergrund nähern sich Joseph und die auf einem Esel reitende Maria auf der Suche nach einer Herberge. Die Menschen in ihrem geschäftigen Tun beachten das Paar nicht und ahnen nichts von dem Heil, das von diesen beiden in die Welt gebracht wird. Auch der Betrachter muss genau hinsehen, um die versteckte Botschaft zu erkennen. Die vielen lebensnah geschilderten Alltagsszenen ziehen mehr in den Bann als die ankommende heilige Familie. Noch stärker gilt das für die dreidimensionale Interpretation, denn der für Brueghels Kunst typische Eindruck des direkten Miterlebens wird durch die Räumlichkeit gesteigert, bei der man jede Gruppe von verschiedenen Seiten betrachten kann. Martina Singer hat Brueghels Gemälde auf einer Fläche von circa 2,5 x 3,5 Meter nachgebaut. Häuser, Bäume und Geräte sind aus Pappe und Holz nachgebildet, die Figuren aus einer Modelliermasse geformt. Ihre getreue Wiedergabe zielt nicht auf eine fotorealistische Kopie, sondern in erster Linie auf den Ausdruck der Figuren und ihre Beziehungen zueinander. Dennoch beeindruckt die Nähe zum Original in der Farbigkeit, den Proportionen und den topografischen Details. Lässt man sich auf die zauberhafte Miniaturwelt ein, beginnen die Figuren ein Eigenleben zu führen, das an Komplexität weit über das Gemälde hinausgeht. Martina Singer arbeitet in den Bereichen Bühnenbild, Installationen und Fotografie, mit dem Brueghel-Projekt begann sie 2013.

Fußballprofi - Traum und Wirklichkeit
28.04.2016 - 25.06.2017

Als Idol umjubelt und bewundert werden. Im Blitzlichtgewitter stehen und mit dem FC Bayern einen Titel nach dem anderen holen: Ein Kindheitstraum, der sich nur für die wenigsten erfüllt. Was bedeutet es, Fußballprofi zu werden? Wie sieht der Alltag von Thomas Müller und Co. aus? Diese und weitere Antworten liefert die Sonderausstellung "Fußballprofi – Traum und Wirklichkeit". Hier können die Besucher alles Wissenswerte rund um den Beruf des Fußballprofis erfahren. Die Ausstellung zeichnet ein realistisches Bild des langen Weges auf die große Fußball-Bühne und liefert einen umfassenden Blick hinter die sonst verborgenen Kulissen des FC Bayern; inkl. exklusivem Filmmaterial, in dem Thomas Müller, Karl-Heinz Rummenigge und viele mehr zu Wort kommen. Die Faktoren Training, Talent und Gesundheit werden ebenso aufgegriffen wie die Einflüsse, die das Glück und das Schicksal auf den Weg eines jungen Sportlers nehmen können.

DivineXDesign. Das Kleid der Antike
05.04.2017 - 25.06.2017

Kleidung hat in der Antike ebenso wie heute eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Die Ausstellung "Divine X Design. Das Kleid der Antike" soll ein Gespräch über Bekleidung im antiken Griechenland und unsere Vorstellungen von Kleidung und Mode anregen. Gemeinsam mit der AMD Akademie Mode & Design haben die Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek München dazu ein Projekt umgesetzt, um antike Kleidung und zeitgenössisches Modedesign in einen Dialog treten zu lassen. Hochkarätige antike Kunstwerke und eigens für die Ausstellung entworfene Mode von Nachwuchsdesignern veranschaulichen den Dialog zwischen den Epochen. Des Weiteren geht die Ausstellung der Frage nach, welches Aussehen, welche Funktion und welchen gesellschaftlichen Stellenwert Kleidung im antiken Griechenland hatte, und wie diese Vorstellungen im Laufe der vergangenen Jahrhunderte in unsere heutige Zeit tradiert wurden und werden. Denn Kleidung ist in allen Gesellschaften bestimmt durch offizielle und inoffizielle Kleiderordnungen, Codes, Chiffren und die Zuschreibung von (Status-)Symbolen. Auf archäologischer Basis wird das Wissen um Kleidung in der griechischen Antike präsentiert. Im Alltag, bei Festlichkeiten, beim Sport, bei der Jagd und im Krieg kam unterschiedliche Kleidung zum Einsatz. Auch Kosmetik, Frisuren und Accessoires waren damals schon wichtige Stilmittel für das individuelle Erscheinungsbild. Da kaum Textilreste aus der griechischen Zeit erhalten sind, wird anhand von gemalten Bildern auf antiken Gefäßen, Statuetten aus Ton und Bronze, Schmuck sowie lebensgroßen Marmorstatuen den Fragen nach dem Aussehen und der Bedeutung der damaligen Kleidung sowie den Fertigungsprozessen nachgegangen. Kleidung kann als soziales Phänomen aufgefasst werden. Die archäologischen Objekte geben Hinweise darauf, welche Zeichen von Kleidung ausgehen betreffend Standes-, Alters- und Geschlechtsunterschiede, welche gesellschaftlichen Vorstellungen sich darin spiegeln. Sie legen den Umgang mit dem menschlichen Körper und die Inszenierung desselben nahe. Themenfelder wie Schönheit, Erotik und Hässlichkeit werden mit Hilfe von Kleidung, aber auch von Nicht-Bekleidung dargestellt. Die Entwürfe zeitgenössischer Mode in der Ausstellung vermitteln weitere Zugänge zur Thematik. Ausgehend von sowohl inhaltlichen Fragestellungen, etwa im Umgang mit dem Mythos oder mit Körpervorstellungen, als auch von formalen Anknüpfungspunkten bei der Bearbeitung von Faltenwürfen sind zwei Modekollektionen entstanden. Sie zeigen in der Ausstellung, wie fruchtbar eine solche gestalterische Auseinandersetzung mit antiker Kunst sein kann. Die Modekollektionen haben einen klaren Bezug zum "Heute" und regen im Zusammenspiel mit den antiken Objekten dazu an, über soziokulturelle und historische Zusammenhänge neu nachzudenken. Denn was an antiker Kunst über die Zeichenhaftigkeit von Kleidung und ihre Relevanz in der Gesellschaft herausgearbeitet wurde, ist auch an den zeitgenössischen Entwürfen in einer für die heutige Zeit aussagekräftigen Form nachzuvollziehen. Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen. Sie findet in den Antikensammlungen und der Glyptothek statt.

30 Jahre Kunst. Jos de Gruyter & Harald Thys
22.04.2017 - 25.06.2017

Der Kunstverein München präsentiert vom 22. April bis 25. Juni 2017 mit 30 Jahre Kunst die bisher umfangreichste Ausstellung, die jemals von dem Künstlerduo Jos de Gruyter und Harald Thys zusammengestellt wurde. Über 300 Kunstwerke in den unterschiedlichsten Medien werden die drei zusammenhängenden Ausstellungsräumen sowie das Kino des Kunstvereins einnehmen. Die Künstler Jos de Gruyter und Harald Thys arbeiten seit 30 Jahren zusammen. Gemeinsam produzieren sie fortwährend eine Vielzahl an Videos, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen, Performances und Fotografien. Diese Arbeiten nutzen sie als Vehikel, die sie mit Menschen und deren Platzhaltern bevölkern: zu Eis erstarrte Familienmitglieder, hysterische Marionetten, anthropomorphisierte Objekte. Einige dieser Charaktere sind Freunde oder deren Platz einnehmende Vermittler. Andere sind eigentümliche Bewohner einer "Parallelwelt", die von den meisten unbeachtet bleibt, obwohl sie unweigerlich mit der Welt verknüpft ist, mit der sich der Großteil von uns identifiziert. Die Ausstellung im Kunstverein München wird eine fiktionalisierte Rekonstruktion des Lebens und Wirkens zweier "Künstler" sein, kuratiert von einem gleichermaßen fiktiven Kurator. 30 Jahre Kunst wird die bisher vollständigste retrospektive Sicht auf die unglaublich fruchtbare, 30-jährige Zusammenarbeit von Jos de Gruyter & Harald Thys eröffnen und umfasst zum ersten Mal aufeinandertreffende neue Auftragsarbeiten, Rekonstruktionen, Ausschnitte von noch nie zuvor gezeigten Filmen, Teile früherer Ausstellungen sowie Ideen und Gedanken der Künstler, die (noch) auf ihre Umsetzung warten.

WasserSpiegel- Fotografien von Valentin Köhler
02.06.2017 - 25.06.2017

Etwa ab 2006 hat Valentin Köhler begonnen, das Element Wasser zum Gegenstand seiner Beobachtung mit der Kamera zu machen. Im Mittelpunkt stehen dabei Spiegelungen, Farbspiele und Strukturen an Wasseroberflächen. Hier gelingt es ihm, Augenblicke von surrealer Schönheit und "unwirklicher Realität" einzufangen, die dem "normalen" Betrachter wegen ihrer Flüchtigkeit entgehen müssen. Es ist sein Anliegen solche Momente festzuhalten und die Vergänglichkeit im Spiel der Farben und Strukturen zu dokumentieren. Das beobachtete Medium Wasser, bietet ihm dazu ein unerschöpfliches Reservoir der unterschiedlichsten Effekte. Immer wieder nehmen seine Bilder auch Bezug auf Pflanzen im und am Wasser.

WasserSpiegel. Fotografien von Valentin Köhler
01.06.2017 - 25.06.2017

Im Grünen Saal (Haus 7 der Schaugewächshäuser) zeigt die Ausstellung ästhetische Fotografien von Wasserspiegelungen, im Bild festgehalten von Valentin Köhler. Dr. Hermann Valentin Köhler, geboren in Bayreuth, ist Geowissenschaftler und war bis 2001 Professor für Mineralogie an der LMU München. Ab etwa 2006 hat Valentin Köhler begonnen, das Element Wasser zum Gegenstand seiner Beobachtung mit der Kamera zu machen. Im Mittelpunkt stehen dabei Spiegelungen, Farbspiele und Strukturen an Wasseroberflächen. Hier gelingt es ihm, Augenblicke von surrealer Schönheit einzufangen, die dem "normalen" Betrachter wegen ihrer Flüchtigkeit entgehen müssen. Es ist sein Anliegen solche Momente festzuhalten und die Vergänglichkeit im Spiel der Farben und Strukturen zu dokumentieren. Das beobachtete Wasser bietet ihm dazu ein unerschöpfliches Reservoir der unterschiedlichsten Effekte.

Boxenstop I - Studierende der Akademie der Bildenden Künste München zu Gast
10.06.2017 - 25.06.2017

Mit BOXENSTOP I realisiert die Staatliche Graphische Sammlung München in Kooperation mit den Druckgraphischen Werkstätten der Akademie der Bildenden Künste München erstmals ein Ausstellungsprojekt, das exklusiv für den Vitrinengang in der Pinakothek der Moderne konzipiert ist. Vorausgegangen war ein Wettbewerb, bei dem aus 60 Vorschlägen 12 künstlerische Positionen juriert wurden. Mit großem Elan haben die jungen Künstler die Vitrinen in Besitz genommen und auf vielfältige Weise den Ort in ihren Werken aufgegriffen, ausgereizt oder hinterfragt. Das Ausstellungsprojekt gibt ihnen die Möglichkeit, die eigenen künstlerischen Mittel über den akademischen Kontext hinaus zu reflektieren und einem größeren Publikum zu präsentieren.

Große Kunst im kleinen Stein - Gemmen von Martin Seitz
31.03.2017 - 26.06.2017

Martin Seitz (1895 – 1988) aus Passau gehörte zu den wenigen, die sich im 20. Jahrhundert noch der Steinschneidekunst widmeten. In dieser Kunst Autodidakt, führte er sie zu einem neuen und seitdem nicht mehr erreichten Höhepunkt Seitz pflegt vor allem den Gemmenschnitt nach antikem Vorbild und knüpfte damit an eine im Grunde schon 1500 Jahre zuvor abgerissenen Tradition wieder an. Das gilt für die äußere Erscheinung wie für einen großen Teil der Motive. Seitz war in der antiken Bilderwelt sicher zu Hause, doch ahmte er selten einfach nach, sondern wandelte ab und gestaltete neu, indivi-duell, machte einen typischen "Seitz" daraus. Andere Motive stammen auch ganz aus modernerer Bildtradition. Neben Tieren, menschlichen Figuren, Portraits und mythologischen Szenen gibt es auch eine Reihe von religiösen Darstellungen, vor allem die an seine Familien verschenkten "Weihnachtssteine".

500 Jahre römische Münzportraits
31.03.2017 - 26.06.2017

Die verschiedenen Portraittypen der römischen Kaiser und ihrer Familien auf römischen Reichsprägungen über 500 Jahre von der späten Republik bis zum Ende des Westreiches stehen im Mittelpunkt dieser Ausstellung. Für die Regierung des römischen Kaiserreiches waren Münzen ein wichtiges, vielleicht das wichtigste Mittel zur Kommunikation mit dem Volk, besonders dem Militär und den römischen Bürgern. Portraits auf Münzen reflektieren bis heute die Machtverhältnisse im Reich und lassen uns noch heute erkennen, wie der Kaiser gesehen werden wollte, welches Bild er von sich und seiner Familie "prägte".

Islands Geologische Vielfalt
01.01.2012 - 30.06.2017

Mit einer Flächenausdehnung von 103 000 km2 ist Island die größte Vulkaninsel der Erde. Die lebhafte tektonische, vulkanische und geothermale Aktivität bietet Wissenschaftlern einzigartige Voraussetzungen für die Erforschung geologischer Prozesse und Bildungen. Anlässlich des letzten großen Vulkanausbruchs am Eyjafiallajökull in Island im April 2010 und der langjährigen Forschungsarbeit von Herrn Dr. Ulrich Münzer, Department für Geo- und Umweltwissenschaften, Sektion Geologie (Geologische Fernerkundung), hat das Geologische Museum München eine Sonderausstellung mit dem Thema „Islands Geologische Vielfalt – Fotos und Exponate aus 20 Jahren Forschung in München“ konzipiert. In der Sonderausstellung werden in sieben Vitrinen die Themen "Islands geologische Vielfalt", "Tektonischer Rahmen","Heiß und Kalt", "Asche – Fluch und Segen", "Bomben und Lapilli" sowie "Sande und Gerölle“ präsentiert. Ausgestellt sind vorwiegend Gesteine sowie Luft-, Gelände- und Filmaufnahmen, die während der letzten 20 Jahre Forschungsarbeit von U. Münzer mitgebracht worden sind.

Reset | Thomas Hirschhorn - Doppelgarage
30.06.2016 - 30.06.2017

In der "Doppelgarage" von Thomas Hirschhorn (*1957), einer Art Werkstatt oder Hobbykeller, werden fundamentale Kategorien menschlichen Fühlens und Handelns verhandelt: Gewalt und Gegengewalt, Rache und Versöhnung. Ausgangspunkt für die Entstehung des Werks sind die Ereignisse des 11. September 2001. Wie kaum ein anderes Werk der Gegenwartskunst spiegelt die »Doppelgarage« politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Abhängigkeiten und Widersprüche am Beginn des 21. Jahrhunderts in ihrer verwirrenden Komplexität wider.

8 Objekte 8 Museen

08.11.2016 - 30.06.2017

Eine simultane Ausstellung der Leibniz-Forschungsmuseen. Siri (aus dem iPhone) und Hal (aus "2001: Odyssee im Weltraum") kennt jeder als künstliche Stimmen. Aber den Sprechapparat von Wolfgang von Kempelen von 1791? Zusammen mit den anderen Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft hat das Münchner Museum die Ausstellung "8 Objekte, 8 Museen" entwickelt. Dabei wird auch der Sprechapparat ausgestellt, im Original und als Nachbau aus den Werkstätten des Deutschen Museums. Das Konzept der kleinen Sonderausstellung: Jedes Museum steuert eines seiner Glanzstücke bei, das von ihm beforscht worden ist, und stellt es im eigenen Haus aus. Alle Exponate, die von den anderen Museen ausgewählt wurden, werden digital präsentiert und lassen sich auf diesem Wege erkunden.

Lob der Linie: Verneinung und Verneigung
07.04.2017 - 30.06.2017

"Die Linie ordnet die ganze Welt, doch sie selbst ist unablässig Frage", so der Münchner Künstler Bernhard Haupeltshofer über seine Arbeiten, die im H-TEAM e.V. zu sehen sind. Bernhard Haupeltshofer arbeitet mit dem Mittel der Verdoppelung: die erste vom Graphit tastend gezogene Linie wird von weißer Kreide wiederholt; es entstehen minimal-malerische Grau-Effekte. Daneben wird - durch das zweite Weiß der Kreide - die Zeichnung dem ersten (Grund-) Weiß des Papiers in einem meditativen Akt zurückgegeben. Im zweiten Genre der Tuschezeichnungen zeigt sich eine andere Verdoppelung: zwei ABCs der Linien führen ein Gespräch miteinander. Die Zeichnung, die zuerst entsteht, und die Schrift (als Gedicht, Zitat, Meditation). Diese "Blätter" konfrontieren, ergänzen oder vermischen zwei Linien-Sprachen. Die Zeichnung "verneint" die starre Linie des Buchstabens und "verneigt" sich vor der Schrift (Poesie). Bernhard Haupeltshofer sagt: "Vielleicht bin ich nur Briefträger zwischen Schrift und Linie - und umgekehrt".

Fossil des Monats Juni
01.06.2017 - 30.06.2017

Das Fossil des Monats Juni repräsentiert eine Evolutionslinie der Ur-Pferdchen oder frühen Perdeartigen, deren Vertreter alle sehr ähnlich in ihren äusseren Merkmalen waren: überwiegend klein mit vier- bis fünfzehigen Vorder- und Hinterextremitäten, einem langen Schwanz mit Quaste, und einem eher kleinen Gesichtsschädel. Man kennt heute über zehn Gattungen und noch mehr Arten dieser Palaeotheriiden aus Nordamerika und Europa. Sie entstanden in einer adaptiven Radiation zu Beginn der Pferde-Evolution von 55 bis 52 Millionen Jahren vor heute. Ihr Lebensraum war das Unterholz dichter tropischer Wälder, wo sie von allerlei nahrhaften Pflanzenteilen (Blätter, Knospen, Blüten, Früchte) fraßen. Die Fundstelle Aumelas in Südfrankreich, aus welcher der ausgestellte Schädel stammt, ist bekannt für seine reichhaltige Fauna. Sie hat sich in mehr als 40 Millionen Jahre alten Seekalken erhalten. Propalaeotherium sudri ist nur eine von mehreren Ur-Pferdearten, die damals dort lebten.

Rosenjubiläum im Botanischen Garten - XXV. Rosenschau
30.06.2017 - 03.07.2017

Vor einem Vierteljahrhundert, im Jahr 1993, wurde die erste Rosenschau im Botanischen Garten ins Leben gerufen. Seitdem erfreut sie das Publikum jährlich mit schönen, ästhetisch gestalteten Ausstellungen in der Winterhalle und einem abwechslungsreichen Markt im Freien mit Rosen und Stauden, Rosenspezialitäten und Rosenaccessoires. Eine Besonderheit dieser "Münchner Rosenschau im Botanischen Garten" ist es, dass sie jedes Jahr unter einem anderen Motto steht und die Ausstellung jedes Jahr anders gestaltet ist. Zur Feier des 25. Geburtstages werden daher in lockerer Anordnung besonders markante und schöne Elemente aus den Rosenschauen der vergangenen Jahre gezeigt. Eine neue und besondere Attraktion wird dieses Jahr im Zentrum der Winterhalle zu sehen sein. Es ist ein von Rosen umgebener edler Porzellanbrunnen, den die Porzellanmanufaktur Nymphenburg anlässlich des Rosenschau-Jubiläums ausstellt. Natürlich wird es auch nicht an der gehörigen Fülle an Geburtstagsblumen fehlen. Gratuliert wird der 25jährigen mit üppigen Rosensträußen, interessanten Rosengestecken und zahlreiche Topfrosen sowie allerlei Rosenbegleitpflanzen, zu denen vor allem Lavendel, aber auch Rittersporn und Lilien zählen.

Tacker
01.07.2017 - 09.07.2017

Vorauswahl für die Ausstellungreihen Debutanten und die ersten Jahre der Professionalität. Der BBK zeigt die eingereichten Arbeiten für die Jury der beiden Nachwuchsreihen „Debutanten“ und "Die ersten Jahre der Professionalität" öffentlich.

50 Jahre Deutsches MAD
12.05.2017 - 11.07.2017

Eine Ausstellung des Münchner Comicfestivals im Sonderausstellungsraum des Valentin-Karlstadt-Musäums. MAD hat unsere Kulturlandschaft nicht nur veralbert und kommentiert, sondern sie stärker geprägt und verändert als jeder andere Comic. Was 1952 in den USA zunächst als farbiges Comic-Heft begann und rücksichtlos Superman, Batman oder selbst Disney-Figuren veralberte, feierte noch größere Erfolge, als es zu einem schwarz-weißen Satire-Magazin wurde. 1967 startet das DEUTSCHE MAD und ab Heft 32 fungierte Herbert Feuerstein als Chefredakteur. Fortan wurden auch Beiträge deutscher Zeichner veröffentlicht. Das Comicfestival München feiert den 50. Geburtstag der noch heute erscheinenden Ausgabe des "vernünftigsten Magazins der Welt". Eingeladen sind die MAD-Zeichner Peter Kuper (Spion&Spion). I.Astalos, Dieter Stein, Martin Frei und Tom Bunk. Letzterer hat extra für die 50 JAHRE DEUTSCHES MAD – Ausstellung im Valentin-Karlstadt-Musäum ein spektakuläres Plakatmotiv angefertigt. Gezeigt werden Original-Werke von fast allen wichtigen MAD-Zeichnern, wie Don Martin, Sergio Aragonés, Mort Ducker oder Rolf Trautmann.

No secrets! – Bilder der Überwachung
24.03.2017 - 16.07.2017

Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist deutlich geworden, in welchem Ausmaß Netzwerke und Datenströme die Ziele von Überwachung und Kontrolle sind. Aber nicht nur Geheimdienste generieren Daten aus der Nutzung von Medientechnologien; auch im "Internet der Dinge" und in den Fantasien von "Big Data" werden mediale Vorgänge, Ereignisse und Kommunikationen automatisierten Auswertungen unterzogen, die die Kontrolle des Menschen zum Ziel haben. Die sowohl im Münchner Stadtmuseum als auch in der ERES-Stiftung stattfindende Ausstellung beleuchtet dieses Thema, das meist sehr emotional und kontrovers diskutiert wird. In einem kurzen historischen Rückblick werden die Vorfahren der staatlichen Kontrolle von Mensch und Raum als Vorläufer aktueller biometrischer Erfassungsmethoden verortet. Der Hauptteil der Ausstellung präsentiert zeitgenössische Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, Video, Malerei, Plakat und Installation.

FORUM 042: Alessandra Schellnegger – Einblicke. Hinter den Mauern des BND in Pullach
24.03.2017 - 16.07.2017

Die Schnittmenge zwischen der Arbeit des Bundesnachrichtendienstes und der Fotografin Alessandra Schellnegger ist die Neugier. Als sie im Auftrag der Süddeutschen Zeitung nach langem Warten Zugang zum Gelände des BND in Pullach bei München erhält, ist das ein Glücksfall. Aus der Zeit gefallene Architektur und verwaist wirkende Gebäude reflektieren vergangene deutsche Geschichte und werfen Fragen auf. Von hier aus wurde tatsächlich die Welt bespitzelt? Mit feinem Gespür für Brüche und unbeabsichtigte Absurditäten schafft die Fotografin Fotodokumente, auf denen eine historische Kontinuität sichtbar wird, die beunruhigt - und die vom Selbstverständnis eines Teils der Staatsmacht im 20. Jahrhundert erzählt.

Parasympathikus- Urbane Ruhe und Unruhe
22.06.2017 - 16.07.2017

Bereits heute lebt jeder zweite Mensch weltweit in einer Stadt. Das Großstadtleben hat viele Vorteile. Nirgendwo sonst bieten sich so viele Möglichkeiten zur individuellen Entfaltung. Gleichzeitig ist der Stadtmensch mit einer Vielzahl von Reizen konfrontiert. Vielen Stadtbewohnern fällt es zunehmend schwerer "runter zu kommen", kurz innezuhalten, sich abzugrenzen oder sich selbst wahrzunehmen. "Ruhe mitten in der Stadt, ist das überhaupt möglich?" Diese Fragestellung hat die Kuratorin Katharina Keller an sechs Künstlerinnen und Künstler weitergegeben. Sie alle haben zum aktuellen Ausstellungsthema PARASYMPATHIKUS sehr unterschiedliche funktionale Skulpturen entwickelt. Der Parasympathikus, der auch "Herr des Schlafes" genannt wird, ist u.a. für die Erholung unserer körpereigenen Reserven mitverantwortlich. Sein Gegenspieler ist der SYMPATHIKUS. Er bewirkt bei besonderer Belastung, zum Beispiel durch Stress, eine Leistungssteigerung des Organismus. Die Herausforderungen des urbanen Lebens können zu einer Übermacht des Sympathikus führen. Was also machen Ruhe und Unruhe mit uns? Sind sie nicht die Grundpole unserer Existenz? Eingebettet in die besondere Atmosphäre des Kunstareals wird das 14. RischArt_Projekt für drei Wochen zum Ruhepol, Ort der entspannten Kommunikation und Zerstreuung, ein temporärer Kunstort mitten in der Stadt.

Hoch hinaus! Das Alpine Museum München zu Gast im Infopoint
13.06.2017 - 22.07.2017

Ein Museum über Leidenschaften, Bergsport, Wissensdrang und Engagement für den Alpenraum? Das gibt es. Das Alpine Museum zeigt seine Schätze auf der Münchner Praterinsel. Die Isar verbindet Museum und Gebirge. Im Mittelpunkt steht die Geschichte von Menschen und Bergen... Erste Eindrücke des Alpinen Museums können Besucher des Infopoints über die Bildfahnen und Bildergalerie sowie echte Zipfelmützen, Bergschuhe und Eisenbeschläge gewinnen, die nun im Alten Hof zu sehen sind. Seit der Aufklärung spielen die Alpen für die Menschen eine besondere Rolle. Sie sind Fluchtpunkt, Ort für Träume und Möglichkeit sich Auszuprobieren. Dauerausstellung und Sonderausstellungen zeigen unsere Beziehung zu den Bergen und thematisieren aktuelle Fragestellungen wie den zunehmenden Flächenverbrauch im Gebirge. Die aktuelle Sonderausstellung "Hoch hinaus! Wege und Hütten in den Alpen" schlägt einen Bogen vom Beginn des Hütten- und Wegebaus in den 1870er Jahren bis zu aktuellen Lösungen heute. Im Infopoint liegen die beiden umfangreichen Kataloge zur Ausstellung des Hütten- und Wegenetz in den Alpen aus - Band 1 nähert sich thematisch, Band 2 legt einen systematischen Bestandskatalog aller Unterkünfte vor. Seit März 2017 können die Besucher und Besucherinnen die Anfänge des Hüttenlebens auf der Praterinsel erleben. Der Urkern der Höllentalangerhütte an der Zugspitze wurde im Garten des Alpinen Museum wieder aufgebaut. In der Höllentalangerhütte befinden sich Dokumentationen zu ihrer Geschichte und Hörstationen. Das Alpine Museum München wird vom Deutschen Alpenverein getragen und beherbergt die größte Alpenbibliothek der Welt mit 70.000 alpinen Medientiteln.

Veranstaltungskalender

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